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Plant Ferrari einen SUV?

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mercedes martin
Geschrieben

Schrecklich diese Vorstellung! Hoffentlich geht die Entscheidung gegen einen SUV aus. Und die Aufweichung der Exclusivität mit Stückzahlen jährlich von jetzt 10.000 auf das Doppelte gefällt mir gar nicht. Hoffentlich wird dieser Pulloverträger mal bald abgelöst!

 

Gruß

Martin

BMWUser5
Geschrieben

Anfang 2019 will er in Rente...

 

Der SUV ist so sicher wie das Amen in der Kirche, nur noch eine Frage der Zeit.

355GTS
Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb BMWUser5:

 

Anfang 2019 will er in Rente...

 

Der SUV ist so sicher wie das Amen in der Kirche, nur noch eine Frage der Zeit.

 

was macht Dich da so sicher ?

nero_daytona
Geschrieben

Und dann noch einen 488 Diesel bitte :D

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F400_MUC
Geschrieben (bearbeitet)

Ich hab schon angezahlt. Preview Termin bekomme ich im September gesagt ?

bearbeitet von F400_MUC
kkswiss
Geschrieben

In dem Text sind unsinnige Zahlen. 

Aktuell fertigt das Werk zwischen 30-31 Autos pro Tag.

Davon ca. 5 Zwölfzylinder.

Bei rund 2000 SUV-Units wären das fast doppelt soviel Autos wie die aktuellen Zwölfzylinder.

Ich mag SUVs und ich mag Sportwagen. Meine erste Wahl war aber ein Sportwagen, der SUV kam erst später.

Ich denke, bei den meissten ist es so. Ein Ferrari SUV deckt keinen Sportwagen ab (gut so). Und ein Fenster von 2000 Neuwagen SUV Käufern wird sich auch nicht so einfach auftun.

Ich halte das Doppelte für unrealistisch.

BMWUser5
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb 355GTS:

was macht Dich da so sicher ?

Ganz einfach, der Druck von "oben" und dem Markt. Frage dich nun mal, wieso das Unternehmen an die Börse gegangen ist?! Ferrari hätte theoretisch ein Kleinhersteller bleiben können, ohne die ganzen Regularien, die es in sich haben, einzuhalten.

 

Das Geschwafel von: wir möchten nun nicht mehr Autos bauen oder im besten Fall weniger, kann ich nicht für Ernst nehmen. Es ist nun mal so, dass Ferrari ein Unternehmen mit wirtschaftlichen Absichten ist.

 

Kleines Beispiel in Richtung Nestlé: dort hat sich vor kurzem ein Hedgefond eingekauft, um gewisse Dinge nach seinen Wünsche zu ändern. Paar Tage später hat Nestlé eingelenkt, obwohl dieser nur 1,25% am Unternehmen besitzt.

 

Die Aktionäre werden in absehbarer Zeit auch Druck ausüben, sobald ein schlechtes Quartal kommt oder das Wachstum nicht nach Ihren Wünschen entspricht.

 

Mit einem SUV lässt sich prächtig Geld verdienen, wie man bei der Konkurrenz sieht. Dies wird bestimmt auch schon intern besprochen, wieso man der Konkurrenz kampflos das Feld überlässt.

emuman
Geschrieben

Ein Ferrari SUV ist so realistisch wie eines von Jaguar, Maserati oder Lamborghini. Statt Diesel aber wohl eher als Hybrid.

Thorsten0815
Geschrieben

Dem ewigen Wachstumszwang unseres Schuldgeldsystem kann sich niemand entziehen.

Etwas Gutes kann nicht einfach gut bleiben, es muss wachsen oder untergehen.

 

Wenn dann aufgrund der Grösse die Regeln für den Flottenverbrauch greifen, dann wird irgendwann auch die selbe, langweilige Modelpalette angeboten werden wie überall. Gleiche Regeln und Vorgaben führen halt zu ähnlichen Produkten. 

 

Das wäre schade. :(

Aber warten wir doch erst mal ab. 

Gast
Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb Thorsten0815:

Etwas Gutes kann nicht einfach gut bleiben, es muss wachsen oder untergehen.

Etwas, das ich nie verstehen konnte und auch immer noch für falsch halte.

barney five
Geschrieben

"Hyperkapitalismus"

oder auch "Das Prinzip des unaufhörlichen und GRENZENLOSEN wirtschaftlichen Wachstums"

 

...eigentlich ziemlich kurzsichtig und naiv das Ganze, solange wir nur diesen einen Planeten zur Verfügung haben.

 

 

 

 

Gast
Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb barney five:

"Hyperkapitalismus"

Nur ein Euphemismus für "Wer hat den Größten" :D

BMWUser5
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Thorsten0815:

Dem ewigen Wachstumszwang unseres Schuldgeldsystem kann sich niemand entziehen.

Etwas Gutes kann nicht einfach gut bleiben, es muss wachsen oder untergehen.

 

Wenn dann aufgrund der Grösse die Regeln für den Flottenverbrauch greifen, dann wird irgendwann auch die selbe, langweilige Modelpalette angeboten werden wie überall. Gleiche Regeln und Vorgaben führen halt zu ähnlichen Produkten. 

 

Das wäre schade. :(

Aber warten wir doch erst mal ab. 

Hmm schwierig zu beurteilen, aber wachsen heißt nicht automatisch schlecht - vielleicht kompliziert.

 

Eigentlich ja sogar von Vorteil, wenn Ferrari den Flottenverbrauch durch einen Hybrid SUV senkt, anstatt wenn Ferrari in ein paar Jahren durch die aktuellen Modelle die Grenze überschreitet und z.B. ein 488 hybridisiert.

 

Somit eigentlich eine gute Umgehung der Regularien.

Eno
Geschrieben

Hmm Flottenverbrauch?
Dann steht in den Garagen ja bald ein Ferrari mit 5 Türen und 1l 3 Zylinder Turbo? :D

Gruß,
Eno.

emuman
Geschrieben

Sie können ja ihren 1,5l V12 aus dem 125 C wieder aufleben lassen.

Bärlin
Geschrieben
vor 17 Stunden schrieb BMWUser5:

Ganz einfach, der Druck von "oben" und dem Markt.

Der Markt hier meint aber geschlossen "Nein, Nein, Nein"! Es scheint dann wohl einen bedeutenden Unterschied zu geben zwischen dem Markt "hier drin" und dem Markt "da draußen"?

Eno
Geschrieben

nunja...

Kleines Beispiel: Meine Mutter (Zweiter Vorname: Preis Leistungs - Sparfuchs) will ihren alten 1,4l 4 Zylinder Skoda Fabia (irgendwas um die 70 PS?) durch ein neues Modell ersetzen.

Als die Idee reifte, gab es noch den 1,2l Turbo 4 Zylinder. (Sohnemann kriegt schon Bauchschmerzen wegen des Turbos, aber naja...)

Jetzt, wo es ernst wird, gabs ein Facelift und was bauen die da ein? 1,0l 3 Zylinder Turbos. :puke:(Nein, Nein, Nein!)

Ich bin mal einen solchen in einem VW Up! gefahren - das kann ich meiner Mutter mit gutem Gewissen nicht mehr empfehlen.

 

Ich frage mich: Warum nimmt der Markt so etwas an? (Und bezahlt für ein gut ausgestattetes Modell an die 20k Euro....)
Der Wagen schaut gut aus, ist vernünftig ausstattbar - warum zum Teufel bauen die da keinen 4 Zylinder ein? 70 - 80 PS vollkommen ausreichend, soll dann ja auch lange halten. Bei dem 1l Spielzeug sehe ich nach den 2 Jahren Garantie nur Probleme. Ganz zu schweigen vom Fahrkomfort schon von Beginn an.
 

Anscheinend ist der Markt da draußen wirklich etwas komisch. (Und meine Mutter trägt auch dazu bei, weil es mangels ins Auge stechender Alternative einfach kein anderes Fahrzeug gibt) :(

 


Wegen SUVs: Porsche fährt mit den SUVs dicke Gewinne ein, die verkaufen sich sehr gut. Warum sollte man diesen Markt bei Ferrari unbeackert lassen? Dass damit die Marke ausgehölt wird - wen interessierts. Im Angesicht der zusätzlich winkenden Verkäufe ist das doch hinzunehmen.

Gruß
Eno.

JazP
Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Bärlin:

Der Markt hier meint aber geschlossen "Nein, Nein, Nein"!

 

Das gilt für den deutschen Markt und vielleicht auch für den westlichen. Für einen internationalen Hersteller gibt es aber noch weitere Märkte.

au0n0m
Geschrieben (bearbeitet)

Wend da mal nicht der Urus aus Sant agata da Bolognese mit den Hufen vor maranello scharrt! Warum nicht einen Ferrari SUV? Der FF war ja schon ein Schritt in eine andere  Richtung. Das Problem bei ferrari ist die praktisch nicht vorhandene sozialverträglichkeit - ein spezielles Auto für spezielle Leute mit sehr großem Ego .. Ein Ferrari  SUV Auto für alle Tage und Gelegenheiten in Mengen abzusetzen wird schon  nicht passieren. das wird sich in stückzahlmässig in Grenzen halten und wenn der Verkauf doch explodiert kann man den immer noch in Turin bei Fiat bauen lassen

 

und noch was, kein Hersteller auch Ferrari nicht, kann sich der elektromobilität verwehren. Wir werden in spätestens 10 Jahren einen Elektro Ferrari sehen oder die Marke wird verschwinden 

bearbeitet von au0n0m
Joogie
Geschrieben (bearbeitet)

ferrari und suv also sport utility vehicle :dagegen:

das heisst für mich, vorne eine ferrari dran, der aufem hänger nen ferrari zu track befördert ... (smile gehts noch)

oder meint ihr wirklich, die bauen was, wo ein kinderwagen schwupp und drin reinpasst? :-o

enzo kommt dann aber zurück und fängt als geist sabotagetätigkeiten an ... mit meiner vollen unterstützung ...:dafuer: weil eben voll  :dagegen:

 

bearbeitet von Joogie
BMWUser5
Geschrieben (bearbeitet)

Klar, der Ferrari FF/GTC4Lusso fällt ja auch schon aus dem typischen Sportwagenmuster raus.

 

ferrari-FF-designboom11.jpg

bearbeitet von BMWUser5
Maadalfa
Geschrieben

McLaren baut (noch) keinen SUV......

BMWUser5
Geschrieben

Ferrari boss Sergio Marchionne has announced that the Italian supercar maker will "reinvent the concept of a vehicle that has some utilitarian features".

 

2017 Q2 press conference

Zitat

"I think the answer is, it will probably happen, but it will happen Ferrari style. And Ferrari has been known historically for being able to redefine and define automotive segments. But I don’t want it to be a UV – I want it to be what Ferrari thinks is appropriate.

 

It is a “question of semantics”, stating...the rear doors will not be visible and will instead “use a clever hidden arrangement”."

 

2000 units would be sold per year, especially in the growing Chinese market.

 

Zitat

"We are not producing a four-door because, while a four-door can be fast, it’s not a sports car.”

Total lächerliche Aussage, Ferrari schaut euch den FF etc. an. Was für eine dumme Aussage, dann ziehen wir halt die Karre lang und lassen 2 Türen weg, was gleichbedeutend mit einem Sportwagen wäre.

 

Nicht wirklich konsequent, außer Sie hätten die Modellkategorie eines FF nicht im Angebot wäre die Aussage nachvollziehbar.

 

Also so wie Porsche, da heißt der Kombi auch Sport Turismo. Aber Namen sind ja Schall und Rauch - er wird kommen, aber halt ein SUV mit 2 Türen:lol2:

Jamarico
Geschrieben
vor 20 Stunden schrieb BMWUser5:

Klar, der Ferrari FF/GTC4Lusso fällt ja auch schon aus dem typischen Sportwagenmuster raus.

 

ferrari-FF-designboom11.jpg

Stimmt...mit dem würde ich auch einkaufen gehen :-))!

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      Ich fand ich es viel aufregender in so einer Sardinenschale unterwegs zu sein als im 911 . Allerdings war ich damals der felsenfesten Überzeugung, dass so etwas eben nur Superreichen oder Filmstars vorbehalten war. Damit war das Thema Ferrari für die nächsten 10 Jahre wieder passe….
      Kurze Zeit später habe ich den Führerschein gemacht und daraufhin durfte ich bei einem Bekannten in einem 911 Targa mitfahren. Dieses war auch gut (ich werde es nie vergessen, es roch immer nach Vanille im Auto, da er Pfeifenraucher war) und es hatte mich überzeugt, dass ein offenes Auto die bessere Wahl war, egal ob als Wunsch oder in der Wirklichkeit. Also hatte ich mir 911 Carrera Targa als Fernziel ausgesucht, auch weil es für einen deutschen Schüler mit 50 Mark Taschengeld schon ohnehin hirnrissig war, bei einem arbeitslosen Vater und gerade vollzogener Trennung der Eltern an so etwas wie einen Ferrari zu denken…. !
       
      Es kam der Schulabschluss, dann die Bundeswehr und sofort darauf war ich Azubi. Ich verdiente mein erstes Geld, es war so ca. 480 Mark im Monat.
      Im zweiten Ausbildungsjahr gründete ich bereits eine GbR und das ersparte Geld wurde in das kleine Geschäft gesteckt. Fahrrad fahren war angesagt, das gesparte Geld war wieder investiert, ein Auto im allgemeinen und ein Sportwagen im besonderen war in weite Ferne gerückt.
       
      Zu der Zeit war mein erstes Auto vom Vater, das ich am Wochenende ausführen durfte. Ein silberner Kadett D 1,2 S mit 60 PS, der mich zuverlässig von A nach B brachte. Von 18 bis 25 Jahre hatte ich kein eigenes Auto, steckte alles Geld lieber aufs Sparbuch.
       
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      1992:
      Ich wurde 25 und verdiente; kaufte mir mein erstes eigenes Auto, einen VW Scirocco 16V in anthrazit. Toller Motor, tolle Sitze, tolle Optik.
      Von dem Auto bin ich heute noch begeistert. Geringer Verbrauch und viel Fahrspass. Lange Fahrten ohne Rückenschmerzen dank Sportsitzen möglich. Damit hatte ich mein erstes „flaches“ Auto. Ein Jahr später, 1993, kam richtig gutes Geld rein, der Betrag war vorhanden für „meinen 911er“, ich wollte unbedingt endlich den 911 und habe den 16V dann leider verkauft – ich Blödmann. Zu der Zeit war ich 26 Jahre alt. Ich hab geheult als der Scirocco abgeholt wurde. Das war wohl schon eine Vorahnung.
       
      Dann kam die Suche nach einem offenen 911, es gab 1993 noch kein Internet. Ich fuhr nach Düsseldorf zu Auto Becker wo man mich von oben herab behandelte. Ich fragte ob neben Ferrari auch Porsche 911 da wäre und die lapidare Antwort war „da oben steht einer“. Das war die erste und einzige Begegnung mit dem Händler…
       
      Ich betrachtete natürlich auch die Ferrari welche ebenerdig in einem Showroom rechts von einer Einfahrt standen. Wenn ich mich recht erinnere, 308 oder 328, Testarossa, F40. Autos, die ich nur von Postern oder Zeitschriften kannte.
       
      Aber da ja alle Bekannten Porsche fuhren und ich nicht das Geld für den Unterhalt hatte (jedesmal nach Düsseldorf tausende DM in dem versnobten Laden lassenm dachte ich, nee kein Bock) schied Ferrari aus, der 308 war zu klein, ich wollte ein Cabrio und der Mondial war nicht unbedingt mein Ding, auch damals eine andere Preisklasse. Den Mondial kannte ich aus dem Madonna Video „Material Girl“. Heute finde ich den Mondi viel viel besser als damals….
       
      Ich wollte einen 911 Turbo 3,3, für mich der Inbegriff von Porsche, angefixt durch die Probefahrt. Der Turbofahrer hat mir mehrmals strikt abgeraten, „nein nein Michael“, sagte er, „mit dem Auto fährst Du dich tot (!), wenn Du noch nie einen Heckmotorwagen hattest, keinen Turbo.“ Ich aber wollte unbedingt den schwarzen Turbo von Sigi, einem Mechaniker. Sigi habe ich dann angerufen. „Verkaufst Du Deinen Turbo? Aber auch er hat nein gesagt, nee verkauf ich nicht. Nun denn. Außerdem wollte ich ja auch lieber offen, also ein Carrera Targa stand auf dem Wunschzettel.
       
      Nach 2 Monaten Suche bei PZ und Zeitungsannoncen (wie gesagt, es gab 1993 kein Internet) fand ich einen 911 durch eine Anzeige in der Rheinischen Post. Er stand in Mülheim a.d.Ruhr. Hingefahren, mit 50000 DM in bar versteckt am Körper und den Kadett natürlich zwei Strassen weiter geparkt – es war mir zu peinlich :-). Nach einer Probefahrt habe ich das Auto gekauft. Dach runter, Julisonne, auf die Autobahn, schmunzeln, stolz sein. Ich hab Porsche, ich hab fertig, am Ziel der Wünsche, dachte ich. Fast zuhause angekommen, in den spiegelnden Scheiben des Möbelhauses nebenan sah ich mich im Porsche sitzen. In meinem Porsche, mit 26 Jahren. Ziel erreicht !
       
      Auf der Fahrt nach Hause herrschte eine Mischung aus Stolz und Desillusion: Endlich ein offenes Auto aber der Unterschied zum Scirocco 16V war nicht so viel wie ich es mir vorgestellt habe. Dafür waren meine Eltern ziemlich stolz. Mein Vater sagte zu meiner Mutter (als er das Auto hörte):“ Da kommt der Porsche!“ und war stolz wie Oskar. Ich fragte ihn "Weisst Du noch wie Du damals sagtest, Porsche sei nur was für Fabrikanten?"
       
      Schnell ein Radio eingebaut, denn ich hatte abends noch ein Date mit einer Dame, bin dann mit dem 911 hingefahren, Reaktion von ihr war “ist das Ding so etwas besonderes?“ Na gut, sagte ich, hole ich mein anderes Auto. Wir dann zu mir, Autos getauscht, mit dem Kadett dann zur Düsseldorfer Kirmes, die Dame war dann recht enttäuscht, wie ich sie so beim Wort nehmen konnte. Ich habe Sie nie wiedergesehen. Man kann durch einfache Dinge auch Menschen kennenlernen.
       
      In einem 12000 Seelen „Kaff“ wie dem unseren mit 26 einen 911 fahren, ergab Neid von einigen Menschen die dachten, ich sei abgehoben oder würde irre verdienen. War mir aber reacht egal.
       
      Das ich, seitdem ich 18 war, 7 Jahre nur ein Fahrrad hatte, nie in Urlaub fuhr, nicht rauchte, nicht trinkte und sparsam lebte, interessierte niemanden außer ein paar Freunde, welche sich mit mir freuten. Ich war zunächst zufrieden, aber der Porsche Motor (217 PS) war nicht so drehfreudig, was also tun?
       
      Zwei Wochen später war ich bei der Firma RUF Automobile in Süddeutschland um etwas mehr Dampf zu haben. Es wurde für 2000 DM etwas lauter und etwas besser von der Gasannahme, aber immer noch nicht gut. Es beschlich mich das Gefühl „never meet your heroes“. Wie mich ein Vector enttäuscht hätte, ich will es lieber nicht wissen.
       
      Es vergingen die Jahre…Porsche fahren hat auch Nachteile, z. B. einer Freundin hatte ich 4000 DM geliehen, nachdem wir Schluss gemacht hatten meinte Sie „warum soll ich das zurückzahlen, Du fährst doch einen Porsche..“…es waren viele interessante Erlebnisse die man rund um ein Auto haben kann, da man immer in eine Schublade gesteckt wird. Nach und nach verschwand der Porsche in der Garage, ich fuhr lieber brave VW’s.
       
      Die Jahre vergingen, wechselnde Einkünfte, und automobil immer noch nicht zufrieden. Eines Tages, so 1998/99 schliesslich hat ein Bekannter einen Ferrari Testarossa leihweise gehabt und mich nach Bitten und Betteln mitgenommen auf eine Probefahrt. Ich wollte mit, ich musste mit ! Nicht etwa wegen Miami Vice, oder so nein, ich wollte einfach wissen, „ist es das?, „wie ist so ein 12 Zylinder?“
       
      Was soll ich sagen, ja ich war begeistert, der Sound, das Leder, die Optik, heftig. Eine Gewalt, egal bei welcher Drehzahl, immer gierig am Gas, neverending atmosphere….ein Druck, ein Gebrüll. Seitdem ist ein Ferrari 12 Zylinder für mich das ultimativ begehrenswerteste das ich mir motorenmässig vorstellen kann. Ergo wäre der F50 mein Kandidat (mhm, obwohl hab ja noch 20 Jahre Zeit ).
       
      Als ich nach der Fahrt wieder in meinem 911er sass, kam ich mir vor wie ein Spiesser in einem Käfer, der zwei Zylinder mehr hat. Ich wurde immer unzufriedener und wusste, der 11er muss weg, er macht mir kein Spass und kostet nur Geld.
       
      Weitere 5-6 Jahre später, trotz Clubtreffen und wohlwollender Worte aus dem Freundes und Bekanntenkreis etc., hab ich ihn dann verkauft und war froh als er weg war. Alle Bekannten und Eltern waren enttäuscht „wieso verkaufst Du das schöne Auto?“ Ich habe es gemacht da ich wusste dass eine finanzielle Durststrecke kam und ich es nicht mehr brauchte. 2005-2006 war zum Abhaken.
       
      Aber einer der kleinen Highlights im Leben kam: Ich durfte mal in einem Vector W 8 sitzen. Das dürfte ein recht exklusives Vergnügen gewesen sein, ich kam mir vor wie der König von Saudi Arabien als ich drinsaß.
       
      2007, 2008, ging es bergauf, kämpfen, nicht aufgeben. Kurz vor knapp riß ich mich zusammen und erinnerte mich an das Motto des ehemaligen Chrysler Chef Lee Iacocca der da sagte "Ein erfolgreicher Mensch hat die Gabe sich selbst zu motivieren".
       
      2009 war wieder Spielraum da und es wurde überlegt. Die Karten wurden neu gemischt. Erst dachte in an Lotus, dann aber war wieder klar, ist zu klein, Ergonomie fehlt usw. Lieber warten und weiter sparen.
       
      Es begann im September 2009; der Gedanke, sich selber zu belohnen, stand im Vordergrund.
      Was aber kann man machen wenn man wenig Zeit hat – was macht Spass, Sinn und behält seinen Wert? Meinen Porsche 911 hatte ich zum selben Kurs verkauft wie ich ihn gekauft hatte – 11 Jahre später.. und ein Auto – mhm gar keine schlechte Idee, einen 1-Tages Urlaub das wäre was…
      Gemäß meiner finanziellen Mittel wurde die Auswahl langsam größer. Anfangs dachte ich an irgendetwas wert beständiges und gleichzeitig bezahlbares. Man landet zwangsläufig bei Porsche. Ok, ein 944 Turbo S könnte es werden. Es kam ein S2 auf den Parkplatz gefahren, welcher einem Bekannten gehörte. „Darf ich mich mal reinsetzen“? fragte ich höflich. Einmal Platz genommen, stieg ich direkt wieder aus. Kein Raumgefühl, kein Flair. Ich ging um den Wagen rum. Von vorne gut, von hinten hat er mir nie gefallen. Ich verspürte null Begeisterung für ein anerkanntes gutes Auto. Der Porsche 944 Turbo, er sprach mich einfach nicht an.
       
      Da ich elf Jahre einen 911 3,2 Carrera gehabt hatte, wollte ich den nie wieder haben. Er strahlte für mich keine Faszination oder Freude mehr aus. Laut und doch nicht souverän klingend, optisch wenig aufregend, nein, nicht mehr in diesem Leben. Aber was war mit 964? Der hat mir früher nie gefallen, schaute bei seiner Präsentation aus wie ein gedoptes 911 G Modell, in letzter Zeit allerdings gefällt er mir immer besser. Die Preise für gute Exemplare sind doppelt so hoch wie bei 944 Turbos, aber wollte ich wieder 911? Ja, der 964 RS, mein Lieblingsporsche, den hätte ich haben wollen, aber der war leider zum Spekulationsobjekt geworden. Was war mit 928S4/GT? Den fand ich reisemäßig erste Sahne, aber das Auto ist so gross – und so alt bin ich nicht. In Holland durfte ich in einem 928GTS Platz nehmen, ich fühlte mich in dem Auto sofort wohl, Raumgrösse, Ergonomie, toll. Aber - Der 928, den ich immer noch mag, fiel schließlich aus dem Raster – ich hatte beschlossen trotz Deutschem Wetter wieder ein offenes Auto zu kaufen.
       
      Das 993 Cabrio – den Gedanken verwarf ich sofort wieder. Ich finde den 993 sehr gelungen, erinnere mich noch an dessen Präsentation im PZ Willich, aber das Cabrio hat diesen komischen Buckel mit dem Verdeckkasten hinten, sah wieder zu sehr nach Beetle aus. Nein, kein 993.
      Wenn Spassauto, dann fährt man es sowieso nur bei schönem Wetter.
       
      Samstags drauf stand ich in Dinslaken bei einem sehr freundlichen Autohändler. Ein blauer Esprit Turbo V8, der einem bekannten Fussballspieler gehörte. Das war für mich sekundär – Fussball war mir egal. Ich bin Leichtathletikfan. Wenn Sport, dann selber machen.
       
      Also Lotus Esprit in Kurzform: Reingesetzt, gestaunt, ausgestiegen. Was war das denn? Ein Patchworkauto? Die Karosserie sah italienisch aus, das Interieur zusammengewürfelt, die Sitzposition für 1,84m ungeeignet, „Sitz“ trifft es nicht, „Auflage“ schon. Ich saß eher auf einer Schaumstoff-Auflage als in einem Sitz. Der rechte Arm ruht angewinkelt auf der Mittelkonsole, man ist fast bemüht zu sagen „ins Auto reingepresst“, mit Spass hatte das nichts zu tun. Es war enttäuschend.
       
      Das Wurzelholzlenkrad fand ich völlig deplaziert. Sorry Lotus, das Auto passt einem Durchschnittseuropäer nicht. Es machte auch keinen hochwertigen Eindruck auf mich.
       
      Der letzte, extrem folgenschwere Satz des Lotus-Verkäufers war
      „der ist getunt, der hängt jeden Ferrari ab“.
      Da hat es klick gemacht: Ferrari ?
       
      Das war immer meine optische Präferenz, die schönsten Autos der Welt, aber doch so teuer-oder?
       
      Ferrari? Was für ein Irrsinn! Was für Superreiche, für Filmstars, horrende Unterhaltskosten! Service für zigtausende Euros?? Das war doch Quatsch, oder? Ich bin doch sonst bescheiden, sparsam, eher introvertiert. Aber das Interesse war entbrannt, und wie. FERRARI FEERRRRAARRRRIII !!! Die bekannteste Sportwagenmarke der Welt!
       
      Also erst einmal in Foren gestöbert, Ferrari Werkstätten abgeklappert, Kontakte geknüpft, Erfahrungen von Besitzern gesammelt. Versicherungsangebote eingeholt, alle möglichen Youtube Videos, US-Webpages, Onlineshops, etc etc abgeklappert um zu umreissen was es bedeutet, kostet und wie aufwendig es ist einen Exoten zu unterhalten.
       
      Da ich in den 308 oder 328 sowieso nicht passe dachte ich an einen 355. Ferrari, ja das hat Stil, das hat Sound, das passt. Ich meldete mich im Carpassion Forum an.
      Seit Oktober 2009 war ich auf der Suche nach einem 348 oder 355.
      Was als Idee begann, war nun denkbar, sowohl finanziell als auch im sozialen Umfeld.
       
      Warum der 348 ? Nun es war ein "Zuhause sein" Gefühl als ich im 348 Platz genommen habe ich wusste, egal was wie und wann der 348 der ist so schön Oldschool wie ich (Bj 1966).
       
      Diese F40 Spiegel, diese Front, dieses Cockpit und vor allem: Die Türen.
      Bei Mobile habe ich dann den Suchbegriff Ferrari / Cabrio eingegeben.
      Da war doch der 355, der kostet ab 50k. Halt stopp was ist das denn, der 348 der sieht ja noch cooler aus und ist etwas preisgünstiger. Kann das was sein? So’n altes Auto? Boah, der hat ja die Testarossa-Türen, Hammer. Was für ein wunderschönes Auto. Den gibt es auch als Cabrio und Targa – geil. Früher hatte ich mich zwischen 308 und 911 für den Porsche entschieden, diesmal waren die Karten neu gemischt. Keine Kompromisse – ich lebe nur einmal.
       
      Bei Youtube fand ich das folgenschwere Video mit einem Test des 348 von Top Gear mit Jeremy Clarkson namens „Old Top Gear Ferrari 348“. In diesem fragt er bei 0:38 Minuten einige Passanten: „If i would give you unlimited amount of money, which car would you buy?“
       
      Die Antwort werde ich nie vergessen:
      -“FERRARI, no doubt about it”
       
      Ich war elektrisiert in dem Moment als ich das Video sah. Die Leute hatten ja Recht.
      Am besten bilde ich mir mal eine eigene Meinung über die Autos. Also frisch drauflos, wir suchen einen 348 oder 355 – wenn es geht offen.
      Fleissig mitlesen bei Carpassion, auf englischen Seiten, Testberichte und und und…..
       
      Alleine bei Carpassion ist man beim Thema 348 Technik ja abendfüllend…
      Worauf muss man achten, womit muss man leben?
       
      Die Welt des Internets ist gross...
      Viele Kontakte wurden nun geknüpft, zu Ferrari Werkstätten, Foren, Ferrarifahrern. Worauf zu achten ist, viel gelesen zb. AStrauß Lobeshymne an den 348 hier bei Carpassion.
      Ein Jahr lang dauerte die Suche, 11 Autos angeschaut. Tausende km gefahren. Eines Tages kam ich durch einen Tip zu einem 348 der in einem Forum inseriert war.
       
      Meinen Freund, auch Mechaniker, angerufen : Ich habe einen 348 in Wesel, den möchte ich mir angucken, hast am Mittwoch Abend Zeit? Er hatte. Zu zweit fühlte ich mich sicherer. Es passte beängstigend perfekt zusammen. Ich musste mich entscheiden; wenn der Wagen gut war, wovon auszugehen war, wollte ich tatsächlich einen Ferrari kaufen?
       
      Danach habe ich auf den Mittwoch gewartet. Bei Youtube war ich, wie so oft abends, 348 Videos schauen. Da fällt mir „mein“ Auto bei youtube über die Füße. Das Kennzeichen, das kenne ich doch – das glaube ich jetzt nicht ! ! Da fährt mein evtl. zukünftiges Auto durchs Bild, ich sehe den Fahrer und seine Frau auf meinem Bildschirm bevor ich das Auto zwecks Probefahrt sehe. Das gibt es doch nicht !!! Das kann jetzt nicht sein? Deja vu?
      Es stellte sich heraus das der Besitzer mitbekommen hatte, das ein ferraribegeisterter Radfahrer sein Auto filmte als er mit seiner Frau Essen fuhr. Das Video sah er dann zum ersten Mal, als wir nach der Probefahrt bei Ihm im Büro saßen...
       
      Wir fuhren hin, das Auto stand auch real wirklich gut da, zudem in einer trockenen Halle, es sprang sofort an, die anschließende Probefahrt war der Hammer. Leistung-top. Gasannahme-sehr gut. Kupplung-sehr gut. Bremse-gut bis sehr gut. Schaltung: der beste 348 den ich gefahren habe. Lenkung: super, die beste Lenkung die ich an einem 348 gesehen habe. Ich hatte ein Kribbeln in den Fingern, ich wusste, die Entscheidung die ich in 25 Jahren nie treffen musste, sie stand bevor.
       
      Mein Mechaniker durfte auch fahren; auch er meinte „wirklich gut, wenig Spielraum zum Verhandeln.“
      Der Gedanke schoss mir durchs Gehirn:
      *Michael, wenn Du den nicht nimmst, brauchst Du nie mehr nach einem 348 zu suchen*.
       
      Will ich mir wirklich einen Ferrari kaufen? Ich habe mir dann alle Unterlagen angesehen, es war so wie man es sich wünscht. Ich bat mir 24h Bedenkzeit aus. Ich schlief lediglich 3 Stunden. Ich war völlig durcheinander und aufgedreht. Ich wusste nicht, was ich machen sollte.
      Ich habe zig Freunde angerufen, habe gefragt, was meint ihr?
       
      Alle, auch die Frau meines Ex Chefs meinten…….:“ wenn Du Spass dran hast und Dir es leisten kannst, kauf ihn.“
      Schliesslich habe ich den Verkäufer spät abends angerufen (wörtlich zitiert!):
      „Hallo Herr B., ich hatte ja versprochen, das ich mich heute bei Ihnen melde. Ich hab‘s mir überlegt, das Auto ist völliger Schwachsinn, man kann damit nichts machen, so was braucht niemand, ……..aber ich möchte ihn trotzdem haben 🙂.“
       
      Wir haben uns dann geeinigt und ich bekam den Wagen dann gebracht, geputzt und vollgetankt.
      Das Auto wurde natürlich bar bezahlt.
      Nachdem der Ferrari am 30. September 2010 in der Garage stand, habe ich erstmal ein paar Tage gebraucht mich zu freuen, zu neu war das Gefühl, das ist jetzt deiner !! Unfassbar. Nach 3 Wochen war zunächst das gute Wetter vorbei und dieses Jahr ist nun die erste richtige Saison für mich. Nun ist er eigentlich nicht mehr wegzudenken aus meinem Leben, der 348. Ich hab endlich Spass mit einem Auto. Ich brauch ihn nicht mal zu fahren, kann mich an dem Design nicht sattsehen. Putzen, gucken, reinsetzen, riechen. Ich frage mich warum nicht mehr Menschen einen kaufen, er ist auf jeden Fall mein Antidepressiva :-).
       
      Wenn das noch Jahre so weiter geht, kauf ich noch einen oder zwei oder drei.
      Ich kann mir eins nicht vorstellen: Das ich nochmal eine andere Marke finde die mir optisch und akustisch so gefällt, wie Ferrari.
      Auch wenn ich 25 Jahre gebraucht hab - Ich hab (m)einen Ferrari.
       
      Ich bin zwar erst 1000km mit ihm gefahren, aber die Begeisterung ist schon da wenn ich dran denke, das ich einen hab – bescheuert aber egal.
      Am liebsten fahre ich übrigens Fahrrad. Das war schon immer so. Das habe ich beim schönen Wetter heute wieder gemacht.
      Autos gibt es viele. Schöne, schnelle, gute, teure, exclusive. Aber es gibt nur eine Marke die passt. Es gibt für mich keinen schöneren Sound und kein ästhetischeres Auto.
       
      Danke, Enzo Ferrari.
    • Künftig werde ich von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen bei der Hege & Pflege des sich neuerdings in meiner Obhut befindlichen Ferrari 400GT erzählen.
      Nach Rücksprache mit Roland wird dieser Fortsetzungsroman in Form eines CP-Blogs veröffentlicht.
      Zur Einleitung des Blogs geht es hier entlang:
       
        Und der erste Blogbeitrag ist direkt hier zu finden:
        Dieser Thread hier soll dagegen für Kommentare, Rückfragen und allfällige Debatten genutzt werden, ich werde hier auch immer auf neue Blogbeiträge hinweisen.
      So bliebe einerseits die "zusammenhängende Story" im Blog ohne Unterbrechung gewahrt, andererseits steht ein Ort für Kommentare etc. zur Verfügung, auf die ich mich sehr freue!
    • Wieviele Liter Sprit säuft so ein SUV mit 650 Ps in der Stadt?
       
      2 Frage, Von den Leuten die sich so ein Auto leisten können, Habt Ihr einen zweiten Wagen der 6 - 8 Liter verbraucht, wenn Ihr Kilometer machen müsst. Gibt es ein Bewusstsein für die Umwelt?
       
      Oder verhält  Ihr euch nach Motto, ich muss doch gesehen werden. Ich bin so Wichtig! Ich kann mir doch den Sprit leisten. Will ich gerne wissen ob ihr auch etwas gelernt habt? 

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