38. Oldtimer Grand Prix Nürburgring 2010 – Vorbericht

In wenigen Tagen ist es wieder soweit. Hochklassige Rennfahrzeuge aller Epochen im artgerechten Einsatz, Porsche, Maserati und Ferrari bis zum Abwinken, dazu mit allerlei automobilen Kostbarkeiten gespickte Besucherparkplätze, wie sie interessanter kaum sein könnten. Vom 13. bis zum 15. August treffen sich PS-Junkies aus aller Welt wieder in der Eifel und umgeben sich mit schönen, teuren, schnellen und seltenen Autos der letzten 100 Jahre. Der „OGP“ hat sich für viele als Saisonhöhepunkt fest etabliert.

Mit über 600 teilnehmenden Rennfahrzeugen zählt der OGP zu den grössten Veranstanltungen dieser Art in Europa. Drei Tage volles Programmm.
Höhepunkte? Wo soll man anfangen? Da wären sicher die Formel 1-Boliden aus den 60-er und 70-er Jahren. Dann die Sportprototypen der 60er Jahre mit dem Duft von Le Mans, und nicht zu vergessen das Revival der DRM mit Porsche 935, Ford Turbo Capri und BMW Renncoupes.

Wer es zeitlich einrichten kann sollte unbedingt schon am Freitag vor Ort sein. Beim AvD Historic Marathon geht es 3 1/2 Stunden im Renntempo um den Grand-Prix Kurs, vor allem aber rund um die legendäre Nordschleife. Kann es schöneres geben als historische Rennfahrzeuge auf der schönsten Rennstrecke der Welt live zu erleben?

Neben dem Renngeschehen ist natürlich auch der Besuch des Fahrerlagers Pflicht. Immer wieder ein Erlebnis, wenn die alten Rennmotoren auf Betriebstemperatur gebracht und letzte Einstellungen vorgenommen werden. Hier präsentiert sich feinste historische Automobiltechnik in ihrer ganzen Pracht, hier riecht es nach Öl, Benzin, manchmal sogar nach Rizinusöl.

Absolut sehenswert auch die Markenpräsentationen von Ferrari und Porsche. Gerade die Stuttgarter zaubern jahr für Jahr ein rollendes Freilichtmuseum in die Eifel, fast lückenlos lässt sich die Entwicklung vom frühen 356 bis zum aktuellen Elfer abschreiten, auch die Frontmotorvarianten und die 914er sind vertreten.

Ganz typisch für den OGP sind aber auch die zahlreichen kleineren Clubtreffen, Opel 400er, BMW, Cobra, TVR, Mercedes 300 SL und viele andere präsentieren sich rund um die Rennstrecke. Auch auf normalen Besucherperkplätzen findet man zahlreiche Klassiker und Raritäten.

Traditionell findet im Rahmen des OGP auch wieder eine Auktion statt. Coys versteigert am 14. August neben Automobilia auch wieder um die 50 Klassiker. Alternativ kann man seinen Souvenirbedarf aber auch auf der Einkaufsmeile decken.

Die Eintrittspreise liegen pro Tag bei 18 Euro (Freitag) bzw. 38 Euro (Samstag oder Sonntag). Es empfielt sich die Wochenendkarte (Freitag bis Sonntag) für 58 Euro.

Carpassion wird vor Ort sein und natürlich ausführlich berichten.

Autor: Lutz Abel

9. August 2010|Categories: Magazin|Tags: |

5 Comments

  1. Hessenspotter 10. August 2010 at 09:59

    38€ für ein Ticket!!! Haben die den A**** auf? Ich war auf dem Eifelrennen, da hat die Karte 25€ gekostet das habe ich gerade noch so eingesehen, aber 38€ nein Danke, da bin ich lieber an der Nordschleife beim Touristenverkehr.

  2. Markus Berzborn 11. August 2010 at 10:05

    Sieht zwar auf den ersten Blick teuer aus, aber man bekommt auch was dafür geboten. Denn es finden ja nicht nur den ganzen Tag verschiedene Rennen statt, sondern man kann sich auch jede Menge interessante Autos ansehen, kommt ins Fahrerlager usw.
    Man erwirbt also mit der Karte gleichzeitig den Besuch von Rennveranstaltungen als auch einen Museumsbesuch sozusagen. 😉

  3. Hessenspotter 11. August 2010 at 13:31

    Ganz ehrlich, ich habe beim Eifelrennen 25€ hingeblättert und habe auch ein 1A Museum gehabt, aber mein Hauptpunkt wieso ich da war (DRM Revival) da ist kein einziger von gefahren, ich musste mich echt beherschen, den ich bin extra Sonntags morgens um 6 aufgestanden, um dann diese herbe Entäuschung zu erleben. Außerdem, wenn ich Museum will, gehe ich ins Fahrerlager wenn man nix mehr zahlen muss.

  4. Markus Berzborn 11. August 2010 at 16:44

    Dann wollen wir mal hoffen, dass beim OGP alle Rennen stattfinden. Ist auch meistens der Fall, nur letztes Jahr mussten welche wegen sehr starken Nebels abgesagt werden. Aber das ist ja im August eigentlich nicht die Regel.

  5. brobox 11. August 2010 at 20:19

    Der Eintrittspreis ist in der Tat kein Schnäppchen. Aber verglichen mit einem Ticket für die Formel 1 ist es fast geschenkt. Bei der F1 darf man sich auf seinen Platz setzen und gucken, beim OGP kann man sich drei Tage lang die Hacken ablaufen, fotografieren bis der Akku zickt oder sich gemütlich auf die Wiese links neben der Fahrerlagertribüne legen.

    Wer dennoch den Eintrittspreis scheut sollte sich vielleicht dennoch den Freitag mit dem AvD Historic Marathon vormerken, an der Nordschleife ist das Zugucken kostenlos.

    Das Wetter, nun ja, am Nürburgring sollte man immer das ganze Repertoire von Sonnencreme bis Ostfriesennerz dabei haben.