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Formel 1 und die Frage nach dem GOAT


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Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb Hermann F:

wer glaubt diesem Briten dann noch

Was haben die Aussagen in diesem Video denn mit Glaubwürdigkeit zu tun?

 

Dass Senna absichtlich mit Prost kollidiert ist, steht doch wohl ausser Frage. Senna hat das im Voraus angekündigt und im Nachhinein selbst gerechtfertigt.  

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Geschrieben

Eine rein moralische Frage. Das wurde damals eben noch nicht bestraft und was nicht so bestraft wird, dass dem Täter einen Nachteil gibt gegenüber der Situation die ohne die Tat bestehen würde ist keine Strafe. Einer der Gründe, warum ich mich vom professionellen Sport zunehmend zurückziehe. Da gilt nur Siegen; wie ist komplett egal. Man kann sogar seinen Staatspräsidenten gewisse Telefonate machen lassen......

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Geschrieben
Am 11.8.2026 um 10:59 schrieb MaxF:

Was haben die Aussagen in diesem Video denn mit Glaubwürdigkeit zu tun?

Ganz einfach, ich glaube nicht das Jim Clark "The Worlds greatest Driver" ist. 

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Geschrieben

Ich habe mir das Statement von Tiff Needell eben mal zu Gemüte geführt. Naja...

Bei der GOAT-Frage fehlt mir bei seiner Argumentation ein ganz entscheidender Punkt - die eigene Referenz in der F1.

Needell hatte zwar eine gewisse Karriere im Motorsport. Aber wenn er Ayrton Senna und Michael Schumacher quasi grundsätzlich die GOAT-Fähigkeit abspricht, weil beide auf der Strecke teilweise kompromisslos bis zur Kollision gefahren sind, und im selben Atemzug dann Jim Clark zum besten Fahrer aller Zeiten krönt, dann bekommt diese Einschätzung für mich nicht das Gewicht das sie bei einem ehemaligen F1-Fahrer mit einer entsprechenden Karriere hätte. Needell hatte anfangs der 80s lediglich zwei F1-Einsätze. Er fuhr ein einziges Rennen und fiel aus. Bei seinem zweiten Einsatz auf der Fahrerstrecke von Monaco konnte er sich nicht qualifizieren. Und damit war seine F1-Karriere auch schon wieder beendet. Daher tue ich mich mit solchen absoluten Aussagen sehr schwer. Ich finde, die Meinung bekommt einfach eine ganz andere Aussagekraft, wenn jemand selbst auf höchstem Niveau gegen diese Top-Fahrer gefahren ist.

Wenn beispielsweise ein Gerhard Berger über Ayrton Senna spricht, mit dem er bei McLaren selbst Teamkollege war, dann höre ich sehr genau hin, weil er es wissen muss. Wenn ein Felipe Massa über Michael Schumacher spricht, mit dem er bei Ferrari Teamkollege war, gilt für mich dasselbe, ich höre genau hin, weil er es wissen muss. Diese Leute haben die betreffenden Fahrer nicht nur aus der Distanz beobachtet, sondern saßen mit ihnen im gleichen Fahrerlager, teilten sich Daten, setzten sich in identischen oder vergleichbaren Situationen mit ihnen auseinander und mussten letztlich selbst gegen sie bestehen. Teils im gleichen Auto. Je absoluter also die öffentlich gepriesene Einschätzung („Senna konnte niemals der Beste sein“ oder auch  „Schumacher kann niemals der Beste sein“), desto stärker sollte bitte auch die eigene Referenz sein, auf der diese Aussage beruht. Und genau deswegen kann ich die Einschätzung von Needell zu Senna, Schumacher und Co. überhaupt nicht ernst nehmen. :rolleyes:

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Geschrieben
vor 27 Minuten schrieb Sarah-Timo:

Je absoluter also die öffentlich gepriesene Einschätzung („Senna konnte niemals der Beste sein“ oder auch  „Schumacher kann niemals der Beste sein“), desto stärker sollte bitte auch die eigene Referenz sein, auf der diese Aussage beruht. Und genau deswegen kann ich die Einschätzung von Needell zu Senna, Schumacher und Co. überhaupt nicht ernst nehmen. :rolleyes:

Tiff Needells Aussage war, dass ein Fahrer, der seinen Wagen als "Waffe" einsetzt, nicht der GOAT sein kann.

Man kann sicher darüber diskutieren, ob es angemessen ist, dieses Merkmal als hinreichende Bedingung für die Verweigerung des GOAT Status zu verwenden.

Aber um zu der Einsicht zu gelangen, dass Senna und Schumacher ihre Autos mitunter als "Waffe" genutzt haben (sprich: bewusst Kollisionen herbeigeführt haben), muss man kein ehemaliger Formel 1 Fahrer sein. Dafür muss man nicht einmal Rennerfahrung haben.      

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Geschrieben

Kimi Räikönen wäre dieser Argumentation nach über Jim Clark zu stellen. Einerseits super fair und dennoch erfolgreich, immer eigenwillig und abgekocht, zwischen Alonso‘s Dominanz und den folgenden Seriensiegern McLaren/RedBull seinen Titel geholt und somit auch das letzte Siegerfahrzeug von Ferrari im Speziellen. 

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Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb Andreas.:

Kimi Räikönen wäre dieser Argumentation nach über Jim Clark zu stellen.

Ich würde eher davon ausgehen, dass Tiff Needell "Unfairness" als Ausschlusskriterium für den GOAT Status sieht, als dass für ihn der fairste erfolgreiche Fahrer automatisch der GOAT ist.  

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