Porsche 997 Carrera GTS – Mit Knackarsch Richtung Rente

Bald ist die Bauzeit des Porsche 997 zu Ende und doch schicken die Zuffenhausener noch einmal eine neue Version ins Rennen um die Gunst der Käufer. Mit dem breiten Heck der Allradversionen, werksseitiger Leistungssteigerung auf 408 PS und einigen weiteren Extras kommt der Porsche 997 Carrera GTS mit Hinterradantrieb sowohl als Coupé als auch als Cabriolet auf den Markt. Gezeigt wird er erstmals auf dem Auto Salon in Paris.

Porsche 997 Carrera GTS

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Mit dem 997 holte Porsche einige Kunden zurück zum klassischen 911er, die durch die Spiegeleileuchten des 996 verschreckt worden waren. Mit den klassisch-runden Scheinwerfern machte man die Hardcore-Fans glücklich, während die Fahrleistungen der vielen verschiedenen Versionen Sportler und Cruiser gleichermaßen anmachten.

Die Varianten decken so ziemlich jeden Leistungsbedarf und Einsatzzweck ab, den sportliche Coupés und Cabriolets anreißen können. Ob nun der Carrera mit seinen 254 kW/345 PS, die Targas oder die Reihe der Turbo und Turbo S, oder auf der beinahe renntauglichen Seite der GT3 und die beiden RS-Versionen von GT3 und GT2, es ist für jeden etwas dabei. Sollte man zumindest meinen. Doch nun schließt Porsche eine tatsächlich existente Lücke im Portfolio mit einem knackigen Modell kurz vor Bauzeitende.

Mit dem Porsche 997 Carrera GTS, der als Coupé und Cabriolet ins Programm aufgenommen wird, bringen die Zuffenhausener erstmals den Breitbau der Allradversionen bei einem Hecktriebler-997 zum Einsatz. Zusätzlich rüstet man das neue Modell mit der Werksleistungssteigerung – im Werksjargon WLS genannt – aus, die ihm zu 300 kW/408 PS und 420 Newtonmetern Drehmoment verhilft. Dank Porsche Intelligent Performance verbraucht der Carrera GTS nicht mehr Benzin als der 23 PS schwächere Carrera S.

Dank der hinten um 44 Millimeter weiteren Karosserie ist der Einsatz von breiteren Rädern möglich, was sich positiv auf die Querbeschleunigung auswirkt. Serienmäßig gibt es schwarz lackierte RS Spyder-Felgen mit Zentralverschlüssen in 19 Zoll, auf Wunsch ist auch das Carrera Sport-Rad in der gleichen Größe erhältlich. Mit der Sport-Design-Bugverkleidung, einer schwarz lackierten Spoilerlippe, neu gestalteten schwarzen Schwellerblenden, schwarz abgesetztem Bereich zwischen den Auspuffendrohren und je nach Außenfarbe schwarz oder silber gestalteten „Carrera GTS“-Schriftzügen auf den Türen und am Heck macht sich das neue Modell von außen unverwechselbar.

Ab Werk nimmt die Besatzung auf den guten Sportsitzen platz, die mit schwarzem Alcantara bezogen sind. Dieses handschmeichelnde Material findet sich auch auf dem Lenkrad, der Türverkleidung, dem Handbrems- und dem Schalthebel. Der restliche Innenraum ist ebenfalls in schwarz gehalten, kann auf Wunsch jedoch auch farbenfroher gestaltet und mit anderen Sitzen ausgestattet werden. Gegenüber den normalen Carrera-Modellen entfällt die Fondsitzanlage.

Porsche legt sich bei diesem vorerst letzten neuen Modell auf Basis des 997 noch einmal ordentlich ins Zeug und spendiert ihm eine Resonanz-Ansauganlage mit gleich sechs unterdruckgesteuerten Klappen. Dank ihr liegt das maximale Drehmoment um 200 Umdrehungen pro Minute früher als beim Carrera S an. Am Heck mündet die Sportabgasanlage in je zwei Endrohre pro Seite, die schwarz lackiert, poliert und nanobeschichtet sind. Ab Werk werden die 408 Pferdchen auf das bekannte Sechsgang-Schaltgetriebe losgelassen, gegen Aufpreis ist jedoch auch das Siebengang-Doppelkupplungs-Getriebe erhältlich. Maximal erreicht der Carrera GTS 306 km/h und beschleunigt in nur 4,2 Sekunden von null auf einhundert Stundenkilometer.

Der neue Porsche 997 Carrera GTS wird offen oder geschlossen kurz nach der Präsentation auf dem Pariser Salon in den Verkauf gehen. Die Preise beginnen dabei bei 104.935,- € für das Coupé und 115.050,- € für das Cabriolet (inkl. MwSt.).

Quelle: Porsche

Autor: Matthias Kierse

15. September 2010|Categories: Magazin|Tags: , |

One Comment

  1. AStrauß 16. September 2010 at 09:38

    Die sollten das PDK lieber im GT3 anbieten.