Koenigsegg Agera – Schwedische Evolution

Aus Schweden kommen nur spießige Familienautos, sagen Sie? Gut, Sie kennen offenbar nur Saab und Volvo. Vielleicht sollten Sie einfach einmal einen Blick auf den Kleinserienhersteller Koenigsegg werfen. Mit dem 923 PS starken Koenigsegg Agera steht auf dem Genfer Auto-Salon die neueste Evolution des Supersportwagens. Jährlich werden lediglich maximal 20 dieser Fahrzeuge im schwedischen Ängelholm gebaut.

Koenigsegg Agera

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Seit 1994 besteht die Koenigsegg AB als Fahrzeughersteller im schwedischen Firmenregister. Unter Firmengründer Christian von Koenigsegg entwickelte die kleine Manufaktur in langer harter Arbeit einen Sportwagen der Superlative, den sie 1998 erstmals als Koenigsegg CC vorstellten. Weitere 4 Jahre zogen ins Land, bis mit dem CC 8S die ersten Serienfahrzeuge ausgeliefert wurden. Über die Jahre wurde das Fahrzeug zum CCR und CCX weiterentwickelt. Mit dem CCXR führte man schließlich eine FlexFuel-Variante für den Betrieb mit Bio-Ethanol.

Nun geht die Evolution weiter. Heraus kommt der Koenigsegg Agera, der in Genf seine Weltpremiere feiern wird. In der Mitte des Fahrzeugs, direkt hinter den Passagieren, kommt der bekannte 4,7 Liter V8-Motor zum Einsatz. Während dieser allerdings nach Meinung der Koenigsegg-Techniker mit 806 PS im CCX offenbar unter Leistungsmangel leidet, bekommt er im Agera 679 kW/923 PS und 1.098 Newtonmeter Drehmoment verpasst. Damit rennt er in 3,1 Sekunden auf 100 und in 8,9 Sekunden auf 200 Stundenkilometer. Bei sehr freier Autobahn sind maximal 395 km/h möglich. Dass Koenigsegg mit dieser Geschwindigkeitsangabe nicht untertreibt, stellte bereits vor Jahren ein schwächerer CCR bei einem Rekordlauf im italienischen Nardo mit 388 km/h unter Beweis.

Die Optik lehnt sich in Grundzügen am bekannten Koenigsegg CC-Design an, wurde jedoch deutlich aufgefrischt. Neben neuen Lampen an Front und Heck mit LED-Technik, einem neuen Heckflügel, Luftauslässen hinter den Vorderrädern und weiteren über den Rädern erhält der Agera einen Streifenaufdruck auf der vorderen Haube.

Im Innenraum findet sich eine Digitalanzeige mit einem g-Sensor-Alarm. Diese Warneinrichtung ist dazu da, den Fahrer vor zu hohen g-Kräften zu warnen. Immerhin ist der Koenigsegg Agera dank der guten Aerodynamik und hervorragender Reifen in der Lage, bis zu 1,6 g in der Querdynamik zu erreichen. Fahrer und Beifahrer können dabei ihrer Lieblingsmusik über einen USB-Anschluss lauschen. Das Radio verfügt über MP3-Unterstützung.

Weitere Daten und die offiziellen Preise werden auf dem Genfer Auto-Salon veröffentlicht. Bislang ist nur bekannt, dass maximal 20 Koenigsegg Agera im Jahr gebaut werden sollen.

Quelle: Koenigsegg

Autor: Matthias Kierse

26. Februar 2010|Categories: Magazin|Tags: , |

13 Comments

  1. brobox 26. Februar 2010 at 23:32

    meiner Meinung nach eine sehr gelungene Weiterentwicklung des typischen Koenigsegg-Designs.

  2. Murcielag0 26. Februar 2010 at 23:37

    wirklich sehr schöner Wagen! Top! :-))! Aber wieso immer nur in solch dezenten farben..

  3. brobox 27. Februar 2010 at 00:09

    Ich finde die Farbe ok. Komplett Sichtkarbon mag zwar interessant aussehen, schön finde ich es jedoch nicht. Und wer so ein Auto bestellt wird sicher eine Farbe nach seinem Geschmack bekommen.

  4. Atombender 27. Februar 2010 at 00:27

    Ja man könnte sagen ein typischer Koenigsegg.

    Und die beste Farbe für solche Autos ist eh weiß 😉

  5. Bärlin 27. Februar 2010 at 00:40

    Dann mach‘ ich mal den ersten Ausreißer in den Kommentaren:

    Für mich bislang eher verschlimmbessert. Das vorherige Frontlampendesign wirkte seriöser/souveräner, der Streifenaufdruck muss auch nicht sein, die Motorhaube ist jetzt so zerklüftet. Das Heck ist…ok. Aber besser?

    Insgesamt eher pimpiger geworden, das ganze Auto. Sieht mir ein wenig wie ein Koenigsegg nach dem Besuch einer Tuningwerkstatt aus. Aber mal abwarten, bis man die ersten richtigen Fotos sieht.

  6. MOK24 27. Februar 2010 at 08:54

    Wo bitte ist ein Saab denn spießig? 8)

  7. netburner 27. Februar 2010 at 12:56

    Gegenüber einem Supersportwagen ist ein Saab "nur" eine spießige Limousine 😉

  8. Hessenspotter 27. Februar 2010 at 14:17

    Nett, ich hoffe ich seh dieses Jahr nen Protoypen wenn ich bei denen bin

  9. Graunase 27. Februar 2010 at 18:15

    Warum wird hier eigentlich Saab gegen Koenigsegg ausgespielt?Beides sind (bei Saab:waren:( )große Individualisten ihrer Kategorie.
    Zum Auto:Mal abwarten bis es Bilder von der Seitenlinie gibt.

  10. Bastian82 27. Februar 2010 at 22:09

    nach den Computer Bildern hier sieht er erwachsener (gereifter) aus!!!

  11. BMW-M5 28. Februar 2010 at 23:39

    Müssen eigentlich bei jedem gottverdammten Facelift bzw. neuem Modell diese häßlichen Lichterketten rangeschraubt werden? Das finde ich schaut billig aus…
    kann man sich nichts neues einfallen lassen oder es wenigstens ganz weglassen?! 😆

  12. Bärlin 1. März 2010 at 01:41
  13. G1zM0 1. März 2010 at 23:27

    Ach das Heck ist nicht so gut gelungen. Da fehlen eindeutig die typischen Koenigsegg Lichter.
    Von vorne gefällt er mir ganz gut. Ich denke in natura wird er von vorne schöner sein als der alte.