Veritas RS III

Der Name Veritas hat einen feinen Klang für Automobil-Liebhaber. Nach langer Pause wird dieser nun wieder zum klingen gebracht, denn am Nürburgring wird in exklusiver Handarbeit und streng limitiert der neue Veritas RS III zusammengebaut. Auch die technischen Daten lassen die Ohren klingeln: 507 PS und 520 Newtonmeter bei nur 1.080 kg sorgen für 347 km/h Endgeschwindigkeit.

Veritas RS III

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Lange hat es gedauert – seit 1953 gab es den Namen Veritas auf Sportwagen-Motorhauben nicht mehr. 2001 stand eine erste Studie für einen neuen Veritas auf der Essen Motorshow, vielbeachtet, aber danach auch wieder verschwunden. Sieben weitere Jahre zogen ins Land, bis 2008 ein erster Prototyp bei Testfahrten auf und neben der berühmten Nordschleife gesichtet wurde. Und die Augen- und Ohrenzeugen waren wie von Sinnen, denn die Töne, die der Prototyp in seine Umwelt entließ, schienen von einem anderen Stern zu kommen.

Nun steht also die finale Version des Veritas RS III bereit. Die Technik stammt von den BMW-Modellen M5 und M6, allerdings dürfte dieser 5-Liter große V10-Motor mit dem 1.080 kg leichten Wagen weniger Widerstand haben, als mit den dagegen doch recht schweren Technikspendern. 373 kW/507 PS und 520 Newtonmeter Drehmoment lauten die Geburtsdaten. Damit beschleunigt der RS III in 3,2 Sekunden auf 100 km/h. Und der Vortrieb endet erst, wenn der Pilot die Hosen endgültig gestrichen voll hat (oder alternativ bei 347 km/h). Übrigens dürfte noch vor der Hose die (schwerstens empfohlene) Fliegerbrille des Piloten voll sein, jedoch mit Insekten. Eine Windschutzscheibe ist nicht vorgesehen. Für die Weicheier unter den Veritas-Kunden wird aber an einer Coupé-Version gearbeitet.

Der RS III ist als 1+1-Sitzer ausgelegt. Über dem Beifahrerplatz lässt sich eine Abdeckung anbringen. Damit schlägt man eine Brücke in die Historie. Damals war es üblich mit dem eigenen Auto zum Rennen zu fahren, dort kleinere Modifikationen vorzunehmen, nach Möglichkeit zu gewinnen, dann zurückzurüsten und glücklich wieder heimzufahren. Die Karosserie aus Kohlefaser ruht auf einem Gitterrohrrahmen.

Das Fahrwerk ist ebenfalls in Richtung Rennsport entwickelt. Es stammt von Öhlins und lässt sich vom Piloten (oder dessen freundlichem Team) in alle Richtungen einstellen. Doppelte Dreiecksquerlenker vorne und hinten, dazu vorne quer und hinten längs verbaute Federbeine und eine servo-unterstützte Zahnstangenlenkung runden das Bild ab. 255/30er Reifen an der Vorderachse und 325/25er an der Hinterhand sorgen für möglichst optimale Traktion, 6-Kolben-Bremsen mit 380mm Scheiben vorn und 4-Kolben-Bremsen mit 355mm Scheiben hinten sichern dem Veritas sehr gute Verzögerungswerte. Der Fahrer wird dabei durch einen Fünfpunktgurt von ungewollten Flugeinlagen abgehalten.

Der Veritas RS III ist auf 30 Stück limitiert und wird ganz nach Kundenwunsch ausgestattet und lackiert.

Quelle: Vermot AG

Autor: Matthias Kierse

16. Oktober 2009|Categories: Magazin|

4 Comments

  1. W.Stern 17. Oktober 2009 at 10:23

    = SLR stirling Moss ?

  2. FutureBreeze 19. Oktober 2009 at 00:19

    brrrrr – jetzt wird die karre aber langsam echt zu verspielt!

  3. Muhviehstar 19. Oktober 2009 at 07:43

    = MF5 Spyder Clubsport 😀

  4. AM-DBS 20. Oktober 2009 at 16:24

    Also ich finde den richtig gelungen, jedoch weis ich gerade auch nicht wie die Vorgänger im Bezug auf verpielt aussahen.