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Suche Rennstrecke in der Nähe der Schweiz

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GT-Concept
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Hallo. Ich würde gerne mal auf einer Rennstrecke fahren, es sollte jedoch so wenig wie möglich kosten und nicht zu viel Zeit zur Anreise benötigen.

Ich wohne in der Nähe von Baden im Aargau, also im Norden der Schweiz.

Welche Strecken sind "in der Nähe"? Mir fällt nur Anneau du Rhin ein.

Danke im Voraus.

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kkswiss
Geschrieben

Dijon ist 2.5 Std. und Hockenheim ca. 2 Std entfernt.

AdR ist ein kleiner gefährlicher Kurs, mit wenig Auslaufzonen.

GT-Concept
Geschrieben (bearbeitet)

Danke.

Laut Google-Maps (Baden --> xyz):

AdR: 75 km, 55 min

Dijon: 318 km, 3 h 6 min

Hockenheim: 299 km, 2 h 47 min

Würdest du einem Neulenker (hab den Lappen seit dem 10. Nov) von AdR abraten?

bearbeitet von GT-Concept
Gast
Geschrieben

Du hast den Schein seit vorgestern? Und dann auf ne Rennstrecke? Was versprichst du dir davon bzw. mit welchem Ziel willst auf den Track?

Ferrari-V8
Geschrieben
Dijon ist 2.5 Std. und Hockenheim ca. 2 Std entfernt.

AdR ist ein kleiner gefährlicher Kurs, mit wenig Auslaufzonen.

:-o 2 Stunden von Baden nach Hockenheim? R E S P E K T !!!

Dann war der Weg das Ziel, ähm die Rennstrecke meine ich... :wink:

Eine recht günstige und sauschnelle Rennstrecke ist auch der Salzburgring. Ebenso ist auch Bourg-en-Bresse ganz toll. Nicht sehr schnell, aber technisch doch anspruchsvoll und extrem sicher. Für (Auto-) Rennen weniger geeignet, aber für Testfahrten ideal. Monza würde ich nicht so sehr empfehlen, da der Lack doch recht stark beansprucht wird. (Sand, Steine, Dreck, einfach fürchterlich) Der Nürburgring könnte auch eine Alternative sein. Fast täglich sind dort Touristenfahrten möglich. Auf allen anderen Rennstrecken sollte man sich einer Gruppe anschliessen. Es hat eigentlich massenhaft sehr gute Strecken im Umkreis von etwa 800 Kilometern.

Der ASR bietet in der Schweiz auch sehr gute Kurse auf (natürlich Ausländischen-) Rennstrecken an. :wink: Mit- und ohne Lizenzerwerb.

chris22
Geschrieben

Sammel mal lieber erst Erfahrung und wenn du deine Grenzen er-fahren möchstest, mach erstmal ein Fahrsicherheitstraining. Das dürfte erstmal reichen.

GT-Concept
Geschrieben
Du hast den Schein seit vorgestern? Und dann auf ne Rennstrecke? Was versprichst du dir davon bzw. mit welchem Ziel willst auf den Track?

Sorry, Fehler. Ich habe ihn seit dem 10. November!!!

Auf die Rennstrecke werde ich vermutlich frühestens im Frühling. Ich verspreche mir davon Spass und eine bessere Fahrzeugbeherrschung im Grenzbereich.

Da bringt mir ein Tag auf der Rennstrecke vermutlich mehr als die lahmen Pflichtkurse.

Ferrari-V8
Geschrieben
Da bringt mir ein Tag auf der Rennstrecke vermutlich mehr als die lahmen Pflichtkurse.

Aber nur, wenn es ein Kurs auf einer Rennstrecke ist. Freies Fahren könnte sich für Dich, Dein Auto und die Anderen auf der Strecke nachhaltig negativ auswirken.

Ich rate D R I N G E N D davon ab!

Mach doch sowas:

Fahrkurse

oder

SAR

GT-Concept
Geschrieben
Aber nur, wenn es ein Kurs auf einer Rennstrecke ist. Freies Fahren könnte sich für Dich, Dein Auto und die Anderen auf der Strecke nachhaltig negativ auswirken.

Ich rate D R I N G E N D davon ab!

Da ich nicht nachts auf öffentlichen Strassen rumrasen möchte, bleibt eigentlich nur die Rennstrecke übrig. Die Sportauto-Kurse z. B. sind mir zu teuer und von den Pflichtkursen habe ich von guten Fahrern bisher nur schlechtes gehört. Ich werde nach Möglichkeit auch nicht alleine gehen, sondern mit einem Kollegen mit Rennstrecken-Erfahrung.

Ist aber nett, dass ihr euch Sorgen um mich macht. :wink:

chris22
Geschrieben

Ich will hier nicht schwarzmalen, aber es gab in einem Amiforum einen Thread, in dem ein Fahranfänger nach der Startlaunchfunktion des M5 fragt, da seine Eltern im Urlaub sind. Es starben neben ihm auch Freunde.

Von daher, fang einfach klein an. Die Fahrsicherheitskurse reichen absolut aus, um zu erkennen, zu was man in der Lage ist und zu was nicht.

GT-Concept
Geschrieben
Ich will hier nicht schwarzmalen, aber es gab in einem Amiforum einen Thread, in dem ein Fahranfänger nach der Startlaunchfunktion des M5 fragt, da seine Eltern im Urlaub sind. Es starben neben ihm auch Freunde.

Gut zu wissen, was eine andere Person in einer anderen Situation möglicherweise selbst verschuldet hat.

chris22
Geschrieben

Gut, dann vergiss meine Meinung einfach.

Viel Spaß!

arndt556
Geschrieben

Also ich rate auch zu einem Sicherheitstraining oder Fahrkurs.

6 Monate Nachdem ich meinen Führerschein bekommen hatte, wurde mir von meinen Fahrlehrer der gleichzeitig Instruktor beim Adac ist,angeboten an einem Sicherheitstraining teilzunehmen. Habe das Angebot sofort angenommen, weil es zum einen preiswerter war als normal und weil weniger Teilnehmer dabei waren die gleichzeitg max. 1 Jahr ihren Führerschein hatten.

Was schon bei 50 kmh für Reaktionszeiten nötig waren um ein Fahrzeug noch abzufangen, waren mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Daher kann ich auch nur dazuraten auf jedenfall ein freies Fahren oder einen Trackday zu meiden.

Den Grenzbereich zu erkunden und dabei eine Fahrpraxis von 6 Monaten zu haben halte ich einfach für extrem gefährlich.

Spass und Erfahrungen sammeln gehen auch bei Adac und co. Außerdem erkennen Versicherungen oft eine Teilnahme an einem Sicherheitstraining an und gewähren günstigere Versicherungsbeiträge.

Bobolus
Geschrieben

Ich rate dir auch ab davon und bin nur unwesentlich aelter. Habe den Fuehrerschein seit ueber 2 Jahren und bin sehr gut ausgekommen ohne Blechschaden.

Dazu rate ich dir zu Sicherheitstrainings und sonstigen Trainings.

Finde es ja positiv, dass du auf der Rennstrecke rasen willst, aber dort sind auch andere Fahrer, die es noch aerger krachen lassen und vor allem ueber die noetige Erfahrung verfuegen.

Du bist dort nicht allein und du hast von Kurven anfahren, Bremspunkten etc. gar keine Ahnung. Das wird sehr boese enden, was das Schlimmste sein wird, fuer andere Unbeteiligte.

Fang klein an und taste dich mit Sicherheitstrainings an das Beherrschen des Fahrzeugs ran.

Du kannst ja nicht mal richtig Anfahren, Schalten, Bremsen, was willst du dann auf der Strecke??

Lerne das normale Beherrschen des Autos, dann wenn du ueber die noetige Reife und Fahrpraxis verfuegst, ich habe jetzt schon ueber 60-70k km runter, dann kann ich dir Fahrerlehrgaenge empfehlen.

Fahrerlehrgaenge sind sehr interessant und du lernst die Strecke, Kurven kennen, wie man faehrt, wie man sich verhaelt etc.

Nimm dir eine Rennstrecke gefaellt, wo der Preis passt und lass dir das Rennstrecken fahren beibringen. Da lernst du das Anfahren, Anbremsen etc.

Das wird dir helfen und dann kannst du dich erst alleine auf die Rennstrecke trauen, dass du dann hoffentlich niemand verletzen wirst.

Dazu habe ich mit staerkeren Autos so meine Erfahrung und ich weiss nicht

mit was du faehrst, aber ich war anfangs ueberfordert mit >200PS. Waere da nicht jemand daneben gesessen der mich geschlagen haette und dafuer sorgt, dass ich das Auto kennen lerne, wuesste ich auch nicht, ob ich noch keinen Unfall gehabt haette.

"Hochmut kommt vor dem Fall", lass dir das gesagt sein.

GT-Concept
Geschrieben
Du kannst ja nicht mal richtig Anfahren, Schalten, Bremsen, was willst du dann auf der Strecke??

Kennen wir uns oder woher weisst du so gut über mich bescheid? :-o

Bobolus
Geschrieben

Du hast den Fuehrerschein nicht mal 2 Wochen.

Muss ich noch mehr sagen??

Du bist Fahranfaenger, und kein Rennfahrer. Du hast noch keinerlei Gefuehl fuers Auto, wie es sich in Extremsituationen verhaelt etc. Dazu brauch ich dich nicht kennen, das ist bei Fahranfaengern nun mal so, und wenn du denkst bei dir ist es nicht so bist du sehr naiv.

Mach erst ein paar Sicherheitstrainings, gerade jetzt im Winter sehr interessant und hilfreich. Da lernst du das Auto zu kontrollieren, wie es sich verhaelt, wenn du nicht mehr Herr aller Dinge bist. Bei Naesse, Blitzeis, Rutschen etc.

Dann kann man sich an Fahrerlehrgaenge und Rennstrecken rantasten. Dann macht das alles ueberhaupt Sinn.

Ethan Hunt
Geschrieben

Ist ja alles gut und schön mit Erfahrung usw. und da stimme ich den meisten hier auch zu, aber eines noch von mir:

Lieber auf einer abgesperrten Rennstrecke den Grenzbereich ausloten, als auf heimischen Landstraßen, oder?

Gruß

Max

Bobolus
Geschrieben

Natuerlich loeblich, denn auf der Landstrasse ist gleich der Abflug vorprogrammiert, da hat es keine Auslaufzonen.

Aber auf Rennstrecken sind auch viele Rennfahrer unterwegs mit >400PS. Durfte das schon als Beifahrer erleben, wenn man da rumeiert, dann wird es sehr schnell sehr gefaehrlich.

Er weiss ja nicht mal, wie man sich verhaelt. Auf Rennstrecken ueberholt man auch nicht links rechts oben unten. Das ist ja kein Rennen.

Niemand will sein Auto zerlegen.

GT-Concept
Geschrieben
Du hast den Fuehrerschein nicht mal 2 Wochen.

Muss ich noch mehr sagen??

Jetzt kommt wieder die "Schlechter Neulenker, guter Routinier"-Geschichte.

Ich kenne Leute, die hatten schon mit 16 Handbremswenden drauf.

Auf der Kartbahn sind die 16-20-jährigen Neulenker und Rollerfahrer komischerweise auch immer schneller als die 40jährigen Betriebs-Ausflügler.

Bobolus
Geschrieben

Ich wuensche dir viel Spass auf der Rennstrecke und hoffe, du und dein Auto kommen unversehrt zurueck.

kkswiss
Geschrieben

Er weiss ja nicht mal, wie man sich verhaelt. Auf Rennstrecken ueberholt man auch nicht links rechts oben unten. Das ist ja kein Rennen.

Niemand will sein Auto zerlegen.

Ganz ruhig, für solche Momente gibt es ja noch die schwarze Flagge.:wink:

Du hast Recht, aber solche Autofahrer einfach mitlaufen lassen.

Entweder sind sie danach depremiert, oder das Auto steht bestenfalls im Kies.

Ich war genau so, nach dem zweiten mal Schrott wusste ich, jetzt muss ich erst noch mal ein wenig lernen.

chris22
Geschrieben

@Joshua, spar dir den Atem. Ich habs auch versucht, zwecklos!

@GT-Concept, was sagt eigentlich deine Versicherung dazu?

Bobolus
Geschrieben

Ja ich wollte nicht den Moralapostel spielen, ich wollte nur aufzeigen, dass es so gefaehrlicher ist und nicht so viel Spass macht.

Die Fahrsicherheitstrainings sind nicht zu unterschaetzen und mir macht das sehr viel Spass :)

Bei den Fahrerlehrgaengen bekommt man erstmal ein Gefuehl fuer Rennstrecke und Auto und ab dann macht es auch Spass. Wie man Anbremst, wo man wieder voll auf dem Gas ist, was es fuer verflixte Stellen gibt.

Gruss und unfallfreie Fahrt Joshua

kkswiss
Geschrieben
Ja ich wollte nicht den Moralapostel spielen, ich wollte nur aufzeigen, dass es so gefaehrlicher ist und nicht so viel Spass macht.

Die Fahrsicherheitstrainings sind nicht zu unterschaetzen und mir macht das sehr viel Spass :)

Bei den Fahrerlehrgaengen bekommt man erstmal ein Gefuehl fuer Rennstrecke und Auto und ab dann macht es auch Spass. Wie man Anbremst, wo man wieder voll auf dem Gas ist, was es fuer verflixte Stellen gibt.

Gruss und unfallfreie Fahrt Joshua

Ich weiss.

Aircraft
Geschrieben
Ich kenne Leute, die hatten schon mit 16 Handbremswenden drauf.

Wie cool! Hilft dir im Grenzbereich bestimmt viel.

Es ist einfach so. Man muss erst langsam ein Gefühl dafür entwickeln, wie sich ein Fahrzeug [im Grenzbereich] anfühlt. Generell muss man erfahren, wie sich ein Auto anfühlt. Nicht nur im Grenzbereich.

Fahr erstmal noch mindestens 5000 km. Dann können wir nochmal sprechen.

Lass dir das von jemandem sagen, der schon am eigenen Leib spüren durfte, wie ätzend (entschuldigt die Wortwahl) es sich anfühlt, wenn man ein Auto nicht mehr unter Kontrolle hat und es anschließend kracht.

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      Ein spontaner Tag auf der Nordschleife

      Relativ spontan machte ich mich am Sonntag Abend auf den kurzen Weg nach Nürburg, um einige der Leute wieder zu treffen, mit denen ich Anfang September das Vergnügen hatte, ein unvergessliches Wochenende im Allgäu zu verleben.
      Normalerweise brauche ich für die Strecke knapp unter einer Stunde, an diesem Tag war daran aber nicht zu denken! Irgendwie schien alles auf dem Weg in die Eifel zu sein, sodass ich meinem kleinen “Brenner“ nicht wirklich die Sporen geben konnte.
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      Meine Augen fielen auf:
      CGT, Erator, Imperator, Speedster, Renault Spider, 911 Turbo, 911 Carrera, Boxster…
      …und natürlich Tinas sagenumwobenes neues Spielzeug, den stärksten Mini Deutschlands ohne Dach! Ein Traum in Azur Mint – ähh ich meine natürlich Cool Blue ;-)
      Bisher wusste ich bloß, dass der Wagen Tina und ihren Nachbarn schlaflose Nächte bereitet, da sie schlafwandlerisch mitten in der Nacht zum Mini schleicht, um das „leise“ Pfeifen des Axial-Motorsportkompressors zu hören.
      Dass dieses Pfeifen natürlich von einem infernalen Bollern der Edelstahlabgasanlage begleitet wird, welches halb München weckt, nimmt man mit einem leichten Schmunzeln hin.
      Nun durfte ich diese “Rakete“ live, in Farbe und Stereo erleben!
      Die Jungs von RMS-Tuning in Österreich haben ganze Arbeit geleistet!
      Größere Bremsen passen nicht in die Räder! Größere Räder passen nicht in die Radhäuser!
      Man sieht dem Wagen an, dass er verdammt schnell ist!
      Also schnell parken und „Hallo“ sagen!
      Woher kommt denn dieses Strahlen in den Gesichtern? Alle wirkten so fröhlich, aber doch irgendwie erschöpft. Ich war leicht irritiert, bis Michael mich aufklärte warum die Fahrzeuge alle samt etwas schmutzig waren. Alle hatten bereits einen ganzen Tag Fahrsicherheitstraining im Hunsrück hinter sich. So sieht also ein Siegerlächeln nach einem Tag im Grenzbereich und darüber hinaus aus! Welch eine Augenweide! All diese Sportwagen, belegt mit diesem goldenen Bremsstaub, der nur bei vollem Bremseneinsatz entsteht.

      Kaum angekommen ging es schon wieder los – als Beifahrer im Mini ging es, natürlich offen, zum Pflanzgarten, um noch ein wenig bei den Touristenfahrten zuzusehen. Wir stellten den Mini direkt neben einem CGT ab – insgesamt standen 3 CGT auf diesem Parklatz – welch inflationäres Auftreten dieser prachtvollen Schöpfungen Zuffenhausener Automobilkunst!
      Gehören die CGT’s etwa auch zu unserer Gruppe? Natürlich!
      Zuschauen ist ja schön und gut, aber Fahren ist viel besser. Die Eifel ruft!
      Endlich den Mini mal ein wenig unter Feuer erleben. Der Mini hält was er von außen verspricht! Die Straßenlage ist natürlich hart, aber nicht zu hart – auf den etwas welligen Strassen rund um den Nürburgring fühlte sich der Wagen auf Anhieb in seinem Element – Tina steuerte den Wagen souverän durch die nur selten feuchten Waldgebiete, immer begleitet von diesem Sound der einem die Nackenhaare aufrichtet. Dank der gut abgestimmten Differentialsperre bringt der Wagen seine 270 PS besser auf die Strasse als man es von einem Fronttriebler erwarten würde! Leider bekamen wir die Semislicks wegen der niedrigen Temperaturen auf der öffentlichen Strasse nicht auf Temperatur, sodass wir nicht das volle Potential des Wagens nutzen konnten.
      Zurück im Hotel trafen wir uns alle in der Pistenklause – grade noch pünktlich um den Start des Formel 1 Rennens zu sehen. Der Parkplatz war mittlerweile mit ca. 50 Sportwagen sehr gut gefüllt. Fast jeder von uns hatte zu diesem Zeitpunkt den Autoschlüssel für diesen Abend in die Hosentasche verbannt, und im Restaurant Platz genommen.
      Nach einem sehr guten Abendessen ging es zum Einschreiben für den nächsten Tag. Eigentlich wollte ich mich grade verabschieden, da ich nur den Sonntagabend eingeplant hatte, als Klaus mich fragte ob ich nicht doch mitfahren möchte – zuerst verneinte ich dankend mit Blick auf den Schlüssel meines 65 PS Corsa. Irgendwie konnte mich Tina doch überzeugen, das Angebot anzunehmen, mich von meiner Vorlesung auszuschreiben und für einen Tag Nordschleife einzuschreiben. Ein wenig mulmig war mir schon! Aber ich hatte mich eingeschrieben und da musste ich jetzt durch. Also ab nach Hause – ich hatte ja weder ein Bett, noch einen Helm am Ring. Ich liebe das Ahrtal bei Nacht!

      Montagmorgen – gut geschlafen – gut geträumt – mulmiges Gefühl? Ja!
      Heute sollte ich also meine Feuertaufe auf dem Ring haben!
      Die Nordschleife ringt mir einiges an Respekt ab! Werde ich heile ankommen?
      Werde ich den Wagen beherrschen? Werde ich den anderen immer rechtzeitig Platz machen?
      Die Fahrt zum Ring fing ganz gemütlich mit dem obligatorischen Berufsverkehr rund um Bonn an und ging mit der schlechtesten Nachricht, für einen Tag auf einer Rennstrecke, weiter – Regen! Nun gut – weiter ging’s – das Ahrtal kenne ich auch im Regen.
      An der Nordschleife angekommen legte ich für mich fest, nur 2 geführte Runden selber zu fahren, um die anderen nicht aufzuhalten, oder zu viel zu riskieren, nur um die fehlende Leistung in den Kurven wieder wett zu machen.
      Um 10 Uhr ging es nach einem weiteren Briefing dann endlich auf die Strecke!
      Schon in der ersten Kurve konnte ich das Gripniveau der Strecke erahnen.
      Alles in allem scheint Grip extrem Mangelware zu sein!
      Mein Corsa untersteuerte in den engen Ecken gnadenlos! Gut, dass der CGT vor mir auch nicht wirklich schnell fährt! Hinter Hatzenbach hatte ich mich ein wenig auf den Untergrund eingestellt und hatte wieder vertrauen in mein Auto, und konnte mich ein wenig auf die Linie konzentrieren. Hinauf zum Kesselchen durfte ich dann direkt hinter dem Instruktor fahren. Hier machte sich mein Leistungsmangel eklatant bemerkbar – Wolfgang Kaufmann sagte liebevoll: „Jetzt habe ich unserem “Brenner“ leider den Schwung genommen, den er gerade bergauf wirklich braucht.“ Also ging es im 3. Gang kurz vorm Begrenzer Richtung Klostertal.
      Irgendwie gelang es uns dann doch 3 Fahrzeuge der Gruppe abzuhängen. Hm, es lag wohl an der Kombination Mittelmotorzicken und Semislicks auf nasser Fahrbahn. Alle wieder eingesammelt ging es direkt auf die 2. Runde.
      Kenne ich die Strecke jetzt? Nein! 20,8 Kilometer lernt man nicht in einer Runde, nicht in 10 Runden und auch nicht in 20 Runden! Also weiter mit absoluter Konzentration hinter dem CGT her. Welch eine Strecke! Welch ein Erlebnis!
      Auch die 2. Runde beendet mein kleiner “Brenner“ ohne Schaden, daher hat er sich seine Pause wirklich verdient!
      Leider wurde das Wetter nicht besser, sodass die meisten Autos nicht auf der Strecke fuhren, sondern auf dem Parkplatz warteten.
      Tina hatte mittlerweile beschlossen den Mini für diesen Tag stehen zu lassen, da die Semislicks auf der nassen Strasse wirklich unfahrbar waren.
      Beim zweiten geführten Fahren am frühen Nachmittag, hatte ich das Vergnügen bei IronMichl im Boxster mit zu fahren.
      Das erste Mal Nordschleife mit einem richtigen Sportwagen und einem Fahrer der die Ideallinie annähernd findet, war schon Klasse – der Boxster zog gelassen seine Kreise und es machte wirklich Spaß. Zum ersten Mal fielen mir die Markierungen der Einlenk- und Scheitelpunkte auf der Strecke auf. IronMichel traf diese wirklich sehr gut.
      Der Sound des Boxsters war etwas ganz besonderes – irgendwie nahm ich ihm nicht ab, dass es sich bei der Abgasanlage um die serienmäßige handelt.


      Als nächstes durfte ich bei Olli im gelben Mini mitfahren. Wieder eines dieser kleinen aber sehr feinen Fahrgeräte von RMS-Tuning. In weiser Voraussicht hatte man diesem Wagen aber Renn-Regenreifen verpasst, sodass der Mini zu dem Schnellsten gehörte was an diesem Tag auf der Nordschleife unterwegs war. Welch ein Erlebnis! Noch nie war ich auf nasser Strasse so schnell unterwegs. Olli hatte den Wagen perfekt im Griff.
      Mittlerweile wurde die Strecke an einigen Stellen trockener und das Gripniveau stieg weiter, sodass wir uns auf der Döttinger Höhe kurzfristig zu einer weiteren Runde entschlossen.
      Meine letzte Mitfahrgelegenheit war zugleich das Highlight des Tages – Ich hatte einen Platz neben Michael Düchting im Donkervoort D8 ergattert! Mein Gott – Welch eine Fahrzeugbeherrschung – es ging direkt los – keinen Zentimeter über dem Asphalt sitzend, fuhren wir durch die mittlerweile fast trockene Grüne Hölle. Bis zu diesem Tag hatte ich noch nie annähernd solche Querbeschleunigungen erlebt! Michael Düchting hatte immer den richtigen Blick für die trockene Spur, und so konnte den Donkey nichts aufhalten.
      Doch halt – was war das? Ein Streckenposten schwenkt die rote Flagge – Was war passiert?
      Nach einer halben Runde Schleichfahrt sahen wir die Ursache – ein Fahrer hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war mit der Leitplanke kollidiert. Als wir sahen, dass die Fahrzeuginsassen wohlbehalten neben dem Fahrzeug standen, fiel uns ein riesen Stein vom Herzen! Mit diesem Unfall war die Strecke für diesen Tag dann allerdings geschlossen! Insgesamt sind an diesem Tag 3 Fahrzeuge leicht beschädigt worden! Zum Glück gab es keine Verletzten! Diese 3 Unfälle sollten uns ein warnendes Zeichen sein, die Nordschleife nie zu unterschätzen, selbst routinierten Fahrern passieren auf dieser Strecke Fehler!
      Nach einer herzlichen Verabschiedung machte ich mich dann wieder auf den Weg durch mein geliebtes Ahrtal gen Bonn.
      Bleibt mir eigentlich nur noch eines zu sagen:
      Vielen Dank an Klaus für diesen Tag, an dem ich mich mehrfach kneifen musste, um sicher zu gehen dass ich nicht Träume! Vielen Dank an alle mit denen ich einen so tollen Tag verlebt habe!
      Viele Grüsse an:
      KLM, Tina, MikeMuc, Spideristi, Olli, Ironmichl, Harry, Flugelch, Mater, Botzelmann, Erator und an alle anderen die dabei waren!

      P.s.:
      Wenn jemand von euch Fotos gemacht hat kann er diese gerne hier Posten:wink:
    • Marc W.
      So, heute ist mein 993turbo endgültig in Deutschland angekommen, sprich er hat eine deutsche Zulassung! :bet:
      Ich hatte ja schon in dem Thread, wo ich das Auto gesucht hatte, angekündigt, daß ich sobald alles in trockenen Tüchern ist, einen alles umfassenden und detallierten Erfahrungsbericht erstelle. Damit sollen viele Fragen und Halbweißheiten, die im Raum stehen endgültig geklärt werden.
      Vorab möchte ich noch zwei Anmerkungen machen:
      Dieser Bericht ist hoffentlich komplett fehlerfrei, dennoch kann es sicherlich einige individuelle Abweichungen geben. Durch gesetzliche Veränderungen (Steuer/Zoll/TÜV/Zulassung) hat sich in den letzten Monaten einiges geändert. Mein Bericht dürfte momentan (Mai 2007) aktuell sein. Dennoch wäre es schön, wenn dieser Thread immer wieder mit neuen Erfahrungen gefüttert wird, damit er auch immer auf dem jeweils aktuellen Stand bleibt.  
      Nun gehts los:
       
      1. Vorbereitung:
      Am 01. Mai 2007 habe ich hier über das Forum einen Kontakt in die Schweiz vermittelt bekommen. Nach kurzem Kontakt stellte sich heraus, daß das Auto für mich hoch interessant ist. Darauf hin habe ich mit dem Verkäufer per Fax eine Vereinbahrung getroffen, die folgenden Inhalt hatte:
      Unfallfreiheit Kilometerstand glaubhaftes Serviceheft event. Mängel Ausstattungsmerkmale Preis inkl. 7,6%-MwSt. als Verhandlungsbasis und Akzeptanz von Zahlung in EUR kein Zwischenverkauf bis 15:00 des Folgetages  
      2. Bargeld in die Schweiz:
      Als gelernter Steuerfachangestellter bin ich mir der Problematik sehr bewußt. Ursprünglich war meine Vorstellung, daß ich bei der Einreise in die Schweiz beim deutschen Zoll das Bargeld deklariere. Falls ich das Auto also nicht kaufen sollte, hätte ich damit den Nachweis, daß ich am selben Tag mit dem Bargeld in die Schweiz eingereist bin. Leider geht meine Idee aber nicht, weil es dafür keinen Paragraphen gibt und somit ein deutscher Beamter auch niemals etwas macht, was nicht schriftlich vorgesehen ist.
      Der Weg war dann viel banaler, die Service-Hotline hat mir empfohlen, Nachweis zu führen, wo das Geld herkommt (Abhebung bei der Bank) und wofür es benötigt wird (Autokauf, Korrespondenz mit dem Verkäufer). Außerdem muß man es logischer Weise deklarieren, wenn man am Zoll darauf angesprochen wird. Sprich, wenn ich ohne Autokauf mit dem Bargeld wieder nach Deutschland einreise, kann ich belegen, daß ich es am Tag zuvor in Deutschland abgehoben habe und das ich es zum Zweck eines Autokaufs mit in der Schweiz hatte.
       
      3. Kauf und Fahrzeugübernahme in der Schweiz:
      Wenn man sich nach der Besichtigung, einer Probefahrt und eventueller Nachverhandlung handelseinig wurde, kann man nun das Auto kaufen. Ähnlich wie in Deutschland beinhalten in der Schweiz nur Neuwagen und Firmenfahrzeuge die Mehrwertsteuer (7,6%), Privatfahrzeuge sind somit brutto=netto.
      In meinem Fall war es zum Glück ein Firmenfahrzeug mit ausweisbarer Mehrwertsteuer, entsprechend hatte ich die Möglichkeit - gemäß dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland - das Auto ohne die schweizer MwSt. netto zu kaufen!
       
      Wichtig ist, daß man den schweizer Fahrzeugausweis vom Verkäufer mitbekommt, diesen benötigt man für die Vollabnahme in Deutschalnd.
      In meinem Fall hatte ich deutsche, rote Nummern dabei. Damit bewegt man sich in der Schweiz im Graubereich, bis jetzt habe ich noch keine offiziellen Informationen gefunden, ob man damit in der Schweiz fahren darf, oder nicht. Auf Anfrage bei der schweizer Polizei wurde mir allerdings mündlich gesagt, daß es tolleriert wird, wenn man auf dem kürzesten Weg ausreist.
       
      4. Vorbereitung Export/Import:
      Hierfür benötigt man doch so einige Dokumente. Meine Empfehlung ist, sich hier auf Profis zu verlassen, die soetwas regelmäßig vorbereiten. In meinem Fall war das die Spedition Frederick & Stähli direkt am Grenzübergang in Kreuzlingen/Konstanz. Diese hat folgende Dokumente vorbereitet:
      Ausfuhrbescheinigung Einfuhrbescheinigung Warenverkehrsbescheinigung EUR 1 Unbedenklichkeitsbescheinigung  
      Für diese Vorbereitung sollte man ca. 1 Stunde einkalkulieren. Die Dienstleistung kostet EUR 90. Ein Doppel der Ausfuhrbescheinigung hat die Spedition direkt dem Verkäufer zugeschickt, damit er bei seinem schweizer Finanzamt einen Nachweis hat, warum er das Auto netto verkauft hat.
      Ein besonders Augenmerk gilt hier der Warenverkehrsbescheinigung, dies dient als Nachweis, daß der Ursprungsstaat auch gleich dem Bestimmungsstaat ist (in diesem Fall Deutschland). Nur mit dieser Bescheinigung und dem Nachweis, daß man ein deutsches Produkt wieder nach Deutschland einführt braucht man keinen Zoll (10%) bezahlen. Früher mußte man sich die Warenverkehrsbescheinigung von dem jeweiligen Hersteller besorgen (dauerte teilweise Wochen), inzwischen konnte die Spedition dies auch online und augenblicklich abfragen. Eine böse Falle ist z.B., wenn man sich einen Mercedes ML in der Schweiz kauft. Der ML ist zwar von einem deutschen Hersteller, wird aber in den USA produziert, ergo muß man 10% Zoll zahlen, weil man eben keine Warenverkehrsbescheinigung EUR 1 für dieses Auto bekommt.
       
      4. Export aus der Schweiz:
      Wenn man nun alle Dokumente zusammen hat, geht man in das Zoll-Abfertigungsgebäude. Dort gibt es schweizer Export-Schalter und Deutsche-Importschalter. Als erstes muß man das Auto logischer Weise exportieren. Das geht sehr schnell, dauert ca. 5 Minuten und ist unkompliziert.
       
      5. Import nach Deutschland:
      Hier sieht es noch mal ein bißchen anders aus. Wartezeit 30 Minuten, dann beim ersten Blick vom Zöllner festgestellt, das die Trackingnummer von der Spedition fehlt, also noch mal zur Spedition und noch mal 40 Minuten anstehen. Das Arbeitstempo - naja, möchte ich öffentlich kein Wort drüber verlieren. Für so Sonderfälle, wie den Import eines Porsches kam dann der Abteilungsleiter, um den Vorgang zu bearbeiten. Dieser hatte sich zuvor schon mit Hilfe des Internets informiert, ob der Kaufpreis einigermaßen dem Marktwert entspricht, damit man gar nicht in Versuchung kommt den Staat um einen Teil der EUSt. zu beschei...
       
      Der Abteilungsleiter hat dann auch höchstpersönlich die Fahrgestellnummer kontrolliert, noch ein paar Fragen gestellt und dann die Papiere fertig gemacht. Wichtig dabei ist, daß er ein Siegel auf die Unbedenklichkeitsbescheinigung setzt. Vergißt er dieses Siegel, kann man das nie mehr nachbessern und somit das Auto auch nie mehr zulassen! Sind die Papiere fertig, darf man zur Kasse gehen und vor Ort die 19% Einfuhrumsatzsteuer (= MwSt.) in bar entrichten, zzgl. einer Bearbeitungsgebühr von EUR 25. Neben dem oben genannten Siegel ist außerdem wichtig, daß man genügend Zeit mitbringt. Die Zollschalter haben nur bis 17:30 geöffnet, egal wie viele Leute noch vor dem Schalter stehen!!!
       
      Herzlich willkommen in Deutschland!
       
      6. Vorbereitungen für die Vollabnahme beim TÜV:
      Ein gebrauchtes Auto, welches noch nie in Deutschland zugelassen war, muß zur Vollabnahme, ein Neuwagen hat dafür sogenannte COC-Papiere, dann benötigt man keine Vollabnahme. War das Auto in den letzten 7 Jahren schon mal nachweislich in Deutschalnd zugelassen, reicht auch eine normale TÜV-Abnahme.
       
      In meinem Fall mußte es die Vollabnahme gem. §21 sein, hierfür sollte man sich vorbereiten und z.B. alle Gutachten für Besonderheiten (z.B. Abgasanlage) zur Hand haben, hatte ich aber auch nur in Kopie. Eigentlich gilt am besten, immer alle Unterlagen mit nehmen, die sich bislang gesammelt haben!
       
      7. Vollabnahme beim deutschen TÜV:
      Dies entspricht eigentlich einer normalen TÜV-Prüfung, mit dem Unterschied, daß ein besonderes Augenmerk auf die Fahrgestellnummer gelegt wird und der TÜV-Ing. ein Gutachten anfertigt, was wie in den Fahrzeugpapieren zu stehen hat. Wenn man gerade beim TÜV ist, sollte man auch gleich eine Abgas-Untersuchung (AU) machen lassen, die benötigt man nämlich logischer Wiese auch für die deutsche Zulassung.
       
      8. Zulassung bei der Zulassungsstelle:
      Auch hier gilt wieder, alles mit nehmen, was man inzwischen an Dokumenten gesammelt hat. Die Zulassungsstelle hat so ziemlich alles eingescannt, den schweizer Fahrzeugausweis, die Exportbescheinigung, die Importbescheinigung, die Quittung über die gezahlte EUSt., die Unbedenklichkeitsbescheinigung inkl. Siegel, das Gutachten des TÜVs und die AU-Bescheinigung.
      Früher mußte man für eine solche Zulassung beim Kraftfahrtbundesamt noch eine zweite Unbedenklichkeitsbescheinigung anfordern, die dazu dient, nachzuweisen, daß das Auto nicht als gestohlen gemeldet ist. Alleine dies hat teilweise Wochen gedauert. Seit 01. März 2007 kann zumindest unsere Zulassungsstelle dies online abfragen! Noch ein kleines Detail, ab dem 01. Mai 2007 kann man nur noch ein Auto zulassen, wenn man in das Lastschrifteinzugsverfahren für die Kfz-Steuer einwilligt!
       
      DAS WARS!!! Herzlichen Glückwunsch zum schweizer Porsche mit deutscher Zulassung!
    • Stig
      Gemäss einem aktuellen Bericht der Zeitschrift Auto&Wirtschaft (Ausgabe 1+2/19) ist es seit kurzem nicht mehr möglich, mit einem Schweizer Händler-Schild ("U-Nummer") nach Deutschland zu reisen!
      Bei Missachtung droht Anzeige & Busse oder gar Beschlagnahmung.
       
      Ebenso hat der Kanton Aargau zu Fahrten ins Ausland mit der U-Nummer vor kurzem eine Publikation verfasst:
      https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dvi/dokumente_5/stva_1/fahrlehrer_und_garagen/haendlerschilder/Haendlerschilder_-_Fahrten_im_Ausland.pdf
       
      Davon betroffen sind ja nicht nur Unternehmer (-> U-Nummer), auch an grössere Sammler werden in gewissen Kantonen ja solche Nummern verteilt.


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