Mercedes-Benz SLS AMG Roadster – Der Sommer kann kommen

Betörendes V8-Bollern unter freiem Himmel, Sonnenschein, eine kurvige Landstraße ohne Verkehr – braucht man mehr zum Glücklichsein? Mit dem neuen Mercedes-Benz SLS AMG Roadster lassen sich derartige Glücksmomente bald erleben. Vorausgesetzt, man stellt sich den 571 PS starken Sportwagen in die heimische Garage und nimmt sich bei gutem Wetter Zeit, um auf die Suche nach den perfekten Augenblicken zu gehen.

Mercedes-Benz SLS AMG Roadster

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Mit dem neuen Mercedes-Benz SLS AMG Roadster in den Sonnenuntergang fahren - dieser Wunschtraum lässt sich bald realisieren.

Haben Sie schon einmal überlegt, wann Sie als Autofahrer (oder auch Beifahrer) wirklich „glücklich“ sind? Nehmen Sie sich kurz die Zeit und denken Sie darüber nach. Vermutlich lautet eine der möglichen Antworten, die Ihnen einfallen wird: „Wenn die Straße frei ist, ich in einem schönen Wagen sitze und einfach die Welt, das Auto und die Straße genießen kann.“, oder? Nun versuchen Sie sich einmal folgendes vorzustellen: Sie sitzen in einem gut konturierten Sportsitz auf feinstem Leder. In Ihrer Hand liegt ein Sportlenkrad und vor Ihnen erstreckt sich eine ellenlange Motorhaube, vor der sich eine kurvige und gänzlich freie Landstraße erstreckt.

Können und wollen Sie mir folgen? Gut, dann lassen wir jetzt gedanklich gemeinsam den 6,2 Liter großen V8-Motor unter der eben beschriebenen Haube an und lauschen kurz seinen ersten Atemzügen, um zufrieden festzustellen: An Leistung wird es uns nicht mangeln. Immerhin bitten hier 420 kW/571 PS um Gehör. Und da wir uns im neuen Mercedes-Benz SLS AMG Roadster befinden, hindert uns keinerlei Dach am akustischen Hochgenuss, den dieser Achtzylinder-Hochdrehzahlmotor zu bieten hat. Seine maximal 650 Newtonmeter Drehmoment können wir durch einen beherzten Tritt auf das rechte Pedal und die gut koordinierte Bedienung des Siebengang-Doppelkupplungs-Getriebes in einen derartig vehementen Vortrieb umsetzen, dass Ihnen durchaus kurz schwindelig werden könnte. 3,8 Sekunden vergehen für den Sprint auf Tempo 100. Genug Auslauf vorausgesetzt endet der Vortrieb erst bei 317 km/h. Da Sie momentan vor dem Bildschirm sitzen, müssen Sie sich nun aber keine Gedanken zu möglichen Fliegen zwischen den Zähnen machen. Grinsen dürfen Sie beim Gedanken an den SLS AMG Roadster natürlich trotzdem.

Sollte es auf der wunderschönen Fahrt doch einmal einen kleinen Sommerschauer geben, kann man das Stoffverdeck bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h innerhalb von nur elf Sekunden schließen. Alternativ kann man auch einfach konstant schneller als Tempo 80 fahren, um trocken zu bleiben, aber bekanntlich ist dies eher Theorie als Praxis. Wer nun befürchtet, dass die betörende Linienführung des SLS AMG Roadster durch das geschlossene Dach zerstört werden könnte, darf beruhigt aufatmen: Die kleine Stoffkapuze passt sich enganliegend in das Design ein und macht den SLS AMG Roadster voll alltags- und sogar wintertauglich.

Auf den schönen Strecken dieser Welt kann man nicht nur den aus dem SLS Coupé bekannten Schalter der AMG Ride Control zwischen Comfort, Sport und Sport+ verstellen und damit Einfluss auf das Fahrwerks-Setup nehmen, sondern erstmals auch die Funktionen des AMG Performance Media-Systems abrufen, das Informationen zu Quer- und Längsbeschleunigung, Motordaten, Beschleunigungs- und Rundenzeiten gibt. Quasi ein Telemetriesystem, wie es im Motorsport schon länger eingesetzt wird. Teil dieses Systems ist auch ein Hochleistungs-Internetzugang, über den Fahrer und Beifahrer bei stehendem Fahrzeug die Lieblings-Website ansteuern, eMails verschicken oder Apps herunterladen können.

Rundherum erstreckt sich im Mercedes-Benz SLS AMG Roadster das selbe Cockpit wie im Coupé. Die Luftdüsen im Stil von Jet-Triebwerken und die geschwungene Mittelkonsole, die wahlweise mit Aluminium oder Sichtcarbon verkleidet wird, machen das Interieur in Verbindung mit einigen Quadratmetern edler Kuhhaut zu einem sportlich-attraktiven Platz zum Verweilen. Dabei behilflich ist natürlich auch die umfangreiche Serienausstattung. Ob Comand-Radio mit DVD-Laufwerk, Klimaautomatik, Sitzheizung oder aufsteckbares Glas-Windschott, es ist mit an Bord. Gegen Aufpreis sind das Airscarf-Nackenheizungs-System, belederte Überrollbügel oder elektrisch anklappbare Außenspiegel mit Umfeldbeleuchtung ebenso erhältlich, wie ein Bang & Olufsen BeoSound-Surround-Soundsystem oder mattschwarz lackierte Zehnspeichen-Leichtmetallfelgen. Ganz neu kommen mit dem SLS AMG Roadster der Lackfarbton Sepang braun metallic und die Lederfarbe espressobraun ins Programm.

Wer sich ein wenig mit Fahrzeugentwicklung auskennt weiß, dass es nicht unbedingt förderlich ist, wenn man einem Coupé das Dach abschneidet. Das gesamte Chassis wird dadurch weicher und neigt in Kurven zum Verdrehen. Um diesem Effekt gezielt entgegenzuwirken verstärkte AMG gezielt den Aluminium-Spaceframe des SLS im Bereich der Schweller und unter der Instrumententafel. Im Heck hilft eine Domstrebe zwischen Tank und Verdeck dabei, den Roadster zu versteifen. Dazu gibt es hinter den Sitzen einen zusätzlichen Querträger, der auch das Überrollsystem aufnimmt. Die Subwoofer des optionalen Bang & Olufsen-Soundsystems finden hier ebenfalls ein Plätzchen. Alle Maßnahmen zusammen sorgen zwar für Mehrgewicht gegenüber dem Flügeltürer-Coupé, dieses liegt jedoch mit nur 40 Kilogramm in absolut engen Grenzen. Das DIN-Leergewicht liegt bei 1.660 kg.

Zwei Nachrichten noch zum Schluss, die man je nach Geschmack als gut oder schlecht werten mag: Der Verbrauch nach NEFZ-Norm beträgt beim SLS AMG Roadster 13,2 Liter pro 100 Kilometern und 308 kg CO2. Wer einen SLS AMG Roadster bestellen möchte, kann dies ab dem 1. Juni tun. Die Auslieferung wird jedoch erst im Herbst vorgenommen. Gegenüber dem SLR McLaren, wo durch die Einführung des Roadsters das Coupé aus dem Programm genommen wurde, bleiben beim SLS AMG beide Varianten im Programm. Der Mercedes-Benz SLS AMG Roadster kostet mindestens 195.160,- € (inklusive MwSt.) und wird wie das Coupé in Sindelfingen, während der V8-Motor im Affalterbacher AMG-Werk von je einem Mitarbeiter je Triebwerk aufgebaut wird. So, nun lassen wir Sie aber weiter von sonnigen Runden auf leeren Landstraßen träumen und wollen nicht weiter stören.

Quelle: Mercedes-Benz

Autor: Matthias Kierse

29. Mai 2011|Categories: Magazin|Tags: , , |

3 Comments

  1. jo.e 29. Mai 2011 at 21:36

    Der Roadster gefällt mir um einiges besser als der Flügeltürer :-))! Für mich würde es aber nur den 458 Italia geben 😀

  2. 3NZ0_660 30. Mai 2011 at 11:28

    Beide Varianten sind einfach großartige Autos. Hut ab Mercedes :-))!

  3. brobox 1. Juni 2011 at 17:34

    der Besen sieht mit geschlossenem Stoffdach einfach unverschämt gut aus.