Nissan GT-R – Leistungssteigerung zum neuen Modelljahr

Zum Modelljahr 2012 erhält der Nissan GT-R erneut eine kleine Modellpflege. Durch diese steigt die Motorleistung auf 550 PS und 632 Newtonmeter Drehmoment, wodurch der Standardsprint auf 100 km/h nur noch 2,8 Sekunden dauert. Gleichzeitig wird die Karosserie verwindungssteifer und erhält serienmäßig eine Rückfahrkamera. Die Bose-Musikanlage verfügt nun über Präzisions-Tieftöner.

Nissan GT-R

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Der Nissan GT-R erhält für das kommende Modelljahr 2012 bereits das dritte kleine Facelifting, durch das der Sportwagen auf 550 PS erstarkt.

Nächstes Jahr wird der Nissan GT-R vier Jahre alt. Für andere Hersteller wäre dies ein Grund, so langsam mal mit der Entwicklung eines Faceliftings zu beginnen. Nissan jedoch bringt bereits die dritte Modellpflege für das hauseigene Aushängeschild auf den Markt. Noch mehr Leistung, noch mehr Ausstattung und eine nochmals verwindungssteiferes Karosserie. Darüber hinaus schafften es die Nissan-Ingenieure, den Durchschnittsverbrauch um 0,2 Liter auf 11,8 Liter pro 100 Kilometer zu senken. Mehr Spaß und mehr Effizienz gehen also in diesem Fall Hand in Hand.

Bereits heute ist der Nissan GT-R ein durchaus respektabler Sportwagen, der auf vielen Rennstrecken und auf der Straße nur wenige Gegner kennt. Dennoch verfeinern die Japaner ihr Baby fortwährend. Nach Fahrwerks-Updates 2010 oder mehr Leistung 2011 erstarkt der 3,8 Liter große V6-Biturbo-Motor auf 404 kW/550 PS und ein maximales Drehmoment von 632 Newtonmeter. Während andere Hersteller sich in Pressetexten mit neuen Fabelbestzeiten bei der Beschleunigung brüsten, gibt Nissan direkt das Messdatum und die Bedingungen mit an: Am 03.11.2011 wurde das neue Modell auf der Rennstrecke Sendai Highland bei einer Temperatur von 19,5° Celsius getestet. Welchen Wert das Ganze ergeben hat? Nun, für den Standardsprint auf 100 km/h braucht der GT-R nunmehr lediglich 2,8 Sekunden.

Das Direktschaltgetriebe wird durch ein robusteres Befestigungslager für das Schwungradgehäuse und eine verstärkte Schaltgabel modifiziert, wobei gleichzeitig das Schaltgefühl angenehmer wird. Öl der Viskosität 75W140 sorgt ab jetzt im Differential für bessere Schmierung. Durch gezielte Versteifungen an der Spritzwand zwischen Motor und Armaturenbrett reagiert der GT-R noch besser auf Lenkbefehle. Zusätzlich werden Karosserie-Vibrationen durch präzisere Fertigungsmethoden im Werk reduziert. Die Serienausstattung wird durch eine Rückfahrkamera und die bis jetzt nur in der Ausstattungslinie „Egoist“ erhältlichen Bose Precision Subwoofer ergänzt.

Eingeführt wird der neue Nissan GT-R am 24. November, jedoch vorerst nur in Japan. Ab Anfang 2012 wird die Modellpflege auch auf dem europäischen Markt erscheinen. Die Preisliste in Deutschland wird bei 92.400,- € inklusive Steuern beginnen. Bestellungen können bereits eingereicht werden.

Quelle: Nissan

Autor: Matthias Kierse

8. November 2011|Categories: Magazin|Tags: , |

7 Comments

  1. JeffG 9. November 2011 at 08:48

    Warum kriegt Audi mit einem RS5 oder RS4 nicht solche Werte hin??? Gewicht ist ähnlich. DKG auch. Allrad sowieso. Größe, 2 Türen (Coupé), 4-5 Sitzplätze. Auch der Preis, oder? O:-)
    Gut, mittlerweile fehlen 100 Pferde, zu Beginn waren es 30, aber ein RS5 ist scheint mir meilenweit davon entfernt. Nicht bös sein! Optisch gefällt mir der Audi sehr gut! Aber der Nissan geht mittlerweile ab wie eine Rakete. 2,8 Sekunden auf 100, Leute! Das ist sensationell!!! Gut gemacht Nissan! Wenn ich die 95k locker hab, dann überleg ich mir das ernsthaft! :-))!

  2. Chrischi09 9. November 2011 at 12:53

    Es kommt eben nicht nur auf Leistung drauf an. V8 und die fehlenden Turbos durften das Problem beim Audi sein, der holt seine Leistung eben durch Drehzahl. Außerdem waren die Außenbedingungen schon sensationell für den Test. Nicht zu warm, nicht zu kalt, der Asphalt dürfte optimale Bedingungen gehabt haben und schon sind solche Fabelzeiten überhaupt kein Problem mehr. In den meisten Situationen wirst du eher ne 3 an erster Stelle haben – keine Frage, immer noch super Zeiten! Allerdings ist der Audi in meinen Augen das wesentlich schönere Auto. 😆

    Was ich mich frage, hat Nissan die Probleme mit dem Getriebe hinbekommen?

  3. JeffG 9. November 2011 at 17:11

    Audi hätte einen neuen 4l V8 Biturbo, der im S8 520 Pferde leistet und locker ebenso auf 550 PS raufzusteigern sein soll. Würd‘ mich interessieren, ob dann auch niedrige 3er Zeiten auf 100 drin sind. Optik: klar: ist Geschmacksache 😀
    Audi eher auf der eleganten Seite, Nissan sehr auf fast&furios Japanoptik. Kommt aber in Natura gar nicht schlecht. Interessanterweise relativ understatement. Fast mehr als der Audi. Innen: Playstation 3-Look 😀 – was uns Buben natürlich auch gefällt. :-))!

  4. Hessenspotter 9. November 2011 at 20:09

    Was keiner bei diesem ganzen "Nissan GT-R ist super !" schreibt sind die vergessen immer wieder wie anfällig dieses Auto ist und wie es auf konstante Belastung reagiert bzw. was für Probleme auftauchen. Konkret meine ich damit, überhitzende Differentiale, unterdimensionierte Bremsen, Probleme mit den Xenonscheinwerfer, Probleme mit dem Getriebe im Alltag, und noch einige weitere Dinge wie z.B. die Sache mit dem Befahren von Rennstrecke :).

    Allein wegen dieser ganzen Reihe an bekannten Mangos währe für mich ein M3 immer noch die bessere Wahl :).

  5. Azrael1965 9. November 2011 at 21:22

    Sorry , du wirst es nciht gern hören, aber der M3 ist leistungsmässig in einer ganz anderen Klasse. Besonders weil der neue GT-R schon bei 550PS und 0-100 in 3 Sekunden angekommen ist. Ich mag den M3 als BMW Fahrer auch, aber das ist leider ein Faktum.

  6. JeffG 10. November 2011 at 09:56

    Ich hätte weder vor mit einem RS5 noch einem GTR auf die Rennstrecke zu gehen, zumindest nicht "hardcore" mäßig. Dafür gibt es Autos mit denen das mehr Spaß macht und die auch "echte" Rennautos für den Ring sind (zB GT3 RS). Vielleicht ab und zu mal auf die Nordschleife, aber dort auch nicht auf dem Limit. Mich fasziniert einzig und allein die extreme Beschleunigung, der immense Schub, den Du immer hast, egal ob Du von 100 auf 200 gehst oder von 50 auf 150 oder von 200 auf 300. That’s it. Und ich denke, wenn man mit dem Auto "normal" fährt, wie mit einem RS5 oder M3 auch, dann werden sich die Probleme auch in Grenzen halten. Immerhin ist das schon die 3. Überarbeitung und Nissan hat sicher schon die meisten Schwachstellen ausgemerzt, die man im Alltag hat. Rennstrecke: wie gesagt, kein Thema für mich.

  7. Azrael1965 10. November 2011 at 11:59

    http://www.insideline.com/nissan/gt-r/2013/2013-nissan-gt-r-first-drive.html
    Deswegen gibt es ja auch ein optionales Trackpack mit dem neuen Modelljahr mit verbeserten Fahrwerk und Bremsen Kühlung. Klar ist es dann noch immer noch von einem GT3 weit entfernt, aber eine Verbesserung der Tracktauglichkeit ist sicher gegeben.