Melkus RS2000 – GT und GTS sind da

Auf der Top Marques-Automesse in Monte Carlo präsentiert die ostdeutsche Sportwagenmanufaktur Melkus gleich zwei neue Ableger des hauseigenen Sportwagens RS2000. Der 300 PS starke Melkus RS2000 GT und die nochmals 50 PS kräftigere GTS-Variante schieben den Leichtbau-Renner noch näher in Richtung Supersportwagen und kommen ab Werk mit einer Rundum-Sorglos-Ausstattung, die vom Kunden individualisiert werden kann.

Melkus RS2000 GTS

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Mit seiner neuen Carbon-Nase schnüffelt der Melkus RS2000 GTS besonders nah am Asphalt. 350 PS sorgen dafür, dass er die Straßen in Windeseile verputzt.

Wenn morgen die Hallen der Top Marques in Monaco geöffnet werden, wird der ostdeutsche Traditions-Sportwagenhersteller Melkus das Tuch von gleich zwei Neuheiten ziehen. Auf Basis des RS2000 hat man zwei kräftigere Varianten entwickelt, die für Kunden mit noch größerem Drang zu Supersportwagen gedacht sind. Die Kürzel, die an den Namen angehängt werden, haben dabei durchaus ebenfalls eine lange Tradition im Automobilbau: GT und GTS lauten die Buchstabenzusammensetzungen.

Während bereits das Basismodell über einen 1,8 Liter großen Vierzylinder-Turbomotor mit 198 kW/270 PS von Toyota verfügt, wird in die beiden neuen Modellversionen ein Turbo-aufgeladenes 2-Liter-Aggregat aus Deutschland zum Einsatz kommen. Dieses bringt es im Melkus RS2000 GT auf 221 kW/300 PS und in der Topversion Melkus RS2000 GTS gar auf 257 kW/350 PS. Dank des Leergewichts von lediglich 975 Kilogramm ist der deutsche Kleinstseriensportler ein absolutes Spurt-Talent. Der GT benötigt für den Standardsprint auf Tempo 100 nur 4,5 Sekunden, wird dabei jedoch vom GTS noch um 0,6 Sekunden unterboten. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Melkus mit rund 300 km/h an.

Die Kraft wird wahlweise über ein manuelles Sechsgang-Getriebe oder ein optional erhältliches Doppelkupplungsgetriebe mit sportlicher Abstimmung, das nahezu ohne Zugkraftunterbrechung arbeiten soll und somit die Gangwechselzeiten auf ein Minimum beschränkt, auf die Hinterräder übertragen. Dank einer Hochleistungsbremsanlage von AP und einem in Zug- und Druckstufen einstellbaren Öhlins-Gewindefahrwerk schreckt der Melkus RS2000 in GT- und GTS-Variante auch vor Besuchen auf der Rennstrecke nicht zurück.

Dazu passen auch die Veränderungen an der Karosserie. Diese wurde gegenüber dem Basisfahrzeug noch einmal auf Diät geschickt. Der Melkus RS2000 GTS erhält im Windkanal entwickelte Spoiler an Front und Heck, wodurch die Optik des Fahrzeugs aggressiver wird. Ebenso wie der neu gestaltete Diffusor und die seitlichen Luftleitbleche für die Kühlereinlässe bestehen auch die Spoiler aus dem hochfesten und ultraleichten Werkstoff Kohlefaser.

Carbon findet sich beim GTS auch im Innenraum wieder, wo es Armaturentafel, Sitzrückenlehne und Mittelkonsole schmückt. Dazu gibt es in beiden Varianten eine Komplettausstattung inklusive Voll-Leder mit freier Farb- und Steppnahtwahl, quasi unendlicher Auswahl bei den Lackfarben, Navigationssystem, Klimaanlage und Rückfahrkamera. Weitere Optionen, wie Rennsportgurte, die das Fahrzeug noch Rennstrecken-tauglicher machen, sind ebenfalls im Preis inbegriffen. Dieser liegt für den Melkus RS2000 GT bei 122.000,- € und beim Melkus RS2000 GTS bei 148.000,- € (jeweils inkl. MwSt.). Da die kleine Sportwagenmanufaktur auch nach Serienanlauf der neuen Varianten weiterhin lediglich 25 Fahrzeuge pro Jahr fertigen wird, erwirbt man hier wahre Raritäten mit Straßenzulassung.

Quelle: Melkus

Autor: Matthias Kierse

13. April 2011|Categories: Magazin|

2 Comments

  1. AStrauß 14. April 2011 at 05:23

    Gefält mir viel besser wie dieses Artega Zeugs !!!!
    Der Preis für die 350 PS Variante ist aber auch am oberen Ende angesiedelt.

  2. Schnittlauch 14. April 2011 at 07:07

    Schön. Prima Weiterentwicklung. Die Basis ist ja Lotus. In diese Richtung könnte sich Lotus entwickeln und nicht diese Neuorientierung in Richtung Luxus.