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Hessenspotter

Sind Ferraris ab Werk durch schlechte Aerodynamik benachteiligt auf der Rennstrecke?

Empfohlene Beiträge

ToniTanti
Geschrieben

Da es eben keinen "allgemeingültigen" Flügel gibt, der für alle Fahrsituationen die gleichen Vorteile liefert, darüberhinaus die Karosserie und das Design stark beeinflußt, verzichtet eben Ferrari darauf. Da steht eben auch der hohe Designanspruch im Lastenheft. Und das paßt eben gem. der Ferrariphilosophie ein Flügel nicht. Es kommt doch auch niemand auf die Idee unter die guten Santorini-Schuhe Plastiksohklen zu kleben, nur weil sonst das Leder naß wird....:wink::wink::wink:

Allein die diversen Rennstrecken in der ALMS zeigen doch, wie unterschiedlich die einzelnen Fahrzeuge auf verschiedene Streckenlayouts reagieren.

Offensichtlich haben hier eben Ferrari und Porsche die besten Gesamtpakete.

Auf einem GT3RS finde ich den Flügel absolut passend. Auf einem 458 könnte ich mir so ein Teil nicht im Ansatz vorstellen. Wenn ich da nur an diese Novitecflügel im D&W-Stil denke kommen mir gleich Gedanken in den Sinn, die ich lieber nicht formulieren mag.....:???::evil::???:

Und die verschieden Fahrzeugkonzepte sind auf einem solch hohen Niveau angekommen, daß doch wohl oftmals das fahrerischen Können über das Rundenzeitergebnis entscheidet und weniger der in der Gradzahl veränderte Flügel......

Adios

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3NZ0_660
Geschrieben

Wie sieht denn die Käuferschicht eines Ferraris aus. Zu 90 % sind es Leute, denen das Design gefällt, die vom Mythos Ferrari begeistert sind, die einfach einen Ferrari haben wollen. Warum werden die 348er und 355er denn so häufig gekauft. Nicht weil sie auf der Rennstrecke super Zeiten hinlegen, nein weil sie einfach atemberaubend schön sind und für das Gefühl im Bauch sorgen.

Für die schnelle Runde gibt es wesentlich mehr und vor allem günstigere Alternativen.

Die 10 % die also noch übrig bleiben, haben evtl. sowieso noch ein Streckentool in der Garage (und gehören somit eigentlich auch zu den ersten 90 %) oder optimieren ihren Ferrari rennstreckentauglich.

Wieso sollte Ferrari also nun das Design (eines der Hauptgründe für einen Ferrari - Kauf) ins Negative ändern (was ein Spoiler an einem Ferrari eben meistens mit sich bringt, während er bei einem Murcielago für meine Begriffe unabdingbar ist) und somit die Kunden unzufrieden stellen.

Für den gewöhnlichen Sportwagenfahrer ist der 458 ein Höllengerät, auch auf der Rennstrecke, wenn auch vielleicht mit einem Spoiler noch 2,3 Zehntelsekunden rauszuholen sind.

(btw: Ich verstehe diese Diskussion hier sowieso nicht. In allen Berichten wird vom Italia geschwärmt, dass er doch alles in Grund und Boden fährt, so wie es beim Scuderia oder auch Enzo ebenfalls war, und nun soll er auf einmal eine lahme Ente sein? :???: )

Will Ferrari einen Rekord setzen oder wirklich reine Renntools auf den Markt bringen, machen sie dies doch sowieso.

Was ist denn ein FXX, 599XX, etc.?!

flat 12
Geschrieben

Ich verstehe nicht warum der Ferrari "plötzlich" auch einen Heckflügel braucht? Nur weil Porsche mittlerweile an fast allen sportlicher orientierten Fahrzeugen einen Flügel hat ... ich denke die beiden Konzepte sind so verschieden, dass man da kaum etwas vergleichen kann!

Porsche (z.B. 911) hat eine eher steile Frontscheibe und ein stark abfallendes, niedriges Heck, kann zudem kaum mit dem "Unterboden" spielen weil der Motor den Platz für einen großen (wirkungsvollen) Diffusor nimmt, somit bleibt für Porsche noch die Möglichkeit den Motor "schräg" zu plazieren um einen größeren Diffusor auf Kosten des Schwerpunkts anzubringen oder aber mit einem Heckflügel zu arbeiten. Ein kleiner Flügel oder Bürzel bedeutet dabei nicht automatisch schlechterer cw-Wert (meist ist es zwar so).Porsche verwendet zugunsten der Fahrbarkeit einen Heckflügel und akzeptiert einen höheren Luftwiederstand - also mehr Abtrieb weniger Top-Speed.

Bei Ferrari sieht das ganze anders aus, steile Frontscheibe, hohes Heck (man vergleiche nur mal die Silhouette eines 911 mit einem V8 Ferrari) und Motor vor der Hinterachse - genügend Platz für den Diffusor. Ob der Ferrari dann noch einen (großen) Flügel benötigt bezweifele ich schon allein deshalb, da der Tüv niemals große Splitter wie man sie z.B. in der Alms fährt abnimmt. Die Aero-Balance wäre viel zu hecklastig (also viel Abtrieb auf der Hinterachse und vermutlich ähnlich viel Auftrieb an der Vorderachse). Das Auto wird mit Sicherheit nicht schneller dadurch. Durch einen kleinen Flügel / Bürzel / Gurney Flap und einer geänderter Frontpartie könnte man vermutlich schnellere Rundenzeiten fahren. Am besten "einfach" mal ausprobieren:D

Die Aero-Wert aus der Sport-Auto sind m.M.n. nicht aussagekräftig - kein rollender Boden, keine drehenden Felgen ... nicht umsonst stellt Mercedes den alten Windkanal so freizügig zur Verfügung:lol:

fiat5cento
Geschrieben

Die Aero-Wert aus der Sport-Auto sind m.M.n. nicht aussagekräftig - kein rollender Boden, keine drehenden Felgen ... nicht umsonst stellt Mercedes den alten Windkanal so freizügig zur Verfügung:lol:

richtig.. dynamische Steifigkeit ist oft nicht gleich statische Steifigkeit. Im Fahrbetrieb könnten die Flaps durchaus weicher sein.

Ausserdem? Ein 458Italia fährt doch einem GT2 gar nicht hinterher :???:

Und mit einem Porsche fährst du auch nicht auf Achse zur Rennstrecke, machst ein Rennen und fährst wieder heim.

Jonny
Geschrieben
richtig.. dynamische Steifigkeit ist oft nicht gleich statische Steifigkeit. Im Fahrbetrieb könnten die Flaps durchaus weicher sein.

Ausserdem? Ein 458Italia fährt doch einem GT2 gar nicht hinterher :???:

Und mit einem Porsche fährst du auch nicht auf Achse zur Rennstrecke, machst ein Rennen und fährst wieder heim.

Doch. Wie Porsche beim 24h Rennen eindrucksvoll bewiesen hat und sogar einen respektablen Platz mit einem Serienporsche erreicht hat.

fiat5cento
Geschrieben

ja schon klar... und die anderen kaufen sich alle für viel Geld einen Transporter, bauen ihre Rennfahrzeuge für viel Geld auf.

Wahrscheinlich sind die alle doof nur, nur Porsche ist schlau :-))!

Andy962
Geschrieben
Wahrscheinlich sind die alle doof nur, nur Porsche ist schlau :-))!

Schlau und mutig:-))!:D

Gruss, Andreas

Forex
Geschrieben
Porsche (z.B. 911) hat eine eher steile Frontscheibe und ein stark abfallendes, niedriges Heck, kann zudem kaum mit dem "Unterboden" spielen weil der Motor den Platz für einen großen (wirkungsvollen) Diffusor nimmt, somit bleibt für Porsche noch die Möglichkeit den Motor "schräg" zu plazieren um einen größeren Diffusor auf Kosten des Schwerpunkts anzubringen oder aber mit einem Heckflügel zu arbeiten.
Das war damals bereits das Problem, weshalb es überhaupt einen 911 GT1 gibt. Porsche hätte damals aus Homologationsgründen gerne mit dem GT2 weitergearbeitet, kriegte aber keinen gescheiten Diffusor unter den Motor. Deshalb musste man ein neues Auto entwickeln.

Die Aero-Wert aus der Sport-Auto sind m.M.n. nicht aussagekräftig - kein rollender Boden, keine drehenden Felgen ... nicht umsonst stellt Mercedes den alten Windkanal so freizügig zur Verfügung:lol:
Das sehe ich absolut gleich! Wäre ein Windkanal ein 100%iger Ersatz für Fahrtests, würde die Formel 1 nicht zu Lasten von Windkanaltests mehr Fahrtests fordern! Aerodynamik ist etwas so komplexes, das kann man nur 100%ig im reellen Fahrbetrieb messen. Sogar Temperaturen welche durch die Räder udgl. entstehen, können entscheidende Faktoren sein. Das lässt sich mit keinem Computer oder Windkanal der Welt simulieren. Deshalb konnte SA lediglich keine Verformung feststellen, ob es sie nun gibt oder nicht, müsste man mit Kameras auf der Piste überprüfen..
Hessenspotter
Geschrieben

Ich habe mal nach geschaut ich habe bei 2 Ferraris in meiner 30.000 Bilder umfassenden Sammlung Flügel gesehen. Einen Werkswagen von Novitec Rosso, und zwar ein 360 Spider, hat einen kleinen Flügel, und dann einen 355, auch mit einem Flügel, ich werde auch noch mal ein paar Bilder von den Rennversionen posten, den so schlecht sieht sie nun auch nicht aus.

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Hessenspotter
Geschrieben

Ach so noch mal kruz was wegen Aerodynamik:

Also laut meines lieben 900 seitigen Renntechnikbuch gibt es folgende Anteile für eine beispielhaften Formel 1 Wagen an:

Frontflügel 36,9%

Heckflügel 34,4%

Unterboden 41,3%

Es ist klar das bei einem Straßenfahrzeug solche Werte nie erreicht werden können (wobei ein Radical, EDO Porsche könnte etwas ähnliches schaffen). Es ist realistisch anzunehmen, das man durch ein besseres/ anderes Design der Schnauze des 458 Italia bzw. des F430 eine deutliche Verbesserung spüren sollte, so dass sie gerade im Itlia endlich Abtrieb produzieren kann. Sicher ist, dass die Abtriebswerte eines F430/ 458 im straßentauglichen Rahmen weiter erhöhen lassen. Ein Heckspoiler in Zusammenarbeit mit einem Heckflügel (event. mit sog. Gurneys) kann man auf der Hinterachse einen wesentlich höheren Anpressdruck erreichen. An der Front könnte man durch eine sog. Tauchplatt ein wenig Feintuning betreiben oder einen Splitter anbringen (StVO sagt bei 2cm Stopp soweit ich weis) (beim Splitter ensteht durch die anstömende Luft ein Druckunterschied, deshalb resultiert eine abwärts gerichtet Kraft. Ich habe so etwas schon bei mehreren Fahrzeugen gesehen (Radica SR3LM, EDO 996 GT2R, Corvette C6 Comp., BMW M3 E46 CSL Manhart V10 Umbau auf Nordschleifen Tracktool). Als weitere Option könnte man einen stömungsgünstigeren Wärmetauscher einbauen, das wird dann aber wieder recht teuer ;) .

Dann schmeißt man aus dem Auto noch mal ca. 50kg ersetzt, die schweren Ferrarifelgen durch extrem leichte Alu oder Magnesium Felgen. Man(n) installiert die Bremsanlage aus dem 599GTO in das Fahrzeug , damit man auch noch eine standfeste Bremse hat. Der Überrolläfig ist dann nur noch eine Kleinigkeit. Ein KW Gewinde Fahwerk rein, ein paar ordentliche Bilstein Dämpfer rein, dann noch schöne Toyo 888 oder P Zero Corsa drauf. Dem Motor mit einem Novitec Rosso Kompressor Kit auf die Beine helfen, Klappenauspuffanlage etc. Und so haben wir dann einen 430 Scudi auf Trackdaytool getrimmt. Für Aufsehen würde dieses Auto sicherlich sorgen, und wenn es dann auch noch Topzeiten in den Asphalt brennt, dann ist alles OK.

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Hessenspotter
Geschrieben

Und nun die Rennbilder, sie sind am 1. Mai entstanden, es sind Fahrzeuge der Open-GT Masters.

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double-p
Geschrieben

im Topic steht "ab Werk" :rolleyes:

Hessenspotter
Geschrieben

Ja, mein Gott, ich wollte damit nur sagen, es bereits Flügel gibt, es also Erfahrungswerte damit schon geben muss.

Bobolus
Geschrieben

Warum hast du dieses Thema eig eroeffnet und was versprichst du dir davon?

Ich vestehe nicht das Ziel, was du damit verfolgst?

Und dein letzter Post macht fuer mich auch keinen Sinn.

Da schreibst du, was man machen muss, dass man am Scuderia max. Abtrieb kriegt.

Ist ja schoen und gut, aber was hat das mit dem Thema zu tun?

Ferrari wie Porsche bietet solche Tracktools an, dann kann man sich da einen von kaufen, wird man wahrscheinlicher billiger dran sein, und vor allem an Nerven.

Toni_F355
Geschrieben
Warum hast du dieses Thema eig eroeffnet und was versprichst du dir davon?

Ich vestehe nicht das Ziel, was du damit verfolgst?

Dem muss ich so zustimmen.

So ganz bin ich auch noch nicht dahintergekommen!

Aber, ich muss ja auch nicht alles wissen, gell! :D

Hessenspotter
Geschrieben

Ja also ich wollte damit nur sagen, das Ferrari das bestimmt machen kann, wenn das eine Privatperson schon schaft, dann auch Ferrari. In Sachen Tracktool, jaein. Also das Problem an einem F430 GT3 und/oder Konsorten ist, das sie nicht straßenzugelassen sind. D.h. wenn man zum Beispiel bei einem Fahrertraining der Scuderia Hanseat mitfährt, kann man einen Teil der effektiven Zeit nicht nutzten weil man nicht fahren darf (da nicht straßenzugelassen) teilweise darf man mit diesen Fahrzeugen auch gar nicht auf Trackdays, da dort nur straßenzugelassene erlaubt sind. Deswegen meinte ich könnte doch Ferrari auch dies Art eines Tracktools anbieten.

Ach so ich habe auch Novitec Rosso mal angeschrieben auf den Flügel den sie auf dem Ferrari F360 Spider verwendet haben, ich hoffe auf eine Antwort.

Gast
Geschrieben
Ja also ich wollte damit nur sagen, das Ferrari das bestimmt machen kann, wenn das eine Privatperson schon schaft, dann auch Ferrari. In Sachen Tracktool, jaein. Also das Problem an einem F430 GT3 und/oder Konsorten ist, das sie nicht straßenzugelassen sind. D.h. wenn man zum Beispiel bei einem Fahrertraining der Scuderia Hanseat mitfährt, kann man einen Teil der effektiven Zeit nicht nutzten weil man nicht fahren darf (da nicht straßenzugelassen) teilweise darf man mit diesen Fahrzeugen auch gar nicht auf Trackdays, da dort nur straßenzugelassene erlaubt sind. Deswegen meinte ich könnte doch Ferrari auch dies Art eines Tracktools anbieten.

Ferrari bot doch z.B. den Challenge Stradale an und bietet den Scuderia an. Reicht das nicht als Tracktool? Die beiden sind für viele Fahrer und für viele Straßen schon zu extrem. Wo soll da ein wirtschaftlich sinnvoller Markt für noch extremere Fahrzeuge sein?

Ferrari hat es geschafft recht erfolgreiche Formel Fahrzeuge zu bauen, verkauft die Challenge Fahrzeuge, den Enzo, den FXX....du glaubst nicht ernsthaft die könnten das nicht wenn es sich lohnen würde?

Ach so ich habe auch Novitec Rosso mal angeschrieben auf den Flügel den sie auf dem Ferrari F360 Spider verwendet haben, ich hoffe auf eine Antwort.

Und wie genau lautet deine Frage an Novitec? Wieviel er kostet? Wie er erprobt wurde? Was genau er "bringt"? Wie er verstellbar ist? Ich schreib Novitec auch mal an....und frag wie das Wetter so ist... :???:

Bärlin
Geschrieben

Also für mich haben gerade die Bilder des Novitec-Fahrzeugs gezeigt, dass ein Flügel sehr gut aussehen kann. Das wird beim demnächst veredelten 458 Italia dann wieder genauso sein, denn der bekommt bestimmt auch wieder einen Heckflügel. Und wenn's die Aerodynamik tatsächlich deutlich verbessert, hat es auch objektiv gesehen was, ohne gleich sehr extrem zu werden.

P.S. Irgendwie rutscht der Ton gegenüber dem Threadersteller so langsam ein wenig ab.

Hessenspotter
Geschrieben

:) Also, es gibt Menschen die Kaufen sich einen M3 CSL, ein sportliches Auto, stellen fest, dass dieser jedoch viel zu fett ist, und total untermotorisiert (nicht meine Meinung). Sie bauen ihn um, so dass er die Nordschleife wesentlich schneller schaft als ein M3 GTS. Wieso soll es den nicht auch Menschen geben, die das gleiche von ihrem Ferrari wollen. Und zum Thema Markt, mal ehrlich, 25-30 Einheiten kann man sicherlich absetzten. Generell wäre ich dafür, das Ferrari mehr Kleinserie auf den Markt bringt (aber das ist etwas anderes). Ich könnte ja verstehen, dass ein komplett neu designtes Auto zu viel ist, also wieso einfach nicht einen F430 GT3/GT2 nehmen, einen leicht aufgebesserten normalen F430 Scudi Motor rein, und alles straßenkonform kriegen. Da sollte doch so schwer nicht sein, wen selbst Radicals in Deutschland straßenzugelassen werden (und die sind nun mal Wirklich radikal ;) )

Zum Thema Novitec, ich habe eine freundliche Mail geschrieben, in denen ich sie gefragt habe, ob sie in irgendeiner Weise wissen, in wie fern sich der Flügel auf die Rundenzeit des F360 ausgewirkt hat.

Graunase
Geschrieben

Mal Hand aufs Herz, manchmal bist Du schon ein wenig unrealistisch.

Was den M3 anbelangt, so gibt es einige denen der CSL zu lahm ist, aber was den GTS anbelangt, empfehle ich einen Blick in den parallel laufenden Thread, da wirst Du noch ordentlich desillusioniert.

Was die ganzen Ferraris anbelangt, ich bin wirklich nicht als Ferrarifan hier bekannt, aber für so dusselig, daß die mal eben diverse potentielle Käufer nicht mitnehmen, halte ich sie wirklich nicht. Es kann mir niemand erzählen, daß die ganzen hochbezahlten Marketing- und Marktforscher eine lukrative Lücke übersehen.Entweder ist der Markt nicht vorhanden, oder es gibt üble Rentabilitätsprobleme einen entsprechenden Flügel auf das Auto abzustimmen und dann noch genehmigen zu lassen; oder warum haben professionelle Rennställe sonst ein riesen Budget für Fahrzeugoptimierungen, inkl. Windkanalnutzung etc.?

Das würden die doch nicht machen, wenn man lediglich ein paar Motoren tauschen und einen Flügel dnheften müßte!

Beste Grüße.

PS:Hacke-Spitze hat nichts mit dem Turbo zu tun, sondern dient zum Drehzahlangleichen, damit hält u.a. die Kupplung eine ganze Ecke länger, von der geringeren Belastung von lagern etc. mal zu schweigen, und ganz wichtig,es verhindert ein Blockieren der Antriebsräder!

Toni_F355
Geschrieben
.. aber für so dusselig, daß die mal eben diverse potentielle Käufer nicht mitnehmen, halte ich sie wirklich nicht. Es kann mir niemand erzählen, daß die ganzen hochbezahlten Marketing- und Marktforscher eine lukrative Lücke übersehen.Entweder ist der Markt nicht vorhanden, oder es gibt üble Rentabilitätsprobleme einen entsprechenden Flügel auf das Auto abzustimmen und dann noch genehmigen zu lassen..

Gut das du es auf den Punkt bringst.

Dafür müsste ich dir fast ein "Danke" geben! O:-)

Nochmal am Rande: schau dir mal einen 355er oder 360er oder 430er genau an: ein "Heckflügel" ist bereits in die Karrosserie integriert....

Das nennt man Verbindung zwischen Design und Aerodynamik!

Bobolus
Geschrieben

Naja, kaufe dir einen Ferrari und dann moechte ich dann sehen, wie du den zu einem Tracktool verunstaltest. :???:

Es gibt doch viel billigere Loesungen, warum soll man dann 200-300k verbrennen?

Naja 25-30 Einheiten sind aber nicht ansatzweise lukrativ.

Und fuer die 25-30 gibt es die Challenge oder FXX.

Und wenn man Trackdays mitmachen will, dann reicht ein Scuderia oder Stradale voellig aus.

Man ist ja meist kein Profifahrer und reizt die Grenzen sowieso nicht aus.

Kleinserien haben sie genug. Und ein Unternehmen muss wachsen, sonst wird es geschluckt in der heutigen Zeit. Da sind solche Spaesse nicht mehr drin, die nur Geld verbrennen.

Nur was hat das alles mit der Aerodynamik zu tun?

So wie ich das verstehe beschwerst du dich also, dass Ferrari kein rennnahes Strassenfahrzeug anbietet oder?

Hmm glaube mir, du moechtest in keinem rennnahem Strassenfahrzeug auf den deutschen Landstrassen fahren. Danach braucht nicht das Auto neue Teile, sondern du :wink:

Ein Stradale oder Scuderia sind genau die Fahrzeuge, die du meinst.

Und sie haben beide jeweils einen Buerzel, der eben reicht.

Man kann ein Auto auch zu viel Abtrieb geben, das ist dann auch nicht wirklich schnell mit zu fahren.

Und wenn jemand ein solches Auto bauen will, dann hat er bei den Tunern doch genug Moeglichkeiten.

Wenn sowas gewollt waere, dann wuerde Ferrari da schon hinhoeren :wink:

Haben sie schon oft gemacht, wenn was gefordert wurde, aber du bist nun mal in deinem jetzigen Alter kein Kunde fuer Ferrari, dementsprechend brauchen sie sowas auch nicht anzubieten.

Wenn du genuegend Geld hast, dann denk nochmals drueber nach, ich denke nicht, dass du dann gleich denkst wie heute :wink:

Ich will das Thema nicht zerreden, aber ich steige immer noch nicht wirklich durch, was das ganze mit der Aerodynamik und neuen Autos, die eh keiner will zu tun hat

Hessenspotter
Geschrieben

Also eigentlich war das ganze ja so angedacht, das ich ne Antwort finde, ob die Ferraris auf Grund ihres Aerodynamikprofil bzw. der Erzeugung des Abtriebes einen Nachteil haben

Bobolus
Geschrieben

Ich denke darueber wird dir nur ein Fachmann eine fundierte Antwort geben koennen, alles andere ist Rat dich reich.

Die heutigen Ferrari sind nun mal vom Design her so, dass sie keinen Fluegel haben.

Also versuchen die ganzen Ings. das Auto so zu bauen mit allen Mitteln, dass es eben auch genug Anpressdruck produziert, ohne Fluegel.

Funktioniert doch auch prima, oder kennst du einen Ferrarifahrer, der darueber klagt?

Natuerlich ginge immer mehr, dass ist doch aber auch logisch. Aber baue einen Fluegel drauf und dann kannst du das tolle Design vergessen. Dann verkauft Ferrari das Auto bestimmt nicht mehr so gut, bis gar nicht.

Aber so ein Auto ist ein Sportwagen, der in allen Bereichen meist ausgeglichen sein muss. Das heisst er muss schnelle Kurven fahren koennen, aber auch eine gewisse Hoechstgeschwindigkeit erreichen.

Mit einem Fluegel, foerderst du eben das fuer die Rennstrecke, aber wie viele fahren dort mit den Autos? Von daher macht es keinen Sinn, das zu machen.

Ich denke natuerlich kannst du das Fahrzeug rennnah optimieren, aber dafuer gibt es erstens billigere Fahrzeuge, aber auch Haesslichere :D

Und dann baue noch einen Unfall auf der Nos, dann hast du mal kurz 300 verbrannt. Ist es das wert?

PS: Es gibt einen 288 GTO, der rennfertig ist und nur auf der Rennstrecke sehr flott bewegt wird.

Der hat auch keinen Fluegel drauf :wink: und das Auto ist 25 Jahre alt. Also so schon sehr gut ausbalanciert.

Toni_F355
Geschrieben
Also eigentlich war das ganze ja so angedacht, das ich ne Antwort finde, ob die Ferraris auf Grund ihres Aerodynamikprofil bzw. der Erzeugung des Abtriebes einen Nachteil haben

Das habe ich dir schon im ersten Post beantwortet: schraub nen Heckflügel an nen Ferri, und er wird in der Endgeschwindigkeit langsamer!

Auf einer Rennstrecke im Renntrim kommt es nicht primär auf Höchstgeschwindigkeit an, da zählt mehr max Traktion und Kurvengeschwindigleit!

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      Beim Starten des Motors fand ich das Geräusch viel spannender als bei den heiseren 911ern, die ich ja schon kannte. Er fuhr das Auto auf den Hof und ich hab geknipst und mich gefreut als ich den Schalter für die ausfahrbaren Scheinwerfer gefunden hab, weil ich das (bis heute) so cool fand. Dass er so viel tiefer und flacher war als die Porsche fand ich auch Wahnsinn. Wie zum Henker passt man da rein?
       
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      Ich fummelte mich irgendwie auf den Beifahrersitz und als ich schliesslich drin sass, konnte ich vorne nix sehen, rechts nix, und hinten auch nichts….
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      Ich verstand nicht ganz den Sinn dieser Aktion mit so einem Auto, aber das nachfolgende Bild habe ich heute noch im Kopf: Ein Traktor kam direkt auf uns zu, der zudem auch keine Anstalten machte, Platz zu machen. Wir mussten rückwärts fahren.
       
      Wenn man in einem Ferrari zum ersten Mal Platz genommen hat und ein Trecker vor einem auftaucht, holla, da hatte ich ein komisches Bauchgefühl. Das ist ungefähr so, als wenn man als Mensch in der Steinzeit einem Brontosaurus gegenübersteht. Ich war heilfroh, als wir endlich wieder auf einer normalen Straße waren. Ich kam mir in dem Auto irgendwie vor wie ein Filmstar und hatte nur den Wunsch, meine Eltern würden mich darin sehen können um zu begreifen dass ich den richtigen Weg einschlage und das mein Wunsch ernst gemeint war...
       
      Ich fand ich es viel aufregender in so einer Sardinenschale unterwegs zu sein als im 911 . Allerdings war ich damals der felsenfesten Überzeugung, dass so etwas eben nur Superreichen oder Filmstars vorbehalten war. Damit war das Thema Ferrari für die nächsten 10 Jahre wieder passe….
      Kurze Zeit später habe ich den Führerschein gemacht und daraufhin durfte ich bei einem Bekannten in einem 911 Targa mitfahren. Dieses war auch gut (ich werde es nie vergessen, es roch immer nach Vanille im Auto, da er Pfeifenraucher war) und es hatte mich überzeugt, dass ein offenes Auto die bessere Wahl war, egal ob als Wunsch oder in der Wirklichkeit. Also hatte ich mir 911 Carrera Targa als Fernziel ausgesucht, auch weil es für einen deutschen Schüler mit 50 Mark Taschengeld schon ohnehin hirnrissig war, bei einem arbeitslosen Vater und gerade vollzogener Trennung der Eltern an so etwas wie einen Ferrari zu denken…. !
       
      Es kam der Schulabschluss, dann die Bundeswehr und sofort darauf war ich Azubi. Ich verdiente mein erstes Geld, es war so ca. 480 Mark im Monat.
      Im zweiten Ausbildungsjahr gründete ich bereits eine GbR und das ersparte Geld wurde in das kleine Geschäft gesteckt. Fahrrad fahren war angesagt, das gesparte Geld war wieder investiert, ein Auto im allgemeinen und ein Sportwagen im besonderen war in weite Ferne gerückt.
       
      Zu der Zeit war mein erstes Auto vom Vater, das ich am Wochenende ausführen durfte. Ein silberner Kadett D 1,2 S mit 60 PS, der mich zuverlässig von A nach B brachte. Von 18 bis 25 Jahre hatte ich kein eigenes Auto, steckte alles Geld lieber aufs Sparbuch.
       
      Ich knüpfte also viel Kontakt zu Porschefahrern und habe viele Bilder gemacht. Das war damals ein nich ganz billiges Vergnügen, jeder Abzug kostete Geld……
       
      Eine Abends war ich mit meiner Freundin unterwegs und an einer Disco stand ein Porsche Turbo mit Doppelflügel (dp 935, 345 er Reifen). Dem habe ich einen Zettel unter die Windschutzscheibe geklemmt mit der Aufschrfit „Porsche Fan grüßt Porsche Fahrer“ und meine Telefonnummer. Abends klingelte tatsächlich unser Telefon und so habe ich einen freien Autohändler kennengelernt welcher privat Porsche Turbo fuhr. Für ihn habe ich jeden Samstag kostenlos die Autos gewaschen damit ich irgendwann eine Probefahrt mitmachen konnte. Diese kam dann auch, nach endlosen Monaten war das Auto technisch strassenfertig, rollout finally, Platz nehmen in Recaros, einer Pioneer Stereoanlage, der letzte Schrei der 80er (wie bei den B&B Autos), Samstags mittags, auf einer einsamen Landstrasse, ich sass auf dem Beifahrersutz, dann: anfahren im ersten Gang bis 80 – das war eine Ansage….was ein krasser Unterschied zum braven 60 PS Kadett ……es war klar so ein Ding, doch, ja, klar, einmal im Leben, möchte ich sowas haben, dann würd ich lieber auf etwas anderes dafür verzichten. Das ist bis heute die Lebensmaxime.
       
      1992:
      Ich wurde 25 und verdiente; kaufte mir mein erstes eigenes Auto, einen VW Scirocco 16V in anthrazit. Toller Motor, tolle Sitze, tolle Optik.
      Von dem Auto bin ich heute noch begeistert. Geringer Verbrauch und viel Fahrspass. Lange Fahrten ohne Rückenschmerzen dank Sportsitzen möglich. Damit hatte ich mein erstes „flaches“ Auto. Ein Jahr später, 1993, kam richtig gutes Geld rein, der Betrag war vorhanden für „meinen 911er“, ich wollte unbedingt endlich den 911 und habe den 16V dann leider verkauft – ich Blödmann. Zu der Zeit war ich 26 Jahre alt. Ich hab geheult als der Scirocco abgeholt wurde. Das war wohl schon eine Vorahnung.
       
      Dann kam die Suche nach einem offenen 911, es gab 1993 noch kein Internet. Ich fuhr nach Düsseldorf zu Auto Becker wo man mich von oben herab behandelte. Ich fragte ob neben Ferrari auch Porsche 911 da wäre und die lapidare Antwort war „da oben steht einer“. Das war die erste und einzige Begegnung mit dem Händler…
       
      Ich betrachtete natürlich auch die Ferrari welche ebenerdig in einem Showroom rechts von einer Einfahrt standen. Wenn ich mich recht erinnere, 308 oder 328, Testarossa, F40. Autos, die ich nur von Postern oder Zeitschriften kannte.
       
      Aber da ja alle Bekannten Porsche fuhren und ich nicht das Geld für den Unterhalt hatte (jedesmal nach Düsseldorf tausende DM in dem versnobten Laden lassenm dachte ich, nee kein Bock) schied Ferrari aus, der 308 war zu klein, ich wollte ein Cabrio und der Mondial war nicht unbedingt mein Ding, auch damals eine andere Preisklasse. Den Mondial kannte ich aus dem Madonna Video „Material Girl“. Heute finde ich den Mondi viel viel besser als damals….
       
      Ich wollte einen 911 Turbo 3,3, für mich der Inbegriff von Porsche, angefixt durch die Probefahrt. Der Turbofahrer hat mir mehrmals strikt abgeraten, „nein nein Michael“, sagte er, „mit dem Auto fährst Du dich tot (!), wenn Du noch nie einen Heckmotorwagen hattest, keinen Turbo.“ Ich aber wollte unbedingt den schwarzen Turbo von Sigi, einem Mechaniker. Sigi habe ich dann angerufen. „Verkaufst Du Deinen Turbo? Aber auch er hat nein gesagt, nee verkauf ich nicht. Nun denn. Außerdem wollte ich ja auch lieber offen, also ein Carrera Targa stand auf dem Wunschzettel.
       
      Nach 2 Monaten Suche bei PZ und Zeitungsannoncen (wie gesagt, es gab 1993 kein Internet) fand ich einen 911 durch eine Anzeige in der Rheinischen Post. Er stand in Mülheim a.d.Ruhr. Hingefahren, mit 50000 DM in bar versteckt am Körper und den Kadett natürlich zwei Strassen weiter geparkt – es war mir zu peinlich :-). Nach einer Probefahrt habe ich das Auto gekauft. Dach runter, Julisonne, auf die Autobahn, schmunzeln, stolz sein. Ich hab Porsche, ich hab fertig, am Ziel der Wünsche, dachte ich. Fast zuhause angekommen, in den spiegelnden Scheiben des Möbelhauses nebenan sah ich mich im Porsche sitzen. In meinem Porsche, mit 26 Jahren. Ziel erreicht !
       
      Auf der Fahrt nach Hause herrschte eine Mischung aus Stolz und Desillusion: Endlich ein offenes Auto aber der Unterschied zum Scirocco 16V war nicht so viel wie ich es mir vorgestellt habe. Dafür waren meine Eltern ziemlich stolz. Mein Vater sagte zu meiner Mutter (als er das Auto hörte):“ Da kommt der Porsche!“ und war stolz wie Oskar. Ich fragte ihn "Weisst Du noch wie Du damals sagtest, Porsche sei nur was für Fabrikanten?"
       
      Schnell ein Radio eingebaut, denn ich hatte abends noch ein Date mit einer Dame, bin dann mit dem 911 hingefahren, Reaktion von ihr war “ist das Ding so etwas besonderes?“ Na gut, sagte ich, hole ich mein anderes Auto. Wir dann zu mir, Autos getauscht, mit dem Kadett dann zur Düsseldorfer Kirmes, die Dame war dann recht enttäuscht, wie ich sie so beim Wort nehmen konnte. Ich habe Sie nie wiedergesehen. Man kann durch einfache Dinge auch Menschen kennenlernen.
       
      In einem 12000 Seelen „Kaff“ wie dem unseren mit 26 einen 911 fahren, ergab Neid von einigen Menschen die dachten, ich sei abgehoben oder würde irre verdienen. War mir aber reacht egal.
       
      Das ich, seitdem ich 18 war, 7 Jahre nur ein Fahrrad hatte, nie in Urlaub fuhr, nicht rauchte, nicht trinkte und sparsam lebte, interessierte niemanden außer ein paar Freunde, welche sich mit mir freuten. Ich war zunächst zufrieden, aber der Porsche Motor (217 PS) war nicht so drehfreudig, was also tun?
       
      Zwei Wochen später war ich bei der Firma RUF Automobile in Süddeutschland um etwas mehr Dampf zu haben. Es wurde für 2000 DM etwas lauter und etwas besser von der Gasannahme, aber immer noch nicht gut. Es beschlich mich das Gefühl „never meet your heroes“. Wie mich ein Vector enttäuscht hätte, ich will es lieber nicht wissen.
       
      Es vergingen die Jahre…Porsche fahren hat auch Nachteile, z. B. einer Freundin hatte ich 4000 DM geliehen, nachdem wir Schluss gemacht hatten meinte Sie „warum soll ich das zurückzahlen, Du fährst doch einen Porsche..“…es waren viele interessante Erlebnisse die man rund um ein Auto haben kann, da man immer in eine Schublade gesteckt wird. Nach und nach verschwand der Porsche in der Garage, ich fuhr lieber brave VW’s.
       
      Die Jahre vergingen, wechselnde Einkünfte, und automobil immer noch nicht zufrieden. Eines Tages, so 1998/99 schliesslich hat ein Bekannter einen Ferrari Testarossa leihweise gehabt und mich nach Bitten und Betteln mitgenommen auf eine Probefahrt. Ich wollte mit, ich musste mit ! Nicht etwa wegen Miami Vice, oder so nein, ich wollte einfach wissen, „ist es das?, „wie ist so ein 12 Zylinder?“
       
      Was soll ich sagen, ja ich war begeistert, der Sound, das Leder, die Optik, heftig. Eine Gewalt, egal bei welcher Drehzahl, immer gierig am Gas, neverending atmosphere….ein Druck, ein Gebrüll. Seitdem ist ein Ferrari 12 Zylinder für mich das ultimativ begehrenswerteste das ich mir motorenmässig vorstellen kann. Ergo wäre der F50 mein Kandidat (mhm, obwohl hab ja noch 20 Jahre Zeit ).
       
      Als ich nach der Fahrt wieder in meinem 911er sass, kam ich mir vor wie ein Spiesser in einem Käfer, der zwei Zylinder mehr hat. Ich wurde immer unzufriedener und wusste, der 11er muss weg, er macht mir kein Spass und kostet nur Geld.
       
      Weitere 5-6 Jahre später, trotz Clubtreffen und wohlwollender Worte aus dem Freundes und Bekanntenkreis etc., hab ich ihn dann verkauft und war froh als er weg war. Alle Bekannten und Eltern waren enttäuscht „wieso verkaufst Du das schöne Auto?“ Ich habe es gemacht da ich wusste dass eine finanzielle Durststrecke kam und ich es nicht mehr brauchte. 2005-2006 war zum Abhaken.
       
      Aber einer der kleinen Highlights im Leben kam: Ich durfte mal in einem Vector W 8 sitzen. Das dürfte ein recht exklusives Vergnügen gewesen sein, ich kam mir vor wie der König von Saudi Arabien als ich drinsaß.
       
      2007, 2008, ging es bergauf, kämpfen, nicht aufgeben. Kurz vor knapp riß ich mich zusammen und erinnerte mich an das Motto des ehemaligen Chrysler Chef Lee Iacocca der da sagte "Ein erfolgreicher Mensch hat die Gabe sich selbst zu motivieren".
       
      2009 war wieder Spielraum da und es wurde überlegt. Die Karten wurden neu gemischt. Erst dachte in an Lotus, dann aber war wieder klar, ist zu klein, Ergonomie fehlt usw. Lieber warten und weiter sparen.
       
      Es begann im September 2009; der Gedanke, sich selber zu belohnen, stand im Vordergrund.
      Was aber kann man machen wenn man wenig Zeit hat – was macht Spass, Sinn und behält seinen Wert? Meinen Porsche 911 hatte ich zum selben Kurs verkauft wie ich ihn gekauft hatte – 11 Jahre später.. und ein Auto – mhm gar keine schlechte Idee, einen 1-Tages Urlaub das wäre was…
      Gemäß meiner finanziellen Mittel wurde die Auswahl langsam größer. Anfangs dachte ich an irgendetwas wert beständiges und gleichzeitig bezahlbares. Man landet zwangsläufig bei Porsche. Ok, ein 944 Turbo S könnte es werden. Es kam ein S2 auf den Parkplatz gefahren, welcher einem Bekannten gehörte. „Darf ich mich mal reinsetzen“? fragte ich höflich. Einmal Platz genommen, stieg ich direkt wieder aus. Kein Raumgefühl, kein Flair. Ich ging um den Wagen rum. Von vorne gut, von hinten hat er mir nie gefallen. Ich verspürte null Begeisterung für ein anerkanntes gutes Auto. Der Porsche 944 Turbo, er sprach mich einfach nicht an.
       
      Da ich elf Jahre einen 911 3,2 Carrera gehabt hatte, wollte ich den nie wieder haben. Er strahlte für mich keine Faszination oder Freude mehr aus. Laut und doch nicht souverän klingend, optisch wenig aufregend, nein, nicht mehr in diesem Leben. Aber was war mit 964? Der hat mir früher nie gefallen, schaute bei seiner Präsentation aus wie ein gedoptes 911 G Modell, in letzter Zeit allerdings gefällt er mir immer besser. Die Preise für gute Exemplare sind doppelt so hoch wie bei 944 Turbos, aber wollte ich wieder 911? Ja, der 964 RS, mein Lieblingsporsche, den hätte ich haben wollen, aber der war leider zum Spekulationsobjekt geworden. Was war mit 928S4/GT? Den fand ich reisemäßig erste Sahne, aber das Auto ist so gross – und so alt bin ich nicht. In Holland durfte ich in einem 928GTS Platz nehmen, ich fühlte mich in dem Auto sofort wohl, Raumgrösse, Ergonomie, toll. Aber - Der 928, den ich immer noch mag, fiel schließlich aus dem Raster – ich hatte beschlossen trotz Deutschem Wetter wieder ein offenes Auto zu kaufen.
       
      Das 993 Cabrio – den Gedanken verwarf ich sofort wieder. Ich finde den 993 sehr gelungen, erinnere mich noch an dessen Präsentation im PZ Willich, aber das Cabrio hat diesen komischen Buckel mit dem Verdeckkasten hinten, sah wieder zu sehr nach Beetle aus. Nein, kein 993.
      Wenn Spassauto, dann fährt man es sowieso nur bei schönem Wetter.
       
      Samstags drauf stand ich in Dinslaken bei einem sehr freundlichen Autohändler. Ein blauer Esprit Turbo V8, der einem bekannten Fussballspieler gehörte. Das war für mich sekundär – Fussball war mir egal. Ich bin Leichtathletikfan. Wenn Sport, dann selber machen.
       
      Also Lotus Esprit in Kurzform: Reingesetzt, gestaunt, ausgestiegen. Was war das denn? Ein Patchworkauto? Die Karosserie sah italienisch aus, das Interieur zusammengewürfelt, die Sitzposition für 1,84m ungeeignet, „Sitz“ trifft es nicht, „Auflage“ schon. Ich saß eher auf einer Schaumstoff-Auflage als in einem Sitz. Der rechte Arm ruht angewinkelt auf der Mittelkonsole, man ist fast bemüht zu sagen „ins Auto reingepresst“, mit Spass hatte das nichts zu tun. Es war enttäuschend.
       
      Das Wurzelholzlenkrad fand ich völlig deplaziert. Sorry Lotus, das Auto passt einem Durchschnittseuropäer nicht. Es machte auch keinen hochwertigen Eindruck auf mich.
       
      Der letzte, extrem folgenschwere Satz des Lotus-Verkäufers war
      „der ist getunt, der hängt jeden Ferrari ab“.
      Da hat es klick gemacht: Ferrari ?
       
      Das war immer meine optische Präferenz, die schönsten Autos der Welt, aber doch so teuer-oder?
       
      Ferrari? Was für ein Irrsinn! Was für Superreiche, für Filmstars, horrende Unterhaltskosten! Service für zigtausende Euros?? Das war doch Quatsch, oder? Ich bin doch sonst bescheiden, sparsam, eher introvertiert. Aber das Interesse war entbrannt, und wie. FERRARI FEERRRRAARRRRIII !!! Die bekannteste Sportwagenmarke der Welt!
       
      Also erst einmal in Foren gestöbert, Ferrari Werkstätten abgeklappert, Kontakte geknüpft, Erfahrungen von Besitzern gesammelt. Versicherungsangebote eingeholt, alle möglichen Youtube Videos, US-Webpages, Onlineshops, etc etc abgeklappert um zu umreissen was es bedeutet, kostet und wie aufwendig es ist einen Exoten zu unterhalten.
       
      Da ich in den 308 oder 328 sowieso nicht passe dachte ich an einen 355. Ferrari, ja das hat Stil, das hat Sound, das passt. Ich meldete mich im Carpassion Forum an.
      Seit Oktober 2009 war ich auf der Suche nach einem 348 oder 355.
      Was als Idee begann, war nun denkbar, sowohl finanziell als auch im sozialen Umfeld.
       
      Warum der 348 ? Nun es war ein "Zuhause sein" Gefühl als ich im 348 Platz genommen habe ich wusste, egal was wie und wann der 348 der ist so schön Oldschool wie ich (Bj 1966).
       
      Diese F40 Spiegel, diese Front, dieses Cockpit und vor allem: Die Türen.
      Bei Mobile habe ich dann den Suchbegriff Ferrari / Cabrio eingegeben.
      Da war doch der 355, der kostet ab 50k. Halt stopp was ist das denn, der 348 der sieht ja noch cooler aus und ist etwas preisgünstiger. Kann das was sein? So’n altes Auto? Boah, der hat ja die Testarossa-Türen, Hammer. Was für ein wunderschönes Auto. Den gibt es auch als Cabrio und Targa – geil. Früher hatte ich mich zwischen 308 und 911 für den Porsche entschieden, diesmal waren die Karten neu gemischt. Keine Kompromisse – ich lebe nur einmal.
       
      Bei Youtube fand ich das folgenschwere Video mit einem Test des 348 von Top Gear mit Jeremy Clarkson namens „Old Top Gear Ferrari 348“. In diesem fragt er bei 0:38 Minuten einige Passanten: „If i would give you unlimited amount of money, which car would you buy?“
       
      Die Antwort werde ich nie vergessen:
      -“FERRARI, no doubt about it”
       
      Ich war elektrisiert in dem Moment als ich das Video sah. Die Leute hatten ja Recht.
      Am besten bilde ich mir mal eine eigene Meinung über die Autos. Also frisch drauflos, wir suchen einen 348 oder 355 – wenn es geht offen.
      Fleissig mitlesen bei Carpassion, auf englischen Seiten, Testberichte und und und…..
       
      Alleine bei Carpassion ist man beim Thema 348 Technik ja abendfüllend…
      Worauf muss man achten, womit muss man leben?
       
      Die Welt des Internets ist gross...
      Viele Kontakte wurden nun geknüpft, zu Ferrari Werkstätten, Foren, Ferrarifahrern. Worauf zu achten ist, viel gelesen zb. AStrauß Lobeshymne an den 348 hier bei Carpassion.
      Ein Jahr lang dauerte die Suche, 11 Autos angeschaut. Tausende km gefahren. Eines Tages kam ich durch einen Tip zu einem 348 der in einem Forum inseriert war.
       
      Meinen Freund, auch Mechaniker, angerufen : Ich habe einen 348 in Wesel, den möchte ich mir angucken, hast am Mittwoch Abend Zeit? Er hatte. Zu zweit fühlte ich mich sicherer. Es passte beängstigend perfekt zusammen. Ich musste mich entscheiden; wenn der Wagen gut war, wovon auszugehen war, wollte ich tatsächlich einen Ferrari kaufen?
       
      Danach habe ich auf den Mittwoch gewartet. Bei Youtube war ich, wie so oft abends, 348 Videos schauen. Da fällt mir „mein“ Auto bei youtube über die Füße. Das Kennzeichen, das kenne ich doch – das glaube ich jetzt nicht ! ! Da fährt mein evtl. zukünftiges Auto durchs Bild, ich sehe den Fahrer und seine Frau auf meinem Bildschirm bevor ich das Auto zwecks Probefahrt sehe. Das gibt es doch nicht !!! Das kann jetzt nicht sein? Deja vu?
      Es stellte sich heraus das der Besitzer mitbekommen hatte, das ein ferraribegeisterter Radfahrer sein Auto filmte als er mit seiner Frau Essen fuhr. Das Video sah er dann zum ersten Mal, als wir nach der Probefahrt bei Ihm im Büro saßen...
       
      Wir fuhren hin, das Auto stand auch real wirklich gut da, zudem in einer trockenen Halle, es sprang sofort an, die anschließende Probefahrt war der Hammer. Leistung-top. Gasannahme-sehr gut. Kupplung-sehr gut. Bremse-gut bis sehr gut. Schaltung: der beste 348 den ich gefahren habe. Lenkung: super, die beste Lenkung die ich an einem 348 gesehen habe. Ich hatte ein Kribbeln in den Fingern, ich wusste, die Entscheidung die ich in 25 Jahren nie treffen musste, sie stand bevor.
       
      Mein Mechaniker durfte auch fahren; auch er meinte „wirklich gut, wenig Spielraum zum Verhandeln.“
      Der Gedanke schoss mir durchs Gehirn:
      *Michael, wenn Du den nicht nimmst, brauchst Du nie mehr nach einem 348 zu suchen*.
       
      Will ich mir wirklich einen Ferrari kaufen? Ich habe mir dann alle Unterlagen angesehen, es war so wie man es sich wünscht. Ich bat mir 24h Bedenkzeit aus. Ich schlief lediglich 3 Stunden. Ich war völlig durcheinander und aufgedreht. Ich wusste nicht, was ich machen sollte.
      Ich habe zig Freunde angerufen, habe gefragt, was meint ihr?
       
      Alle, auch die Frau meines Ex Chefs meinten…….:“ wenn Du Spass dran hast und Dir es leisten kannst, kauf ihn.“
      Schliesslich habe ich den Verkäufer spät abends angerufen (wörtlich zitiert!):
      „Hallo Herr B., ich hatte ja versprochen, das ich mich heute bei Ihnen melde. Ich hab‘s mir überlegt, das Auto ist völliger Schwachsinn, man kann damit nichts machen, so was braucht niemand, ……..aber ich möchte ihn trotzdem haben 🙂.“
       
      Wir haben uns dann geeinigt und ich bekam den Wagen dann gebracht, geputzt und vollgetankt.
      Das Auto wurde natürlich bar bezahlt.
      Nachdem der Ferrari am 30. September 2010 in der Garage stand, habe ich erstmal ein paar Tage gebraucht mich zu freuen, zu neu war das Gefühl, das ist jetzt deiner !! Unfassbar. Nach 3 Wochen war zunächst das gute Wetter vorbei und dieses Jahr ist nun die erste richtige Saison für mich. Nun ist er eigentlich nicht mehr wegzudenken aus meinem Leben, der 348. Ich hab endlich Spass mit einem Auto. Ich brauch ihn nicht mal zu fahren, kann mich an dem Design nicht sattsehen. Putzen, gucken, reinsetzen, riechen. Ich frage mich warum nicht mehr Menschen einen kaufen, er ist auf jeden Fall mein Antidepressiva :-).
       
      Wenn das noch Jahre so weiter geht, kauf ich noch einen oder zwei oder drei.
      Ich kann mir eins nicht vorstellen: Das ich nochmal eine andere Marke finde die mir optisch und akustisch so gefällt, wie Ferrari.
      Auch wenn ich 25 Jahre gebraucht hab - Ich hab (m)einen Ferrari.
       
      Ich bin zwar erst 1000km mit ihm gefahren, aber die Begeisterung ist schon da wenn ich dran denke, das ich einen hab – bescheuert aber egal.
      Am liebsten fahre ich übrigens Fahrrad. Das war schon immer so. Das habe ich beim schönen Wetter heute wieder gemacht.
      Autos gibt es viele. Schöne, schnelle, gute, teure, exclusive. Aber es gibt nur eine Marke die passt. Es gibt für mich keinen schöneren Sound und kein ästhetischeres Auto.
       
      Danke, Enzo Ferrari.
    • Künftig werde ich von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen bei der Hege & Pflege des sich neuerdings in meiner Obhut befindlichen Ferrari 400GT erzählen.
      Nach Rücksprache mit Roland wird dieser Fortsetzungsroman in Form eines CP-Blogs veröffentlicht.
      Zur Einleitung des Blogs geht es hier entlang:
       
        Und der erste Blogbeitrag ist direkt hier zu finden:
        Dieser Thread hier soll dagegen für Kommentare, Rückfragen und allfällige Debatten genutzt werden, ich werde hier auch immer auf neue Blogbeiträge hinweisen.
      So bliebe einerseits die "zusammenhängende Story" im Blog ohne Unterbrechung gewahrt, andererseits steht ein Ort für Kommentare etc. zur Verfügung, auf die ich mich sehr freue!
    • Hallo zusammen
       
      Ich bin mit dem Navi im 458 eigentlich sehr zufrieden, ABER, es muss ein Update des Kartenmaterials her!!!
      Ohne den Weg über den Kauf eines 488.  
       
      Welche Infos habt Ihr dazu von euren Händlern?
      Was kann man machen? Gibt es Alternativen (Ausser den Einbau weiterer Navigationsgeräte)?
      Und ja, es darf auch etwas kosten!
       
      Bin ich der Einzige mit diesem Bedürfnis?
    • Hallo zusammen,

      Ich habe neue, originalle F40 Embleme (rechts im Bild) vererbt bekommen.
      Ich weiß nun leider nichts mit Ihnen anzufangen und würde Sie gerne verkaufen.
      Hat jemand Interesse? Oder hat jemand einen Tipp für mich, wo ich diese verkaufen könnte?
      Kenne mich leider nicht aus und bin für jeden Hinweis sehr dankbar!

      Liebe Grüße

    • Für ein richtiges Shooting war keine Zeit bei diesem spontanen Treffen, aber als Bildschirmhintergrund macht es schon was her finde ich. Was meint ihr?

       

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