Audi e-Tron – Ingolstädter E-Werk – part II

Nachdem auf der IAA im vergangenen Jahr eine Elektroversion des Sportwagens R8 unter dem Namen Audi e-Tron im Rampenlicht stand, dreht sich nun in Detroit ein weiteres Konzeptfahrzeug mit diesem Titel auf der Showbühne. Diesmal handelt es sich jedoch um ein kompaktes Sportcoupé anstelle eines vollwertigen Sportwagens. Zwei Elektromotoren leisten zusammen 150 kW und 2.650 Newtonmeter Drehmoment. Das Auto wiegt nur 1.350 kg.

Audi e-Tron

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Mit dem Debüt des E-Tron auf der IAA hatte Audi erstmals ein Elektrofahrzeug vorgestellt. Es basierte auf dem erfolgreichen Sportwagen R8 und leistete 230 kW. Das sind umgerechnet 313 Pferdestärken.

Auf der gerade eröffneten Detroit Motorshow steht nun eine neue Version des Audi e-Tron. Diesmal handelt es sich um ein kompaktes Sportcoupé mit zwei Elektromotoren. Zusammen leisten sie 150 kW (umgerechnet 240 PS) und gigantische 2.650 Newtonmeter Drehmoment. Damit beschleunigt das aus Aluminium gefertigte Studienfahrzeug in 5,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Das Gesamtgewicht liegt bei lediglich 1.350 Kilogramm, davon entfallen allein 399 kg auf die Batterien.

Dank fast perfekter Gewichtsverteilung von 40:60 und kompakten Außenmaßen verfügt der e-Tron über kartähnliches Fahrverhalten. Die Lithium-Ionen-Akkus ermöglichen eine Reichweite von rund 250 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 200 km/h begrenzt, da mit steigender Geschwindigkeit der Energieverbrauch überproportional ansteigt. Die Ladezeit beträgt an einer normalen Haus-Steckdose etwa 11 Stunden, mit Starkstrom sinkt die Zeit auf rund zwei Stunden. Durch Rekuperation werden die Akkus allerdings auch während der Fahrt bei jedem Bremsmanöver geladen, wodurch sich die Reichweite erhöhen kann.

Auf nur 3,93 Metern Gesamtlänge hat Audi ein schickes Sportcoupé gezaubert, das auf den ersten Blick seine Zugehörigkeit zur Ingolstädter Marke zeigt. An der Seite fällt direkt die bekannte Taille auf, vorne ist es der Singleframe-Grill, der sofort klarmacht, dass hier ein Fahrzeug mit den vier Ringen steht. Adaptive-Matrix-Beam-Scheinwerfer mit LED-Technik sorgen für genug Licht vor dem Fahrzeug. Diese Leuchteinheiten sind an ein neuartiges Assistenzsystem gekoppelt, das automatisch Wettersituationen wie Regen, Nebel oder Dunkelheit erkennt und die Scheinwerfer exakt passend dafür einschaltet. Ebenso werden die Fahrspuren und der Gegenverkehr mittels Kameratechnik eingefangen und in die Berechnung der optimalen Leuchtweite mit eingefügt. Das GPS-Navigationssystem ist ebenfalls mit an die Leuchten angeschlossen, so können Kurven und Kreuzungen gezielt im voraus ausgeleuchtet werden. Auch die Rücklichter sind mit LEDs ausgestattet.

Das Interieur wurde auf das Wesentliche reduziert. Der Bogen des Armaturenbretts setzt sich seitlich bis in die Türverkleidungen fort. Mittelkonsole und -tunnel sind besonders schlank und leicht gestaltet, um das Leichtbaukonzept des Fahrzeugs zu unterstreichen. Den Designern kam dabei zugute, dass sie auf keinerlei Getriebe oder Kardanwelle Rücksicht nehmen mussten, da die Elektromotoren direkt als antreibende Einheiten der Räder arbeiten. Der Fahrer braucht lediglich zwischen „vorwärts“, „rückwärts“ und „neutral“ zu wählen. Der dafür notwendige Schalthebel fährt beim Starten des e-Tron aus der Mittelkonsole aus. Das Cockpit wurde erstmals bei Audi rund um ein zentrales Multifunktionsdisplay herum aufgebaut. Flankiert wird dieses von zwei analogen Rundinstrumenten. Auf dem Display lassen sich alle Funktionen des Audi-typischen MMI aufzeigen, ebenso jedoch auch das Bild der mittleren Rückfahrkamera. Audi ersetzte alle Rückspiegel durch Kameras. In den Türen sitzen die Monitore für die Außenspiegel.

Damit es den Insassen im e-Tron bei winterlichen Bedingungen nicht kalt wird, verfügt das Fahrzeug über eine Wärmepumpe. Dieses System bietet gegenüber einer elektrischen Zusatzheizung den Vorteil, dass sie keine Akkuleistung frisst. Da Elektromotoren nicht soviel Abwärme produzieren wie ein herkömmlicher Verbrennungsmotor, sind solche Zusatzgeräte in Elektroautos nötig.

Natürlich handelt es sich auch bei dieser zweiten e-Tron-Version nur um ein Konzeptfahrzeug, das nie in Serie gehen wird. Dennoch verfügt es über viele interessante Ideen, die in einigen Jahren so oder ähnlich tatsächlich in Modellen aus dem Audi-Programm zu finden sein könnten.

Quelle: Audi Presseserver

Autor: Matthias Kierse

11. Januar 2010|Categories: Magazin|

One Comment

  1. Vincentonator 11. Januar 2010 at 22:45

    Bis auf die Aston Martin-Rücklichter sieht das Teil ganz okay aus…