Das ist aber nett, dass sie hier auch Oldtimer verkaufen!“ sagte kürzlich neben mir ein Kunde beim Morgan-Händler. So kann man sich irren. Zwar wird Morgan in diesem Jahr 100 Jahre alt und das Design der Fahrzeuge erinnert an die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, aber die Technik, die druntersteckt, ist auf heutigem Stand. Der Fahrspaß sowieso. Angefangen hat alles mit drei Rädern und Zweizylindermotor. Heute sind es 4, 6 oder 8 Zylinder und ein Rad mehr.

1909 machte sich H.F.S. Morgan in Malvern Link, einem kleinen Ort südwestlich von Birmingham in Großbritannien, an den Bau eines kleinen Spaßautos für wenig Geld. Heraus kam ein dreirädriges Fahrzeug mit Frontmotor, einem angetriebenen Hinterrad und Vorderradlenkung – der Morgan Runabout. Dieses Fahrzeugkonzept war kostengünstig und schlug auf dem damaligen Markt in der richtigen Niesche ein. In den 1920er Jahren verließen zwischen 2500 und 3000 Autos im Jahr die kleine Manufaktur. Als Alltagswagen schon sehr zuverlässig machte sich der Morgan Threewheeler recht bald auch auf den Rennstrecken einen Namen. Die mit einem JAP V Twin-Motor ausgerüsteten Threewheeler waren auf der Steilkurven-Rennstrecke in Brooklands genauso schnell wie die großen Bentley Blower!

Morgan

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