Saleen FourSixteen – Tesla unter Strom

Im Rahmen des Pebble Beach Concours d’Elegance hat Saleen den neuen FourSixteen auf Basis des Tesla Model S vorgestellt. Durch neue Software verspricht man sich bessere Performance des Elektroantriebs. Zudem wurde die Kühlung verbessert und ein Sportfahrwerk verbaut. Dazu gibt es umfangreiche Veränderungen an der Aerodynamik und ein komplett mit edlem Leder-Alcantara-Mix in Bicolor-Optik bezogenes Interieur.

Saleen FourSixteen

Saleen FourSixteen
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Der Saleen FourSixteen auf Basis des Tesla Model S feierte im Rahmen des Pebble Beach Concours d'Elegance seine Weltpremiere.

Für Autofans, die sich im Bereich der Supersportwagen auskennen, ist die Marke Saleen ein Begriff. Grund dafür ist der S7, der zwischen 2000 und 2008 als heißester US-amerikanischer Sportwagen mit bis zu 760 PS vom Band rollte und auch in der FIA-GT1-Rennserie erfolgreich unterwegs war. Danach wurde es jedoch relativ ruhig um die Marke – zumindest auf unserer Seite vom Atlantik. In den USA ist Saleen auch als Tuner, speziell für Ford-Modelle bekannt.

Nun wird die Ruhe jedoch auch hierzulande unterbrochen, denn beim Anblick des Saleen FourSixteen denkt man direkt nur eines: Den kenn ich doch? Richtig, als Basis für dieses Fahrzeug dient der Tesla Model S, den wir im CPzine vor einiger Zeit im Fahrbericht präsentiert haben. Saleen verpasst dem Wagen eine Rundumkur, die sowohl die Technik als auch das Fahrwerk, den Innenraum und die Karosserie umfasst.

Während der Tesla-Elektromotor mit seiner Ausgangsleistung von 310 kW (umgerechnet 421 PS oder für die Amerikaner 416 BHP, daher der Name FourSixteen) nicht verändert wurde, verbaut Saleen einen neuen Antriebsstrang mit kürzerer Untersetzung, um die Beschleunigung zu verbessern. Durch ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse wird zudem die Traktion in Kurven deutlich verbessert. Mittels eines größeren Wasserkühlers wurde zudem die Kühlung des Antriebs verbessert, um auch in Extremsituationen viel Leistung abrufen zu können.

Auf der Chassis-Seite kommt ein Sportfahrwerk zum Einsatz, bei dem die Ingenieure gezielt auch auf die Alltagstauglichkeit geachtet haben. Es ist wahlweise fest oder voll einstellbar erhältlich. Zudem wurde die Software der Traktionskontrolle angepasst, um dem Fahrer mehr Spaß auf Rennstrecken zu ermöglichen, aber auch auf der Straße mehr Rückmeldung in Kurven zu haben und gleichzeitig das Fahrerlebnis zu verbessern. 14 Zoll große, innenbelüftete Stahlbremsscheiben sorgen im Saleen FourSixteen für ordentliche Verzögerungen. Für Performance-orientierte Kunden sind auch Carbon-Ceramic-Scheiben im Programm.

Optisch wirkt der Saleen FourTwelve deutlich sportlicher als das Ausgangsfahrzeug. Dies erreichen die Amerikaner durch neue Schürzen an Front und Heck, einen sauber integrierten Diffusor und einen großen Spoiler auf dem Kofferraumdeckel. Das Gesamtkonzept wurde im Windkanal erprobt und sowohl in Hinblick auf einen sauberen Luftstrom als auch auf gute Anströmung der Kühler optimiert. In den Radhäusern finden sich große Schmiedefelgen im Zehnspeichendesign, die mit Michelin-Pneus bereift sind.

Beim Interieur haben die Interessenten freie Wahl, was die Kombinationen aus Leder und Alcantara angeht. Beim Neubeziehen der Sitze werden alle vier tiefer ausgeformt um mehr Seitenhalt zu generieren. Passend angefertigte Türpaneele übernehmen den gewählten Look der Sitze. Dazu gibt es Sichtcarbonblenden, deren Einfärbung ebenfalls frei bestimmt werden kann. Zusätzlich wird eine neue Mittelkonsole integriert, durch die den Passagieren in beiden Sitzreihen mehr Unterbringungsmöglichkeiten geboten werden. Auch ein Becherhalter und ein Staufach für elektronische Geräte inklusive Ladeanschluss wurden bedacht.

Der Saleen FourSixteen kostet in den USA als Komplettfahrzeug ab 152.000,- US$ abzüglich der landesweit unterschiedlichen Fördergelder für Elektrofahrzeuge. Darin inbegriffen ist eine Garantie über vier Jahre oder 50.000 Meilen. Alle Komponenten sind zudem als Nachrüstteile für Tesla Model S Kunden erhältlich.

Quelle: Saleen

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Kategorie: Magazin

Kommentare (1)

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  1. Rafael de Mestre sagt:

    Mal sehen ob es den dann irgendwann in der Europa Version gibt, bin gespannt auf die Performancewerte 🙂