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EngJa056

Warum muss ein Ferrari eigentlich fast immer Rot sein ?

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EngJa056
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Da ich diese Diskussion schon in einem anderen Thread angefangen habe und dort leider vom eigentlichen Topic abgewichen bin eröffene ich mal einen neuen Thread um über dieses Thema zu diskutieren.

Ich selbst finde Rot einfach nur langweilig (bitte nicht falsch verstehen, finde die Farbe nicht hässlich sondern einfach nur langweilig) an den Ferraris, weil es einfach zu viele davon gibt.

Daher würden mich mal eure Meinungen intressieren.

Auch die Fragen wieso eigentlich Rot die Hauptfarbe von Ferrari ist und wie es dazu kam würde mich sehr interessieren.

Freue mich auf eure Anregungen,

EngJa056

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servicemann
Geschrieben

Ich hab jetzt nach 3 Roten einen schwarzen und das ist gut so :D

Andy962
Geschrieben

Die traditionelle Farbe von Ferrari ist eigentlich Gelb, diese leitet sich von der Farbe der Stadt Modena ab, das Cavalino Rampante war übrigens das Signet des it. Kampfliegers Francesco Baraccas, das Enzo Ferrari von den Eltern des im 1. Weltkrieg gefallenen Piloten überreicht wurde.

Rot war die Nationalfarbe Italiens im Rennsport (analog silber/weiß - Deutschland, blau - Frankreich, grün - England usw.)

Soweit zur traditionellen Farbverteilung, früher, also in den 50-70er Jahren waren die Strassen - Ferrari keineswegs überwiegend rot, diese Mode setzte erst Ende der 70er Jahre ein.

Gruss, Andreas

Mikes996
Geschrieben

Bei unserem Aufenthalt an der Cote Azur und in Italien im letzten Jahr gab`s ja u.a. so einige Ferraris zu sehen,vor allem - na klar in Monaco - und da waren die meisten nicht rot sondern vor allem schwarz,wirklich erstaunlich viele 458er und diese fast alle schwarz,FF gabs schon einige zu sehen,keiner in rot,lediglich ältere Modelle gab`s in rot zu sehen und alt war da schon ein 360er...

Normalerweise assoziiert man Ferrari mit der Farbe rot (rosso corsa) - hier haben sie auch ihren größten Wiedererkennungswert für Nichtferraristas - obwohl die ursprüngliche Ferrari Farbe ja mal gelb war.Rot war als Corporate Identity durch Alfa Romeo bereits belegt.Persönlich könnte ich mir meinen oder künftige Ferraris durchaus auch in schwarz oder gelb vorstellen,habe hier im Forum vor einigen Monaten auch mal einen sehr schönen silbergrauen F355 gesehen,darüber hinaus habe ich für mich kaum Spielraum..:wink:

Luimex
Geschrieben (bearbeitet)

zur Frage warum es auch soviele rote Ferraris existieren gibt es auch die Anektote dass in den 60er Jahren, zeitgleich mit der Krise bei Ferrari und dem Übernahmeangebot durch Ford sehr viele Ferraris auf "Halde" produziert worden seien.....

Auf die Frage eines Mitarbeiters - dieser war wohl für die Konfiguration verantwortlich - in welcher Farbe man produzieren soll, antwortete Enzo Ferrari: "Egal, mach sie rot."

Dies machte er. Und der Hof war voll mit roten Ferraris.

das ist aber nicht belegt und es wissen wohl nur dieser unbekannte Mitarbeiter und Enzo Ferrari selbst ob es sich so zugetragen hat.....

bearbeitet von Luimex
Schreibfehler...
tollewurst
Geschrieben

1. Weil Rot die Originalfarbe ist (nicht gelb!)

2. Weil Rot agressiv ist und zu einem Sportwagen passt

3. Weils Teil des Mythos ist

4. Weil mein nächster blau wird

hohenb
Geschrieben
Bei unserem Aufenthalt an der Cote Azur und in Italien im letzten Jahr gab`s ja u.a. so einige Ferraris zu sehen,vor allem - na klar in Monaco - und da waren die meisten nicht rot sondern vor allem schwarz,wirklich erstaunlich viele 458er und diese fast alle schwarz,FF gabs schon einige zu sehen,keiner in rot,lediglich ältere Modelle gab`s in rot zu sehen und alt war da schon ein 360er...

Normalerweise assoziiert man Ferrari mit der Farbe rot (rosso corsa) - hier haben sie auch ihren größten Wiedererkennungswert für Nichtferraristas - obwohl die ursprüngliche Ferrari Farbe ja mal gelb war.Rot war als Corporate Identity durch Alfa Romeo bereits belegt.Persönlich könnte ich mir meinen oder künftige Ferraris durchaus auch in schwarz oder gelb vorstellen,habe hier im Forum vor einigen Monaten auch mal einen sehr schönen silbergrauen F355 gesehen,darüber hinaus habe ich für mich kaum Spielraum..:wink:

Rote Ferraris gelten in Monaco als peinlich da alle Mietferraris rot sind

EngJa056
Geschrieben

Da sind wie ich sehe schon ein paar Anregungen rein gekommen; gut so :-))!:wink:

@servicemann: schönen 599 hast du da, ein wirklich sehr gelungene Farbkombi vor allem den Innenraum mit den Carboneinlagen finde ich sehr gelungen :-))!

@Andy962: danke für die Aufklärung.Schade nur dass sich Gelb nie so richtigen gegen Rot durchsetzen konnte. Die Herkunft des Cavalino Rampante finde ich sehr spannend nur würde es mich interessieren aus welchem Anlass Herr Enzo Ferrari das Cavalino Rampante überreicht bekam.

@Mikes996: die Leute an der Cote d'Azur bzw. in Monaco haben sich wohl ihre Ferraris umlackieren lassen weil sie vor lauter roten Ferraris ihren eigenen nicht mehr wieder gefunden haben X-)

Hast du Fotos von dem silberfarbigem F355 ?

@Luimex: sehr schöne Anektote sieht dem Herrn Enzo ähnlich Hauptsache der Motor war top wie der Wagen aussah bzw. welche Farbe er hatte glaube ich war bei ihm nur zweitrangig von daher glaube ich dass sich diese Geschichte wirklich so abgespielt haben könnte :wink:

Mikes996
Geschrieben

wieder was dazu gelernt...:)

allerdings hatten widerum die wenigsten ein monegassisches Kennzeichen.....

EngJa056
Geschrieben
tollewurst schrieb:
1. Weil Rot die Originalfarbe ist (nicht gelb!)

2. Weil Rot agressiv ist und zu einem Sportwagen passt

3. Weils Teil des Mythos ist

4. Weil mein nächster blau wird

Darf man Fragen welches Blau.

Finde Rot aber jetzt nicht so agressiv da sieht (Matt)schwarz, Dunkelgrau oder Gelb noch viel agressiver aus.:wink:

EngJa056
Geschrieben
Rote Ferraris gelten in Monaco als peinlich da alle Mietferraris rot sind

....mmmhhh wusste ich nicht und wieder mal ein bisschen was beigelernt.

Danke für die Auklärung :-))!

Mikes996
Geschrieben

@Andy962: danke für die Aufklärung.Schade nur dass sich Gelb nie so richtigen gegen Rot durchsetzen konnte. Die Herkunft des Cavalino Rampante finde ich sehr spannend nur würde es mich interessieren aus welchem Anlass Herr Enzo Ferrari das Cavalino Rampante überreicht bekam.

:wink:

er bekam es aus Huldigung von Enzo und seinen Leistungen von den Eltern des abgestürtzten Piloten....glaube ich jedenfalls..Hier hilft im Übrigen der Film:"Enzo Ferrari - Die Geschichte einer Legende" - da gibt es genau eine Szene dazu,ist allerdings schon etwas her als ich diesen Film gesehen habe,ist aber zu empfehlen

EngJa056
Geschrieben
er bekam es aus Huldigung von Enzo und seinen Leistungen von den Eltern des abgestürtzten Piloten....glaube ich jedenfalls..

Danke für die Aufklärung :wink:

Andy962
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo,

zur Geschichte des Cavallino Rampante:

Enzo Ferrari war bekanntlich vor der Gründung seiner Automobilherstellung Rennfahrer für Alfa Romeo.

Unter anderem gewann er am 17.6.1923 das Rennen von Savio (nähe Ravenna)

Das Rennen war zwar nicht besonders wichtig aber Enzo Ferrari fuhr sehr stark, unter den Zuschauern war ein gewisser Graf Enrico Baracca, der sehr beeindruckt war.

Der Graf Baracca lud Enzo daraufhin auf seinen Landsitz ein.

Der Sohn der Baraccas war ein sehr efolgreicher Kampfpilot im 1. Weltkrieg (34 Abschüsse von 1915-18, er wurde mehrmals schwer verletzt und war einer der höchst dekorierten italienischen Militärangehörigen, für seine Verdienste und Leistungen).

Als er im November 1916 zum Ritter der Lüfte geschlagen wurde trug er zum Zeichen dafür ein Wappen an seinem Flugzeug, das aufsteigende Pferd, allerdings auf weissem Grund.(Reminiszenz an die Wappen der altertümlichen Ritter)

Am 19.6. 1918 wurde Baracca abgeschossen, bzw. er wurde über Österreich von einer Kugel getroffen und sein Flugzeug stürzte ab.

Aus Respekt vor seinen fliegerischen Leistungen schnitt man das Cavallino Rampante aus den Trümmern seines Flugzeugs und schickte das Wappen seinen Eltern.

Fünf Jahre später (Also nach dem Rennen von Savio) lud man Enzo Ferrari zu den Baraccas ein und die Eltern des gefallenen Francescos übergaben das Schild an Enzo.

Dieser tauschte den weißen Hintergrund gegen das Modeneser Gelb aus und verwendete es an seinen Rennwagen der Scuderia Ferrari.

Die Barracas schenkten es ihm als Glücksbriner (Enzo und Franceso hatten das gleiche Geburtsjahr ; Enzo fühlte sich hochgeehrt),

Der Grund war die enge Verbindung der Barracas zu Modena und ausserdem flog Enzos Bruder Alfredo ebenfalls in der gleichen Staffel wie Francesco Baracca.

Gruss, Andreas

bearbeitet von Andy962
Kleine Nachbesserungen
Mikes996
Geschrieben

perfect erklärt!

Andy962
Geschrieben (bearbeitet)

Danke,

nur weil ich es etwas umständlich geschrieben habe:

5 Jahre nach Francescos Tod lud man Enzo ein und schenkte ihm das Wappen des Sohnes... so war es gemeint, also 1923.

War etwas mißverständlich geschrieben, entschuldigung dafür.

Gruss, Andreas

bearbeitet von Andy962
Das ""man lud ihn wieder ein" habe ich im Post oben korrigiert..."man lud ihn ein" sollte es heissen
F355er GTB
Geschrieben

super bericht Andy962 ...... :-))!

ich habe ein foto von den wappen in maranello gemacht.

c0f30083umw28jnfs.jpg

Aircraft
Geschrieben
1. Weil Rot die Originalfarbe ist (nicht gelb!)

Wieso doch nicht gelb?

Atombender
Geschrieben

1. Rot ist die Originalfarbe der Autos von Ferrari und nicht gelb oder schwarz (das sind die Firmenfarben).

2. Rosso Corsa ist die Nationale Rennfarbe Italiens (GB = British Racing Green, Deutschland = Silber, Frankreich = Bleu de France)

3. Genauso wie man einen Ferrari meist mit zwei Türen und zwei Sitzen in Verbindung bringt (Coupé oder Convertible), tut man das auch mit der Farbe.

4. Wegen der oben genannten Gründe verkauft sich ein Ferrari oftmals besser, wenn er rot ist (heißt nicht umsonst Resale Red), auch wenn das manchmal nicht die Farbe wäre, die man unter anderen Umständen wählen würde. Aber anscheinend gibt es viele Leute, die sich einen Ferri nicht nur für sich selber kaufen.

pitstopper
Geschrieben

Rot steht einem Ferrari einfach am besten, bei Porsche ist die bevorzugte Farbe schwarz und bei einem Daimler (SL) silber. So einfach ist das und beweist einen klaren Charakter.

Atombender
Geschrieben

Ja und schmutziggrau steht einem indischen Elefanten auch ganz ausgezeichnet...

Bei einem 612 Scaglietti z. B. finde ich Rosso Scuderia absolut deplaziert. Der Wagentyp ist viel wichtiger wie die Marke selber.

F40org
Geschrieben
tollewurst schrieb:
1. Weil Rot die Originalfarbe ist (nicht gelb!)

Bitte hierzu Literaturnachweis. Danke.

Ferner dachte ich immer, die Originalfarbe ist die die ab Werk aufs Auto aufgebracht wurde.

MVThomas
Geschrieben

Hallo und guten Morgen,

ohne es mit Zahlen belegen zu können ist m.E. rot die meistgewählte Farbe der 8-Zylindermodelle der Reihe ab 308 - 458, wobei ich seit 430 eine (leicht) abnehmende Tendenz wahrnehme.

In meinem Bekanntenkreis - u.a. Stammtisch Rhein-Main - sind die genannten Modelle (ca. 25 St) alle rot. Bei den 12-Zylindermodellen ist die Farbe rot eher in der Minderheit, die Testarossamodelle mal ausgenommen.

Unsere - aus CP-Mitgliedern entstandene - Gardaseeausfahrt in 2010 bestand aus insgesamt acht 8-Zyl-modellen; ratet mal welche Farbe diese hatten bzw. haben :D

Übrigens finde ich die Frabe rot an Ferraris überhaupt nicht langweilig und sooooo viele sieht man ja auch nicht im täglichen Straßenverkehr. Ich freue mich aber auch über jeden F in einer anderen Farbe, möchte aber (noch ?) nicht tauschen. Schwarz und gelb oder vlt. grau, dunkelblau......:-))!

Grüße

Thomas

cinquevalvole
Geschrieben
Wieso doch nicht gelb?

Gelb hatten die Belgier ihre Rennwagen lackiert.

Die ersten Ferrari waren in einem Rot lackiert, das u.U. etwas dunkler war als das Rosso Bachetta von heute.

(Tipo 125 S)

04-ferrari-125s.jpg

Enzo fuhr zunächst Rennen auf Alfa Romeo.

Auch diese Autos waren so lackiert. Seine Alfa Romeos trugen bereits seitlich das Pferdl auf gelben Grund.

gecko911
Geschrieben

So gehen die Geschmäcker auseinander.

Meiner sollte nicht unbedingt Rot und auf keinen Fall Gelb sein.

Grau, Silber und Blau sind meine Favoriten. :-))!

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      Ich fand ich es viel aufregender in so einer Sardinenschale unterwegs zu sein als im 911 . Allerdings war ich damals der felsenfesten Überzeugung, dass so etwas eben nur Superreichen oder Filmstars vorbehalten war. Damit war das Thema Ferrari für die nächsten 10 Jahre wieder passe….
      Kurze Zeit später habe ich den Führerschein gemacht und daraufhin durfte ich bei einem Bekannten in einem 911 Targa mitfahren. Dieses war auch gut (ich werde es nie vergessen, es roch immer nach Vanille im Auto, da er Pfeifenraucher war) und es hatte mich überzeugt, dass ein offenes Auto die bessere Wahl war, egal ob als Wunsch oder in der Wirklichkeit. Also hatte ich mir 911 Carrera Targa als Fernziel ausgesucht, auch weil es für einen deutschen Schüler mit 50 Mark Taschengeld schon ohnehin hirnrissig war, bei einem arbeitslosen Vater und gerade vollzogener Trennung der Eltern an so etwas wie einen Ferrari zu denken…. !
       
      Es kam der Schulabschluss, dann die Bundeswehr und sofort darauf war ich Azubi. Ich verdiente mein erstes Geld, es war so ca. 480 Mark im Monat.
      Im zweiten Ausbildungsjahr gründete ich bereits eine GbR und das ersparte Geld wurde in das kleine Geschäft gesteckt. Fahrrad fahren war angesagt, das gesparte Geld war wieder investiert, ein Auto im allgemeinen und ein Sportwagen im besonderen war in weite Ferne gerückt.
       
      Zu der Zeit war mein erstes Auto vom Vater, das ich am Wochenende ausführen durfte. Ein silberner Kadett D 1,2 S mit 60 PS, der mich zuverlässig von A nach B brachte. Von 18 bis 25 Jahre hatte ich kein eigenes Auto, steckte alles Geld lieber aufs Sparbuch.
       
      Ich knüpfte also viel Kontakt zu Porschefahrern und habe viele Bilder gemacht. Das war damals ein nich ganz billiges Vergnügen, jeder Abzug kostete Geld……
       
      Eine Abends war ich mit meiner Freundin unterwegs und an einer Disco stand ein Porsche Turbo mit Doppelflügel (dp 935, 345 er Reifen). Dem habe ich einen Zettel unter die Windschutzscheibe geklemmt mit der Aufschrfit „Porsche Fan grüßt Porsche Fahrer“ und meine Telefonnummer. Abends klingelte tatsächlich unser Telefon und so habe ich einen freien Autohändler kennengelernt welcher privat Porsche Turbo fuhr. Für ihn habe ich jeden Samstag kostenlos die Autos gewaschen damit ich irgendwann eine Probefahrt mitmachen konnte. Diese kam dann auch, nach endlosen Monaten war das Auto technisch strassenfertig, rollout finally, Platz nehmen in Recaros, einer Pioneer Stereoanlage, der letzte Schrei der 80er (wie bei den B&B Autos), Samstags mittags, auf einer einsamen Landstrasse, ich sass auf dem Beifahrersutz, dann: anfahren im ersten Gang bis 80 – das war eine Ansage….was ein krasser Unterschied zum braven 60 PS Kadett ……es war klar so ein Ding, doch, ja, klar, einmal im Leben, möchte ich sowas haben, dann würd ich lieber auf etwas anderes dafür verzichten. Das ist bis heute die Lebensmaxime.
       
      1992:
      Ich wurde 25 und verdiente; kaufte mir mein erstes eigenes Auto, einen VW Scirocco 16V in anthrazit. Toller Motor, tolle Sitze, tolle Optik.
      Von dem Auto bin ich heute noch begeistert. Geringer Verbrauch und viel Fahrspass. Lange Fahrten ohne Rückenschmerzen dank Sportsitzen möglich. Damit hatte ich mein erstes „flaches“ Auto. Ein Jahr später, 1993, kam richtig gutes Geld rein, der Betrag war vorhanden für „meinen 911er“, ich wollte unbedingt endlich den 911 und habe den 16V dann leider verkauft – ich Blödmann. Zu der Zeit war ich 26 Jahre alt. Ich hab geheult als der Scirocco abgeholt wurde. Das war wohl schon eine Vorahnung.
       
      Dann kam die Suche nach einem offenen 911, es gab 1993 noch kein Internet. Ich fuhr nach Düsseldorf zu Auto Becker wo man mich von oben herab behandelte. Ich fragte ob neben Ferrari auch Porsche 911 da wäre und die lapidare Antwort war „da oben steht einer“. Das war die erste und einzige Begegnung mit dem Händler…
       
      Ich betrachtete natürlich auch die Ferrari welche ebenerdig in einem Showroom rechts von einer Einfahrt standen. Wenn ich mich recht erinnere, 308 oder 328, Testarossa, F40. Autos, die ich nur von Postern oder Zeitschriften kannte.
       
      Aber da ja alle Bekannten Porsche fuhren und ich nicht das Geld für den Unterhalt hatte (jedesmal nach Düsseldorf tausende DM in dem versnobten Laden lassenm dachte ich, nee kein Bock) schied Ferrari aus, der 308 war zu klein, ich wollte ein Cabrio und der Mondial war nicht unbedingt mein Ding, auch damals eine andere Preisklasse. Den Mondial kannte ich aus dem Madonna Video „Material Girl“. Heute finde ich den Mondi viel viel besser als damals….
       
      Ich wollte einen 911 Turbo 3,3, für mich der Inbegriff von Porsche, angefixt durch die Probefahrt. Der Turbofahrer hat mir mehrmals strikt abgeraten, „nein nein Michael“, sagte er, „mit dem Auto fährst Du dich tot (!), wenn Du noch nie einen Heckmotorwagen hattest, keinen Turbo.“ Ich aber wollte unbedingt den schwarzen Turbo von Sigi, einem Mechaniker. Sigi habe ich dann angerufen. „Verkaufst Du Deinen Turbo? Aber auch er hat nein gesagt, nee verkauf ich nicht. Nun denn. Außerdem wollte ich ja auch lieber offen, also ein Carrera Targa stand auf dem Wunschzettel.
       
      Nach 2 Monaten Suche bei PZ und Zeitungsannoncen (wie gesagt, es gab 1993 kein Internet) fand ich einen 911 durch eine Anzeige in der Rheinischen Post. Er stand in Mülheim a.d.Ruhr. Hingefahren, mit 50000 DM in bar versteckt am Körper und den Kadett natürlich zwei Strassen weiter geparkt – es war mir zu peinlich :-). Nach einer Probefahrt habe ich das Auto gekauft. Dach runter, Julisonne, auf die Autobahn, schmunzeln, stolz sein. Ich hab Porsche, ich hab fertig, am Ziel der Wünsche, dachte ich. Fast zuhause angekommen, in den spiegelnden Scheiben des Möbelhauses nebenan sah ich mich im Porsche sitzen. In meinem Porsche, mit 26 Jahren. Ziel erreicht !
       
      Auf der Fahrt nach Hause herrschte eine Mischung aus Stolz und Desillusion: Endlich ein offenes Auto aber der Unterschied zum Scirocco 16V war nicht so viel wie ich es mir vorgestellt habe. Dafür waren meine Eltern ziemlich stolz. Mein Vater sagte zu meiner Mutter (als er das Auto hörte):“ Da kommt der Porsche!“ und war stolz wie Oskar. Ich fragte ihn "Weisst Du noch wie Du damals sagtest, Porsche sei nur was für Fabrikanten?"
       
      Schnell ein Radio eingebaut, denn ich hatte abends noch ein Date mit einer Dame, bin dann mit dem 911 hingefahren, Reaktion von ihr war “ist das Ding so etwas besonderes?“ Na gut, sagte ich, hole ich mein anderes Auto. Wir dann zu mir, Autos getauscht, mit dem Kadett dann zur Düsseldorfer Kirmes, die Dame war dann recht enttäuscht, wie ich sie so beim Wort nehmen konnte. Ich habe Sie nie wiedergesehen. Man kann durch einfache Dinge auch Menschen kennenlernen.
       
      In einem 12000 Seelen „Kaff“ wie dem unseren mit 26 einen 911 fahren, ergab Neid von einigen Menschen die dachten, ich sei abgehoben oder würde irre verdienen. War mir aber reacht egal.
       
      Das ich, seitdem ich 18 war, 7 Jahre nur ein Fahrrad hatte, nie in Urlaub fuhr, nicht rauchte, nicht trinkte und sparsam lebte, interessierte niemanden außer ein paar Freunde, welche sich mit mir freuten. Ich war zunächst zufrieden, aber der Porsche Motor (217 PS) war nicht so drehfreudig, was also tun?
       
      Zwei Wochen später war ich bei der Firma RUF Automobile in Süddeutschland um etwas mehr Dampf zu haben. Es wurde für 2000 DM etwas lauter und etwas besser von der Gasannahme, aber immer noch nicht gut. Es beschlich mich das Gefühl „never meet your heroes“. Wie mich ein Vector enttäuscht hätte, ich will es lieber nicht wissen.
       
      Es vergingen die Jahre…Porsche fahren hat auch Nachteile, z. B. einer Freundin hatte ich 4000 DM geliehen, nachdem wir Schluss gemacht hatten meinte Sie „warum soll ich das zurückzahlen, Du fährst doch einen Porsche..“…es waren viele interessante Erlebnisse die man rund um ein Auto haben kann, da man immer in eine Schublade gesteckt wird. Nach und nach verschwand der Porsche in der Garage, ich fuhr lieber brave VW’s.
       
      Die Jahre vergingen, wechselnde Einkünfte, und automobil immer noch nicht zufrieden. Eines Tages, so 1998/99 schliesslich hat ein Bekannter einen Ferrari Testarossa leihweise gehabt und mich nach Bitten und Betteln mitgenommen auf eine Probefahrt. Ich wollte mit, ich musste mit ! Nicht etwa wegen Miami Vice, oder so nein, ich wollte einfach wissen, „ist es das?, „wie ist so ein 12 Zylinder?“
       
      Was soll ich sagen, ja ich war begeistert, der Sound, das Leder, die Optik, heftig. Eine Gewalt, egal bei welcher Drehzahl, immer gierig am Gas, neverending atmosphere….ein Druck, ein Gebrüll. Seitdem ist ein Ferrari 12 Zylinder für mich das ultimativ begehrenswerteste das ich mir motorenmässig vorstellen kann. Ergo wäre der F50 mein Kandidat (mhm, obwohl hab ja noch 20 Jahre Zeit ).
       
      Als ich nach der Fahrt wieder in meinem 911er sass, kam ich mir vor wie ein Spiesser in einem Käfer, der zwei Zylinder mehr hat. Ich wurde immer unzufriedener und wusste, der 11er muss weg, er macht mir kein Spass und kostet nur Geld.
       
      Weitere 5-6 Jahre später, trotz Clubtreffen und wohlwollender Worte aus dem Freundes und Bekanntenkreis etc., hab ich ihn dann verkauft und war froh als er weg war. Alle Bekannten und Eltern waren enttäuscht „wieso verkaufst Du das schöne Auto?“ Ich habe es gemacht da ich wusste dass eine finanzielle Durststrecke kam und ich es nicht mehr brauchte. 2005-2006 war zum Abhaken.
       
      Aber einer der kleinen Highlights im Leben kam: Ich durfte mal in einem Vector W 8 sitzen. Das dürfte ein recht exklusives Vergnügen gewesen sein, ich kam mir vor wie der König von Saudi Arabien als ich drinsaß.
       
      2007, 2008, ging es bergauf, kämpfen, nicht aufgeben. Kurz vor knapp riß ich mich zusammen und erinnerte mich an das Motto des ehemaligen Chrysler Chef Lee Iacocca der da sagte "Ein erfolgreicher Mensch hat die Gabe sich selbst zu motivieren".
       
      2009 war wieder Spielraum da und es wurde überlegt. Die Karten wurden neu gemischt. Erst dachte in an Lotus, dann aber war wieder klar, ist zu klein, Ergonomie fehlt usw. Lieber warten und weiter sparen.
       
      Es begann im September 2009; der Gedanke, sich selber zu belohnen, stand im Vordergrund.
      Was aber kann man machen wenn man wenig Zeit hat – was macht Spass, Sinn und behält seinen Wert? Meinen Porsche 911 hatte ich zum selben Kurs verkauft wie ich ihn gekauft hatte – 11 Jahre später.. und ein Auto – mhm gar keine schlechte Idee, einen 1-Tages Urlaub das wäre was…
      Gemäß meiner finanziellen Mittel wurde die Auswahl langsam größer. Anfangs dachte ich an irgendetwas wert beständiges und gleichzeitig bezahlbares. Man landet zwangsläufig bei Porsche. Ok, ein 944 Turbo S könnte es werden. Es kam ein S2 auf den Parkplatz gefahren, welcher einem Bekannten gehörte. „Darf ich mich mal reinsetzen“? fragte ich höflich. Einmal Platz genommen, stieg ich direkt wieder aus. Kein Raumgefühl, kein Flair. Ich ging um den Wagen rum. Von vorne gut, von hinten hat er mir nie gefallen. Ich verspürte null Begeisterung für ein anerkanntes gutes Auto. Der Porsche 944 Turbo, er sprach mich einfach nicht an.
       
      Da ich elf Jahre einen 911 3,2 Carrera gehabt hatte, wollte ich den nie wieder haben. Er strahlte für mich keine Faszination oder Freude mehr aus. Laut und doch nicht souverän klingend, optisch wenig aufregend, nein, nicht mehr in diesem Leben. Aber was war mit 964? Der hat mir früher nie gefallen, schaute bei seiner Präsentation aus wie ein gedoptes 911 G Modell, in letzter Zeit allerdings gefällt er mir immer besser. Die Preise für gute Exemplare sind doppelt so hoch wie bei 944 Turbos, aber wollte ich wieder 911? Ja, der 964 RS, mein Lieblingsporsche, den hätte ich haben wollen, aber der war leider zum Spekulationsobjekt geworden. Was war mit 928S4/GT? Den fand ich reisemäßig erste Sahne, aber das Auto ist so gross – und so alt bin ich nicht. In Holland durfte ich in einem 928GTS Platz nehmen, ich fühlte mich in dem Auto sofort wohl, Raumgrösse, Ergonomie, toll. Aber - Der 928, den ich immer noch mag, fiel schließlich aus dem Raster – ich hatte beschlossen trotz Deutschem Wetter wieder ein offenes Auto zu kaufen.
       
      Das 993 Cabrio – den Gedanken verwarf ich sofort wieder. Ich finde den 993 sehr gelungen, erinnere mich noch an dessen Präsentation im PZ Willich, aber das Cabrio hat diesen komischen Buckel mit dem Verdeckkasten hinten, sah wieder zu sehr nach Beetle aus. Nein, kein 993.
      Wenn Spassauto, dann fährt man es sowieso nur bei schönem Wetter.
       
      Samstags drauf stand ich in Dinslaken bei einem sehr freundlichen Autohändler. Ein blauer Esprit Turbo V8, der einem bekannten Fussballspieler gehörte. Das war für mich sekundär – Fussball war mir egal. Ich bin Leichtathletikfan. Wenn Sport, dann selber machen.
       
      Also Lotus Esprit in Kurzform: Reingesetzt, gestaunt, ausgestiegen. Was war das denn? Ein Patchworkauto? Die Karosserie sah italienisch aus, das Interieur zusammengewürfelt, die Sitzposition für 1,84m ungeeignet, „Sitz“ trifft es nicht, „Auflage“ schon. Ich saß eher auf einer Schaumstoff-Auflage als in einem Sitz. Der rechte Arm ruht angewinkelt auf der Mittelkonsole, man ist fast bemüht zu sagen „ins Auto reingepresst“, mit Spass hatte das nichts zu tun. Es war enttäuschend.
       
      Das Wurzelholzlenkrad fand ich völlig deplaziert. Sorry Lotus, das Auto passt einem Durchschnittseuropäer nicht. Es machte auch keinen hochwertigen Eindruck auf mich.
       
      Der letzte, extrem folgenschwere Satz des Lotus-Verkäufers war
      „der ist getunt, der hängt jeden Ferrari ab“.
      Da hat es klick gemacht: Ferrari ?
       
      Das war immer meine optische Präferenz, die schönsten Autos der Welt, aber doch so teuer-oder?
       
      Ferrari? Was für ein Irrsinn! Was für Superreiche, für Filmstars, horrende Unterhaltskosten! Service für zigtausende Euros?? Das war doch Quatsch, oder? Ich bin doch sonst bescheiden, sparsam, eher introvertiert. Aber das Interesse war entbrannt, und wie. FERRARI FEERRRRAARRRRIII !!! Die bekannteste Sportwagenmarke der Welt!
       
      Also erst einmal in Foren gestöbert, Ferrari Werkstätten abgeklappert, Kontakte geknüpft, Erfahrungen von Besitzern gesammelt. Versicherungsangebote eingeholt, alle möglichen Youtube Videos, US-Webpages, Onlineshops, etc etc abgeklappert um zu umreissen was es bedeutet, kostet und wie aufwendig es ist einen Exoten zu unterhalten.
       
      Da ich in den 308 oder 328 sowieso nicht passe dachte ich an einen 355. Ferrari, ja das hat Stil, das hat Sound, das passt. Ich meldete mich im Carpassion Forum an.
      Seit Oktober 2009 war ich auf der Suche nach einem 348 oder 355.
      Was als Idee begann, war nun denkbar, sowohl finanziell als auch im sozialen Umfeld.
       
      Warum der 348 ? Nun es war ein "Zuhause sein" Gefühl als ich im 348 Platz genommen habe ich wusste, egal was wie und wann der 348 der ist so schön Oldschool wie ich (Bj 1966).
       
      Diese F40 Spiegel, diese Front, dieses Cockpit und vor allem: Die Türen.
      Bei Mobile habe ich dann den Suchbegriff Ferrari / Cabrio eingegeben.
      Da war doch der 355, der kostet ab 50k. Halt stopp was ist das denn, der 348 der sieht ja noch cooler aus und ist etwas preisgünstiger. Kann das was sein? So’n altes Auto? Boah, der hat ja die Testarossa-Türen, Hammer. Was für ein wunderschönes Auto. Den gibt es auch als Cabrio und Targa – geil. Früher hatte ich mich zwischen 308 und 911 für den Porsche entschieden, diesmal waren die Karten neu gemischt. Keine Kompromisse – ich lebe nur einmal.
       
      Bei Youtube fand ich das folgenschwere Video mit einem Test des 348 von Top Gear mit Jeremy Clarkson namens „Old Top Gear Ferrari 348“. In diesem fragt er bei 0:38 Minuten einige Passanten: „If i would give you unlimited amount of money, which car would you buy?“
       
      Die Antwort werde ich nie vergessen:
      -“FERRARI, no doubt about it”
       
      Ich war elektrisiert in dem Moment als ich das Video sah. Die Leute hatten ja Recht.
      Am besten bilde ich mir mal eine eigene Meinung über die Autos. Also frisch drauflos, wir suchen einen 348 oder 355 – wenn es geht offen.
      Fleissig mitlesen bei Carpassion, auf englischen Seiten, Testberichte und und und…..
       
      Alleine bei Carpassion ist man beim Thema 348 Technik ja abendfüllend…
      Worauf muss man achten, womit muss man leben?
       
      Die Welt des Internets ist gross...
      Viele Kontakte wurden nun geknüpft, zu Ferrari Werkstätten, Foren, Ferrarifahrern. Worauf zu achten ist, viel gelesen zb. AStrauß Lobeshymne an den 348 hier bei Carpassion.
      Ein Jahr lang dauerte die Suche, 11 Autos angeschaut. Tausende km gefahren. Eines Tages kam ich durch einen Tip zu einem 348 der in einem Forum inseriert war.
       
      Meinen Freund, auch Mechaniker, angerufen : Ich habe einen 348 in Wesel, den möchte ich mir angucken, hast am Mittwoch Abend Zeit? Er hatte. Zu zweit fühlte ich mich sicherer. Es passte beängstigend perfekt zusammen. Ich musste mich entscheiden; wenn der Wagen gut war, wovon auszugehen war, wollte ich tatsächlich einen Ferrari kaufen?
       
      Danach habe ich auf den Mittwoch gewartet. Bei Youtube war ich, wie so oft abends, 348 Videos schauen. Da fällt mir „mein“ Auto bei youtube über die Füße. Das Kennzeichen, das kenne ich doch – das glaube ich jetzt nicht ! ! Da fährt mein evtl. zukünftiges Auto durchs Bild, ich sehe den Fahrer und seine Frau auf meinem Bildschirm bevor ich das Auto zwecks Probefahrt sehe. Das gibt es doch nicht !!! Das kann jetzt nicht sein? Deja vu?
      Es stellte sich heraus das der Besitzer mitbekommen hatte, das ein ferraribegeisterter Radfahrer sein Auto filmte als er mit seiner Frau Essen fuhr. Das Video sah er dann zum ersten Mal, als wir nach der Probefahrt bei Ihm im Büro saßen...
       
      Wir fuhren hin, das Auto stand auch real wirklich gut da, zudem in einer trockenen Halle, es sprang sofort an, die anschließende Probefahrt war der Hammer. Leistung-top. Gasannahme-sehr gut. Kupplung-sehr gut. Bremse-gut bis sehr gut. Schaltung: der beste 348 den ich gefahren habe. Lenkung: super, die beste Lenkung die ich an einem 348 gesehen habe. Ich hatte ein Kribbeln in den Fingern, ich wusste, die Entscheidung die ich in 25 Jahren nie treffen musste, sie stand bevor.
       
      Mein Mechaniker durfte auch fahren; auch er meinte „wirklich gut, wenig Spielraum zum Verhandeln.“
      Der Gedanke schoss mir durchs Gehirn:
      *Michael, wenn Du den nicht nimmst, brauchst Du nie mehr nach einem 348 zu suchen*.
       
      Will ich mir wirklich einen Ferrari kaufen? Ich habe mir dann alle Unterlagen angesehen, es war so wie man es sich wünscht. Ich bat mir 24h Bedenkzeit aus. Ich schlief lediglich 3 Stunden. Ich war völlig durcheinander und aufgedreht. Ich wusste nicht, was ich machen sollte.
      Ich habe zig Freunde angerufen, habe gefragt, was meint ihr?
       
      Alle, auch die Frau meines Ex Chefs meinten…….:“ wenn Du Spass dran hast und Dir es leisten kannst, kauf ihn.“
      Schliesslich habe ich den Verkäufer spät abends angerufen (wörtlich zitiert!):
      „Hallo Herr B., ich hatte ja versprochen, das ich mich heute bei Ihnen melde. Ich hab‘s mir überlegt, das Auto ist völliger Schwachsinn, man kann damit nichts machen, so was braucht niemand, ……..aber ich möchte ihn trotzdem haben 🙂.“
       
      Wir haben uns dann geeinigt und ich bekam den Wagen dann gebracht, geputzt und vollgetankt.
      Das Auto wurde natürlich bar bezahlt.
      Nachdem der Ferrari am 30. September 2010 in der Garage stand, habe ich erstmal ein paar Tage gebraucht mich zu freuen, zu neu war das Gefühl, das ist jetzt deiner !! Unfassbar. Nach 3 Wochen war zunächst das gute Wetter vorbei und dieses Jahr ist nun die erste richtige Saison für mich. Nun ist er eigentlich nicht mehr wegzudenken aus meinem Leben, der 348. Ich hab endlich Spass mit einem Auto. Ich brauch ihn nicht mal zu fahren, kann mich an dem Design nicht sattsehen. Putzen, gucken, reinsetzen, riechen. Ich frage mich warum nicht mehr Menschen einen kaufen, er ist auf jeden Fall mein Antidepressiva :-).
       
      Wenn das noch Jahre so weiter geht, kauf ich noch einen oder zwei oder drei.
      Ich kann mir eins nicht vorstellen: Das ich nochmal eine andere Marke finde die mir optisch und akustisch so gefällt, wie Ferrari.
      Auch wenn ich 25 Jahre gebraucht hab - Ich hab (m)einen Ferrari.
       
      Ich bin zwar erst 1000km mit ihm gefahren, aber die Begeisterung ist schon da wenn ich dran denke, das ich einen hab – bescheuert aber egal.
      Am liebsten fahre ich übrigens Fahrrad. Das war schon immer so. Das habe ich beim schönen Wetter heute wieder gemacht.
      Autos gibt es viele. Schöne, schnelle, gute, teure, exclusive. Aber es gibt nur eine Marke die passt. Es gibt für mich keinen schöneren Sound und kein ästhetischeres Auto.
       
      Danke, Enzo Ferrari.
    • Künftig werde ich von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen bei der Hege & Pflege des sich neuerdings in meiner Obhut befindlichen Ferrari 400GT erzählen.
      Nach Rücksprache mit Roland wird dieser Fortsetzungsroman in Form eines CP-Blogs veröffentlicht.
      Zur Einleitung des Blogs geht es hier entlang:
       
        Und der erste Blogbeitrag ist direkt hier zu finden:
        Dieser Thread hier soll dagegen für Kommentare, Rückfragen und allfällige Debatten genutzt werden, ich werde hier auch immer auf neue Blogbeiträge hinweisen.
      So bliebe einerseits die "zusammenhängende Story" im Blog ohne Unterbrechung gewahrt, andererseits steht ein Ort für Kommentare etc. zur Verfügung, auf die ich mich sehr freue!
    • Guten Tag die CP-User


      Ich habe wieder einmal ein kleines Problem. Ich habe ja meinen Stossfänger beim Lackierer. Nun die Frage wo ist der Farbcode...


      Im Service Heft auf der ersten Seite steht drauf:
      Lack-Code Gris (franz. grau) Titan 32.38


      Leider kann der Lackierer damit nix anfangen. Könnt Ihr mir weiterhelfen? Sonst werde ich ein Telefonat am Montag machen zur Ferrari Werkstatt.


      Vielen Dank
    • Wie ich finde, ein echter Hammer... 👍👍👍











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