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Sensei_Sasuke

Mein erster Sportwagen - Allgemeine Kaufberatung / Impressionen / Erfahrungswerte?

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Sensei_Sasuke
Erster Beitrag:
Letzter Beitrag: (bearbeitet)

Hey liebe Sportwagenfreunde,
ich bedanke mich schon einmal für die Aufmerksamkeit denn ich habe ein wenig größeres Anliegen...
Undzwar habe ich ab nächstem Jahr im meine beruflische Fortbildung abgeschlossen und dann endlich die finanziellen Mittel mir einen kleinen Traum zu erfüllen... einen Sportwagen.
Mir ist bewusst das dies nie eine Zwecksanschaffung sein wird sondern zu 99% immer eine Emotionsanschaffung, dennoch bin ich seit klein auf ein großer Sportwagen sowie Motorsportfan.
Nun habe ich mir über mehrere Wochen den Kopf zerbrochen welches Fahrzeug es denn nun werden soll und bin zu folgender Auswahl gekommen: Audi RS3, Ford Mustang Ecoboost, Ford Mustang GT, Mercedes A 45 AMG, Mercedes CLA 45 AMG.
Ich werde dann ein monatliches Einkommen von ca. 3000€ zur Verfügung haben und mit dem meiner Ehefrau liegen wir zusammen bei ca. 4000€.
Nun habe ich mir jedoch ein maximales Limit von 1100€ gesetzt welches ich in keinem Fall überschreiten möchte, denn es soll immernoch in einer Relation zu meinem Verdienst liegen.
Ich habe mich einmal rangesetzt und die Gesammtkosten der Fahrzeuge ausgerechnet und aufgelistet.
Nun die eigentliche Frage: Seid ihr eines dieser Fahrzeuge schon einmal gefahren und könnt ihr eventuell ein Grundfeedback zu den jeweiligen Fahrzeugen geben und kommen meine Berechnungen ungefähr hin?
Ich freue mich über jegliche Art des Feedbacks und hoffe somit einen groben Überblick über die Sportwagen zu bekommen um eventuell ein paar ausschließen zu können bevor ich mich an Probefahren heran wage.
Dies wird mein erster Sportwagen und deshalb möchte ich mich im vorhinein gut informieren.
Vielen Dank!

 

Audi RS3: ~ 1040€ Monatlich
____________________________
Rate: 500€ Monatlich
Sprit: 300€ Monatlich
Versicherung: 105€ Monatlich
Inspektion: 80€ Monatlich
Reifen: 30€ Monatlich
Steuern: 20€ Monatlich

 


Ford Mustang: ~ 995€ Monatlich
____________________________
Rate: 450€ Monatlich
Sprit: 300€ Monatlich
Versicherung: 140€ Monatlich
Inspektion: 50€ Monatlich
Reifen: 30€ Monatlich
Steuern: 20€ Monatlich

 


Ford Mustang GT: ~ 1130€ Monatlich
____________________________
Rate: 500€ Monatlich
Sprit: 350€ Monatlich
Versicherung: 126€ Monatlich
Inspektion: 80€ Monatlich
Reifen: 30€ Monatlich
Steuern: 40€ Monatlich

 


Mercedes A45 AMG: ~ 1010€ Monatlich
____________________________
Rate: 475€ Monatlich
Sprit: 300€ Monatlich
Versicherung: 108€ Monatlich
Inspektion: 80€ Monatlich
Reifen: 30€ Monatlich
Steuern: 15€ Monatlich

 


Mercedes CLA 45 AMG: ~ 1050€ Monatlich
____________________________
Rate: 500€ Monatlich
Sprit: 300€ Monatlich
Versicherung: 122€ Monatlich
Inspektion: 80€ Monatlich
Reifen: 30€ Monatlich
Steuern: 15€ Monatlich

 

Nun die Parameter wie die Kosten berechnet wurden.

 

Rate: Berechnet habe ich die Ratenkosten nach Finanzierungsbeispielen der Händler auf 2,99%. Anhaltspunkt waren hier Autos bei Mobile.de mit Wunschausstattung und als Jahreswagen. Mustang als Neuwagen.

 

Sprit: Berechnet habe ich die Benzinkosten mit Hilfe vom Spritmonitor, bei welchem ich bei genauen Parametern einen Mittelwert zwischen dem Durchschnitts- und dem Maximalwert genommen habe. Fahrleistung 20.000km im Jahr nur SuperPlus.

 

Versicherung: Berechnet habe ich die Versicherungskosten bei meiner aktuellen Verischerung (HUK24) unter den Kriterien: Ich (23) meine Ehefrau (22) sind beide Versichert, Schadensfreiheitsklasse 3, Beamtenrabatt, 20.000km im Jahr und Vollkaskoversichert mit jw 300€ Selbstbeteiligung.

 

Inspektion: Bei den Wartungs/Inspektionskosten bin ich nach den üblichen Inspektionskosten der Händler gegangen und habe ein wenig abgezogen da ich von jeder oben genannten Marke einen Mitarbeiter kenne der ein wenig Rabatt bietet.

 

Reifen: Bei den Reifenkosten bin ich einfach nach Erfahrungswerten gegangen und habe diese mit meinem Fahrstiel verglichen. Ob Sport- oder Alltagswagen war bisher frühestens ein Wechsel nach der dritten Saison nötig.

 

Steuern: Die KFZ-Steuer Beträge habe ich aus der aktuellen Steuertabelle bemessen nach den Parametern.

 

Mit freundlichen Grüßen,
Marco :)

bearbeitet von Sensei_Sasuke
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jo.e
Geschrieben

Hallo Marco,

 

zuerst sollte man klar sagen: Die genannten Autos sind keine Sportwagen sondern dann doch eher sportliche Alltagswagen. Wenn die Kosten doch sowieso fast gleich sind, fahre doch jeden und entscheide dann wie von dir beschrieben - nach Emotion.

 

Grüße

jo.e

PoxiPower
Geschrieben (bearbeitet)

Wenn es der Mustang sein soll: Fahr lieber zuerst den Ecoboost. Wenn Du nämlich zuerst den GT fährst, steigst du in den 4-Zylinder nicht mehr ein 8-)

 

Zu den Kosten für diese beiden Eimer kann ich leider nichts sagen, sowas blende ich immer sicherheitshalber aus...

bearbeitet von PoxiPower
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erictrav
Geschrieben

Das Gehalt der Frau würde ich sicherheitshalber auch ausblenden.

 

Dann würde ich eher nach was gebrauchtem schauen, da bekommst du dann vielleicht auch ein richtiges Auto statt einer Knallbüchse (o.k., Mustang lass ich gelten).

 

Boxster? 997? M4?......

 

GT_MF5_026
Geschrieben

Es muss ja jeder selber wissen, wie er sein Geld ausgibt.

 

Mir persönlich ging ein monatliches Budget, das rund einen Viertel des Haushaltseinkommens ausmacht, viel zu weit. Insbesondere wenn der Wagen nicht bezahlt ist, da ein Ausstieg aus einem Leasing unter Umständen sehr ins (dann nicht vorhandene) Geld gehen kann.

 

In deiner Auswahl sehe ich kein Auto, das ich als Sportwagen bezeichnete - sportliche Alltagsauto ja, Sportwagen nein.
Der Mustang ist wenigstens "cool", wobei der Ecoboost (hatte ich schon als Mietwagen) ein Spasskiller sondergleichen ist. Der GT hat, wenn man das mag, einen tollen Sound. Das ist es dann aber auch schon. Ein Sportwagen ist auch er nicht. Un wenn schon Mustang, dann als Cabrio. Aber auch das muss jeder selber wissen.

 

Auf jeden Fall ist deine Auswahl so breit, dass du dir zuerst einmal Gedanken machen musst, was dein Auto überhaupt können soll/muss. Vom Coupé über Limousine/Kombi bis Mini-Van ist alles da.

 

Zwar habe ich nur Fragen beantwortet, die du gar nicht gestellt hast, aber ich meine, dass man über diese Punkte nachdenken sollte, wenn nicht schon geschehen.

 

 

Svitato
Geschrieben

Die AMG 4 Zylinder gehen auf Dauer auf den S***. Ich hatte mal einen einen, den Gla 45 AMG, der gleiche Motor wie bei den oben erwähnten. Nach 35‘000km musste ich ihn verkaufen. Das furzen beim schalten nervte dann enorm! 

 

Sei dir das einfach bewusst O:-)

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kabe
Geschrieben

Bei dem finanziellen Rahmen würde ich vielleicht erst noch 2-3 Jahre Golf GTI oder Mazda MX-5 fahren. Wenn von den € 4.000 noch Miete, Urlaub, etc. bestritten werden müssen, würde ich lieber erstmal schauen, ob ich Rücklagen bilden kann und dann etwas später nach einem Traumwagen schauen, statt jetzt zu teuer einzusteigen und ganz überrascht feststellen zu müssen, daß das Budget doch zu knapp bemessen ist. 

Erprobungsträger
Geschrieben (bearbeitet)

Sorry, wenn ich das jetzt so direkt sage - und ich bin mir bewusst dass ich vermutlich mit meiner Ansicht aus der Reiher tanze - aber ich würde NIE NIE NIEMALS für über 1000 EUR im Monat eine A-Klasse fahren und auch keinen kompakten Audi.

 

Ich kann schon verstehen, dass man "so schnell es geht" etwas haben möchte, aus meiner Sicht erscheint es mir jedoch sinnvoller einfach jeden Monat deine 1000 EUR auf die Seite zu legen und dir dann - sofern das Geld beisammen ist - einen Sportwagen zu kaufen über dem kein Damoklesschwert (Finanzierung, Leasingraten, ...) hängt.

 

In 2 Jahren würdest du deinen Mustang GT bar bezahlen können, während du (sofern du jetzt kaufst) in zwei Jahren lediglich einen Leasingvertrag hast (alternativ, ein nicht abbezahltes Auto, gebunden im Finanzierungsvertrag). In 3 Jahren wäre schon ein Porsche 997 drin. In 4 Jahren ... Audi R8 vom Gebrauchtwagenhändler deines Vertrauens.

 

Ich weiss wie es ist auf glühenden Kohlen zu sitzen, und die Verlockung eines Neuwagens ist sicherlich gross; aber sofern dir nicht die Geldscheine aus beiden Hosentaschen quillen oder du das ganze steuerlich geltend machen kannst, ist ein finanzierter / geleaster Neuwagen glaube ich keine optimale Entscheidung. 🙂

 

PS: Fuer 1100 EUR im Monat hatte ich damals übrigens einen AMG-GT 🙈 Und Spezialangebote von C63 AMG fuer unter 1000 im Monat habe ich auch schon gesehen. Daher vielleicht die Aversion ggu. der A-Klasse zum selben Tarif. Dennoch ... ausser einer massiven Geldverbrennung hat das Ganze retrospektiv betrachtet nicht viel hinterlassen.

bearbeitet von Erprobungsträger
Sensei_Sasuke
Geschrieben

@Allgemein
Ich versuche mal ein wenig zu konkretisieren...
Ich suche vorrangig einen Alltagswagen für tägliche Nutzung der auch mal ordentlich Eindruck auslösen kann... Ich weiß man kauft sich ein Auto nicht um sich zu zeigen jedoch brauche ich das ab und zu wegen verschiedenen negativen Erfahrungen in der Vergangenheit die hier aber auch keine Rolle spielen.
Der Wagen soll zum einen Alltagstauglich sein aber darf auch sehr gerne die Blicke der Leute auf sich ziehen.
Zwei Sitze reichen vollkommen.
Wichtig ist mir jedoch ein klein wenig Kofferraumvolumen für Einkäufe etc zu haben.
Ich liebäugel aktuell ein wenig mit dem Mustang EcoBoost da er ein sehr alltagstauglicher Wagen zu sein scheint und dennoch mit dem Active Exhaust und dem optischen Erscheinungsbild einige Blicke auf sich ziehen wird.
Zumal wäre er die günstigste Wahl aus meiner Auswahl.
Ich sage mal ich bin jetzt auch kein Schwerverdiener und 3000€ im Monat sind jetzt auch nicht die Welt deshalb sollten die Kosten wirklich nicht über die genannten 1100€ laufen das ist wirklich schon die Schmerzgrenze :/

Ich weiß gewisse Einstellungen sind eventuell verwerflich aber ich hoffe wir können sachlich bleiben :)

Die 1100€ im Monat kommen schon hin da ich für meine Eigentumswohnung nur 500€ warm im Monat zahle und sich somit die monatlichen Fixkosten inkl dem Fahrzeug auf maximal 2500€ im Monat belaufen und damit wäre wirklich alles bis auf ein Urlaub abgedeckt :)

 

#Edit Es muss zwingend ein Automatikfahrzeug sein deshalb fallen Toyota etc. leider raus :/

 

Vielen Dank ^.^

Svitato
Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Erprobungsträger:

 

Ich kann schon verstehen, dass man "so schnell es geht" etwas haben möchte, aus meiner Sicht erscheint es mir jedoch sinnvoller einfach jeden Monat deine 1000 EUR auf die Seite zu legen und dir dann - sofern das Geld beisammen ist - einen Sportwagen zu kaufen über dem kein Damoklesschwert (Finanzierung, Leasingraten, ...) hängt.

 

In 2 Jahren hättest du deinen Mustang GT - Bar bezahlt - während du, sofern du jetzt kaufst, in zwei Jahren lediglich einen Leasingvertrag hast (alternativ, ein nicht abbezahltes Auto im Finanzierungsvertrag hast). In 3 Jahren wäre schon ein Porsche 997 drin. In 4 Jahren ... Audi R8 vom Gebrauchtwagenhändler deines Vertrauens.

Jetzt kommen dann welche und sagen, dass Geld zuerst investieren und vermehren und dann erst einen Sportwagen kaufenO:-)

san remo
Geschrieben

nein, aber sich mit 23 schon in die Abhängigkeit von Banken, Leasinggesellschaften oder anderen Geldverleihern zu begeben sowie  in einem Forum komplett seine finanz. Situation darzulegen finde ich schon eigenartig.

 

 

 

Sensei_Sasuke
Geschrieben (bearbeitet)

@san remo Das ist ja Einstellungssache ich brauche mir z.B. um meine Altersvorsorge absolut keine Sorgen zu machen deshalb lebe ich lieber jetzt mein Leben und genieße es weil ich mir um meine späteren Jahre ohnehin keine Sorgen machen brauche.

Ich hatte ja auch erwähnt dass dies auf keinen Fall eine Zwecksanschaffung ist denn das ist ein Auto in diesem Preisbereich nie sondern eher eine Emotionsanschaffung weil es für mich nichts schöneres gibt als mit einem sportlichen Fahrzeug ab und zu mal durch die gegend zu cruisen den auspuff bisschen röhren zu hören und einfach die Zeit mit dem Fahrzeug zu genießen :)

 

Ich weiß mit den Finanzen ist das immer so eine Sache aber ich selber bin so ein Fahrzeug noch nicht gefahren und kenne die genauen Kosten nicht die auf mich zukommen deswegen suche ich hier ja Hilfe und Beratung und da brauchen die Leute nunmal denke ich einen relativ genauen Eindruck in welchem Bereich man sich bewegt da sonst eine seperate Einschätzung wohl sehr schwierig wird 😕

bearbeitet von Sensei_Sasuke
Erprobungsträger
Geschrieben (bearbeitet)

Kleines Offtopic an dieser Stelle.

 

Ich weiss: auch ich habe seit klein auf im Rahmen einer "Wertevermittlung" verinnerlicht, dass man das Geheimnis um die eigene finanzielle Situation um jeden Preis hüten sollte - in der Prioritätenliste noch weit vor der Affäre oder anderweitigen Eskapaden. Jetzt, als rational denkender Erwachsener, bin ich von der Sinnhaftigkeit dieser gesellschaftlichen Norm noch nicht ganz überzeugt.

 

Gerade wenn man sich im Bereich von 3000-5000 bewegt, geht man ja im Grundrauschen der Durchschnittlichkeit unter. Dass sich die Nachbarn die Münder fusselig reden, dafür ist es zu wenig. Dass jemand einen grossen "Coup" wittert, dafür reicht es auch nicht. Und die superreichen, die scheren sich sowieso einen Kehricht darum was andere haben - die sind auf ihrer eigenen Wolke. Warum also das grosse Geheimnis :)

 

Ich hätte jedenfalls keine Probleme damit ein Gehalt von 2000, 3000, 3218, 3415, 3728 oder dergleichen zu offenbaren. Juckt doch eh keinen! Auch bei groesseren Beträgen hätte ich keine Bedenken (ausser es steht eine Hochzeit an, und man möchte sich fuer die möglichen Eventualitäten des modernen Gesellschaftswandels [polyamory?? whats-app flings?? Tinder??] absichern ohne die Hälfte bei der unvermeidbaren Scheidung abtreten zu müssen 😁) Das ist dann aber der einzige Grund der mit einfällt.

bearbeitet von Erprobungsträger
san remo
Geschrieben

Da stamme ich dann wohl schon aus einer anderen Zeit.

 

Damit dies nicht falsch verstanden wird, ich wünsche dem Beitrags Eröffner alles Gute und hoffentlich die richtige Wahl bei seinem zukünftigen Auto.

 

Herzlichst

San Remo

Sensei_Sasuke
Geschrieben

@Erprobungsträger Da gebe ich dir vollkommen Recht jedoch akzeptiere ich auch Leute die dies nicht offenbaren möchten ich finde dennoch muss dass jeder selber für sich entscheiden was er lieber Preis gibt und was lieber nicht :)

 

Da ich schon verheiratet bin wäre es für den letzten Punkt sowieso zu spät :P

Erprobungsträger
Geschrieben (bearbeitet)
vor 14 Minuten schrieb Sensei_Sasuke:

Da ich schon verheiratet bin wäre es für den letzten Punkt sowieso zu spät :P

😂

 

Zu den monatlichen Kosten kann ich nur sagen: so wie du es berechnet hast, sieht das alles natürlich sehr viel aus. Aber es sind ja nicht die wirklichen kosten die du jeden Monat bezahlen musst - es sind zum grossen Teil auch fiktive Werte die irgendwelche Rücklagen fuer Reifen, Inspektionen etc. mit einkalkulieren die du a) nicht monatlich zahlen musst und b) vermutlich sowieso nicht weglegen wirst und damit fuer andere Dinge ausgeben wirst.

 

Ich persönlich wuerde nur mit den tatsächlichen Fixkosten kalkulieren, und Inspektionen / Reifen dann "auf mich zukommen lassen", also erst darueber nachdenken sobald diese Dinge fällig werden (beim Leasing sollte sogar die Inspektion umsonst sein). Das gilt natürlich nur fuer den Fall dass die Emotionen überkochen, das Auto sofort sein muss, und du nicht gerade Risikoaversiv bist.

 

Auch ich habe damals auch kuriose Dinge gemacht - teilweise Autos gefahren, die weit über meinen Verhältnissen lagen (997 Carrera mit dem 400 EUR Job als HiWi an der Uni). Fällige unregelmäßige Ausgaben habe ich dann immer irgendwie geschafft zu stemmen, sobald sie faellig wurden. Und wenn es mal nicht ging, dann kamen die Reifen halt 3 Monate später. Zur Not gibt es dann noch das Safety-Net Familie - wenn deine Zukunft (wie du schreibst) abgesichert ist, solltest du im Falle eins Falles ja "weich landen" können und als 23 jähriges Kueken hat man ja noch so etwas wie einen Freifahrtschein!

 

Jetzt, retrospektiv, wuerde ich das aber nicht mehr machen! Einfach Bar bezahlen das Ding, und gut is! :) Es hätte nämlich auch an mehr als einer Stelle schieflachen können, und dann waere ich ein Fall fuer Peter Zwegat geworden.

 

Lass dir die Ideen aus diesem Thread wirklich mal durch den Kopf gehen, und wäge die Alternativen ab.

bearbeitet von Erprobungsträger
Sensei_Sasuke
Geschrieben

@Erprobungsträger

Da hast du wohl vollkommen Recht aber ich möchte schon schauen dass wenn ich mir soetwas leiste es mir auch wirklich von den Jährlichen Belastungen Monatlich leisten könnte :)

Ja eigentlich kann man sich das Auto auch erst leisten wenn man das Geld auf den Tisch legt und auch die folgenden Kosten decken kann aber da hat jeder seine Meinung zu :)

Ich musste mir in meinem Leben bisher halt sehr oft anhören von wegen du bringst es zu nichts aus dir wird nichts und dich will eh keiner haben.

Ich hab mich von dem ganzen nie unterkriegen lassen und mich halt auf meine Ziele konzentriert jetzt bin ich 23 habe meine eigene große Wohnung einen tollen Job und mir persönlich geht es eigentlich darum mich jetzt einfach mal zu belohnen ob vernünftig oder nicht aber dieses Gefühl zu wissen man hat sich nicht unterkriegen lassen und für mein Alter doch schon ein bisschen was erreicht und mir eben das mit so einem Fahrzeug nochmal verdeutlichen zu können ich glaube so ein Gefühl und einen Enthusiasmus für eine matetielle Anschaffung hat man später nichtmehr und genau aus diesem Grund möchte ich mir nun aktuell so etwas leisten :)

Meine Frau steckt auch noch in der Ausbildung das heißt das finanzielle Volumen ist auch bei weiten für die nächsten Jahre noch nicht ausgeschöpft :)

PoxiPower
Geschrieben (bearbeitet)

Um mal wieder zu den Autos zurück zu kommen 8-)

 

Da ich mittlerweile durchaus aus berufenem Munde sprechen kann: Active Exhaust hin oder her, aber ein Mustang mit 4-Zylinder Turbo ist zwar sicher kein schlechtes Auto und eine nette Alltagskachel, ist damit aber keinen Deut "besser" als die schon besagten A45 oder RS3. Und dann sind letztere Alternativen m. E. die besseren Autos. Der Wagen lebt halt dann einzig und allein von der Optik. Wem das reicht...

 

Der GT - oder wie in meinem Fall der Bullitt - ist einfach ein ganz anderes Kaliber. Das Teil macht echt Laune und ist zwar ein wenig groß und sperrig, aber mit dem richtigen Fahrwerk wildert man durchaus auch in Sportwagengefilden. Stiftung Poxitest meint: Sehr empfehlenswert X-)

 

Wobei ich meinen Vorrednern zustimme: Auch ich würde Nie Nie Nie so was unnützes wie so einen V8-Dinosaurier finanzieren oder leasen. Bin aber vmtl. auch schon zu alt mit meinen Ansichten :-(((°

 

PS: Im Mustang-Forum tauchen andauernd Umsteiger vom RS3 und A45 auf. Wird schon einen Grund haben ;)

bearbeitet von PoxiPower
Erprobungsträger
Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Sensei_Sasuke:

ch musste mir in meinem Leben bisher halt sehr oft anhören von wegen du bringst es zu nichts

Ich glaube, das ist gar nicht so selten! Ich kenne diese Leier nur zu gut, auch ich habe sie ganz oft gehört in der Vergangenheit bis dann diese "Argumente" ab einem gewissen Zeitpunkt ganz offensichtlich keinen Sinn mehr gemacht haben 😂. Auf so einen Quatsch darfst du nie nie nie hören. 

Svitato
Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb PoxiPower:

Wobei ich meinen Vorrednern zustimme: Auch ich würde Nie Nie Nie so was unnützes wie so einen V8-Dinosaurier finanzieren oder leasen. Bin aber vmtl. auch schon zu alt mit meinen Ansichten :-(((°

Kommt ja aber auch ein bisschen drauf an. Wenn man gutes Geld verdient und man sich die Leasingrate problemlos leisten kann und gleichzeitig noch Geld sparen kann, Geld für Urlaub da ist oder sonstige Sachen, dann finde ich es überhaupt kein Problem. 

 

Andere Situation: Man hat eine Wohnung, die man vermietet und das Leasing über einen Teil der Einnahmen bezahlt, ist auch wieder eine andere Situation. 

 

Und das letzte: wenn man einen Ferrari, Porsche, Maserati, was auch immer least, könnte man es nach vertragsende einfach zurückgeben und ist das Auto los. Wenn man es selber verkaufen will, muss man zuerst einen Käufer finden, was nicht immer einfach ist😁 Bis ich damals meinen Ghibli verkaufen konnte, gingen auch Monate durch...Beim Dacia nur wenige Tagen 😂

Erprobungsträger
Geschrieben (bearbeitet)
vor 19 Minuten schrieb PoxiPower:

Der GT - oder wie in meinem Fall der Bullitt - ist einfach ein ganz anderes Kaliber. Das Teil macht echt Laune und ist zwar ein wenig groß und sperrig, aber mit dem richtigen Fahrwerk wildert man durchaus auch in Sportwagengefilden. Stiftung Poxitest meint: Sehr empfehlenswert X-)

Den GT hatte ich auch mal ... wirklich spassig, aber ich stimme dir zu, nicht gerade alltagstauglich. Du fällst auf wie ein bunter Hund, das Auto wirkt (zumindest von innen herausschauend) sehr sperrig, und auf dem Restreichweiten-Display stand auch bei vollem Tank selten mehr als um die 300 km. Ein reines Spassmobil aus meiner Sicht, aber wenn man einen Sportwagen sucht definitiv die beste Wahl aus den Optionen im Eingangspost.

 

PXUHIO.jpg

bearbeitet von Erprobungsträger
Sensei_Sasuke
Geschrieben

@Erprobungsträger

Inzwischen bin ich dagegen auch Immun und mache einfach mein eigenes Ding aber ist auch lustig genau diesen Leuten dann in einem Mustang GT oder was auch immer über den Weg zu fahren die Gesichter sind unbezahlbar xD

 

Back2Topic...

Der Mustang GT wäre gefühlsmäßig auch mein Favorit jedoch denke ich dass dieser einfach weit über meinen Verhältnissen und meinem Budget liegt 😕

Erprobungsträger
Geschrieben (bearbeitet)

Hmm, also wenn der RS3 nicht über deinem Budget liegt, dann doch auch nicht der GT, oder? Oder aber sie liegen alle über deinem Budget, dann musst du entscheiden ob du es trotzdem wagst oder den konservativen Weg einschlägst 😯

bearbeitet von Erprobungsträger
Sensei_Sasuke
Geschrieben

Soweit mir bekannt kostet der Mustang ca. 150€ mehr im Monat als alle anderen genannten Modelle?

Sailor
Geschrieben

Mit 23 schon eine Eigentumswohnung und verheiratet. Da würde ich zu einem Touran greifen.

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      Was die Lebensdauer der Kupplung angeht, hält diese beim F1 etwa halb so lang als bei der normalen Handschaltung, was in etwa 30000 km zu 60000 km entspricht.
       
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      Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen und stehe für weitere Fragen gerne zur Verfügung.
       
      Gruß,
      skr
    • Henzgen
      Hallo zusammen,
      ich bin neu hier im Forum und möchte mich einmal kurz vorstellen.
      Mein Name Reinhard, von Beruf Schaltingenieur ( Elektrotechnik) und fahre einen Porsche 993, den ich nicht mehr verkaufen werde.
      Meine große Leidenschaft ist der Rennsport, die Nürburgring-Nordschleife und die Marke Ferrari.
      Nach langem Sparen möchte ich mir nun im September ( 2012 ) einen Gebrauchtwagen Ferrari 360 Modena mit Schaltgetriebe zulegen.
      Deshalb habe ich mich natürlich über diesen Typ genau informiert und möchte hier trotzdem noch einmal nachfragen, ob es gravierende Schwachstellen gibt. ( Ich kann mir vorstellen, dass diese Frage schon zigmal gestellt wurde, aber sorry, es ist eine Anschaffung, die ich sehr wahrscheinlich nur einmal machen werde ).
      Im Vorraus besten Dank und Gruß
      Reinhard Henzgen
    • Jan360AMG
      Hi ,
      ich möchte mir ein 360 Spider kaufen. Bj 2002, 79.000 km, rot/ schwarz, normale Ausstattung-
      Folgende Fragen:
      Zuverlässigkeit Motor (verbaut in: Quattroporte, California, ... F430?,...), wieviel kann er ohne Probleme ab (mit Wartung)? Abschreibung in Firma (GmbH & Co. KG), Welche Probleme gibt es. Ich bin im in High Tech. Bereich unterwegs (Telco) und arbeite mit  Firmen in der Ukaine, Russland, NL, Ch und USA zusammen? Fällt der Preis noch oder steigt er schon wieder? Weitere Topis und Infos? Danke und übrigens, habe alles von Stripl...gelesen und vertreibe auch keine Staubsauger oder was auch immer.......
       
      Danke im Vorraus
       
      Stephan
    • qayxc2003
      Hallo zusammen,
      nach diversen Porsche 911 möchte ich nun den Kauf eines 458 Spider wagen. Naturgemäß sind die meisten Exemplare aus den Jahren 2012 und 2013, und die meisten Angebote sind nicht von Ferrari-Vertragshändlern, was ja nicht heißt, dass die Autos schlecht sind, ich möchte nur kein Risiko eingehen.
      Daher einige Fragen an die Experten:
      Gibt es Gutachter, die sich auf Ferrari spezialisiert haben und direkt wissen, wo man hinsehen muss? Gibt es Händler, gerne im Raum Köln/Düsseldorf, bei denen man bedenkenlos kaufen kann? Sind Alter (z. B. 2012) oder hohe km-Leistungen ein Hinderungsgrund? Ist die Ferrari-Garantie empfehlenswert, und kann ich bzw. der Verkäufer die auch abschließen, wenn ich nicht von Ferrari kaufe (und zwar der Kauf)? Spricht etwas gegen einen Kauf im Ausland? Worauf würdet Ihr sonst achten? Herzlichen Dank und Grüße
      Jens
    • SR-71_AVS
      Hallo Sportwagenfans,
      nach 1,5 Jahre artgerechter Einfahrzeit möchte ich Euch von den Erfahrungen mit meinem Aventador S berichten. Dies ist mein erster Beitrag in dem Forum obwohl ich schon seit einigen Jahre immer wieder mitlese. Ich denke, dass für den einen oder anderen ein paar interessante Fakten dabei sind da im Internet leider eine Menge an Halbwissen und falschen Vermutungen von Einigen verbreitet wird die den Aventador S nur oberflächlich oder so gut wie gar nicht kennen.
       
      Vorweg, ich bin seit über zwei Jahrzehnte leidenschaftlicher Porschefahrer und besitze noch mehrere Autos und Motorräder. Den Porsche mit dem hohen Perfektionsgrad möchte ich zur täglichen Fahrt, Sommer wie Winter keinesfalls vermissen. Bei jedem neuen Modellwechsel wurde die Leistung erhöht, der Verbrauch weiter optimiert und die Beherrschbarkeit durch Assistenzsysteme derart verbessert, dass man immer weniger falsch machen kann obwohl man deutlich schneller unterwegs ist - dies ist eine enorme Ingenieursleistung von Porsche. Jedoch ging über die Jahre ein wenig der Reiz verloren, das Geräuschverhalten wurde immer weiter gezähmt und die Stückzahlen steigen und steigen. Bei uns im Ländle (zwischen Stuttgart und Bodensee) steht fast in jeder zweiten Hofeinfahrt bzw. Garage ein Porsche - nicht falsch verstehen, als echter Porschefan freu ich mich über jeden Handwerkermeister oder Landwirt bzw. Biostromproduzenten der sich so etwas leistet. Es gibt hier kein schnelles Internet, dafür schnelle Autos! Selbst mit einem GT2 oder GT3 fällt kaum noch auf da sich alle neueren 911er ziemlich ähnlich sehen.
       
      Von daher ergänzte ich meinen Fuhrpark vor über 7 Jahre mit einem damals aktuellen und sehr schönem LP560. Da es damit keine Qualitätsprobleme gab und ich nur gute Erfahrungen bezüglich Zuverlässigkeit inkl. der professionellen Betreuung durch den Händler machen konnte bestellte ich mir nach genauer Überlegung einen aufregenderen Aventador S. Er ist für mich heute die optimale Ergänzung und bietet noch genau den Reiz der im Laufe der fortschreitenden Fahrzeugentwicklung mit verschärften Euronormzertifizierungen verloren gegangen ist.
       
      Auf einen SVJ wollte ich aufgrund der Unsicherheit überhaupt noch einen in gewünschter Ausstattung zu bekommen nicht noch länger warten. Heute bin ich froh, dass ich einen neuen selbst konfigurierten Aventador S besitze. Das cleane Design und die klare Linienführung ohne dem Spoiler- und Flügelwerk ist ein einzigartig harmonisches Kunstwerk. Eventuelle Wertsteigerungen oder Wertverluste sind mir dabei ganz egal, ich möchte den Fahrspaß für den ein Aventador entwickelt wurde und keine tote Kapitalanlage.
       
      Die Verarbeitungsqualität war bei meinem LP560 schon hervorragend und ist beim Aventador S (mit Baujahr 2018) noch besser geworden, auf höchstem Niveau. Es scheint so als würden sich die gehobenen Qualitätsanforderungen vom Mutterkonzern richtig gut auf Lamborghini auswirken. Vor allem die Lackqualität (NeroAldebaran) ist das Beste was ich jemals bekommen habe. Gleichmäßige Spaltmaße und die homogene Klavierlackqualität von Vorne bis Hinten runden das Gesamtbild ab. Im Vergleich dazu ist das was in diesem Preis- und Sportwagen-Segment aus Maranello kommt sehr bescheiden und für mich nicht passabel wenn man jahrzehntelang Porsche- bzw. AUDI-Qualität gewohnt ist (sorry, rein objektive Feststellung ohne alle Emotionen).
       
      Folgendes zum Getriebe, da dieses immer wieder kritisiert wird: Im Aventador wird ein sehr kompaktes und automatisiertes 7-Gang Schaltgetriebe mit hoher Effizienz eingesetzt, ohne den Durchtriebsverluste eines Doppelkupplungs- oder Lastschaltgetriebe. D. h. während beim Aventador nach dem Schaltvorgang nur das Ausrücklager entlastet werden muss um die Kupplung zu schließen wie bei jedem Handschaltgetriebe, müssen die Lastschaltgetriebe permanent über eine Hydrauliksystempumpe genügend Druck auf die Lamellenpakete mit mindestens 2 oder mehreren Reibflächen bringen um den Kraftschluss sicherzustellen. Besonders bei Motoren mit hoher Momentabgabe wird ein signifikanter Anteil der Antriebsleistung zum Sicherstellen der Kraftübertragung benötigt um ein Aufreißen der Lamellen zu verhindern, während der Aventador mit Schaltgetriebe die gesamte Antriebsleistung für den Vortrieb nutzen kann. Im Vergleich zum Doppelkupplungsgetriebe existieren hier auch keine Reibungsverluste zwischen den Lamellenflächen der geöffneten Kupplung wenn die andere des aktiven Antriebstrang zur Kraftübertragung geschlossen ist. Was sich besonders bei hohen Drehzahlen positiv (auf die Höchstgeschwindigkeit) auswirkt.
       
      Am Besten schaltet man das automatisierte Schaltgetriebe manuell. Das Gaspedal wird im richtigen Moment beim Schaltvorgang kurz angehoben und im festen Gang wieder Vollgas gegeben (falls erforderlich). Dadurch lassen sich hektische Schaltschläge und unangenehme Lastwechselreaktionen effektiv vermieden. Wenn man richtig reagiert und das Prinzip begriffen hat macht das Ganze einen Höllenspaß und der Aventador ist brutal schnell unterwegs.
       
      Die Herausforderung Mensch und Maschine in Einklang zu bringen bzw. den Stier an den Hörner zu packen und zu zähmen ist genau der besondere Reiz was bei den heute üblichen automatisierten und assistenzsystemunterstützten (fast idiotensicheren) Fahrzeuge immer mehr fehlt.
       
      Motor: Im Aventador S arbeitet der 6,5-Liter-V12-Sauger noch mit nachhaltiger und robuster Saugrohreinspritzung. Er darf (bis auf die Katalysatoren) ohne Partikelfilter und Abgasturbolader frei aus- und einatmen wie ein wildes Tier. Aus meiner Sicht ist es kein Fehler, dass Lamborghini auf eine aufwändige Direkteinspritzung mit Hochdruckpumpe (hohe Temperatur und Druckbelastungen der Einspriztventile im Brennraum mit komplexerer, voluminöserer  Zylinderkopfkonstruktion) beim V12 verzichtet hat. Die Wirkungsgradvorteile der Verdampfungsenthalpie (Kühlung des Brennraum bei der Einspritzphase durch Energieaufnahme beim Aggregatzustandswechsel) werden signifikant verschlechtert, wenn der Auslass des Direkteinspritzer zusätzlich mit einem großem und schweren Partikelfilter vollgestopft werden muss um die neue Euronorm zu erfüllen. Von den negativen Auswirkungen aggressiver Verbrennungsrückstände an Einlassventile, Ventilsitze, Kolbenringe und den hochbelasteten Einspritzventile im Brennraum ganz zu schweigen. Hinsichtlich potentieller, zukünftiger Klassiker sind robuste Konstruktionen mit möglichst konventioneller Technik besonders relevant wie hier z. B. die vom Kühlwasser umströmten, reparaturfreundlichen Zylinderlaufbuchsen bei denen die Kolben nicht direkt im Motorblockmaterial mit all den typischen tribologischen Schwierigkeiten laufen müssen.
       
      Ab 5000 U/min fühlt sich der V12 richtig wohl und zieht dabei ohne mit der Leistung nachzulassen brutal schnell bis 8500 U/min in den Drehzahlbegrenzer. Im Vergleich zu den heute üblichen, aufgeladenen Sportwagenmotoren mit wesentlich höheren Literleistungen bricht bei dem Sauger die Leistungsabgabe bis in die höchste Drehzahlregionen unter Volllast nie ein da ein zunehmender Hitzestau aufgrund heiß laufender Laderkomponenten hier absolut kein Thema ist. Bezüglich Standfestigkeit gilt ganz klar die alt bewährte Formel - Hubraum ist durch nichts zu ersetzten. Hohe Drücke bei hohen Temperaturen wirken sich generell sehr negativ auf die Dauerfestigkeit aus!
       
      Schaltet man unter Volllast kurz vor dem Drehzahlbegrenzer die Gänge durch landet man recht zügig mit der Schaltung vom 6. im 7. Gang bei ungefähr 7500 U/min und über 330 km/h, was dank der 12 Zylinder einer schonenden Kolbengeschwindigkeit von 19 m/s entspricht. Er schreit sich dabei die Seele aus dem Leib ähnlich einem Formel1-Aggregat aus den 70er Jahre. Im direkten Vergleich mit voll geöffneten Klappen ist der Aventador S sogar noch lauter als der SVJ mit dem höhergelegtem Auspuff – probiert es mal aus, wichtig ist dass die Klappen beim S in den äußeren dicken Rohre dabei vollständig geöffnet bleiben.
       
      Es ist eine wahre Freude wie unnachgiebig und lässig der V12 jenseits der 340 km/h auch noch auf den üblichen Autobahnsteigungen immer weiter schiebt bis in den Höchstgeschwindigkeitsbegrenzer - den Begrenzer konnte ich leider nicht mehr erreichen da zu viele Beckenrandschwimmer auf der rechten Fahrspur aufgetaucht sind (hoffe, dass bald wieder eine Fußballmeisterschaft kommt und die meisten vor der Glotze hocken). Selbstverständlich werde ich niemand in irgendeiner Weise durch die schnelle Vorbeifahrt erschrecken oder in Bedrängnis bringen nur um zu kontrollieren ob der Höchstgeschwindigkeitsbegrenzer bei 8000 U/min und 362 km/h nach Tacho oder erst bei 366 und 8070 U/min einsetzt. Das hat man als Aventador-Fahrer überhaupt nicht notwendig, allein aufgrund der physikalischen Gegebenheiten hat das Fahrzeug bezüglich Topspeed gewaltiges Potenzial.
       
      Das Überholprestige ist das Beste was man sich (ohne Blaulicht) vorstellen kann und spart eine Menge Nerven. Über die Hälfte der Verkehrsteilnehmer machen bereitwillig Platz, wenn sie so etwas breites und flaches im Rückspiegel bemerken. Bei den übrigen Kandidaten schaltet man nur 2 bis 3 mal kurz runter um bei über 6000 U/min den bestialischen Formel1-Sound zu aktivieren. Mit dem Aventador ist dadurch ein dichtes Auffahren oder stressiges Drängeln komplett unnötig.
       
      Die niedrige Gesamthöhe von 1,13 m mit der dadurch resultierenden geringen Projektionsfläche und den beim Aventador S nicht vorhandenen abstehenden Spoiler wirken sich sehr positiv auf den Luftwiederstand und die Höchstgeschwindigkeit aus. Mehr Abtrieb benötigt er auch nicht da er im Vergleich zum SVJ rein statisch ein Mehrgewicht von 22 kg auf die Vorderachse und 50 kg mehr auf die Hinterachse bringt. Dass der S dabei ohne die weicheren Sportreifen des SVJ in der Beschleunigung von 0 auf 100 nur 0,1s, von 0 auf 200 nur 0,3s und von 0 auf 300 nur 0,2s länger benötigt ist ein Witz (Messwerte AutoBild Sportscars).
       
      Längere Staus bei einer rekordverdächtigen Affenhitze (Ende Juli) mit gemessener Außentemperatur von 41°C zwischen den reflektierenden Betonfassaden im Großstadtverkehr lässt sich mein komplett schwarzer Aventador S nicht im geringstem negativ anmerken. Die Temperaturen bleiben bei maximal aktivierter Klimaanlage stabil im Mittleren Bereich (ca. 100°C Öl und 90°C Wasser). Lamborghini hat die Kühlungskapazität über die Jahre immer weiter optimiert - perfekt für die Heißländer mit wohlbetuchter Kundschaft. Blickt man durch den Rückspiegel, wenn die großvolumigen Gebläse mit hohen Drehzahlen am Heulen sind flimmert nur so die Luft über dem Heck wie bei einem Kampfjet mit Nachbrenner beim Start. Überall freuen sich die Passanten und animieren einem zum Gas geben, so macht das Stehen im Stau bei den recht unangenehmen Außentemperaturen auch noch richtig Spaß. Echt verwunderlich, der brutale V12-Sound würde von anderen PKWs niemals in der Ausprägung so positiv akzeptiert werden.
       
      Fahrwerk: Die aktive Hinterradlenkung ist für den Aventador ein richtiger Segen und eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger. Damit lässt es sich richtig wendig um die Ecken fetzen wie bei einem viel kleinerem Auto mit kurzem Radstand. Der Allrad verspannt sich beim Abbiegen weniger und er hat in engen Kurven eine bessere Traktion weil die Hinterräder aktiv in die richtige Position gelenkt werden - er bringt dadurch die Leistung generell effektiver auf die Straße. Jedoch muss man sich bei den sehr hohen Geschwindigkeiten an die mitlenkenden Hinterräder gewöhnen. Er bleibt immer präzise und stabil in der Spur, wenn das Lenkrad möglichst ruhig geführt wird.
       
      Die magneto-rheologische Dämpfung lässt sich von hart bis knall-hart verstellen, für den artegerechten Umgang voll ausreichend, jedoch nichts für Weicheier. Das aufwändige Pushrod System mit den horizontal liegenden Dämpfer an Vorder- und Hinterachsaufhängung ist absolut das Beste was im Sport- und Rennwagenbau existiert.
       
      Das Infotainment habe ich außer ein paar dringender Telefonate in den ganzen 1,5 Jahre noch nie benötigt obwohl ich die nicht gerade günstige Sensonum-Musikanlage mitbestellt habe. Mit dem Aventador fahre ich auch nicht nach dem Navi sondern frei Schnauze dahin wo es mir gefällt und ich möglichst freie Fahrt habe oder freundlich Platz gemacht wird. Fakt ist; das richtige Sound- und Entertainment-System sitzt beim Aventador hinter den Sitzen im Motorraum in Form von 12 Zylinder! In 10 oder 20 Jahre ist das heute schon wieder veraltete Infotainment vollkommen irrelevant. Für einen angehenden V12-Klassiker zählen robuste und konventionelle Technik in einem einzigartigen Design. Wer ein Fahrzeug mit hochmodernem Multimediasystem sucht liegt hier völlig falsch und kauft sich am besten jedes Jahr ein billigeres Multimediavehikel.
       
      Der Verbrauch von 20 bis 30 L/100km entspricht keinem kränkelndem Spritsparwunder, sondern ganz den Fahrleistungen eines robusten, großvolumigen V12 und man darf sich öfters auf die Gaudi beim Tanken freuen. Da ist immer was los, 95% der Passanten sind dabei total begeistert. Den restlichen 5% (meist Artenschützer bzw. Hobbynaturschützer) erklärt man recht freundlich und fundiert, dass es sich dabei nicht nur um ein Fortbewegungsmittel zum sinnlosen Drauflosfahren handelt sondern um eine kunstvolle Synthese aus atemberaubendem Design und einer klassischen frei atmenden, vom Aussterben bedrohten V12-Verbrennungskraftmaschine mit artgerechtem Bewegungsdrang und Geräuschverhalten.
       
      Ein paar Nachteile oder kleinere Spaßbremsen muss es natürlich auch geben. Der Aventador ist generell nur sehr eingeschränkt alltagstauglich und höchstens als Zweit- oder besser als Drittwagen geeignet. Im Innenraum auf der Fahrerseite sind außer dem winzigen Fach in der Mittelkonsole keine Staufächer oder Ablagemöglichkeiten vorhanden. Nur in Verbindung mit dem Reisepaket für schlappe 952€ Brutto gibt es zwei Becherhalter in denen ich mein Handy mit Geldbeutel platzieren kann und ein zwingend erforderliches Gepäcknetz hinter den Sitze damit nicht alles durch die Gegend fliegt.
      Allein aufgrund seiner Dimensionen kann man nicht einfach einsteigen und drauflosfahren wie mit jedem anderen Auto. Die Sicht ist im Allgemeinen und Besonderem nach hinten extrem eingeschränkt. Hoch hängende Ampeln sind aufgrund der fast auf dem Boden liegenden Sitzposition kaum im Sichtbereich und alle andere Verkehrsteilnehmer schauen auf einem herab. Die Rückfahrkamera und das Liftsystem sind fast immer erforderlich. Da der Aventador ohne Rückspiegel schon über zwei Meter breit ist muss man sich vorher genau überlegen ob man in eine schmälere Straße einfahren kann oder z. B. mit Verengungen aufgrund geparkter Autos rechnen muss. Hohe Randsteine sind der blanke Horror! Permanent muss ich auf genügend Abstand zum filigranem Felgenhorn meiner schwarz beschichteten Diantus mit der extrem niederen Querschnittsbereifung achten.
       
      Beim Überholen eines LKW oder Landmaschine ist auf den schmäleren Land- oder Kreis-Straßen ein cooles Vorbeiquetschen wie z. B. mit dem 911er unmöglich, wenn der Andere nicht freiwillig auf den Straßenrand fährt. Enge Kurven machen gewaltigen Spaß und liegen dem Aventador S mit ordentlicher Querbeschleunigung richtig gut, nur darf nichts Breites entgegenkommen oder die Straße muss breit genug sein!
       
      Fazit: Die Unterhaltskosen gehen voll in Ordnung bei dem was er vor allem an Highspeed-Fun, atemberaubender V12-Soundkulisse, exklusivem Fahrfeeling, außergewöhnlichem Design und Überholprestige bietet. Da gibt es noch kostspieligere Exoten, die kaum schneller sind, schlechter verarbeitet sind und eine anfällige Technik ohne die notwendige Entwicklungstiefe mit ausreichender Erprobung haben. Ich möchte hier keine langwierige Milchmädchenrechnung aufstellen, kurz zusammengefasst kostet er wesentlich mehr wie mein ehemaliger Gallardo oder ein Huracan, aber nicht ganz das Doppelte. D. h. wer am besten gleich mit den doppelten Unterhaltskosten eines Huracan rechnet kommt mit den Ausgaben für den Aventador ganz gut klar.
       
      Wir können gespannt sein was bei den Ideen unserer Gesetzgeber noch von diesem einzigartigen, brutalen Fahrspaß ab kommender Euro7-Norm beim Nachfolger erhalten bleiben darf. Ich bin echt glücklich, dass ein pures Spaßfahrzeug in der Form noch eine Zulassung bekommen hat und ich diesen Aventador S mit all seinen aufregenden, ungefilterten Eigenschaften inkl. dem atemberaubenden Design, noch lange bis ins Rentenalter fahren kann während meine Alltagsauto immer geräuschloser, elektrischer und autonomer (langweiliger) werden.
       


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