Jensen Interceptor – Rückkehr des Abfangjägers

Der Jensen Interceptor gehört bis heute zu den bekanntesten britischen Sportwagen der 60er und 70er Jahre. Während gute Exemplare heute gesucht sind und sogar teilweise mit neuer Technik wieder aufgebaut werden, plant Namensinhaber CPP eine komplette Neuauflage des Interceptor in den kommenden Jahren. Wie das Original soll auch der neue Jensen Interceptor komplett von Hand in Großbritannien entstehen.

Jensen Interceptor

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Durchaus auf den ersten Blick zu erkennen: Die geplante Neuauflage des Jensen Interceptor erinnert direkt an das Vorbild von 1966.

Zwischen 1966 und 1976 wurde in Großbritannien mit dem Jensen Interceptor ein durchaus attraktiver und zugleich eleganter Sportwagen gefertigt. Selbst in der heutigen Zeit wirkt das Design durchaus noch frisch und keinesfalls fast 50 Jahre alt. Vor einiger Zeit begann eine britische Firma nun damit, alte Karosserien mit neuer Technik auszustatten und damit den Interceptor in die Neuzeit zu holen (das CPzine berichtete). Doch was ist schon alter Wein in neuen Schläuchen, wenn man auch ein komplett neues Fahrzeug mit Retro-Elementen des Vorbilds bauen könnte? So dachten auch CPP und Healey Sports Cars Switzerland, die Firma, die die Namensrechte an Jensen hält.

Ende kommenden Jahres will man einen komplett neu entwickelten Jensen Interceptor vorstellen. Die Entwicklungsarbeit wird in Coventry stattfinden, wo auch die neue Manufaktur an der Browns Lane entstehen wird – in den ehemaligen Räumlichkeiten einer weiteren britischen Traditionsmarke: Jaguar. CPP ist Kennern dafür bekannt, dass man im Januar 2011 Bowler übernahm und nur einen Monat später ganz offiziell die kompletten Rechte an der Sportwagenproduktion von Spyker aufkaufte. Damit ist dieses britische Unternehmen durchaus in der Lage, spezielle Fahrzeuge nach individuellen Wünschen zu fertigen und dabei gleichzeitig modernste Technik in den Produktionsprozess einfließen zu lassen. Nun tat man sich mit Healey Sports Cars Switzerland (HSCS) als Namenshalter von Jensen zusammen, um eine britische Sportwagenikone aufleben zu lassen

Der neue Jensen Interceptor wird ein eigens entwickeltes Chassis aus Aluminium erhalten, über das von Hand eine Aluminium-Karosserie gedengelt wird – ganz wie in der guten alten Zeit des Automobilbaus. Diese Karosserie lehnt sich formal stark an das legendäre Vorbild an. Gleichzeitig wird sie durch moderne Elemente in die Neuzeit übertragen und wirkt damit frisch und jugendlich. Der Fahrer blickt über eine lange flache Motorhaube auf die Straße, die von schmalen Scheinwerfern bei Nacht beleuchtet wird. Die vom Vorbild übernommenen Luftauslässe hinter den vorderen Radhäusern wirken bei der Neuauflage noch eine Spur rassiger und geben dem Wagen einen Schuss mehr Aggressivität. Sie sind von einer Chromleiste eingefasst. Das lang gestreckte Dach mündet am Heck in einer Panoramascheibe über dem Kofferraum. Gegenüber dem Vorbild erhält die Heckpartie des neuen Jensen Interceptor ein Leuchtenband über die volle Breite des Fahrzeugs.

Über die Technik oder den Einstiegspreis für den neuen Jensen Interceptor machten CPP und HSCS bislang noch keine Angaben. Man darf jedoch davon ausgehen, dass unter der Haube wieder ein grummelnder V8 arbeiten wird. Nähere Infos dürften erst kurz vor der geplanten Enthüllung Ende 2012 bekannt werden. Die ersten Kundenfahrzeuge sollen 2014 aus den Hallen in Coventry rollen. Interessenten können sich unter www.jensensportscars.com bereits jetzt registrieren und werden mit allen neuen Details versorgt.

Quelle: CPP

Autor: Matthias Kierse

3. Oktober 2011|Categories: Magazin|

3 Comments

  1. Markus Berzborn 3. Oktober 2011 at 12:30

    Seit langem noch mal eine Neuerscheinung, die mir vom Design her gefällt.

  2. JeffG 4. Oktober 2011 at 10:53

    Hoffe, dass auch die Technik dem entspricht. Leicht und schnell soll er werden. 😀

  3. Markus Berzborn 4. Oktober 2011 at 19:10

    Muss für meine Begriffe nicht unbedingt sein.
    Das historische Vorbild war auch nie ein Sportwagen im engeren Sinne, da gab es auch damals schon schnellere Alternativen.