Koenigsegg Agera R – Schwedischer Veyron-Gegner

Nach der Weltpremiere des neuen Agera im letzten Jahr zeigt Koenigsegg nun an gleicher Stelle den bioethanol-betriebenen Agera R mit gigantischen 1.115 PS. Dieser handgefertigte Schwedenhammer will gegen den Bugatti Veyron antreten und könnte durchaus ein Wörtchen mitreden. Für Genf hat man sich einen Gag ausgedacht, der für einige Lacher gut sein könnte. Wer den Agera R im Rückspiegel auftauchen sieht, hat nicht viel zu lachen.

Koenigsegg Agera R

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Von vorne unterscheidet sich der Koenigsegg Agera R nicht vom benzingetriebenen Modell.

Die Premiere des Koenigsegg Agera im vergangenen Jahr war durchaus beeindruckend. Das Fahrzeug erinnert in der Silhouette zwar immer noch an den allerersten CC, der Anfang des neuen Jahrtausends präsentiert wurde, es handelt sich jedoch um ein neues Fahrzeug mit vielen völlig neu durchdachten Details und einem nunmehr turbo-aufgeladenen Motor anstelle des Kompressortriebwerks im Vorgänger CCX. Nur ein Jahr später steht nun auch die Bioethanol-Variante Agera R zur Verfügung und wird auf dem Genfer Salon stolz der Weltöffentlichkeit präsentiert.

Dazu muss man wissen, dass das erste Kundenfahrzeug des Agera R sogar bereits ausgeliefert worden ist und somit die Präsentation nachgeschoben wird. Dank der Fähigkeit mit Ethanol zu fahren, steigt die Leistungsfähigkeit, da der Biokraftstoff kühler verbrennt. Unterm Strich stehen in den technischen Daten am Ende 820 kW und gigantische 1.115 PS. Somit bleibt nur noch der Bugatti Veyron Supersport als stärkerer Gegner. Der ist jedoch um einiges schwerer.

Der Koenigsegg Agera R bringt lediglich 1.330 kg trocken auf die Waage, was in der Sportwagenwelt ein mehr als beachtlicher Wert ist. Vor allem, wenn man in Betracht zieht, dass der Wagen über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe verfügt. Der Wagen, den wir auf den Bildern sehen können und der den Stand in Genf schmücken wird, ist ein Kundenfahrzeug für einen Sammler in Norwegen und verfügt über mehrere besondere Extras.

Da dieser Sammler sein Fahrzeug gern auch bei kühlen Temperaturen fahren möchte, verfügt dieser Agera R über optionale Winterreifen für rund 8.600,- €. Dazu kommt die R-Version, die gegenüber dem 1.023.000,- € teuren Agera noch einmal rund 155.000,- € zusätzlich kostet. Als besonderen Gag orderte der Kunde eine speziell gefertigte Thule-Dachbox mit exklusiven Koenigsegg-Skiern. Diese Option liegt bei rund 20.600,- € und wird auf einem zusätzlichen Dach befestigt. Ein Koenigsegg Agera mit Dachbox – auf diesen Anblick auf dem Genfer Salon freuen wir uns bereits jetzt besonders.

Das Fahrzeug selbst ist weiß lackiert und im hinteren Bereich mit Sichtcarbonelementen ausgestattet. Bekanntermaßen fertigt Koenigsegg die Modelle in jeder gewünschten Farbe, sogar komplett in Sichtcarbon. Auch der Innenraum wird zusammen mit den Kunden so gestaltet, wie diese es wünschen. Einziger Festpunkt sind die futuristischen Instrumente, der zentrale Startknopf in der Mittelkonsole und zwei hervorragenden Sportsitzen für Fahrer und Beifahrer.

Quelle: Koenigsegg

Autor: Matthias Kierse

26. Februar 2011|Categories: Magazin|Tags: , |

One Comment

  1. BMW-M5 26. Februar 2011 at 14:07

    Im Winter…in Norwegen…in dem Land, in dem es nur eine Straße (nähe Oslo) gibt, auf der man 100km/h fahren dürfte…bei den Straßenschäden. Na vielen Dank.
    Wenn der Wagen das aushält, dann sollte man ihm das Prädikat "Made in W.Germany" geben. 😉