Jaguar XE S – Großbritannien schlägt zurück

Soeben wurde in London der neue Jaguar XE S enthüllt. Das Topmodell der neuen XE-Baureihe kommt mit einem 340 PS starken Sechszylinder-Kompressor-Motor und begibt sich ins hart umkämpfte Marktsegment der Mittelklasse, wo er auf die deutschen Mitbewerber vom Schlage BMW 3er, Audi A4 und Mercedes-Benz C-Klasse treffen wird. Als XE S spurtet die Limousine in nur 5,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Jaguar XE S

Jaguar XE S
Bild 1 von 6

Der Jaguar XE S ist die Topmotorisierung der neuen Modellreihe, die im Mittelklasse-Segment gegen Audi A4, BMW 3er und Mercedes-Benz C-Klasse antritt.

Jaguar kehrt in die Mittelklasse zurück. Wer rund 10 Jahre zurückdenkt, mag sich an den X-Type erinnern. Jenes Modell, das auf dem Ford Mondeo basierte und diese Verwandtschaft weder innen noch technisch leugnen konnte. Ein derartiges Scheitern wollten die Briten diesmal bereits im Keime ersticken und entwickelten den neuen Jaguar XE konsequent als Gegner für Mercedes-Benz C, Audi A4 und BMW 3er.

Vorgestellt wurde heute Abend am Londoner Earls Court erst einmal nur die Topversion, der Jaguar XE S. Die weiteren Motorisierungen folgen kommenden Monat auf dem Pariser Autosalon. Der XE S erhält den drei Liter großen V6-Kompressor-Motor aus dem F-Type mit 250 kW/340 PS und einem maximalen Drehmoment von 450 Newtonmetern, das über eine ZF-Achtgang-Automatik zu den Hinterrädern gelangt. Damit beschleunigt er in 5,1 Sekunden von null auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.

Optisch weiß der neue Jaguar XE S durchaus zu gefallen. Er nimmt das aktuelle Jaguar-Design auf und verfeinert es mit dynamischen Details. Zusätzlich ist er der aerodynamischeste Wagen, den die britische Firma jemals gebaut hat. Der Luftwiderstandsbeiwert (Cw-Wert) liegt bei lediglich 0,26. Damit wird ein wichtiges Entwicklungsziel teilerfüllt: Gute Aerodynamik führt zu niedrigerem Verbrauch. Auch die Aluminium-Bauweise des Monocoques mit lediglich 1,1 Millimetern Wandstärke bei den Seitenteilen trägt zu geringem Spritverbrauch bei.

Ein Jaguar soll jedoch auch sportlich fahrbar sein – das fordern zumindest Fans und Fahrer der Marke. Die britischen Entwicklungsingenieure entschieden sich daher entgegen des in dieser Klasse üblichen Trends gegen eine McPherson-Vorderachse und verbauen beim XE eine Doppelquerlenker-Lösung aus geschmiedeten Aluminiumbauteilen. Auch hinten wurden gängige Konventionen umgangen und stattdessen eine Aluminium-Integral-Hinterachse eingebaut. Zusammen geben diese Konstruktionen dem XE eine hohe Quer- und Längssteifigkeit, die zu hoher Fahrdynamik, präzisem Handling und hervorragendem Komfort führen.

Natürlich sind im XE auch alle aktuellen Helferlein an Bord, die man in seiner Klasse von einem Premiumprodukt erwartet. Mehr noch, erstmals kommt hier die All Surface Progress Control (ASPC) zum Einsatz, die selbst auf schlüpfrigem Untergrund hilft, bestmögliche Traktion bei Geschwindigkeiten zwischen 3,6 und 30 km/h aufzubauen. Dazu kommt die neueste Generation des Laser Head-Up-Displays, das nun fast ein Drittel leichter und deutlich kleiner als das bisherige System ist, gleichzeitig jedoch deutlich kontrastreichere farbige Symbole, beispielsweise zu Geschwindigkeit und Navigation, in die Windschutzscheibe projiziert. Über eine Stereo-Videokamera wird zudem ein City-Notbrems-Assistent mit Daten versorgt, um im Notfall eine Vollbremsung einzuleiten. Verkehrszeichenerkennung, Totwinkel-Assistent, Spurwechselwarner und adaptiver Tempomat zählen ebenfalls zur Ausstattungsliste.

Das Interieur erhält ein neues InControl Infotainment-System, über das sich der Fahrer mit der Außenwelt verbinden kann. Bedient wird es über einen acht Zoll großen Touchscreen-Monitor, der mittig im Armaturenbrett sitzt und auch über Sprachbefehle angesteuert werden kann. Das integrierte Navigationssystem arbeitet mit SD-Karten und kann somit schnell mit aktuellem Kartenmaterial auf den neuesten Stand gebracht werden. Über Bluetooth und Audio-Streaming sowie einen USB-Slot kann zudem die Lieblingsmusik des Fahrers abgespielt werden. Der XE ist zudem ein WLAN-Hotspot, über den mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablet-PCs mit dem Internet verbunden werden können. Zudem können diverse Apps im Fahrzeug genutzt werden. Umgekehrt können Benutzer von iOs- oder Android-Geräten von außerhalb auf ihren XE zugreifen und diverse Funktionen von weitem einstellen – beispielsweise die Programmierung von Klimaanlage und Heizung oder das Öffnen und Schließen der Zentralverriegelung.

Details zu den weiteren Motorisierungen und das Design der weniger sportlichen Modellgeschwister wird es erst auf dem Pariser Autosalon geben.

Quelle: Jaguar

Tags:

Kategorie: Magazin

Schreiben Sie einen Kommentar

Spam-Schutz * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.