G-Power Typhoon RS Ultimate V10 – Waffenscheinpflichtiger X6

Ein BMW X6 M mit 555 PS ist schon alles andere als „schwächlich“. Für G-Power jedoch kein Grund, nicht doch noch nach mehr Leistung zu suchen. Fündig wurde man im V10-Block aus dem M6. Auf 5,5 Liter Hubraum aufgebohrt und mit zwei Kompressoren unter Druck gesetzt, erreicht der Motor nun 900 PS und treibt den G-Power Typhoon RS Ultimate V10 auf bis zu 330 km/h. Dabei tönt der Wagen wie ein Formel 1-Renner.

G-Power Typhoon RS Ultimate V10

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Wer glaubt, mit 408 kW/555 PS im BMW X6 M seie im Prinzip der Leistungsgipfel für dieses Modell erreicht, der kennt G-Power aus dem bayrischen Aresing schlecht oder gar nicht. Der Tuner besah sich den X6 genau und kam zum Schluß: „Da geht noch was!“.

Der Grund für diese Annahme war vor allem, dass der Bi-Turbo-Motor im X6 M laut Meinung vieler Kunden nicht mehr die gleichen Emotionen weckt, wie die Hochdrehzahl-Aggregate aus dem noch aktuellen M6 und dem gerade eingestellten M5. Was also könnte man machen? Richtig, den V10 in den Motorraum des X6 verpflanzen. Passt das? Ein paar Messvorgänge später die erlösende Nachricht: Das passt!

Es folgt die Idee, aus dem X6 den schnellsten SUV der Welt werden zu lassen. Also greift G-Power auf den Motor aus dem M5 Hurricane RR aus eigenem Haus zurück und entwickelt diesen weiter. Der Hubraum wächst von 5 auf 5,5 Liter. Die Brennräume werden durch zwei ASA TI-316 Kompressoren unter Druck gesetzt. Damit die verdichtete Luft wohl temperiert in den Zylindern ankommt, wird ein zweiflutiges Ladeluftkühlersystem mit Wasserkühlung genutzt.Die neuen, größeren Kolben werden von Mahle zugeliefert. Sie sind geschmiedet und feingewogen, um optimale Leistung zu gewährleisten. Auch Pleuel, Kolbenbolzen und Kurbelwelle weichen neuen Spezialteilen. Abgerundet wird das Motortuning durch eine speziell abgestimmte Motorelektronik. Ziel bei der Bearbeitung waren eine saubere Gasannahme, blitzschnelles Hochdrehen und eine fast schon unglaubliche Leistungsabgabe. Ziel erreicht.

Unterm Strich kommen Leistungsdaten heraus, die strenggenommen den Besitz eines Waffenscheins zwingend notwendig machen sollten. Der X6, der von nun an auf den etwas sperrigen Namen „G-Power Typhoon RS Ultimate V10“ hört, verfügt nun über gigantische 662 kW/900 PS, während 870 Newtonmeter maximales Drehmoment die Reifen in blauen Rauch verwandeln. G-Power entfernt den vorderen Teil des serienmäßigen Allradsystems, um die Fahrdynamik zu erhöhen. Gebändigt wird die riesige Kraft des Wagens über ein manuelles Sechsgang-Getriebe. So gerüstet spurtet der Typhoon R Ultimate V10 in nur 4,2 Sekunden auf 100 und in unter 13 Sekunden auf 200 km/h. Maximal sollen mehr als 330 Stundenkilometer möglich sein.

Dass die Basiskarosserie des BMW X6 mit einer derartigen Leistungsbereitschaft nicht mithalten kann, dürfte jedem einleuchten. Speziell die Radhäuser sind nicht groß genug für die riesigen Räder, die G-Power zur Kraftübertragung vorgesehen hat. Um die 315/25 ZR 23er Räder von Michelin auf 23 Zoll großen G-Power Silverstone RS Schmiederädern unterzubringen, verbauen die bayrischen Tuner geschwungene Kotflügelverbreiterungen an allen vier Ecken. An Front und Heck runden markant-sportlich geformte Schürzen für aerodynamische Effizienz und den nötigen Abtrieb.

Damit der G-Power Typhoon RS Ultimate V10 nach den Hochgeschwindigkeitsritten vom Fahrer auch wieder gesund verlassen werden kann, sorgen Carbon-Keramik-Bremsscheiben mit 410 Millimeter Durchmesser und Sechskolben-Sätteln für hervorragende Verzögerungswerte. Gleichzeitig wird gegenüber einer gleichgroßen Stahlbremse rund 50% Gewicht eingespart. Dank des Wegfalls des schweren Allradantriebs und Titan-Auspuffanlage ist der Typhoon RS Ultimate V10 rund 150 Kilogramm leichter als der Basis X6.

Auch der Innenraum folgt dem Traum, aus dem SUV-Coupé einen Sportwagen zu machen. Die vier Carbon-Rennschalensitze sind ebenso mit handvernähtem Leder in Carbonstruktur bezogen, wie auch das Armaturenbrett und die Dachsäulen, sowie die Türverkleidungen. Dazu finden sich in den Türen und auf der Mittelkonsole Carbonteile in zwei verschiedenen Farben. Auch das Entertainment-System wird von Kohlefaserteilen eingefasst. Hinterm Sportlenkrad findet sich ein Tacho mit Skalierung bis 400 km/h, um den sportlichen Anspruch des G-Power Typhoon RS Ultimate V10 deutlich zu machen.

Wer die netto geforderten 675.000,- € für ein Komplettfahrzeug übrig hat und gerade schon vehement auf dem Stuhl hin- und herrutscht, sollte nicht nur die Gültigkeit seines Waffenscheins überprüfen, sondern vor allem fix mit G-Power Kontakt aufnehmen. Vom Typhoon RS Ultimate V10 werden lediglich 5 Fahrzeuge weltweit verkauft. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.g-power.de.

Quelle: G-Power

Autor: Matthias Kierse

17. Juli 2010|Categories: Magazin|

3 Comments

  1. Felix 17. Juli 2010 at 18:49

    Photoshop-Desaster 😮

    Der Innenraum erinnert mich irgendwie an ein YPS-Heft.

  2. Bärlin 18. Juli 2010 at 03:39

    Die Leistungsdaten sind schon sehr beeindruckend. Den Innenraum finde ich sehr gut. Das Außendesign – na ja. Understatement ist eben nicht so die Sache von G-Power. Mir fällt aber auch auf, dass man bei deren Hochleistungsfahrzeugen einfach keine realen Eindrücke in die Hand bekommt. Der Storm ist auch nur als Photoshop zu sehen und das seit vielen Monaten.

  3. Eno 22. August 2010 at 11:40

    Das hätte wohl jeder Praktikant besser hinbekommen. Man beachte z.b. die Lüftungsausgänge in der Mittelkonsole, die sich in den carbon look prima mit integrieren… -> fail