Brabus E V12 Cabrio – Zu viert schnell mal den Sommer genießen

8. Juli 2011

Das schnellste viersitzige Cabrio der Welt kommt aus? Nein, weder Großbritannien, noch Italien ist die korrekte Antwort. Man muss nicht weit in die Ferne schweifen, sondern muss lediglich in den Ruhrpott nach Bottrop blicken. Dort entsteht mit dem Brabus E V12 Cabrio eine 800 PS starke Variante des vierfachen Sommergenusses. Allerdings werden wohl nur wenige Exemplare dieses offenen Sportlers auf deutschem Boden bleiben.

Brabus E V12 Cabrio

Brabus E V12 Cabrio
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Das Kennzeichen macht es bereits klar: Die meisten Exemplare des Brabus E V12 Cabrio werden vermutlich in die Sammlergaragen reicher Scheichs rollen.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Diesen alten Spruch nahm sich Mercedes-Benz-Tuner Brabus aus Bottrop zu Herzen und setzte ein dickes Ausrufezeichen hinter das jahrelange Gerangel, welches Land das schnellste viersitzige Cabrio der Welt baut. Maseratis und Bentleys aufgepasst, hier kommt ein Fahrzeug, für das ihr die linke Spur räumen müsst! Das Brabus E V12 Cabrio zieht los, um die Straße zu erobern.

Bereits die Karosserieanbauteile aus hochfestem und ultraleichten Carbon machen deutlich, dass mit diesem Fahrzeug nicht zu spaßen ist. Vorn und hinten wurden die Radhäuser verbreitert, um Platz für deutlich größere Leichtmetallräder im 19 Zoll-Format zu schaffen. Am Heck sind es 60 Millimeter, die der Brabus gegenüber dem serienmäßigen E Cabrio in die Breite wächst. Die neue Frontschürze sieht nicht nur sportlicher aus, sie reduziert auch wirksam den Auftrieb an der Vorderachse und schaufelt mehr Fahrtwind auf die Kühler und die vorderen Bremsen. Integrierte, senkrecht angeordnete Tagfahr-LEDs sorgen dafür, dass das E V12 Cabrio auch im Rückspiegel erkannt wird. Auf dem Kofferraumdeckel sorgt ein Heckflügel für Abtrieb auf der Hinterachse.

Der ganze Aufwand an der Karosserie kommt nicht von ungefähr. Immerhin möchte man die hohe Leistungsabgabe des Motors auch auf den Asphalt bringen. Unter der vorderen Haube arbeitet das selbe 6,3 Liter große V12-Biturbo-Aggregat, das auch in der E V12 Limousine seinen Dienst verrichtet. Unter’m Strich stehen hier 588 kW/800 PS und ein maximales Drehmoment von 1.420 Newtonmetern zur Verfügung. Da diese rohe Gewalt binnen kürzester Zeit Zahnradsalat aus dem Getriebe machen würde, limitierte Brabus das Drehmoment auf „nur noch“ 1.100 Newtonmeter.

Wer nun Sorge hat, dass die Fahrwerte unter dieser Limitierung leiden könnten, wird schnell beruhigt: Die Zahlen 3,7 und 9,9 stehen ebenso dagegen, wie die 23,9. Wer diese Zahlen in Sekunden nimmt, kennt die Beschleunigungszeiten auf 100, 200 und 300 km/h und kann sich grob vorstellen, wie sehr nun der Orkan durch das Cockpit fegt. Das Ende der Fahnenstange ist erst bei Tempo 370 erreicht. Wie gesagt: Brabus setzt ein dickes Ausrufezeichen hinter die Frage, wer das schnellste viersitzige Cabrio baut.

Die bis zu vier Insassen nehmen bei Brabus traditionell auf edlem Leder platz. Das allererste Fahrzeug, das nun am neuen Stützpunkt in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten vorgestellt wurde, zeigt auf, dass in Punkto Farbwahl keine Grenzen gesetzt sind. Auf Wunsch des Kunden wurde lippenstiftrotes Leder mit schwarzen Akzenten vereint und durch Echtcarbon-Dekorblenden an Armaturenbrett, Mittelkonsole und Türverkleidungen veredelt. Um bereits im Stand die Ansprüche des E V12 Cabrio klar zu machen, verpasste Brabus dem Wagen einen Tacho mit Skalierung bis 400 km/h.

Wer sich nun vorstellen könnte, ein Brabus E V12 Cabrio zu besitzen und mit drei guten Freunden den Sommer mit hoher Geschwindigkeit zu genießen, sollte sich nun setzen und tief durchatmen: Brabus baut Ihnen gern ein persönliches, individualisiertes Exemplar des E V12 Cabrio auf. Allerdings verlangen die Bottroper dafür mindestens 478.000,- €. Das sind immerhin 119.500,- € pro Sitzplatz. Dieser Preis wird die Verbreitung des Wagens wohl in engen Grenzen halten, was aber auch den Vorteil hat, dass wohl kaum einer Ihrer Nachbarn das gleiche Auto fahren wird.

Quelle: Brabus

Autor: Matthias Kierse

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Kategorie: Magazin

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