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Touring Superleggera Aero3

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Am Freitag war die Private Preview mit dem Head of Design Louis De Fabribeckers und Arturo Merzzario in Basel.

Leider hatte ich keine Zeit dran teilzunehmen. Ich könnte mich in den Ar$$$ beissen.

Das Auto ist ein Traum...

 

Ich zitiere mal Classicdriver:

Zitat

Nächste Woche feiert der Touring Superleggera Aero3 auf dem Salon Privé Publikumspremiere. Als moderne Liebeserklärung an die Stromlinienmodelle der Mailänder Carrozzeria aus den 1930er-Jahren. Wir freuen uns, als erste Publikation diesen fabelhaften Gran Turismo präsentieren zu können….

„Gewicht ist der Feind, Luftwiderstand das Hindernis“, lautete das Credo von Carlo Felice Bianchi „Cici“ Anderloni, Sohn des Mitbegründers der Carrozzeria Touring Superleggera. Ein simples Statement, doch umfasst es genau eine Philosophie, die sich bis zu den Anfängen des Mailänder Karosseriebauers in den 1920er-Jahren zurückverfolgen lässt. 

 

 

Denn wenngleich die Reputation der Marke Touring Superleggera auf einer betörenden und ungeniert zur Schau gestellten Schönheit seiner Modelle basierte, so spielte doch die Aerodynamik eine ähnlich wichtige Rolle bei der Imagebildung.

Als einer der erster großen „Coachbuilder“ mit eigenem Windtunnel stellte die  Carrozzeria Touring in den 1930er-Jahren nicht nur mit viel Liebe und Passion gestylte Autos auf die Räder. Sondern auch solche, in die wissenschaftliche Forschungsergebnisse und der Wille, neue technische Horizonte zu erschließen, einflossen.  

 

Diese Expertise mündete in so extravagante und dem Wind ein Schnippchen schlagende (sowie zugleich weiterhin sehr stillvolle) Modelle wie den Alfa Romeo 8C 2900B Berlinetta Aerodinamica und das BMW 328 Mille Miglia Touring Coupé. Dass diese Modelle auch im Motorsport erfolgreich waren, machte viele große Automobilhersteller jener Zeit erst auf Touring aufmerksam.

Diese aufregende und von traditioneller automobiler Eleganz geprägte Epoche diente auch als primäre Inspiration für den neuen Aero3, ein dramatischer und streng limitierter V12-Gran Turismo, den Designchef Louis de Fabribeckers als „Showstopper“ definiert. Wir stimmen ihm da nur zu bereitwillig zu.

 

 

„Der Aero 3 ist unsere Vision eines in die Gegenwart übersetzten Stromlinien-Entwurfs aus den 1930er-Jahren“, erklärt Louis. „Touring ist berühmt für seine Leichtbau-Karosserien, die Stil mit aerodynamischer Effizienz verbinden – es war wichtig für uns, die künftige Verkörperung dieses Kernstrangs unserer DNA zu visualisieren. In dieser Hinsicht ist der Aero 3 seelenverwandt mit unseren modernen Interpretationen des Alfa Romeo Disco Volante.”

Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied zwischen Tourings New Age Disco Volantes und dem Aero 3, indem das neue Auto keinem speziellen Modell, sondern einer ganzen dynamischen Epoche des Automobildesigns seine Referenz erweist.   

 

Auf Wunsch seines Besitzers lehnt sich das erste Exemplar an jenen Alfa Romeo 8C 2900B Berlinetta Aerodinamica an, der 1938 mit Raymond Sommer und Clemente Biondetti bei den 24 Stunden von Le Mans am frühen Sonntagnachmittag mit zwölf Runden Vorsprung einem sicheren Sieg entgegenfuhr, dann aber nach einem Reifenschaden, der die hintere Aufhängung schwer beschädigte, aufgeben musste. Die Startnummer des damaligen Modells – 19 –und die mit Lüftungsschlitzen gespickten hinteren Seitenfenster schlagen die Brücke in die Vergangenheit, während Vierpunkt-Gurte und moderne Sturzhelme 1938 noch unbekannt waren. Uns wurde gesagt, dass Chassis 2 und 3 komplett unterschiedlich konfiguriert werden – und wir sind schon jetzt gespannt, sie zu sehen.

Während der Aluminium-Karosserie von Tourings Maserati Sciádipersia auf Basis des GranTurismo  eine komplexe Einfachheit innewohnte,  strahlt die Kohlefaser-Hülle des Aero3 eher eine simple Komplexität aus. Sie trifft den feinen Grad zwischen femininer Form und brutaler Funktion und wahrt die für Touring bezeichnende Ausgewogenheit in den Proportionen.

 

 

Die Karosse in Stratosphere Red ist das Ergebnis von 5.000 Stunden Arbeit und umhüllt die Technik eines italienischen Supersportwagens der obersten Kategorie – ein GT mit 740 PS aus einem im Bug eingebauten V12. 

Wie bei allen Touring Kreationen finden sich viele hypnotisierende Details – subtile Stilmittel, von denen Großserienhersteller nur träumen können. Das beginnt beim Grill, der das Markenzeichen aller künftigen Aero-Modelle von Touring sein wird. Er verströmt aggressive Eleganz. Eine ähnliche Liebe zum Detail zeigt sich im Interieur. Die Kabine ist ein Hochfest – speziell ihre Materialkombination aus dem üppigen und wohlduftenden Leder von Foglizzo – das ein wenig „alte Welt“-Gefühl herbeizaubert – sowie Partien in Alcantara und Kohlefaser. 

 

Doch das vielleicht größte Highlight ist die markante Haifischflosse, die sich vom Dach nach hinten zieht. Ein Element, dass laut Louis keine aerodynamische Funktion erfüllt, jedoch an die Heckpartie des Le Mans-Autos von 1938 und ganz allgemein an Tourings Stromlinien-Vergangenheit erinnern soll. Ja, die Flosse fungierte sogar als Startschuss und Ausgangspunkt für das Design des gesamten Fahrzeugs.  

„Unser Ziel liegt nicht darin, das effizienteste Modell von allen zu bauen“, sagt Louis. „doch sehr wohl das schönste. Wir sind sehr stolz, denn obwohl diese Finne so stark heraussticht, ist der Gesamtentwurf sehr ausgewogen.“ 

Was soll uns der Aero3 also nun sagen? Ist er eine würdige Hommage an eine vergangene Epoche der Touring Geschichte, voller dramatischer und innovativer Aerodynamik-Entwürfe? Wir denken ja. Ebenso wie der extravagant gestylte Disco Volante auf Alfa Basis erschlägt dich dieser Wagen mit seiner Schönheit und lässt das Wasser nur so im Mund zusammenlaufen. Dass Touring in der Lage war, in einem für alle extrem schwierigen Jahr dieses Modell zu entwickeln und auf die Räder zu stellen, verdient zusätzlich höchste Anerkennung.

 

 

Der Touring Superleggera Aero 3 wird nächste Woche im Rahmen des beliebten Salon Privé Concours in Blenheim Palace (UK) Publikumspremiere feiern. Touring will 14 weitere Modelle auf Kiel legen, jedes nach den individuellen Vorgaben seines Käufers konfiguriert. 

Die meisten unserer Leser werden wegen der Covid 19-Reisebeschränkungen nicht zum Blenheim Palace reisen können. Um so mehr schätzen wir uns glücklich, dass unser Rémi Dargegen die Möglichkeit erhielt, den Aero 3 in all seiner italienischen Opulenz ablichten zu dürfen. Genießen Sie seine Bilder, Ladies and Gentlemen!

Fotos:Rémi Dargegen für  Touring Superleggera © 2020

 

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F40org
Geschrieben

Klasse Fahrzeug.

Die Rückkehr der Coachbuilder.

Liesst sich als hätten wir am Ende es Aero3-Projekts 15 Individuelle Fahrzeuge.

 

Basis sieht nach F12 aus. Bleibt dies bei allen Modellen oder kommen die nächsten dann auf dem 812?

TonyKa
Geschrieben

Also ich habe mir den Classicdriver Artikel bewusst in Ruhe durchgelesen vor Sichtung der Bilder. Leider muss ich für mich feststellen, dass meine Erwartungshaltung, die der in der Tat echt sehr gelungene Artikel bei mir geweckt hatte, anhand der Bilder nicht erfüllt wurde. Eher sogar fehlgeleitet, ich erwartete ein elegantes Gesamtkunstwerk a la Disco Volante, sehe aber eher passend zum aktuellen Zeitgeist zumindest aussen eine relative "Kravallbüchse".

Alles wie immer Geschmackssache, bleibt unbenommen ein klasse Projekt und mit Sicherheit ein tolles Fahrzeug.

 

F40org
Geschrieben
F40org
Geschrieben
kkswiss
Geschrieben

Die offizielle Präsentation  👍

F40org
Geschrieben
AStrauß
Geschrieben

 

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