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GT 40 101

Luxus oder Pflichtaufgabe-Stellenwert Führerschein

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GT 40 101 CO   
GT 40 101
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Guten Morgen liebe Besitzer einer Fahrerlaubnis:lol:

Der "Große" unserer Söhne ist nun 18,5 Jahre alt. Letzte Woche hat er sich nun durch die Theorieprüfung gemogelt. Er hatte tatsächlich die Zeit gefunden, 3 Abende vorher jeweils 2-3 Stunden, nach mehrmaliger Aufforderung, mit mir zu lernen. (Bin halt ein gutmütiger Trottel).

Am letzten Abend vor der Prüfung hatten wir im ADAC Programm 31 von ca. 66 Bögen a 30 Fragen abgearbeitet. Das Ergebnis war so, dass es in meiner Schulzeit noch eine Kopfnuss mit vorstehendem Mittelfinger gesetzt hätte:cry:

Bei 31 Bögen erschien 27!! mal: nicht bestanden:-o

An nächsten Morgen kam er dann hüpfend wie ein 5 jähriger aus dem Bürgerhaus, mit 9 von 10 "erlaubten" Fehler bestanden. Nun steht nächste Woche die praktische Prüfung an, seither findet es unsere Autos ziemlich interessant und bot mir unaufgefordert Hilfe bei der Inbetriebnahme des CS an:D.

"Wenn ich die Praktische schaffe darf ich aber schonmal mit dem Ferrari fahren", fragte er in der illusorischen Hoffnung, dass ich die Frage bejahe. Selbstverständlich fragte ich ihn, ob er noch alle Tassen im Schrank habe.:evil:

Im Freundeskreis meines Sohnes, und nicht nur da ist mir aufgefallen, dass der Führerschein enorm an Bedeutung verloren hat.

Wenn ich mich an 1976 zurückerinnere, war die Aushändigung des Führerschein am 18. Gebutstag ein solch einschneidendes Erlebnis, dass dies sogar existenzielle Erlebnisse sexueller Art vergessen ließ:D:D.

Was ist seither geschehen?

Klar, die Jugend ist verwöhnt ohne Ende, die Eltern doof ohne Ende. (wir zumindest!)

Hätte ich meine Eltern früher von nicht existierenden Handy aus nachts angerufen, zumindest mein Vater hätte mich gefragt ob mich meine Beine verloren hätte.:wink:

Sicher spielt hier auch der Ausbau der Öffentlichen eine große Rolle, wir mußten seiberzeit 3 Km an die Stadtgrenze Stuttgarts laufen, um dann mit der Staßenbahn in die City zu kommen. Heute fahren die S-Bahnen zumindets am WE die Nacht durch, im Anschluss gibts Nachtbusse.

Habt ihr euren Kindern oder Freunden ähnliche Erfahrungen diesbezüglich gemacht?

Deutet sich hier etwa eine langsame Abkehr vom Automobil ab?

In meiner Lehrzeit bin täglich voller Stolz mit meinem Austin GT, trotz null Kohle entlang der Starssenbahnlinie nach Stuttgart gefahren. Bis 08:30 hatte man da freine, gebührenfreie Parkplatzwahl. Dies ist in den Ballungsgebieten und Städten heute doch undenkar:-o

Bin auf eure Meinungen gespannt!!

Grüße

Thomas

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strikeforce   
strikeforce
Geschrieben

Recht hast du. Die Kinder sind mittlerweile total verwöhnt. Die Eltern kaufen denen alles und verbieten auch fast nichts mehr. Mittlerweile rauchen die schon zusammen mit den Eltern mit 16 und noch früher. Der Fehler ist klar den Eltern zuzuschreiben. Die erziehen die Kinder leider total falsch.

Zum Thema Auto muss man allerdings beachten, dass das Autofahren extrem teuer geworden ist im Vergleich zu früher. Das kann sich kein AZubis etc leisten ohne dabei auf fast alles zu verzichten. Da geht man lieber jedes Wochenende feiern/einkaufen. Ohne Markenklamotten geht ja heute garnichts mehr auf dem Schulhof.

chip CO   
chip
Geschrieben (bearbeitet)

Ein sehr schönes Thema :-))!

Ich denke was Du schreibst ist der Wandel in der Gesellschaft hin zu anderen Prioritäten. Da ist das neuste Ipad oder das neuste Smartphone begehrenswerter als der erste Wagen. Da ist sicher was dran zumal das Autofahren in Städten oder Ballungsgebieten immer unattraktiver wird. Hinzu kommt auch noch die deutliche Verteuerung des ersten eigenen Autos im Rahmen der allgemeinen Preissteigerung und der speziellen Gegebenheiten für Fahranfänger in Bezug auf Versicherungskosten etc.

Ich denke wir müssen uns daran gewöhnen, dass unsere Kinder zur Carsharing Fraktion im viel höherem Maße beitragen als unsereiner heutzutage.

Letztendlich ist es aber auch hier wie in allen Dingen des Lebens, die Eltern prägen zum Teil das Weltbild der Kinder und wenn der Vater ein Autofreak ist, dann ist es der Sohn und manchmal sogar die Tochter häufig auch. Mein Sohn ist zwar noch weit weg vom Führerschein verfügt aber im Vergleich zu manchen Klassenkameraden über ein sehr umfangreiches Wissen über Autos und man merkt im direkten Vergleich mit dem Kumpels aus der ersten Klasse in welchen Familien das Auto garkeine Rolle spielt oder eben nur absolutes Mittel zum Zweck ist. Das die Kinder hier keine Leidenschaft entwickeln ist dann sehr naheliegend ohne das irgendwie abwertend zu würdigen.

Nochmal zum Thema Kosten des Autos um auch ins gleiche Horn wie strikeforce zu stoßen. Mit dem eigenen Auto bzw. dem Alter um die 18 bis 20 ist auch häufig das Thema Auszug bzw. die eigenen vier Wände verbunden. Der Bereich ist heute jungen Menschen sicher nicht unwichtig. Man darf nicht vernachlässigen, dass die Kosten hierzu auch im Vergleich zu früher extrem hoch sind bzw. extrem gestiegen sind. 8 Euro den Quadratmeter an Kaltmiete sind in Düsseldorf in mäßigen Lagen absolut real dazu noch je nach Objekt ca. 3 bis 5 Euro Nebenkosten pro m2 und schnell kostet die erste eigene kleine 35 bis 40 Quadratmeter Bude 400 bis 600 Euro im Monat. Da geht dann entweder nur Wohnung oder Auto aber nicht beides...

bearbeitet von chip
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master_p   
master_p
Geschrieben

Autofahren wird immer teurer, die Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel wird immer besser ausgebaut und zusätzlich gibt es auch immer neue Varianten von Car-Sharing. Ein eigenes Auto ist da per se schon nicht mehr so interessant. Frei nach dem Motto: Warum einen ollen Golf 3 fahren, wenn man für wenig Geld ein Mini Cabrio "mieten" kann.

Der Führerschein war für "uns" früher (gerade in ländlichen Gegenden) ein Ausdruck von Freiheit. Endlich nicht mehr 10km ins Freibad mit dem Fahrrad oder von Mutti zum Fußball gebracht werden. Endlich kann man "die Mädels" zum Seebad mitnehmen und muss nicht auf die Uhr gucken, wann der letzte Bus fährt. Sonder man kann endlich auch mal im dunkeln... ihr wisst schon.

Früher musste man sich IMMER persönlich treffen, wenn man etwas besprechen wollte. Telefonieren ging zwar, wurde aber von den Eltern immer wieder unterbunden weil teuer und sie selbst schließlich auch telefonieren wollten - es gab nur in Bonzen-Wohnungen ISDN :wink: . Heute sind alle jederzeit "connected" und online. Daher ist der Bedarf an direkter und persönlicher Kommunikation schon per se geringer - daher auch der Bedarf an individueller Mobilität. Wenn man mal irgendwo hin muss, hat man heutzutage auch eher mal einen älteren Bekannten im Freundeskreis, der dann Führerschein und Auto mitbringt.

Wenn mein Sohn so geübt hätte wie Deiner, hätte ich ihm vor der (eigenen) Fahrt in meinem Auto aber die restlichen Übungsbögen trotzdem durcharbeiten lassen. Und zwar mit einer 0-Fehler-Toleranz! Gerade die Jugendlichen heutzutage fahren sooo viel schlechter - vor allem leider die Mädels. Vom Wissen über rechts-vor-links oder Geschwindigkeiten ganz abgesehen. Deshalb würde ich ihm so ein schluderiges Verhalten nicht durchgehen lassen.

Einen Ferrari würde ich ihm (alleine) sicherlich auch nicht geben. Zusammen mit mir würde ich ihn allerdings schon fahren lassen. Einerseits um ihm zu zeigen, dass ich ihm Zutraue so ein Fahrzeug zu fahren und andererseits weil ich wollen würde, dass er einen hohen Respekt vor solchen Leistungen bzw. Fahrzeugen hat. Als erstes muss das aber tatsächlich vielleicht nicht sein. Meine Eltern haben mich damals immer fahren lassen, wenn wir zusammen unterwegs waren und regelmäßig habe ich auch den 325i (E36) meiner Mutter alleine gefahren. Den 540i von meinem Vater eher ungern und selten - allerdings war das auch ein Firmenwagen. Scheiße gebaut habe ich mit den Wagen natürlich trotzdem, aber da ich wusste, dass ich 2 Wochen nicht mehr auf dem ***** sitzen kann, wenn ich da durch Dummheit eine Beule reinfahre, hab ich mich zumindest im öffentlichen Straßenverkehr sehr zurückgehalten.

Datloke   
Datloke
Geschrieben
Recht hast du. Die Kinder sind mittlerweile total verwöhnt. Die Eltern kaufen denen alles und verbieten auch fast nichts mehr. Mittlerweile rauchen die schon zusammen mit den Eltern mit 16 und noch früher. Der Fehler ist klar den Eltern zuzuschreiben. Die erziehen die Kinder leider total falsch.

Zum Thema Auto muss man allerdings beachten, dass das Autofahren extrem teuer geworden ist im Vergleich zu früher. Das kann sich kein AZubis etc leisten ohne dabei auf fast alles zu verzichten. Da geht man lieber jedes Wochenende feiern/einkaufen. Ohne Markenklamotten geht ja heute garnichts mehr auf dem Schulhof.

Unter welchem Stammtisch hast du denn die letzte Nacht verbracht ?

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TommiFFM   
TommiFFM
Geschrieben

Deutet sich hier etwa eine langsame Abkehr vom Automobil ab?

Ich bin bislang im Leben von Schicksalsschlägen wie Heirat und/oder Kindern gottlob verschont geblieben, daher kann ich zu eigenen Kindern nix sagen, aber dass die Bedeutung des Automobils zurückgeht ist mE eine richtige Beobachtung und zwar durch alle Altersgruppen und soziale Schichten. Stetig steigende Kosten des Unterhalts, (tatsächlich oder nur gefühlt) stetig steigende Kosten der Anschaffung bei gleichbbleibendem Reallohnniveau für große Teile der Bevölkerung, Verlagerung der Prioritäten (früher Auto als Statussymbol, heute andere Statussymbole (Reisen, Haus, Kunst etc.), kein Distinktionsgewinn mehr), allgemeine Abneigung gegen Autos bei bestimmten politischen Parteien, Gewöhnungseffekt (daher Reduktion auf reines Konsum-/Funktionsgut) und Verlust des Mobilitätsgewinns (weil eben fast alle mobil sind und auf der AB stehen, kommt man auch nicht mehr schneller voran) fallen mir da als Gründe ein.

Menschen ohne Führerschein kenne ich nur ganz wenige, aber erstaunlich viele mit Führerschein aber ohne eigenes Auto (wird dann bei Bedarf gemietet o.ä.).

MaxR   
MaxR
Geschrieben

Ich selbst bin 20 Jahre alt und Student (Automobilwirtschaft)

Auch ich kann beobachten, dass die Attraktivität des Führerscheins bei jungen Leuten extrem zurückgeht. Einige Personen legen eher wert auf technische Geräte oder eine Wohnung in der Innenstadt. Hinzu kommt natürlich der finanzielle Aspekt.

Fakt ist, dass ich in eine auto-affine Familie geboren und mir das Autofahren von klein auf in die Wiege gelegt wurde. Ich hatte höchsten Wert auf meinen Führerschein gelegt, worunter mein Abi etwas leiden musste, aber mir war der Führerschein damals einfach wichtiger und so hatte ich Ihn fehlerfrei und nur mit den Pflichtstunden absolviert.

Am 17ten Geburtstag hab ich meinen Führerschein beim Landratsamt abgeholt und bin ab dem Tag 1 Jahr lang gemeinsam mit meinen Eltern gefahren, was nochmals extrem viel an Erfahrung und Sicherheit gebracht hat.

Viele Junge Leute lassen es auch ein wenig "schleifen" und machen den Führerschein nach ihrem 18ten Geburtstag und nach ihrem Abitur, mit der Begründung sie hätten dann mehr Zeit. Allerdings geht Ihnen damit dieses eine Jahr Praxiserfahrung mit den Eltern, was ich für sehr wichtig erachte, verloren. Einige von Ihnen vernachlässigen den Führerschein total, da sie während der Ausbildung noch ohne klar kommen. Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass für einige Jobs ein Führerschein, ein ausschlaggebendes Kriterium sein kann.

Auch den Ferrari und Lamborghini aus der elterlichen Garage bewege ich regelmäßig, allerdings nur in Begleitung meines Vaters.

Ich fahre bis heute Kratzer- und Unfallfrei, ohne Punkte und wurde lediglich einmal geblitzt. Zwei Fahrsicherheitstraining sponsored by Mama & Papa habe ich auch bereits hinter mir und kann es allen nur wärmstens ans Herz legen, eine Investition die sich lohnt :-))! Natürlich repräsentiere ich keinesfalls den Durchschnitt, aber an dieser Stelle würde ich gerne meine Freundin anbringen.

Ihre Familie besitzt nur ein Auto, aus finanziellen Gründen, sie selbst kann sich kein eigenes Auto leisten, bzw. möchte es sich nicht leisten, weil sie ihr "weniges" Geld, dass ihr zur Verfügung steht lieber für Klamotten, Party, o.ä. ausgibt.

Der Wille Auto zu fahren ist bei ihr vorhanden, denn gerade wenn man in einer ländlichen Region wohnt ist es extrem schwer ohne Fahrzeug geschweige denn ohne eigenen Führerschein aus zu kommen.

Aus meinem Alltag sind Autos und Auto fahren nicht mehr weg zu denken. Ja die Unterhaltskosten von Autos steigen an und Ja das Netz des ÖPNV wird immer weiter ausgebaut, aber dennoch sind es persönliche Bedürfnisse wie beispielsweise die freie Wahl der Abfahrtszeit, Route,... die einen dann doch beim Auto bleiben lassen.

Was viele Menschen nicht in Betracht ziehen ist, dass man sich in seinem eigenen Auto einen Art "Wohlfühlzone" einrichten kann, gerade wenn man viele lange Strecken zurücklegt. Für all dieses Aspekte sind immernoch viele Leute bereit Mehrkosten in Kauf zu nehmen.

Abschließend muss man sagen, dass es mit den finanziellen Mitteln und dem Engagement der Eltern einhergeht ob, bzw. wann das Kind seinen Führerschein macht.

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Limited466   
Limited466
Geschrieben

Ich glaube nicht das es generell an der heutigen Zeit liegt. Mein Bruder und ich haben 2 jahre Altersunterschied. Ich konnte es nicht erwarten mit 18 endlich der Ausweis zu haben. Er jedoch liess sich zeit und war nicht besessen davon.

Meiner Meinung nach hängt es sehr davon ab ob man den Schein macht weil man in braucht oder weil man ihn will. :)

Felix   
Felix
Geschrieben (bearbeitet)

Ein wirklich starkes aber auch ernstes Thema! Danke für die Eröffnung Thomas.

Zunächst einmal ist dein Sohn sicher keine Ausnahme in seiner Altersgruppe, denn das Auto verliert bei der Generation Y (aufgewachsen in den 90ern) und der folgenden stark an Bedeutung. Anbei ein aktueller FAZ Artikel der Thematik: http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/auto-verkehr/fuehrerschein-kein-statussymbol-autofahren-ist-out-smartphones-werden-wichtiger-13346242.html

Bemerkenswert finde ich die Ausführungen vom jungen Max. Er beschreibt die "neue" Funktion des Auto in einer ganz ähnlichen Weise wie Daimler CEO Zetsche, der ebenfalls das (heute schon autonom fahrende) Auto also privaten "Raum" oder Zone beschreibt.

...Was viele Menschen nicht in Betracht ziehen ist, dass man sich in seinem eigenen Auto einen Art "Wohlfühlzone" einrichten kann, gerade wenn man viele lange Strecken zurücklegt...

Frage: Diese Idee beim F015 – das Auto als Lounge – ist es nicht auch ein Versuch, den Menschen Ihre Produkte wieder schmackhaft zu machen, da sich abzeichnet, dass sie das Interesse verlieren?

Antwort: Vom generellen Trend weg vom Auto zu sprechen wäre falsch – auch weil sich jetzt viele Menschen in den neuen Märkten in Asien erstmals ein Auto leisten können. Was wir wollen, ist einen Lebensraum bereitstellen, in dem man alles machen kann, was man will.

- See more at: http://www.techfieber.de/motor/2015/01/08/ces-daimler-ceo-zetsche-selbstfahrende-autos-sind-serienreif/#sthash.unS5lwJr.dpuf

Der Aspekt des manuellen, handgeschalteten, überspitzt gesagt sogar der "Autofahrerei als Handwerk" hat irgendwann ausgedient. Bei Bedarf bucht man sich eben die S-Klasse, den Jaguar samt Fahrer über Smartphone und Dienstleister wie UBER.

bearbeitet von Felix
Fairytail   
Fairytail
Geschrieben

Bei uns in der etwas ländlicheren Gegend ist der Führerschein immer noch ganz oben auf der Wunschliste. Ich selbst bin jetzt 18 Jahre, besitze aber schon seit meinem 17. Geburtstag einen, da ich das Auto fahren auch nicht mehr abwarten konnte, und generell sehr an Autos interessiert bin.

Viele in meinem alter bei uns haben einen Führerschein, da er schon relativ praktisch ist und man einfach mobiler unterwegs ist.

Ich selbst fahre einen Polo 9N mit zarten 75PS was ich aber völlig okay finde als Fahranfänger. Die Autos meiner Eltern hingegen darf ich allerdings nicht bewegen, aber ich finde es auch richtig die Jugend nicht so früh mit Sportwagen auf die Straße zu lassen. Ich persönlich halte mich zwar für einen "strikt nach Regel Fahrer". Wenn ich da manche Leute in meiner Klasse sehe, die unbedingt mit 140 über die Landstraße und 190 über die Autobahn mit einem 12 Jahre alten Twingo fahren müssen, fällt mir ehrlich gesagt nichts mehr dazu ein.

Was mir allerdings immer mehr auffällt ist, dass viele junge Leute über die Technik des Autos überhaupt nicht bescheid wissen. Das war laut Aussage meines Vater früher anders, da hat jeder an seinem Auto alles selbst gemacht und wusste was zutun ist, wenn der Wagen mal nicht mehr rund lief. Heute ist man davon komplett ab und ich kenne sehr sehr wenige, die überhaupt noch verstehen, wieso sich die 4 Räder drehen, wenn man das Gaspedal bedient.

Viel mehr freue ich mich an den Sportwagenfahrern, die man auf Treffen oder ähnlichen trifft und seine Meinung etc. austauschen kann. Eben zum Beispiel habe ich einen F458 an der Tankstelle angetroffen, und mich sehr nett mit dem Fahrer ausgetauscht, man kennt sich allerdings ausm Dorf und vom sehen.

In diesem Sinne

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Thorsten0815 VIP CO   
Thorsten0815
Geschrieben
Bei uns in der etwas ländlicheren Gegend ist der Führerschein immer noch ganz oben auf der Wunschliste. Ich selbst bin jetzt 18 Jahre, besitze aber schon seit meinem 17. Geburtstag einen, da ich das Auto fahren auch nicht mehr abwarten konnte, und generell sehr an Autos interessiert bin.

Viele in meinem alter bei uns haben einen Führerschein, da er schon relativ praktisch ist und man einfach mobiler unterwegs ist.

Ich selbst fahre einen Polo 9N mit zarten 75PS was ich aber völlig okay finde als Fahranfänger. Die Autos meiner Eltern hingegen darf ich allerdings nicht bewegen, aber ich finde es auch richtig die Jugend nicht so früh mit Sportwagen auf die Straße zu lassen. Ich persönlich halte mich zwar für einen "strikt nach Regel Fahrer". Wenn ich da manche Leute in meiner Klasse sehe, die unbedingt mit 140 über die Landstraße und 190 über die Autobahn mit einem 12 Jahre alten Twingo fahren müssen, fällt mir ehrlich gesagt nichts mehr dazu ein.

Was mir allerdings immer mehr auffällt ist, dass viele junge Leute über die Technik des Autos überhaupt nicht bescheid wissen. Das war laut Aussage meines Vater früher anders, da hat jeder an seinem Auto alles selbst gemacht und wusste was zutun ist, wenn der Wagen mal nicht mehr rund lief. Heute ist man davon komplett ab und ich kenne sehr sehr wenige, die überhaupt noch verstehen, wieso sich die 4 Räder drehen, wenn man das Gaspedal bedient.

Viel mehr freue ich mich an den Sportwagenfahrern, die man auf Treffen oder ähnlichen trifft und seine Meinung etc. austauschen kann. Eben zum Beispiel habe ich einen F458 an der Tankstelle angetroffen, und mich sehr nett mit dem Fahrer ausgetauscht, man kennt sich allerdings ausm Dorf und vom sehen.

In diesem Sinne

Merci. Es ist immer interessant wenn die Betroffenen, im Bezug auf die Fragestellung, sich zu Wort melden. :-))! Ich komm auch vom Land. :D

@Thomas: Das Thema hatten wir sicher schon in viele Diskussionen gestreift, z.B. auch wenn es über die zu erwartenden Wertentwicklung in Bezug auf die zukünftige Marktgrösse ging........nie aber tiefer betrachtet.

Gut das Du es mal dediziert aufbringst. Danke.

Kor1987   
Kor1987
Geschrieben

s kommt immer auf das Umfeld an.

Ich kenne vermögende Eltern, die ihren Kindern fast alles verbieten. Wiederrum kenne ich Leute (Neureiche), die ihren Kindern alles erlauben (Schon mit dem Alter von 19 laufen einige mit einem Gürtel mit dem goldenen H-Zeichen oder manchmal fahren sie schon cayenne, wenn sie das Segen ihrer Eltern haben).

Obwohl ich vor 8 Jahren meinen Führschein hatte, hatte ich kein Auto. Mein Vater war Ferrarihändler in Asien. Obwohl ich mit viele Autos von meinen Kumpels unterwegs war, durfte ich keinen einzigen Ferrari fahren (Nicht mal 10m).

Meine Eltern gehören eher zu den Elterngruppen, die ihren Kindern alles verbieten. So musste ich mein Studium selbst finanzieren (Studiengebühren und 100€ Taschengeld ausgenommen). Obwohl meine Eltern finanziell in der Lage waren, mich locker zu unterstützen, taten sie nicht. Mittlerweile bin ich froh, dass meine Eltern mich nicht unterstützt haben. Ich habe gelernt, selbstverständlich und -ständig mit dem Leben klarzukommen. Das Studium habe ich durch meine Werkstudenttätigkeit, Praktika und Nebenjobs finanziert, weshalb mein Studium länger gedauert hat als üblich. Nach dem Tod meiner Eltern werde ich ebenfalls nichts außer einem alten Ferrari bekommen. Das wurde schon geklärt

Bei meinem besten Kumpel ist es genauso oder ähnlich. Obwohl mein Kumpel von seinem Vater alles bekommen hat, was er wollte und auch exotische Sportwagen von seinem Vater problemlos fahren durfte, machte ihm der Vater klar, dass mein bester Kumpel nach dem Tod seines Vaters nichts bekommen wird. Sein (Sach)Vermögen wird kurz vor seinem Tod gespendet und verkauft. Mein bester Kumpel ist damit einverständen. Er ist keinerlei enttäuscht, sondern dankbar, dass er trotzdem von seinen Eltern Unterstützung bekam.

Aber es ist nun mal so: Die meisten Eltern sind "gezwungen", Mitläufer zu sein. Erlauben die Eltern in der Umgebung ihren Kindern alles und kaufen ihren Kindern alles, dann machen sie mit. Aus meiner Beobachtung sind das die Eltern, die mit jungen Jahren Neureiche geworden sind oder selbst nichts geschafft haben, aber von ihren Eltern in so einer Art erzogen worden sind (vererbt etc.).

Ich werde meinen Kindern zwar nicht alles verbieten, aber meine Kinder werden nicht immer das Neuste bekommen, was auf dem Markt gibt. Sollte ich in meiner Garage teure Autos haben, werden meine Kinder garantiert keine Möglichkeit haben, sie zu fahren.

chip CO   
chip
Geschrieben

Ich werde meinen Kindern zwar nicht alles verbieten, aber meine Kinder werden nicht immer das Neuste bekommen, was auf dem Markt gibt. Sollte ich in meiner Garage teure Autos haben, werden meine Kinder garantiert keine Möglichkeit haben, sie zu fahren.

Ohne jetzt hier direkt off Topic zu werden macht so eine Haltung keinen Sinn, die Mischung macht es und grade Kindern gegenüber sollte man nicht so eine massiv vorgefertigte Meinung haben.

Wenn man den Erkenntnisse hier im Thread folgt, kannst du ggf. Sogar damit rechnen, dass die Kids garnicht fahren wollen selbst wenn du es erlauben würdest weil sie gar kein bock mehr auf Autos haben...

Also abwarten und immer der Situation entsprechend entscheiden ... :wink:

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absolutmuc   
absolutmuc
Geschrieben

Meine Eltern haben mir jede verdiente Mark verdoppelt.

Ich habe während der Schulzeit, Lehre und Studium sehr sehr viel gejobbt, von Gärtnerei, Schreinerei, Metzgerei, Baustelle, Krankenhaus und Kellnern bis zum Ski- und Snowboardlehrer. Wobei letzteres wohl am lustigsten und lukrativsten war.

Damit konnte und musste ich mir meine Wünsche finanzieren, von Kleidung, Freizeit, Party, Führerschein und Auto bis zur Urlaubsreise.

Das schöne an diesem System war, daß auch schlechter bezahlte Jobs mit hohem Lerneffekt am Ende finanziell ausreichend für meine Wünsche waren.

Früher war Autofahren billiger? Das wage ich zu bezweifeln. Nur die Ansprüche sind gestiegen! Mein erstes Auto war ein ziemlich patinierter BMW 320 ohne "i". Extras? Piniengrün metallic mit Nebelscheinwerfern. Dafür war er nicht unter 12 Litern zu fahren. Was solls, das nahm sich ein VW Käfer auch. Ich habe für dieses Auto wirklich geblutet.

Heute benötigt jeder Fahranfänger Klima, Bluetooth Audio, ESP mit 36 Airbags und sechs von fünf NCAP Sternen und bitte nicht über 5 Litern Normerbrauch. Klar, aber das gibt es leider nicht geschenkt.

Und das Anspruchsdenken sagt dann konsequenterweise: wenn ich mir nicht das Wunschauto leisten kann, dann eben gar keines. Dann rufe ich eben meine Eltern oder Freunde an, die holen mich schon ab. In den Urlaubs gehts sowieso mit dem Flugzeug. Party machen in Hamburg ist mit dem Fernbus auch billiger und chilliger...

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Hessenspotter   
Hessenspotter
Geschrieben

Ich bin beruflich in dieser Branche unterwegs,

es ändert sich sehr viel und das spüren leider die Fahrschulen.

Hier auf dem Land, wo die Schule schon mal 20 km weg sein kann machen doch noch ein paar einen 125er oder Roller Führerschein, in der Stadt macht fast keiner mehr den 125er Schein, und ein Roller Führerschein nur derjenige der den Autoführerschein sich nicht leisten kann oder nicht schafft.

Das Durchschnittsalter für die Auto-Führerschein liegt hier aufm Land grob bei 17-18 Jahren. In der Stadt ist er bei Anfang bis Mitte 20. Ein Auto ist dort kein Status Symbol mehr, und wenn dann muss es doch bitte eins mit allem möglichen Schnick Schnack sein. Von Technik hat da wirklich keiner mehr eine Ahnung, es gibt auch löbliche Ausnahmen :-))! aber die sind wirklich selten.

Aufm Land wird je nach Familiären Hintergrund auch schon früh angefangen mit dem Fahren, das geht mit teilweise 14 Jahren aufm Schlepper los. Mit 16 dürfen sie dann die großen Geräte durch die Gegend scheuchen :-o.

Das die jüngeren kein Auto mehr fahren können sehe ich mit wachsender Angst ... Ein Bekannter (18 Jahre alt) hat hier sein Auto in im Regen an ner normalen Kreuzung geschrottet. Was war passiert, Golf 3 ohne ABS, LKW bremst an der roten Ampel vor ihm. Er tritt voll drauf, alle Räder blockieren, er lenkt, und es passiert nichts .... bis zum Einschlag. Nicht schnell aber Auto Totalschaden ...

Irgendwann gibts noch mal nen Oldtimer Führerschein wenn das so weiter geht :???:

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GT 40 101 CO   
GT 40 101
Geschrieben

Danke für eure Beiträge:-))!

Die Kosten spielen sicher auch eine Rolle. Meine Brüder und ich bekamen, trotz sehr bescheidenen finanziellen Mitteln jeder 500 DM für den Führerschein. Das reichte damals sogar noch für den Motorrad Führerschein. Damals gab es nur 3 Pflichtstunden fürs Auto, für den Motorradschein konnte man die Fahrprüfung direkt machen.

Heute kostet allein der Auto FS mindestens 1.500,-.

Das "verwöhnt sein" ist natürlich relativ. Im Vergleich zur Jugendzeit meiner Eltern waren wir auch sehr verwöhnt. Sicher sind die meisten Jugendlichen heute materiell verwöhnt. meine Jugend wöllte ich im Nachhinein niemals gegen die meiner Kinder tauschen. Mit 16 kaufte ich mir eine Honda Dax mit 70ccm, versichert wurde diese mit einem 50er Mofa-Kennzeichen.

Abends bat mich meine Mutter ihren Ford 12M in die Garage zu fahren, da gings einmal quer durchs Dorf. Mit 15 kaufte ich mir eine auf Cross umgebaute, nicht zugelassene Kreidler RS, da wurde ich eines Tages vom Dorfpolizisten nach hause eskortiert und erhielt im beisein meiner Eltern eine ausführliche "Regelkunde".

Das wars aber auch. In der Beziehung haben wir sehr viel Mist gebaut, nicht toll, aber heute absolut unvorstellbar. Vielleicht ist dies auch ein Problem, Nachschulung in der Probezeit, MPU, 0,0 Promill usw., sicher sinnvoll aber Autofahren ist eben nur noch Mittel zum Zweck.:cry:

michi0536 CO   
michi0536
Geschrieben

Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

Sokrates. Ca 450 v.Chr. :-)

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GT 40 101 CO   
GT 40 101
Geschrieben

Da ich das Zitat bisher nicht kannte bin ich etwas erschrocken.

Beim anlesen dachte ich es sei von:

Michi 2015 n. Chr. :-o:-o:D

In jedem Fall ist es ein prima Beispiel das Sprüche wie "Die Jugend von heute" über Generationen betand haben.

Im Spiegel war vor ein paar Jahren ein sehr interessanter Artikel einer amerikanischen Wisseschaftlerin/ Autorin die nach einer Langzeitstudie zu der Erkenntnis kam, das 90% der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen genetisch bedingt sind.

Vermitteln kann man lediglich Eigenschaften wie vorgelebtes Sozialverhalten, Empathie, Kinderstube, ein nötig Maß an Respekt usw..

In unserer Familie (meiner Brüder) ist beispielsweise ein freiwilliges soziales Jahr Pflicht, in der S-Bahn für Ältere aufstehen, Spielzeug verschenken statt verkaufen....

Dies macht sich auch beim Autofahren positiv bemerkbar. Meine temperamentvolle, etwas, hektische Frau wird von meinen Söhnen beim Fahren stets ermahnt:

"reg dich nicht auf, da sitzt eine Omi am Steuer, lass den einfädeln, wegen sowas hupt man docht nicht."

Das nachlassende Interesse an Autos liegt sicher auch an der komplexen Technik.

Bei meinen Alfas zog man oben die Zündkerzenstecker ab und hielt diese an Masse, bekam ab und an eine geschossen und wußte schon ein bischen was.

Die Autos heute verstecken ihre Technik unter hässlichen Plastik-Verkleidungen. Am Beispiel des alten BMW CSi hab ich wenigstens noch die Möglickeit, meinen Jungs zu zeigen wie ein Motor im Groben funktioniert.

Man sieht Dinge wie eine Batterie, Anlasser, Einspritzanlage, Kühler u.v.m.:-))!

Grüße

Thomas

amc VIP   
amc
Geschrieben
Das die jüngeren kein Auto mehr fahren können sehe ich mit wachsender Angst ... Ein Bekannter (18 Jahre alt) hat hier sein Auto in im Regen an ner normalen Kreuzung geschrottet. Was war passiert, Golf 3 ohne ABS, LKW bremst an der roten Ampel vor ihm. Er tritt voll drauf, alle Räder blockieren, er lenkt, und es passiert nichts .... bis zum Einschlag.

Ach je, als wenn das damals anders gewesen wäre, und als wenn damals irgendein normaler Fahrschüler in der Lage gewesen wäre eine korrekte Stotterbremsung in ABS-freien Fahrzeugen auszuführen, bei Stadtverkehrsgeschwindigkeiten schon erst recht nicht. Wobei das eh nicht das Problem war sondern der zu geringe Sicherheitsabstand.

Mag sein daß damals etwas mehr Fahranfänger etwas mehr von der Technik verstanden, aber was die Fahrzeugbeherrschung angeht - kein Stück. Und die mit Mofa-Erfahrung waren teilweise schlimmer als die ohne.

emuman   
emuman
Geschrieben

Die jungen Stadtbewohner bekommen durch die Medien und Altergenossen ein Konzept rund um einen digitalen Livestyle und maximale Flexibilität in Bezug auf berufsbedingte Umzüge vermittelt. Die in vorhergehenden Generationen vermittelten Ideen von Freiheit und Presitge durch Besitz bestimmter Automobile oder überhaupt eines eigenen Fahrzeugs ziehen nicht mehr. Freiheit bezieht sich heute mehr auf Kommunikationsmöglichkeiten, Medienkonsum, aber auch gestiegene Mobilität in Bezug auf den Wohnort, z.B. sind Umzüge ins Ausland, auch temporär, heute eher üblich. Konsum hat die zeitlich begrenzte Befriedigung zum Ziel und nicht mehr die Ansammlung von Gegenständen.

Der Umweltzerstörende, Geld- und Zeitfressende Anachronismus names Auto ist etwas für Menschen von gestern, wozu dann wohl alle mit "carpassion" fallen. Nicht falsch verstehen, es gibt Autofans, die auch Kommunikationstechnisch auf neustem Stand sind, aber es ist eben nicht der beherschende Teil zur Bildung ihres Lebensgefühls.

Das Auto ist zwar allgegenwärtig und wird genutzt wenn nötig, aber hat durch seine Alltäglichkeit und das Verkehrschaos seinen darüber hinaus gehenden Reiz verloren. Die Verfügbarkeit ist nicht das Problem, ich bin mir sicher, dass Kauf und Unterhalt einens billigen Kfz heute für einen berufstätigen jungen Menschen finanzierbar ist, wohl sogar einfacher als vor sagen wir 20 Jahren.

Erst wenn Geld keine Rolle mehr spielt, kommt das Auto als Luxusgut wieder ins Bewusstsein, daher ist es auch keine Widerspruch, dass junge Menschen weiterhin von Luxusautos träumen.

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Turbonet!c   
Turbonet!c
Geschrieben

Ohne jetzt noch viel hinzuzufügen zu wollen, ist es ein durchaus spannendes Thema. Ein teil meiner Bachelorarbeit befasst sich sogar mit der Thematik. (Falls sie mal jemand lesen möchte PN)

Der Wandel kommt wie schon erwähnt aus der Gesellschaft selbst durch steigende Preise setzt sich die Jugend andere Prioritäten als das besitzen eines Autos bzw. eines Führerscheins, da es auch andere möglichkeiten gibt um von A nach B zu kommen.

Sailor CO   
Sailor
Geschrieben

Da ich gerade auf einer Brücke über die A5 geradelt bin und die Spuren in beide Richtungen recht voll waren, frage ich mich, wann wir das auch auf den Autobahnen sehen.

JaHaHe   
JaHaHe
Geschrieben

Ich bin ja ein relativ junger Mensch und habe dazu meine eigenen Gedanken.

Ich selbst stamme aus einer Familie, in der auf Autos absolut keinen Wert gelegt wird. Bei uns ist ein Auto ein Fortbewegungsmittel und Transporter für Brennholz. Es muss praktisch sein und steht absolut ungepflegt in der Ecke herum.

Mehr noch, für meine Frau Mutter sind Fahrer moderner Sportwagen immer ein wenig "verdächtig".

Trotzdem bin ich ein absoluter Auto-Narr. Es gibt wenige Dinge die mich so sehr faszinieren wie (alte) Autos.

Meine kleine Schwester musste immer in den Schulferien aus England Octane und andere englische Zeitschriften mitbringen.....

Kaum ein Objekt transportiert so viele Emotionen wie ein Auto. Sicher ist auch bildende Kunst interessant, aber in ihr kann man so schlecht rumfahren und versuchen möglichst schnell von A nach B via schöner Passstraßen zu kommen.....

Allerdings muss ich auch sagen, dass die aktuellen Autos auf mich kaum mehr einen Reiz ausüben. Ob ich im Stadtverkehr in einem BMW M3 oder Smart im Stau stehe ist mir herzlich egal, mich interessiert weder die Konnektivität mit dem Iphone (gut ich habe auch keines) oder ob mein Auto mit dem Internet kommuniziert.

Es ist doch schon bezeichnend, dass BMW heute mit der "besten connectivity in seiner klasse wirbt" für mich war ein BMW immer ein Auto was wegen des Handlings gekauft wird.

So ist es für mich nicht besonders verwunderlich, dass man sich immer weniger für Autos interessiert, da die Autos durch alle Klassen hinweg immer uninteressanter werden. Allerdings gibt es in meinem Freundeskreis sehr viele junge leute die sich leidenschaftlich für alte Autos begeistern und man durchaus abendfüllend über historische Blecheimer diskutieren kann.

Alles also halb so wild....

PS: Meine Schwester weigert sich standhaft den Führerschein zu machen, weil sie das Konzept Auto als zu bürgerlich und umweltverschmutzend hält. (zur letzten Demo habe ich sie dann mit einem Mercedes fahren müssen ;)O:-)

PPS: Lasst junge Menschen mit besonderen Autos fahren anders kann keine Begeisterung aufkommen! Jedem Menschen der mich mit seinem tollen Auto hat fahren lassen bin ich auf ewig sehr sehr dankbar !!!

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Rodemarc   
Rodemarc
Geschrieben

Mein Bruder ist jetzt 19 und hat kürzlich mit der Ausbildung begonnen.

Die Frage nach dem Führerschein hat er immer genüsslich abgewunken. Obwohl er ihn schon mit 17 hätte haben können (begleitetes fahren).

Meine Familie und ich haben uns immer gedacht, dass sich das ändert wenn er jeden Tag 30km mit den Öffentichen pendelt.

Es ist ja nicht so, dass er unbedingt sofort ein Auto bekommen hätte, aber auch der Anreiz endlich mal den Schein zu haben ist noch nicht da.

Und in seiner Altersklasse ist er damit nicht der einzige.

Für mich war das früher irgendwie undenkbar. Wenn man 18 wurde musste auch der Lappen her.

Ich bin dann immer heimlich mit dem Golf von meiner Mutter gefahren und habe anschließend so nachgetankt, dass die Tanknadel wieder halbwegs da steht, wo sie vorher stand, damit ja niemand was bemerkt. :crazy:

Muss aber zustimmen, dass es sicher auch auf die Umgebung ankommt. Ich lebe im Ruhrgebiet, d.h. sehr gute Anbindung an die Öffentlichen, wenig/teure Parkmöglichkeiten und viel Verkehr.

Rational betrachtet macht da einfach ein eigenes Auto keinen Sinn. Ich fahre merklich weniger, seitdem ich hier wohne. Warum sollte also jemand, der keine Affinität für das Thema Auto hat, hier ein Auto kaufen? Zumal er noch nie eins hatte (wenn wir von der heutigen Generation der 18-jährigen reden) und daher garnichts vermisst.

Wheelspin   
Wheelspin
Geschrieben

mal kurz OT:

Da, wie wir hier bereits festgestellt haben der Führerschein, eigenes Auto etc. für junge Menschen immer unwichtiger erscheint, werden die Preise für Oldtimer in Zukunft fallen, da die Liebhaber dafür aussterben.

OT aus

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    • OLI92
      Nach einem 3/4 Jahr Führerscheinbesitz (durch das begleitete Fahren mit 17) steht jetzt der Kauf eines ersten eigenen Autos an.

      Dazu habe ich mich schon jahrelang mit unterschiedlichsten Autos beschäftigt, angefangen mit dem Fokus allein auf die Preisklasse unter 5.000 Euro, wo ich dann ganz begeistert war von zahlreichen Porsche 944 - damals hatte ich noch nicht ganz im Blick dass nicht allein der Preis zählt, sondern auch Kilometerleistung sowie die Unterhaltskosten.

      Mittlerweile bin ich in der grauen Realität angekommen, eingeschränkt durch zahlreiche Vorgaben sowohl von meinen Eltern als auch von der Versicherung.

      Diese wären:
      -Preis unter 5.000 Euro
      -jünger als 12 Jahre
      -Leistung unter 85 kW (~114 PS)
      => die letzten beiden Punkte sind Bedingungen der Versicherung, damit ich das Auto auf mich anmelden kann und mit SF1 (100%) starte

      Ich will aber kein Auto, was jeder fährt, daher muss es irgendetwas Besonderes sein, was natürlich mit diesen Einschränkungen recht schwer fällt.
      Ich bin jetzt auf den VW Lupo 1,4 16V gestoßen, mit 100 PS ist der ja für sein Gewicht recht ordentlich motorisiert und hat das gewisse Etwas, wer vermutet im Lupo schon 100 PS.
      Zusammen mit einem vernünftigen H&R Cup-Kit sollte der viel Spaß machen, denke ich.

      Vielleicht fallen euch ja noch weitere Alternativen ein? Ich freue mich über jede Anregung.

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