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Felix

Audi mit neuem Wankel-Motor

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Felix
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Da habe ich doch heute morgen nicht schlecht gestaunt, als ich diese Schlagzeile las. Denn Audi arbeitet wohl intensiv an einem kleinen Wankel für den Elektro-A1. Zwar "nur" als Range-Extender aber anscheinend entgegen den Vorstellungen Volkswagens.

Quelle: http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:comeback-des-wankelmotors-audi-rebelliert-gegen-volkswagen/50210777.html

Der Wankelmotor soll ja sehr ruhig laufen, aber ist die Konstruktion nicht eher ineffektiv gegenüber anderen Motoren?

Grüße,

Felix

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TT Roadster Driver
Geschrieben

Wundert mich jetzt auch, im Mazda RX8 ist der Öl- und Spritverbrauch enorm. Aber vielleicht fällt das bei einem Range Extender nicht so ins Gewicht, da er ja nur in dem Fall läuft, dass die Batterie keinen Saft mehr hat, oder irre ich mich da?

Außerdem dürften die Drehzahlen beim Range Extender moderater ausfallen, als beim RX8. Ich bin gespannt!

Gruß

Alex

Marc W.
Geschrieben

Die Drehzahl dürfte in der Tat das Geheimnis sein.

Ein Range Extender erzeugt ja nur Strom und ist somit kein direktes Antriebsaggregat, dafür wird die optimale Drehzahl gehalten, Drehzahl und Lastschwankungen gibt es dann aber nicht mehr. Somit wird die Konstruktion, die Langlebigkeit und die Effizienz deutlich besser und einfacher. Hier dürfte ein Wankelmotor dann tatsächlich endlich mal seine Vorteile - die er auf dem Papier ja definitiv hat - ausspielen.

JayOne
Geschrieben

Wie schon geschrieben, wenn die Drehzahl niedrig gehalten wird, ist der "Wankel" (es ist in dem Sinne ja eigentlich eher ein Rotationskolbenmotor) sehr effektiv bei geringer Baugröße und niedrigem Gewicht.

assmann
Geschrieben

Finde das Konzept sehr interessant. GM/Opel gehen ja mit dem Volt einen ähnlichen Weg. Habe gerade mal gegooglet und in einem Focusartikel gelesen, dass der Volt einen Durchschnittsverbrauch von 1,6l haben soll.

Ich finde diesen Weg eigentlich, aus meiner Laiensicht, besser als die "normalen" Hybridsysteme.

Warum wird dieser Weg nicht von mehr Herstellern verfolgt? Technisch dürfte dies ja kein großes Problem sein, oder?

Wie steht es denn um die Kosten? Der Chevrolet Volt wird ja wohl irgendwas um die 35.000€ - 40.000€ kosten, was ja nicht unbedingt wenig ist.

PoxiPower
Geschrieben (bearbeitet)
Ich finde diesen Weg eigentlich, aus meiner Laiensicht, besser als die "normalen" Hybridsysteme.

Warum wird dieser Weg nicht von mehr Herstellern verfolgt? Technisch dürfte dies ja kein großes Problem sein, oder?

Wie steht es denn um die Kosten? Der Chevrolet Volt wird ja wohl irgendwas um die 35.000€ - 40.000€ kosten, was ja nicht unbedingt wenig ist.

In der Tat. Meiner bescheidenen Meinung nach wird sich diese Technik, außerhalb von reinen Stadtfahrzeugen durchsetzen. Dann aber hoffentlich mit ansehnlicheren Autos als dem Volt / Ampera, die zu dem Preis ohnehin eher als Image-Lokomotiven oder Firmen-Werbefahrzeuge taugen.

Warum Audi mit dem Wankel experimentiert, würde mich auch interessieren. Da ich davon ausgehe, dass die da wissen was sie tun, wird es sicher handfeste Gründe dafür geben. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Wankel besser wird als beim konzerninternen Opa, dem Ro 80 :wink:.

Was mir aber allgemein als Selbstschrauber zu denken gibt ist die Komplexität solcher Antriebe. Neben vollständigem Elektroantrieb auch Verbrennungstechnik mit kompliziertem Zusammenspiel zwischen beiden. Wer das im Falle eines Defektes noch beherrschen will, benötigt wahrscheinlich gleich mehrere Studienabschlüsse...

bearbeitet von PoxiPower
zu doof für deutsche Sprache
Marc W.
Geschrieben

Ein Grund könnte die Bauform sein. Ein Wankelmotor baut sehr flach, daher kann man diese Maschine an Stellen (doppelter Boden, Reserveradwanne) unterbringen, wo ein normaler Kolbenmotor nicht hinpaßt.

FutureBreeze
Geschrieben

ein weiterer Vorteil dürfte sein, dass der Wankelmotor direkt mit der Generatordrehzahl betrieben werden kann, die am günstigsten für die Batterieladung ist.

Und auf diese Drehzahl kann der Wankelmotor dann exact ausgelegt werden und somit dem HKM schon Konkurrenz bzgl. des Wirkungsgrades machen ;-)

Ausserdem ist eine spätere Umrüstung auf Wasserstoff sehr einfach möglich, da das Frischgas(Knallgas) beim Einlass nie mit heißen teilen in Verbindung kämen welche eine frühzeitige Zündung verursachen würden wo es beim Hubkolbenmotor im Wasserstoff Betrieb immer zu problemen kommt!

Felix
Geschrieben (bearbeitet)

Der Vergleich mit dem Chevrolet Volt ist ganz interessant. Ich konnte ein paar Infos finden:

chevrolet-volt-benziner.jpg

Der Chevrolet Volt mit einem 3 Zylinder Turbomotor für den Range Extender. Da der Generator immer nur mit hoher Last läuft entfällt der Vorteil des Diesels im Teillastbereich.

Finde ich ganz interessant. Aber trotzdem kann ich mir schwer vorstellen, dass ein Wankel annähernd so effizient ist wie aktuelle Turbo-Motoren. Vor allem das geringe Drehmoment (z.B. RX8 ) widerspricht doch eigentlich dem Konzept eines Elektro-Autos?!

Obwohl ich Stromgeneratoren (ein Range-Extender ist ja nicht anderes) eigentlich nur vom Camping her kenne. Die waren immer laut, stinkend und idR nur auf Festivals zu ertragen wenn damit eine noch lautere Musikanlage betrieben wurde.

Das man einen Wankel kompakter bauen kann macht aber eigentlich nur Sinn, wenn das ganze Fahrzeugkonzept drauf abgestimmt ist. Beim A1 wäre sicherlich genug Platz für einen konventionellen Motor, anders könnte es bei dem VW up! aussehen.

Gruß,

Felix

bearbeitet von Felix
JayOne
Geschrieben

Hmm, aber es ist doch so, dass mit der hohen Last eine hohe Drehzahl gebraucht wird, was beim turbo Motor für einen hohen Verbrauch führt.

Da wäre doch wieder ein größerer Sauger sparsamer oder nicht?

Grüße

floater
Geschrieben

Wankelmotor als RE ist mehr oder weniger das beste was es gibt. Die Nachteile des Wankelmotors sind beim RE nur nicht wirklich wichtig, wie z.B. höherer Verbrauch. Und die Vorteile sind dafür wichtig beim RE. Allein der NVH Vorteil ist enorm.

TB!
Geschrieben

Als Generator-Antrieb ist so ein Wankel-Motörchen eine nette Lösung. Überhaupt macht ein Verbrennungsmotor in einem E-Auto Sinn: Spätestens in der Heizperiode wird man die knappe Batteriekapazität nicht zum Heizen des Innenraumes verwenden wollen, also bleibt es beim guten alten chemischen Energiespeicher ... und statt den wertvollen Saft einfach zu verbrennen, kann man ja auch gleich noch etwas mechanische Energie da rausholen.

Ich vermute aber, dass eine Gasturbine als kleiner, leichter Range Extender noch mehr Sinn macht. Die baut meines Wissens noch etwas kompakter und ist bei gleicher Auslegung langlebiger als jeder Hubkolbenmotor und erst recht als jeder Wankelmotor. Sie hat sich gegenüber den Kolbenmotoren im Auto ja nur wegen ihres schlechten Lastwechselverhaltens nicht durchgesetzt ... was für den Antrieb eines Generators keine Rolle spielt.

TB!
Geschrieben

Klar ist die Gasturbine eine alte Technologie ... aber im KFZ hat sie sich aus dem von mir genannten Grund als direkter Antrieb nicht durchsetzen können. Zum Thema kompakt: Ich gehe jede Woche durch die Eingangshalle von Rolls-Royce, wo ein altes Triebwerk aus dem Jahre 1964 mit 1.800 PS ausgestellt ist ... wenn man sieht, wie kompakt so ein Ding baut, wird man als Autokonstrukteur erst mal blass vor Neid ... und wenn man doch noch sieht, zu welcher Laufleistung das Gerät fähig ist ...

matelko
Geschrieben

Monsieur TB,

ich habe mir damit einen Spaß erlauben wollen. Der Bezugs-Beitrag war seinerzeit nicht umsonst am ersten April platziert... auch die ams-Meldung in der Ausgabe Nr. 07/1959 war bereits ein Spaß.

:D

TB!
Geschrieben
Monsieur TB,

Der Bezugs-Beitrag war seinerzeit nicht umsonst am ersten April platziert...

Den Link hatte ich gar nicht aufgerufen .. ;-)

Die Idee mit den Turbinen wurde von Jaguar im Concept-Car CX-75 ja wirklich umgesetzt

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,729432,00.html

Warum die allerdings zwei Gasturbinen einsetzen ... das sieht bei einer Studie ggf. gut aus, bei einem Serienfahrzeug wäre das völliger Unsinn.

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