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Marc W.

993 Speedster Registry

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Stig
Geschrieben

Seeeeehr interessant!!! :-))! Vielen Dank für diese Informationen! Speziell Nr. 6 mit den GT2-Räder sieht ja sensationell aus!

Was wohl für einen Speedster Umbau alles nötig ist?

Graunase
Geschrieben

Ich habe vor einigen Wochen hier unten, südlich Freiburg/Brsg. einen Speedster gesehen. Ich meine auf 993 Basis, kann mich aber täuschen. Schwarz mit rotem Leder; rotes 06-Händlerkennzeichen, am Steuer Bernd Feistle von BF Sportwagen. Nummerunterlage immerhin vom PZ Freiburg. Ein optisch top gepflegtes Fahrzeug.

Mitchi_S
Geschrieben

Marc, mich würde es freuen, wenn du noch mehr Informationen zu Nummer 21 hättest. Finde den 993 GT2 Evo als Rennversion sehr interessant und bin auch sehr gut in das Thema eingefasst, doch dieser Speedster-GT2-Rennwagen ist mir komplett neu.

Marc W.
Geschrieben

Hallo Oliver,

ein sehr schöner erster Beitrag, vielen Dank! :-))!

Dennoch muß ich Dich ein wenig enttäuschen, der Erste ist ein normales 993 Cabrio mit angespachtelten Kotflügeln und zumindest einem Speedster-Verdeck-Deckel. Die Türen und vor allem die Windschutzscheibe sind nach wie vor vom Cabrio. Der Zweite ist eine 993 Rennversion, auch hier einnert in erster Linie nur der Verdeck-Deckel an einen Speedster, alle anderen Details fehlen. Natürlich kann man so ein Auto auch Speedster nennen, aber vom Original ist er meiner Meinung zu weit weg, das komplette Weglassen der Windschutzscheibe und der Verdeck-Deckel alleine machen noch keinen Speedster. Der Dritte ist ein ganz normaler, serienmäßiger, wenn auch sehr schöner 964 Speedster.

Dennoch kannte ich alle drei Autos bislang noch nicht!

@ Mitchi_S, zu der Nr. 21 habe ich noch ein paar mehr Bilder (inkl. dem derzeitigen Dekor), vielleicht sogar noch eine Quellen-Angabe, ich suche mal. :wink:

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Stig
Geschrieben

Ich frag mich, was als Basis für einen Speedster-Umbau am besten taugt. Ist es das Cabrio (wäre logisch), das Coupé oder der Targa wie bei Nr. 7, welcher bei Freisinger zum Verkauf steht. Leider steht im Inserat nicht, ob es sich dabei um ein Unfallwagen handelte.

Marc W.
Geschrieben

Das Grund-Chassis vom Cabrio und Targa ist ja identisch, insofern wäre das technisch egal. Da vom Cabrio aber mehr verfügbar sind, wird das wohl immer die erste Wahl bleiben.

Wenn man den turbo-Look ohnehin bevorzugt, könnte man auch einen 2S oder sogar 4S nehmen, die Blecharbeiten werden dann nur noch umfangreicher, neben den Speedster-spezifischen Details, muß man dann auch noch die Cabrio-Verstärkungen einbauen. Ob das eine Abkürzung oder gar der bessere Weg ist, wage ich zu bezweifeln...

Marc W.
Geschrieben

So, fangen wir mal an mit dem einzigen 100%igem Original, der Nr.1.

Wie schon im Start-Thread geschrieben, hat das Werk dieses Auto Ferdinand Alexander Porsche 1995 zu seinem 60. Geburtstag als Unikat gebaut und geschenkt. Somit ist es das einzige Auto, welches das Werk von Beginn an als Speedster verlassen hat und den Typen-Code 993 830 zurecht trägt. Butzi Porsche (Spitzname von Ferdinand Alexander) hat dieses Auto mehr oder weniger regelmäßig bewegt, bzw. bewegt ihn hoffentlich noch, es hat von Beginn an, bis heute die Zulassungsnummer S FP 222.

Video von seinem 70. Geburtstag 2005:

 

Das Auto ist einer der ganz wenigen schmalen 993 Speedster, die meisten Umbauten wurden auf Grund des Umfangs der Maßnahme gleich auf turbo-Look umgebaut, dieses Fahrzeug allerdings nicht, was die Einzigartigkeit noch steigert. Auch die Kombination aus grünem Lack, braunem Leder mit Wurzelholz, einem grauen Verdeck und einem Automatik-Getriebe wurde bislang nicht mal ansatzweise kopiert. Die turbo-Sitze und die RS-Türtafeln (hier mit Taschen) findet man hingegen häufiger.

Im Frühjahr 2011 gab es im Porsche-Museum eine Sonderausstellung zum 25. jährigem Jubiläum von der Porsche-Exklusive-Abteilung. Zu diesem Anlass war auch dieser 993 Speedster eines der Exponate und konnte aus nächster Nähe betrachtet werden.

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Floyd
Geschrieben
Der Dritte ist ein ganz normaler, serienmäßiger, wenn auch sehr schöner 964 Speedster.

So 'serienmäßig' ist der aber gar nicht, darum wohl auch die Verwechslung für den 'Nichtkenner' und die Bezeichnung '993' im Inserat. Das ist nämlich der Vorgänger des 993 Speedster von Jerry Seinfeld. Dieser hatte seinen 964 Speedster mit 3,8 L Motor aus dem 993 RS geordert.

Leider sind die ursprünglichen RS-Sitzschalen anscheinend vorher solo verkauft worden... von wem und warum auch immer.

So, damit auch mal mein erster Beitrag.

Unbekannterweise gratuliere auch ich zum 993 Speedster – auch wenn mein Herz mehr am Turbo hängt. Habe die Geschichte vom Turbo schon gerne verfolgt und heute tatsächlich per Zufall über das Thema Speedster wieder mal hier gelandet. Danke dafür!

Z0RR0
Geschrieben

Sehr spannend! :-))!

Das Auto ist einer der ganz wenigen schmalen 993 Speedster, die meisten Umbauten wurden auf Grund des Umfangs der Maßnahme gleich auf turbo-Look umgebaut, dieses Fahrzeug allerdings nicht, was die Einzigartigkeit noch steigert.

Gibt es dafür irgendeinen (technischen) Grund oder gefällt die breite Karosserie vielen einfach besser? Ich hätte jetzt gedacht, dass man sich bei so einem Auto eher am Original orientiert.

Marc W.
Geschrieben

Hallo Floyd, herzlich willkommen brauche ich da wohl nicht mehr sagen... :D

Vielen Dank auf jeden Fall für diese Information, ich wußte, daß Jerry Seinfeld vorher einen 964er Speedster hatte und dieser verkauft wurde. Ich wußte aber nicht, daß dieser Wagen einen 3,8er 993-Motor hat und es das abgebildete Fahrzeug ist. :-))!

Es freut mich aber extrem, daß man mit solchen Themen bislang passive Mitleser doch zum ersten Posting motivieren kann. Alleine das ist es schon wert einen solchen Thread zu pflegen.

BruNei_carFRe@K
Geschrieben

Wirklich ein toller Thread, Nummer 7 habe ich vor ein paar Wochen noch öfter mal in Paderborn gesehen, mit rotem Kennzeichen und PB-Nummer.

Marc W.
Geschrieben

Gibt es dafür irgendeinen (technischen) Grund oder gefällt die breite Karosserie vielen einfach besser? Ich hätte jetzt gedacht, dass man sich bei so einem Auto eher am Original orientiert.

Nein, nicht wirklich, theoretisch könnte man mit der breiteren Spur erstens breitere Reifen montieren und zweitens mehr Traktion, sowie höhere Querbeschleunigungswerte erzielen. Das dürfte in der Praxis bei den straßenzugelassenen Speedstern aber sekundär sein, tatsächlich handelt man sich durch die größere Stirnfläche eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit ein.

Fazit, der turbo-Look trifft offensichtlich eher den persönlichen, rein optischen Geschmack der 993-Speedster-Gemeinschaft. Einen technischen Grund gibt es dafür nicht.

stelli
Geschrieben

Die Nr. 7 finde ich nicht so ansprechend. Durch die neuen Schalensitze und die Felgen wirkt er zu verbastelt. Aber das kann man ja ändern. :D

Da finde ich die Lösung von Nr. 6 sehr viel besser. :wink:

Artegafreak
Geschrieben

Gestern Nachmittag stand ein schwarzer vor der Apotheke in Bad Nauheim, wenn ich gewusst haette, dass das so eine Rarität ist, hätte ich ein Foto davon gemacht...

Ich halte in den nächsten Tagen mal die Augen und Ohren offen.

Floyd
Geschrieben
Hallo Floyd, herzlich willkommen brauche ich da wohl nicht mehr sagen... :D

Es freut mich aber extrem, daß man mit solchen Themen bislang passive Mitleser doch zum ersten Posting motivieren kann. Alleine das ist es schon wert einen solchen Thread zu pflegen.

Ich halte es nach dem Motto: Lieber mal die Klappe halten, wenn man nichts beizutragen hat. Da ich mich nicht Kenner oder Spezialist nennen möchte, grätsche ich erst rein, wenn's dazu beiträgt, weiter Verwirrung zu stiften.

Ich gebe aber zu, wenn man das 'erste Mal' hinter sich hat, fallen die Hemmungen in der Folge schneller weg...

O:-)

Marc W.
Geschrieben
Gestern Nachmittag stand ein schwarzer vor der Apotheke in Bad Nauheim, wenn ich gewusst haette, dass das so eine Rarität ist, hätte ich ein Foto davon gemacht...

Oh, das könnte der aus München sein (Nr.9), der im Frühjahr verkauft wurde! Bis jetzt ist mir nur dieser eine in der Farbe schwarz bekannt. Kannst Du Dich noch an Details erinnern, turbo-Sitze, die falschen turboS Lufteinlässe mit den GolfIII Neblis?

Marc W.
Geschrieben

Nr. 15 ist aus der Liste raus. Bei diesem Fahrzeug handelt es sich nach wie vor um einen 964, einzig die Türgriffe und die Sitze stammen von einem 993, davon habe ich mich bei den Detailaufnahmen verleiten lassen. Das Auto gehört einem bekannten, amerikanischen Porsche-Verwerter (LA Porsche Disamantlers).

Ich lasse die Nr. 15 dennoch als Platzhalter in der Liste, da ansonsten die nachfolgenden Fahrzeuge in der Nummerierung verrutschen und sich inzwischen schon einige Leute auf die Nummerierungen beziehen. Effektiv sind es nach derzeitigem Stand aber nur noch 22 Fahrzeuge.

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Marc W.
Geschrieben

Ich wußte es, wenn ich diese Liste veröffentliche, wird es noch Veränderungen geben... :D

Ist auch irgendwie logisch, viele Augen sehen und finden mehr, als meine zwei. In diesem Fall einen 993 Speedster auf G Modell Basis, die laufende Nummer 24 und somit sind es effektiv wieder 23 Stück. :wink:

Andy962
Geschrieben

Zur 16.)

Hier ein Auszug aus der Verkaufsbeschreibung. Das erklärt auch warum man das Fahrzeug noch nie ohne Dach gesehen hat.

Grundmodell 964 RS Bj. 91. Ende 1993 wurde das durch einen Unfall beschädigte Auto von Porscheentwicklungsingenieuren aus Weissach zum Speedster umgebaut...

....Der Auf-bzw. Umbau umfasste folgende Arbeiten: Instandsetzen der verunfallten Karosse und gleichzeitigem Umbau auf Modell 993 mit Originalteilen.Entfernen des Daches und Umbau auf Speedster nach Werksvorgaben.Anpassen und feste Montage eines angelieferten Hardtop aus Kevlar-Carbon. Konstruieren und Einbauen eines Überrollkäfigs durch die Firma Matter GmbH.

Der Umbau war im Frühjahr 1994 beendet.

1996 wurde die Karosse aerodynamisch weiter verbessert. Einbau eines Heckspoilers (Prototyp für 993 Turbo ohne hochgezogene seitliche Kanten) Frontspoiler GT2. 18 Zoll Speedline mit Distanzscheiben. Spezielle Auspuffanlage mit 2 Endrohren. 2001 wurde folgende Modifikationen vorgenommen: stärkerer Motor 3,8 Liter 400 Nm (siehe Leistungsdiagramm) und ein 6-Gang Getriebe (neu). Hinterachsschwingen vom Turbo. Dadurch können die Speedlineräder an der Hinterachse ohne Distanzringe montiert werden.Radhäuser vorn und hinten geweitet.Einbau Domstrebe vorn.Komplette Auspuffanlage von Cargraghic mit Wärmetauschern aus Edelstahl.Momo Sportlenkrad geschüsselt

Gruss, Andreas

Felix
Geschrieben
So, fangen wir mal an mit dem einzigen 100%igem Original, der Nr.1.

Wie schon im Start-Thread geschrieben, hat das Werk dieses Auto Ferdinand Alexander Porsche 1995 zu seinem 60. Geburtstag als Unikat gebaut und geschenkt...

Ein toller und sehr spannender Thread!

Marc, als Hundebesitzer wirst du dich bestimmt über das Foto von Butzi und seiner Dachsbracke gefreut haben. Darf dein Dicker denn auch mitfahren?

Gruß,

Felix

Floyd
Geschrieben

Zur Nr. 17:

Soweit ich das richtig verstanden habe, gibt es (partiell belegbare) Hinweise, dass es sich bei diesem Fahrzeug um einen schmalen Umbau eines echten 964 Speedster handelt, der unter großer Mitarbeit von Porsche(-Mitarbeitern) entstanden ist, und zwar noch vor FPs Speedster (Nr. 1), d.h. 1994 - was auch bedeutet, dass ein gerade vom Band gelaufener 964er genommen wurde - und somit als Vorbild für Nr. 1 gedient haben könnte. Es gibt auch Bilder mit den Originalfelgen.

UNLIMITED REVOS
Geschrieben

Hi,

da sind wirklich schöne Fahrzeuge bei, hast dir da ja einiges an Arbeit angetan mit deiner Liste ;D

Bei der Nummer 13 hab ich im Kopf, dass der in Düsseldorf abgebrannt ist als er beim Händler stand, weiß aber nicht genau ob ich da was verwechsle.

Floyd
Geschrieben

Da bin ich jetzt ja angefixt... :D

Nr. 11

Wurde nach Ungarn verkauft und wird offensichtlich nun auch von 9m in England fertiggestellt/umgebaut. Soll Carrera-Weiß werden.

Nr. 18

Ist keine Doppelnennung. Basiert lt. früherer Verkaufsbeschreibung auf 964 Bj. 1990, andere Rückleuchten, andere Abdeckung, kein Schriftzug im Vergl. zu Nr. 17.

Nr. 23

Ist das der gleiche, eventuell nur früher?

http://stephancarrosserie.pagesperso-orange.fr/speedster.htm

Andere Felgen, (noch) keine Lufteinlässe, keine Scheinwerferdüse.

Das wäre dann Nr. 25:

Basierend auf 964, ohne Deckel, ohne Verdeck (lt. Innenaufnahmen), also nur Hardtop – ähnlich wie Nr. 16.

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      Wichtig ist, daß man den schweizer Fahrzeugausweis vom Verkäufer mitbekommt, diesen benötigt man für die Vollabnahme in Deutschalnd.
      In meinem Fall hatte ich deutsche, rote Nummern dabei. Damit bewegt man sich in der Schweiz im Graubereich, bis jetzt habe ich noch keine offiziellen Informationen gefunden, ob man damit in der Schweiz fahren darf, oder nicht. Auf Anfrage bei der schweizer Polizei wurde mir allerdings mündlich gesagt, daß es tolleriert wird, wenn man auf dem kürzesten Weg ausreist.
       
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      Hierfür benötigt man doch so einige Dokumente. Meine Empfehlung ist, sich hier auf Profis zu verlassen, die soetwas regelmäßig vorbereiten. In meinem Fall war das die Spedition Frederick & Stähli direkt am Grenzübergang in Kreuzlingen/Konstanz. Diese hat folgende Dokumente vorbereitet:
      Ausfuhrbescheinigung Einfuhrbescheinigung Warenverkehrsbescheinigung EUR 1 Unbedenklichkeitsbescheinigung  
      Für diese Vorbereitung sollte man ca. 1 Stunde einkalkulieren. Die Dienstleistung kostet EUR 90. Ein Doppel der Ausfuhrbescheinigung hat die Spedition direkt dem Verkäufer zugeschickt, damit er bei seinem schweizer Finanzamt einen Nachweis hat, warum er das Auto netto verkauft hat.
      Ein besonders Augenmerk gilt hier der Warenverkehrsbescheinigung, dies dient als Nachweis, daß der Ursprungsstaat auch gleich dem Bestimmungsstaat ist (in diesem Fall Deutschland). Nur mit dieser Bescheinigung und dem Nachweis, daß man ein deutsches Produkt wieder nach Deutschland einführt braucht man keinen Zoll (10%) bezahlen. Früher mußte man sich die Warenverkehrsbescheinigung von dem jeweiligen Hersteller besorgen (dauerte teilweise Wochen), inzwischen konnte die Spedition dies auch online und augenblicklich abfragen. Eine böse Falle ist z.B., wenn man sich einen Mercedes ML in der Schweiz kauft. Der ML ist zwar von einem deutschen Hersteller, wird aber in den USA produziert, ergo muß man 10% Zoll zahlen, weil man eben keine Warenverkehrsbescheinigung EUR 1 für dieses Auto bekommt.
       
      4. Export aus der Schweiz:
      Wenn man nun alle Dokumente zusammen hat, geht man in das Zoll-Abfertigungsgebäude. Dort gibt es schweizer Export-Schalter und Deutsche-Importschalter. Als erstes muß man das Auto logischer Weise exportieren. Das geht sehr schnell, dauert ca. 5 Minuten und ist unkompliziert.
       
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      In meinem Fall mußte es die Vollabnahme gem. §21 sein, hierfür sollte man sich vorbereiten und z.B. alle Gutachten für Besonderheiten (z.B. Abgasanlage) zur Hand haben, hatte ich aber auch nur in Kopie. Eigentlich gilt am besten, immer alle Unterlagen mit nehmen, die sich bislang gesammelt haben!
       
      7. Vollabnahme beim deutschen TÜV:
      Dies entspricht eigentlich einer normalen TÜV-Prüfung, mit dem Unterschied, daß ein besonderes Augenmerk auf die Fahrgestellnummer gelegt wird und der TÜV-Ing. ein Gutachten anfertigt, was wie in den Fahrzeugpapieren zu stehen hat. Wenn man gerade beim TÜV ist, sollte man auch gleich eine Abgas-Untersuchung (AU) machen lassen, die benötigt man nämlich logischer Wiese auch für die deutsche Zulassung.
       
      8. Zulassung bei der Zulassungsstelle:
      Auch hier gilt wieder, alles mit nehmen, was man inzwischen an Dokumenten gesammelt hat. Die Zulassungsstelle hat so ziemlich alles eingescannt, den schweizer Fahrzeugausweis, die Exportbescheinigung, die Importbescheinigung, die Quittung über die gezahlte EUSt., die Unbedenklichkeitsbescheinigung inkl. Siegel, das Gutachten des TÜVs und die AU-Bescheinigung.
      Früher mußte man für eine solche Zulassung beim Kraftfahrtbundesamt noch eine zweite Unbedenklichkeitsbescheinigung anfordern, die dazu dient, nachzuweisen, daß das Auto nicht als gestohlen gemeldet ist. Alleine dies hat teilweise Wochen gedauert. Seit 01. März 2007 kann zumindest unsere Zulassungsstelle dies online abfragen! Noch ein kleines Detail, ab dem 01. Mai 2007 kann man nur noch ein Auto zulassen, wenn man in das Lastschrifteinzugsverfahren für die Kfz-Steuer einwilligt!
       
      DAS WARS!!! Herzlichen Glückwunsch zum schweizer Porsche mit deutscher Zulassung!
    • Bottema
      Auf Youtube gibt es zwei Videos zum Frühlingsfest 2019.
       
      Es ist dort bei D&M ein weißer Speedster mit Klappdeckel ausgestellt.
      Weiß jemand etwas darüber?
       
       

    • porsche.fan
      Moin zusammen,

      in letzter Zeit tauchen immer mal wieder Bilder von 997 Speedstern auf, die nicht im "einheits weiß oder blau" lackiert sind...




      Meine Frage: Sind das original Porsche PTS ("paint to sample") oder nachträglich lackierte/foilierte Fahrzeuge.

      Und gleich noch eine hinterher: Gab es das sogar beim Sport Classic? Da wären mir keine anderen Farben bekannt?

      Gruß
      Tobi

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