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double-p

BMW Logo ist kein Propeller

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double-p
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Zur Bedeutung des BMW Logo Firmen- und Warenzeichens existieren zwei Traditionen, die sich im Wesentlichen um die Interpretation der blau-weißen Felder des Logos drehen. Die eine Geschichte und Deutung weist auf einen Zusammenhang mit einem rotierenden Propeller hin, die andere auf Bayern als Herkunftsort der Produkte. Betrachtet man die verfügbaren Quellen und den historischen Hintergrund genauer, erweist sich die eine als nicht belegbarer Mythos, die andere als historisch plausible Erklärung.

 

Gesamter Hintergrund im Text als PDF (756kB):

http://markenlexikon.com/d_texte/triebel_bmw_logo.pdf

 

Auch BMW selber stellt die Geschichte so dar (Video 4:00min):

https://www.youtube.com/watch?v=znBnNJ1Fv08

 

Allerdings sprechen die von weiss-blau :lol:

Man beachte, dass der Text von 2005 und das Video von 2009 ist.

Naja, ich nenn meinen eh "Dicken" und nicht Propeller - aber trotzdem mal sehr interessant. :-))!

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mASTER_T
Geschrieben

Ist auch lustig, gefühlt wird alle paar Jahre was anderes behauptet, mal Propeller, mal bayrisches Wappen. Und immer schön im Wechsel X-) .

kkswiss
Geschrieben

Ist das B M W Logo selber nicht egal?

BMW ist ein erfolgreiches Unternehmen, egal was für ein Logo. Und wenn sie damals ein Ei als Logo genommen hätten, mir wäre es egal. Wichtig ist, es müssen gute Autos von den Herstellern gebaut werden!

dasadrew
Geschrieben

Wenn die neue "plausible" Erklärung stimmt, sollte nicht das obere linke Feld dann weiß sein und nicht blau? :???:

LittlePorker-Fan
Geschrieben

Nein, oben rechts ist immer weiß - egal ob angeschnitten oder nicht.

Und es ist weiß und blau. In dieser Reihenfolge.

dasadrew
Geschrieben

Ich dachte aus der Wappenkunde, daß die Farbe, die oben links angeschnitten ist, die Reihenfolge der Farbgebung hergibt und daher "weiß-blau" (bezogen auf dem bay. Wappen)?

post-67848-14435349682699_thumb.jpg

LittlePorker-Fan
Geschrieben

Sorry, ich hab mich sehr chaotisch ausgedrückt und vor allem deinen ersten Post nicht richtig gelesen. Ich habe die beiden Sätze ohne dem Hintergrund des BMW-Zeichens geschrieben.

 

Das korrekte Bayerische Wappen fängt oben rechts mit der weißen Raute an. Vom Betrachter aus gesehen ist es natürlich oben links. Wappen, Flaggen, Staatssymbole werden immer von der Seite des "Trägers" aus beschrieben.

 

Das BMW-Zeichen ist tatsächlich falsch rum, gar nicht aufgefallen, ich schätze man hat damals keine Erlaubnis für die Verwendung bekommen. Bei Staatsfarben war und sind Regierungen z.T. rigoros.

Entschuldige nochmal meine erste nicht gerade qualifizierte Antwort :oops:

double-p
Geschrieben

Man haette ja einfach das PDF durchlesen koennen, da ist die Heraldik und der potentielle Grund fuer die Bedeutung des blau-weiss beschrieben O:-)

Gast
Geschrieben

Wo die blaue Ecke und wo die weiße ist lässt sich leicht merken bzw. wurde mir mal so erklärt:

B -> Blau

M -> Mitte

W -> Weiß

ganz easy... :wink:

PS Woher das Logo kommt, was es bedeutet etc....ist doch Wurst solange die Autos gut sind!

FrankWo
Geschrieben

Wenn man nicht ledeglich alle Texte dieses Jahrzehntes zur Beurteilung heranzieht, sondern Originalbeschreibungen aller Jahre des vergangenen Jahrhunderts ab 1917 zusammenfasst, liest es sich wie folgt:

 

1917 wurden die 'Bayrischen Motoren Werke GmbH' -BMW- als Nachfolger der 'Rapp Motorenwerke GmbH' gegründet. Mit dem neuen Namen wurde auch das bisherige Firmen-Logo (Pferd als Schattenbild einer Schachfigur - Symbol für den Namen Rapp) aufgegeben.

 

Aus den Muster-Vorschlägen entschied man sich für ein aus dem Flugmotorenbau stammendes stilisiertes Propellerzeichen, welches noch in 4 Teilbereiche und mit den bayrischen Landesfarben (weiß & blau) abgesetzt wurde.

 

Weil der neue Firmenname zu lang war, ist das Markenzeichen mit der Anmeldung im Oktober 1917 auf die Kernbuchstaben "BMW" gekürzt, eingetragen worden. Mit dem Kauf der 'Fahrzeugfabrik Eisenach' in 1928 kam das Logo auch auf die Kraftfahrzeuge, <1928 stand es ledeglich für Flugmotoren und Krafträder.

 

Mit Grüssen, FrankWo

LittlePorker-Fan
Geschrieben

Nochmal grob zur etwas verwirrenden, frühen BMW-Geschichte:

1913 gründete Karl Rapp in München eine kleine Motorenfabrik und stellte Austro-Daimler Lizenzmotoren für die k.u.k. Marine(flieger) her. Österreich hatte zu jener Zeit noch einen Mittelmeeranschluss. Austro-Daimler´s Motorproduktion waren in jener Zeit weitgehend durch die Heeresflieger ausgelastet.

 

Der österreichische AEG-Union Diplomingenieur Joseph Popp wurde von der österreichischen k.u.k. Marine 1914 -Kriegsbeginn- als Abnahme-Ingenieur geschickt um die restliche Produktion der 224 Austro-Daimler-Lizenzmotoren zu überwachen.

 

Er stellte zusammen mit den angeworbenen Konstrukteur Max Friz die Qualitäts- und Produktionsmängel ab und suchte sich den Investor Kommerzialrat Camillo Castiglioni.

In den frühen Kriegsjahren arbeiteten die Rapp-Werke teilweise mit den Gustav Otto Flugmaschinenwerke zusammmen. Ebenfalls ein relativ junger Flugmotorenproduzent, der allerdings durch diverse gescheiterten Eigenentwicklungen Konkurs geht. Aus dem Konkurs enstehen am 6. März 1916 die BFW - Die Bayerische Flugzeugwerke. Und die produzieren bis Kriegsende weiter Lizenzmotore.

 

Derweil läuft es für die drei Neuen der Rapp-Werke -Popp, Friz und Castiglioni- phantastisch. Man hatte im April 1917 nicht nur Karl Rapp abgelöst und die Bayerische Motorenwerke GmbH (BMW) gegründet: Nein, unter Entwickler Friz lernt der BMW IIIa das Laufen, ein revolutionärer, unheimlich starker, überlegener Wundermotor. In der Fokker DVII wird die Maschine fast unbesiegbar. Nachdem die alten Rapp-Lizenzbauten sowohl bei den k.u.k.-Heeresfliegern wie auch bei den Heeres- u. Marinefliegern des dt. Reiches ehemals stets abegelehnt wurden, bestellte das preußische Heer nach dem geglückten Probelauf im September 1917 sofort 200 Stück dieser Wundermotore. Nur zwei Monate später erhöhte man die Bestellung auf 2.000 Motore.

 

Am 13.8.1918 entstand die Bayerische Motorenwerke Aktiengesellschaft mit einer Einlage von 12.000.000 Reichsmark. Die Firma zählte bei Kriegsende 3.500 Mitarbeiter.

 

Mit dem Versailler Vertrag durfte das Deutsche Reich fünf Jahre keine Flugmotore -weder militärisch noch zivil- herstellen. Der bis dahin reine Flugmotorenkonzern brauchte ein neues Betätigungsfeld.

Die Berliner Firma Knorr-Bremse AG suchte derweil in München einen Lizenzpartner für ihre Druckluftbremse, der Kunze-Knorr-Bremse, für Eisenbahnwaggons. Hintergrund dazu ist, dass das ehemalige Königreich Bayern nach wie vor teilweise Sonderstatus genoss, vor allem auch im Eisenbahnbereich. Diese Art gegebene Protektionismus nutzten Länder gerne um ihre enormen Arbeitslosenprobleme beizukommen. Die Knorr AG konnte an die "bayerische" Reichsbahn nur Druckluftbremsen verkaufen, wenn sie auch eine bayerische Produktion hatte.

 

Und dadurch produzierte die BMW AG ab Frühsommer 1919: Druckluftbremsen.

 

Ein knappes Jahr später verkauft BMW-Investor Castiglioni die gesamte BMW AG an die Knorr AG. Aus der BMW AG wird (bis heute!) die Süddeutsche Bremsen-AG. Von den Münchnern liebevoll ´Südbrems´ genannt.

 

Zwei Jahre später gehen die von Knorr nicht benötigten BMW-Reste wieder zurück zu Castiglioni. Im großen und ganzen bestehen die Reste aus der Flugmotorenfabrik in der Lerchenauer Straße und den Namensrechten BMW.

 

Er hatte sich inzwischen in ein anderes, ehemaliges Flugmotorenwerk eingekauft - die Bayerische Flugzeugwerke, dem alten Rapp-Partner.

 

Die BFW wird zur neuen BMW. Weshalb die jetzige BMW eigentlich seine Gründung am 6. März 1916 hat - dem Gründungsdatum der BFW.

 

Die neue (sehr kleine) Firma baut Stationärs- und Hilfsmotore und es entsteht mit der R32, im Jahr 1923, das erste BMW Motorrad. Nach Ablauf der Sperrfrist des Versailler Vertrages produziert man ab 1924 auch wieder BMW-Flugmotore. Die Firma erinnert in dieser Zeit mehr einem Kontruktionsbüro und Kleinproduzenten für alles was mit Motoren zu tun hat.

 

1924 kommt die Firma auch erstmals mit Automobile in Kontakt, man arbeitet mit der SHW zusammen, wo man auch Anteile hat (Schwäbischen Hüttenwerke AG). Im Herbst erwirbt man schließlich die Dixi-Werke in Eisenach. Am 1.10.1928 entsteht die "Zweigniederlassung Eisenach der Bayerischen Motorenwerke AG, München".

 

Es kommt auch ein neuer, vorerst weiterer Investor, die Deutsche Bank unter Dr. h.c. Emil Georg von Strauss. Die neue BMW wird dadurch ein sehr "staatsnaher" Musterbetrieb. Man hat jetzt auch einen weiteren, großen Vorteil: der Dt. Bank unter von Strauß gehört auch die Lufthansa. Desweiteren hat von Strauß blendende Kontakte mit den aktuellen Machthabern wie auch mit Aufstrebenden - allen voran einem jungen Herren namens Adolf Hitler.

 

BMW wird derweil wieder mit riesigen Geldern ausgestattet:

Für die Luftfahrt - in der Deutschland und die BMW bald wieder eine Führungsrolle einnehmen werden.

Wann, wo und ob es ein Propeller war? ...

double-p
Geschrieben
Wenn man nicht ledeglich alle Texte dieses Jahrzehntes zur Beurteilung heranzieht, sondern Originalbeschreibungen aller Jahre des vergangenen Jahrhunderts ab 1917 zusammenfasst, liest es sich wie folgt:

Quellen? :???:

FrankWo
Geschrieben

... mehrere Buch-Titel zu® BMW- und allgemeinen Markenzeichen-Zeitgeschichte ..., ... sowie Werks-Propaganda-Unterlagen ...,

 

... sowie das eigene Gedächtnis - da ich Vieles (mengenbegründet) nur in mehrjährigen Abständen wieder zu sehen bekomme ...,

 

... alles in einem Satz zusammengefaßt:

Aus dem rotierenden Propeller in Stroboskop-Effekt im BMW Logo entstand das in weiß-blau unterlegte BMW-Markenzeichen.

 

... mit ergänzenden Grüssen von FrankWo

double-p
Geschrieben

Frank: genau damit wollte der erste Text ja "aufraeumen".

Bin verwirrt :)

FrankWo
Geschrieben

Hallo an Dich, double-p,

jenseits von Werksunterlagen bekomme ich monatlich <50kg an papiergestützten Datenträgern zu nichttechnischen Kfz-Themen aller Art, die Marke BMW ist mit <8% daran beteiligt. Nahezu hälftig ist es zeitaktuelles Material, der Rest behandelt Zeitgeschichte-Themen, gedruckt innerhalb der letzten 100 Jahre.

 

Unter Ersterem war bisher nichts, weswegen man Letzteres in Teilen umschreiben müßte. Deshalb der Rückgriff auf Bekanntes - welches bei mir mittlerweile zu einer 13-To-Sammlung gewachsen ist, zu meinen Wunschthemen also kaum erhebliche Lücken befürchten läßt ...,

... mit Grüssen von FrankWo.

S.Schnuse
Geschrieben

@FrankWo

Hast Du in den letzten 7 Jahren noch etwas in Deinen Papierbergen zum Thema BMW Logo weiß/blau oder blau/weiß finden können?

FrankWo
Geschrieben

Hallo, Stefan,

 

Wesentliche neue Erkenntnisse seit dem Ende des vergangenen Jahrzehnts (2010)  und meiner letzten Einmeldung zum Thema kann ich nicht ergänzen. Neuere Buch-Titel zu Kfz-Markenzeichen bedienen sich aus Quellen des vergangenen Jahrhunderts, aus welchem  auch unsere Erkenntnisse stammen.

 

Deshalb nochmal zusammengefasst:

Das Logo ist an jenes der Fa. Rapp angelehnt (1917). Weiß-Blau soll(te) die Landesfarben Bayerns darstellen. Die Beschreibung des Signums auf Andeutung eines sich drehenden Propellers kennt man seit 1929.

 

Mit Grüßen zu Dir und allen ebenfalls Interessierten ...,

 

... FrankWo.

Moose77
Geschrieben (bearbeitet)

Die Bezeichnung "weiß-blau" stammt aus der Bayernhymne:

 

Gott mit dir, du Land der Bayern,
deutsche Erde, Vaterland!
Über deinen weiten Gauen
ruhe seine Segenshand!
|: Er behüte deine Fluren,
schirme deiner Städte Bau
und erhalte dir die Farben
seines Himmels - Weiß und Blau! ?

 

Gott mit uns, dem Bayernvolke, 
daß wir, unsrer Väter wert,
fest in Eintracht und in Frieden
bauen unsers Glückes Herd!
|: Daß mit Deutschlands Bruderstämmen
einig uns der Gegner schau,
und den alten Ruhm bewähre
unser Banner - Weiß und Blau! ?

 

Gott mit ihm, dem Bayernkönig,
Segen über sein Geschlecht!
Denn mit seinem Volk in Frieden
wahrt er dessen heilig Recht.
|: Gott mit ihm, dem Landesvater!
Gott mit uns in jedem Gau!
Gott mit dir, du Land der Bayern,
deutsche Heimat - Weiß und Blau! ?

 

Hoffe somit wäre die Bezeichnung geklärt ?

CtNdl5kWcAEWigR.jpg

bearbeitet von Moose77
S.Schnuse
Geschrieben

Was haltet ihr eigentlich von dem neuen transparenten BMW Logo?

 

Ich bin ja kein Freund der Moderne, aber mir gefällt das dennoch. Auf einem weißen oder hellblauen Auto dürfte es kontrastmäßig allerdings problematisch werden.

 

grafik.png.1a2f852d8a5e5f60142c5e62f1a0dd90.png

(Foto Copyright: BMW)

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skr
Geschrieben

Ich find‘s furchtbar. Der seit Jahrzehnten gewohnte markante schwarze Rand geht flöten und damit die Hälfte dessen, was am BMW Logo so charakteristisch war. Moderner ist in meinen Augen nicht immer besser, gleiches gilt für mich auch für das verschlimmbesserte „neue“ VW Logo, auch wenn die Änderungen hier nicht ganz so drastisch ausfallen wie bei BMW.

Akalazze
Geschrieben

Das neue BMW Logo soll aber bisher nicht auf Serienautos kommen.

 

Es wird erstmal nur für Kommunikationszwecke verwendet.

skr
Geschrieben

Das war mir neu. Aber ich denke doch schon, dass das den Weg aufs Blech findet, auf Prototypen sieht man es ja auch schon.

master_p
Geschrieben

Zumindest in der Ankündigung heißt es, dass es für Kommunikationszwecke genutzt wird. Demnach also auf Pressemitteilungen (digital oder schriftlich), im Webauftritt und Social Media und natürlich auch auf Showfahrzeugen - denn sie sind auch Kommunikation bzw. Markenbildung. Auf normale Serienfahrzeuge wird's vermutlich mindestens nicht in transparent kommen - auch wenn ich das mal wirklich innovativ finden würde. Denn dann wird es sich mit einigen Lackfarben extrem beißen und wer kann das für sein Markenlogo wollen? Normalerweise ist im Styleguide alles mögliche definiert inkl. dem Logo auf (meistens) weißem Grund oder Alternativversionen auf schwarzem oder buntem Grund - in der Regel dann mit eigenem Hintergrund. Da glaube ich nicht, dass BMW das seinen Kunden überlässt, wie das Logo wirkt. Und bspw. auf Farben wie Estorilblau wird das neue blau... bescheiden aussehen.

Chris King
Geschrieben

Don‘t f...with the logo!


Sowas lässt man wie es ist...fertig. 😇

Ulf.M
Geschrieben

Moin,

BMW, was ist aus dir geworden...

Erst die "Breitmaulfroschniere" a la Audi, nun noch so`n hässliches Logo, einfach traurig.

MfG Ulf.

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      2.4. Eine zumindest Rest-Garantie von BMW war gewünscht, um die Kaufdurchsicht nicht zu intensiv betreiben zu müssen. Dafür muss man nicht bei BMW kaufen, sondern kann das Auto auch von einem Privatmann erwerben, der diese Versicherung (EuroPlus heißt das bei BMW) abgeschlossen hat, da sie übertragbar ist. Aber diesen Punkt hätte ich ggf. auch fallen lassen, dann muss eben genauer hingeschaut werden.

      2.5. Einen Touring wollte ich nicht, da ich ihn optisch nicht so schön finde, den Platz nicht brauche und der Apparat 100 kg mehr wiegt, also ein schlechteres Leistungsgewicht hat.

      2.6. Die 5er erhielten in 2007 ein Facelift, in dessen Rahmen einige sinnvolle Verbesserungen vorgenommen wurden (neues iDrive mit frei programmierbaren Tasten für präferierte Funktionen, neues Außendesign mit Klarglasscheinwerfern und Heckleuchten mit LEDs etc.). Da es zu Anfang der M5-Produktion auch Probleme mit dem SMG und einige andere Themen gegeben haben soll, kam ein Modell vor Facelift für mich nicht in Frage.

      2.7. Auch später gab es noch Veränderungen bis hin zum letzten Modelljahr (ab Sommer 2009 gebaut), in das ein HDD-Navi eingebaut wurde, was ich persönlich sehr praktisch finde. Auf die Festplatte kann auch Musik eingelesen werden o.ä.

      2.8. Letztendlich entschied ich mich dafür, einen der letzten gebauten M5 E 60 zu kaufen. Der Preisunterschied zu älteren Modellen war ohnehin nicht groß und ich wollte auch kein 100 tkm-Auto.
        In verschiedenen Foren taucht immer wieder der Hinweis auf, das Steuergerät auf die Anzahl der Launch Control-Einsätze auslesen zu lassen. Das würde ich nur beim Kauf von Privat machen, wenn mir die Aussagen des/der Vorbesitzer unglaubwürdig erscheinen. Ich habe die Launch Control noch nicht ein einziges Mal benutzt und kenne auch andere Besitzer von Autos mit diesem Feature, die es noch nie benutzt haben, weil es für sie nichts mit dem wirklich schnellen Fahren dieser Autos zu tun hat, sondern eher etwas für den Ampelsprint und etwas unreifere Zeitgenossen ist. Jemand, der die Mechanik seines Autos wirklich liebt, tut ihm das nicht an. Wenn Ihr das Auto bei BMW mit Garantie kauft, könnt ihr davon ausgehen, dass BMW, die den Speicher ja bei der Inzahlungnahme und beim Service ohnehin auslesen, ein solches Auto nicht in Zahlung nehmen oder nicht oder nur nach genauester Prüfung mit Garantie versehen werden, das sind nämlich auch Kaufleute. Bei meiner BMW-Niederlassung werden M5s nur nach Genehmigung des Verkaufsleiters zur Probefahrt herausgegeben und auch das nur äußerst selektiv. In den Probefahrtbedingungen steht ausdrücklich, dass das DSC nicht deaktiviert werden darf usw. usw. Beim Kauf von Privat würde ich die BMW-Werkstatt des Verkäufers kontaktieren, die Historie verifizieren und ggf. das Fahrzeug ohnehin von einem BMW-Fachbetrieb, der sich mit M-Fahrzeugen auskennt, checken lassen und ggf. dabei auch das Steuergerät auslesen lassen. Aber auch hier kommt es ein wenig auf die Papierform, den Zustand des Fahrzeugs und die Menschenkenntnis an. Diese entscheidet bei mir immer über die vorzunehmenden Kontrollen und ich bin damit bisher gut gefahren.
        Der M5 ist vollgestopft mit technischen/elektronischen Goodies. Die solltet Ihr beim Kauf ausprobieren, da Mängelbeseitigungen im Elektronikbereich schnell ins Geld gehen können. Das ist ein wenig zeitintensiv, doch erkennt man einen gepflegten Wagen auch daran, dass alles funktioniert. Kauft Ihr den Wagen mit EuroPlus Grantie, gilt das natürlich nur hinsichtlich des nicht versicherten Umfangs.
        Beim Kauf von BMW Händlern bekommt Ihr häufig auch das Premium Selection Zertifikat. Was das bedeutet, seht Ihr auf der Website von BMW. Auch das schränkt die notwendigen Prüfungshandlungen beim Check des Fahrzeugs ein wenig ein.
        Natürlich prüft man bei einem solchen Wagen, ob Reifen mit BMW-Kennung (Stern) aufgezogen sind, vier gleiche Reifen montiert sind, diese nicht nur ausreichend Profil aufweisen, sondern auch nicht zu alt und unbeschädigt sind, die Bremsen (Scheiben und Beläge) in Ordnung sind usw. usw., das würde jedoch diesen Thread überfrachten. Wichtig ist: Ihr kauft keinen 320d, also plant für die notwendigen Untersuchungen ein wenig Zeit ein.
        Der M5 ist von Haus aus bei 250 km/h abgeriegelt. Es gibt das sogenannte M-Drivers Package, mit dem das Limit auf echte 305 km/h angehoben wird. Der Vorteil dieses Packages ist, dass es garantiefähig ist. Außerdem wird die Geschwindigkeitserhöhung in die Fahrzeugpapiere eingetragen, so dass nicht die Zulassung des Fahrzeugs erlischt. Von nicht eingetragenen Veränderungen würde ich aus versicherungsrechtlichen und strafrechtlichen Gründen Abstand nehmen.
        Beschafft Euch die im Internet frei verfügbare Ausstattungsliste inkl. der verfügbaren Extras und überlegt Euch, was Euer Gebrauchter haben sollte. Das erleichtert ebenfalls das Eingrenzen des Angebots. Sinnvoll ist nach meiner Analyse das Navi Professional mit Bluetooth-Anbindung für Mobiltelefone, das HiFi-System Professional Logic 7 (ein digitales Surround Sound-System), der Skisack für das etwas sperrigere Gepäck, das M-Drivers Package wie oben beschrieben, der M-Sitz (mit aktiver Lehnenbreitenverstellung für Fahrer und Beifahrer), die USB-Schnittstelle (an die Ihr mit einem Adapter auch Euren iPod anschließen könnt) der optionale Heckspoiler (sehr dezent und reduziert den Auftrieb an der Hinterachse um die Hälfte!) und evt. noch der programmierbare Garagentoröffner für bis zu drei verschiedene elektronische Sender.
        Faszinierend ist, dass Ihr mit diesem Auto zwei Autos kauft, eine Limousine und einen Sportwagen. Für echte Fans einer der beiden Fahrzeuggattungen ist das natürlich ein Kompromiss. Der Automatikmodus des SMG ist wegen des fehlenden Drehmomentwandlers nicht mit einem normalen Automatik- oder Doppelkupplungsgetriebe vergleichbar. Dafür hat das SMG-Getriebe gegenüber dem Automatikgetriebe jedoch Gewichtsvorteile und auch die Leistungsverluste sind geringer. Die Fahrwerksabstimmung ist sportlich, auch auf der sogenannten Komfortstufe. Die Lenkung (Lenkwiderstand einstellbar) ist für eine Limousine relativ schwergängig. Für Sportwagenfahrer ist das alles jedoch nicht nur verzeihlich, es ist sogar teilweise erforderlich. Auf der anderen Seite kann man durch das Drücken einiger Knöpfe erfahren, dass die M-GmbH es durchaus ernst meint, wenn sie so einen Wagen bauen. Das Auto lässt sich dann sportwagenmäßig bewegen. Zu den zwei Gesichtern des Fahrzeuges gibt es ein nettes Video von Top Gear in zwei Teilen (auch wenn einige der Aussagen im Video falsch sind und nur von Unkenntnis über die möglichen Einstellungen zeugen):
         

      Falsch dargestellt ist im Video (wird in Teil 2 später teilweise revidiert): Ihr müsst nicht die M-Taste auf dem Lenkrad drücken, um die vollen 507 PS nutzen zu können, die Power Taste in der Mittelkonsole reicht. Wichtig ist, dass nach jedem Start zunächst nur 400 PS nutzbar sind, bis Ihr Euch entscheidet, die volle Leistung durch Drücken einer der beiden Tasten (Power oder M) verfügbar zu haben (auch die Gasannahme verändert sich spürbar). Auch lässt sich die Stimmausgabe des Navigationssystems natürlich stumm schalten und man kann sowohl die Lautstärke als auch den Sender am Lenkrad einstellen.. Das Fahrwerk ist einstellbar. In der Automatikstellungstellung „D“ sind 5 verschiedene Fahrprogramme abrufbar, die mit der gleichen Taste abrufbar sind, mit der beim sequentiellen Modus die Schaltpausen eingestellt werden. Den M-Modus konfiguriert Ihr über das iDrive-System. Dort habt Ihr noch einige Einstellungen exklusiv zur Verfügung: Weitere Verkürzung der Schaltpausen und noch spontanere Gasannahme. Das Rucken beim Hochschalten unter Last kann man durch kurzes Gaswegnehmen beim Schalten ganz einfach beseitigen, die Mechanik wird es Euch danken. Allgemein ist zu sagen, dass, wenn Ihr keine Erfahrungen mit dem SMG habt, es Euch wahrscheinlich zunächst nicht gefallen wird. Um es optimal nutzen zu können, bedarf es einiger Übung. Also lehnt das Fahrzeug nicht wegen des SMGs nach einer kurzen Probefahrt ab, da geht noch was.
       
      In den Foren liest man viel über gigantische Benzinverbräuche. Lasst Euch davon nicht abschrecken. Im Mix verbrauche ich bei zügiger, jedoch vorausschauender, Fahrweise 16-17 Liter. Wahr ist aber auch, dass ständiger Kurzstreckenbetrieb, intensiver Stadtverkehr und über längere Zeit freie Autobahnen zu deutlich höheren Verbräuchen führen. Wenn Ihr, wenn die Ampel auf Grün springt, Euren Mitbürgern immer zeigen müsst, dass Ihr den Größten habt, dann könnt Ihr auch locker über 30 Liter verbrauchen. Das ist aber bei fast jedem PS-stärkeren Sportwagen, den ich kenne, so.
       
      Die Versicherungskosten halten sich im gewohnten Rahmen. Rechnet bei einem langjährig schadenfreien Versicherungsvertrag mit um und bei EUR 1.000 für VK, TK, Haftpflicht mit guten Versicherungsbedingungen.
       
      Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, doch kann man es beim M5 nur wiederholen: Kauft nicht das billigste, sondern das beste Auto, das Ihr finden könnt. Das bezieht sich nicht so sehr darauf, ob das Auto 1. oder 2. oder 3. Hand ist (sagt ohnehin nichts über die Anzahl der Fahrer aus), sondern auf Unfallfreiheit, Wartungsnachweise (lückenloses Scheckheft inkl. der beim M5 vorgeschriebenen Einfahrkontrolle bei ca. 2000 km (dabei wird auch das Öl gewechselt)), Pflegezustand, nachvollziehbare Historie (auch garantierter KM-Stand!), Papiere und Schlüssel vollständig usw. Auch könnt Ihr im iDrive die Fahrzeugdiagnose aufrufen, die Euch anzeigt, ob Motoröl, Bremsflüssigkeit, Bremsbeläge etc. zum Wechsel anstehen (sollte alles mit grünen Häkchen versehen sein).
       
      Wer für einen M5 E60 maximal TEUR 20 ausgeben will oder kann, interessiert sich für das falsche Auto. Ein schlecht behandeltes und/oder gewartetes Auto kann Euch in Rechnungen treiben, die Euch den Atem nehmen. Der „gute Bekannte“, der Euren alten Dreier doch immer so toll repariert hat, wenn mal was dran war, wird sich beim M5 E60 bei vielen Problemen nur am Kopf kratzen können, da sollte man Realist sein.
       
      Mit sportlichen Grüßen
      Need 4 Speed
    • Hi
       
      weiss nicht warum aber mir gefallen diese seitlichen Embleme; kenne ich eigentlich nur von Ferarri. Schon bisschen drüber aber I like. Frage: Hat die jemand drauf und wo bezieht man ordentliche?
       
      Zusatzfrage: Gibt es das Motorhauben Originalemblem auch in Silber oder mir in Gold? Accessoires gibt es bei Lambo auch alles in Silber daher die Frage.
       
      Gerne auch schimpfen wenn ich tatsächlich unter Geschmacksverirrung leide...stehe auf so heißen Shaiz

    • Hallo Eigner eines Strohm Tornado,
      ich habe so ein Auto gekauft.
      Und da der Strohm Tornado zum verwechseln ähnlich aussieht, wie der Lamborghini countach hat einer der Vorbesitzer das Auto mit dem Logo des Lamborghini countach versehen.
      Das möchte ich gern rückgängig machen.
      Und ich nehme an, daß auch noch andere Eigner des Strohm Tornado dies gemacht haben und nun die Insignien des Strohm Tornado in einem Schubkasten o.ä. aufbewahren.
      Deshalb mein Anliegen: Ist Jemand bereit, mir diese zu verkaufen?
       





    • Der 318i touring (KM Stand 103.434) meiner Frau ist leicht inkontinent. Wenn man bei google die Wörter BMW N42 Ölverlust eingibt, findet man viele Leidensgenossen. N42 ist der Motorencode, betroffen sind aber auch andere Motoren mit N Kennung, wie z.B. der N46. Bei der Vielzahl an Austrittsstellen und er Häufigkeit der Treffer bei google, kann man davon ausgehen dass der N42 nicht zu den besten BMW Motoren gehört. Die Valvetronic ist ja auch noch so eine Sache, aber genug gejammert, Ärmel hochkrämpeln und an die Arbeit:


      Die Shopping List ist gut für den Wechsel von:
      - Kupplung
      - Kurbelgehäuseentlüftung
      - Kettenspanner
      - Ventildeckeldichtung
      - Ölwannendichtung
      - Getriebeöl
      - Hinterachsgetriebeöl
      - Kühlflüssigkeit
      - Motoröl
      - Ölfilter
      - Kraftstofffilter
      - Luftfilter
      ... und ein Red Bull für den Mechaniker (also mich).


      Stirnseitig sieht der Motor so aus. Die zwei Elektrodinger da sind Magnetventile. Das untere scheint undicht. Leider kann ich nicht wirklich eruieren wo das Öl genau herkommt. Deshalb steht auf der to do list:

      11 12 0 032 224 Ventildeckeldichtung 1x
      07 58 9 062 376 Dichtmasse Dreibond 1x
      13 62 7 548 994 Kurbelwellensensor 1x
      12 14 1 748 398 O-Ring 3x
      11 36 7 546 379 O-Ring Magnetventil 2x


      Das Öl läuft runter bis zum Lenkgetriebe, und sucht sich von dort den Wag zum Garagenboden.

      Aber wer nur vorn schaut, der übersieht noch eine viel sprudelfreudigere Ölquelle...


      Spritzwand hinten, Tatort Vakuumpumpe! Die Vakuumpumpe wird von der Nockenwelle angetrieben und sorgt für den Unterdruck des Bremskraftverstärkers. Und wie man hier sieht, tropft das teure Long Life Öl da raus. Schlimmer noch, es tropft auf den...


      Abgaskrümmer. Und ich hab mich immer gewundert warum der BMW so nach verbrannten Öl stinkt.


      Damit man an die Vakuumpumpe ran kommt, sollte man entsprechende Baufreiheit schaffen.

      Demnächst baue ich die Vakuumpumpe aus, und dann zeige ich euch, wie aus 500 € Werkstattrechnung bei Freundlichen nur 15 € werden. Ich brauche aber noch ein paar Ersatzteile und morgen ist erstmal Sonntag.

      Thema Kupplung:

      Wenn einen der Tatendrang packt, dann soll man das ausnutzen. Deshalb wechsel ich die Kupplung gleich mit.


      Wie man sieht ist es nicht ganz umsonst. Mit 140 € für einen original ZF Sachs Kupplungskit halten sich die Kosten auch in Grenzen.

      Thema Getriebe:

      Ölaustritt an der Schaltstange...


      ... und wahrscheinlich auch am Abtriebsflansch. Zwei neue Wellendichtringe sollten Abhilfe schaffen. Kosten hier: ca. 25 €.


      Thema Kraftstofffilter:

      Wahrscheinlich ist das noch der erste.


      Während der E36 nur zwei Anschlüsse (Ein- und Ausgang) am Kraftstofffilter hatte, hat der E46 ganze vier! Dafür hat er aber keine Benzinrückleitung vom Motor (wie der E36), sondern nur eine Zuleitung. Ich vermute das deshalb der Kraftstofffilter komplexer ist - und auch teurer. Fast 40 €.


      Thema Kurbelgehäuseentlüftung:

      Das sieht doch aus wie schlimmste Arterienverkalkung. Dieses weisse Zeug klebt auch am Öleinfülldeckel. Schön ist anders, und wenn das im Winter einfriert, kann das übel ausgehen. Deshalb empfehlen viele Experten den Verbau einer Kaltlandausführung, wie es BMW für die kälteren Regionen anbietet. Ich bin wagemutig und habe wieder die original Teile verwendet.


      Der Ventildeckel ist auch voll mit dem weissen Schlamm.

      Irgendwann die Tage gehts weiter - jetzt müssen erstmal noch ein paar Ersatzteile beschafft werden. Stay tuned und danke fürs Interesse!

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