Ariel Atom 3.5 – Sanfte Evolution des Leichtgewichts

Mit dem Ariel Atom 3.5 geht der Leichtbau-Sportwagen aus Großbritannien in die nächste Runde. Das Chassis wurde vom Atom V8 abgeleitet und bietet noch mehr Steifigkeit als bislang schon. 247 oder 314 PS stehen zur Auswahl, um für genug Vortrieb zu sorgen. Auch an der Optik tut sich ein wenig. So kommen beispielsweise neue Scheinwerfer und LED-Blinker zum Einsatz. Durch neue Dämpfer wird zusätzlich der Fahrspaß erhöht.

Ariel Atom 3.5

Bild 1 von 5

Der Ariel Atom 3.5 ist zweifelsfrei eines der minimalistischesten Autos weltweit. Karosserie, Dach, Scheiben? Alles überflüssiges Gewicht.

Sie suchen ein Fahrzeug ohne jeglichen Komfort? Ein Dach und Scheiben sind für Sie nur überflüssiger Ballast? Sie begeben sich bei Gelegenheit gerne einmal auf die Rennstrecke? Gut, dann kennen Sie den Ariel Atom vermutlich bereits seit Jahren. All jenen, die die Fragen mit „nein“ beantwortet haben, sei gesagt, dass sie viel Spaß verpassen. Näher an den diversen Naturgewalten als im Ariel Atom ist man beim Auto fahren selten. Nun rollt Version 3.5 aus den britischen Hallen von Ariel Motor heran.

Gegenüber dem bislang gebauten Atom 3 bekommt der 3.5 ein neues Chassis, das vom Atom V8 und der limitierten Mugen Edition abgeleitet wurde. Um die dadurch hinzugewonnene Steifigkeit auch fahrdynamisch umsetzen zu können, verbaut Ariel neue Dämpfereinheiten und Motoraufhängungen. Man verspricht mehr Komfort für den Gebrauch im Alltag, Der veränderte Rahmen ist beim Atom 3.5 deutlich sichtbar, immerhin gibt es nichts, was man im klassischen Sinn eine Karosserie nennen könnte. Somit fallen die röhrenförmigen Verstrebungen besonders in der Seitenansicht gut ins Auge. Passend dazu wurden die Verkleidungen an Front und Heck optisch aufgefrischt. Vorn kommen neue Scheinwerfereinheiten mit je zwei Projektorleuchten und einer LED-Blinkereinheit je Seite zum Einsatz. Auch die Rückleuchten arbeiten mit LED-Technik.

Direkt hinter den beiden Carbon-Schalensitzen befindet sich ein 2 Liter großer Vierzylinder-Motor, den Ariel bei Honda einkauft. Dem Kunden werden zwei mögliche Konfigurationen angeboten: Als Saugmotor stehen 182 kW/247 PS bereit, was der Leistungsabgabe des Atom 3 entspricht. Darüber rangiert das gleiche Triebwerk mit einer Kompressoraufladung, das durch ein überarbeitetes Ansaugsystem, eine größere Benzinpumpe und eine neue Motorsoftware 10 zusätzliche Pferdestärken gegenüber dem direkten Vorgänger erreicht – insgesamt stehen also 231 kW/314 PS zur Verfügung.

Im spartanischen Interieur hat sich wenig verändert. Was sollte man auch ernsthaft hinzufügen wollen? Elektrische Fensterheber machen ebenso wenig Sinn, wie eine Klimaanlage. Hinter dem airbaglosen Sportlenkrad ist ein Multifunktions-LCD-Display, auf dem Geschwindigkeit, Drehzahl und weitere Funktionen wie die Anzeige des optimalen Gangs angezeigt werden, angebracht. Am oberen Ende sind Schaltleuchten in die Umrandung integriert, um rechtzeitig zum hochschalten zu ermahnen. An das Display kann auf Wunsch ein Datenaufzeichnungsgerät angeschlossen werden, mit dem Rundenzeiten und Beschleunigungskräfte mitgeschnitten werden können.

Quelle: Ariel Motor

Autor: Matthias Kierse

11. Oktober 2012|Categories: Magazin|Tags: , |