Jaguar Project 7 Concept – Wie einst in Le Mans

Zum Goodwood Festival of Speed präsentierte Jaguar das Project 7 Concept auf Basis des neuen F-Type. In der sportlichen Roadsterkarosserie steckt ein 550 PS starker V8-Kompressormotor, der auf die kommende R-Variante hindeutet. Anstelle eines Beifahrersitzes gibt es eine Helmablage. Hinter dem Fahrer gibt es wie in den 50ern einen Überrollbügel, der sich als Finne bis zum Heck zieht. Zusätzlich wird die Optik aerodynamisch nachgeschärft.

Jaguar Project 7 Concept

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Das Jaguar Project 7 Concept zitiert gekonnt die Ahnengalerie der britischen Traditionsmarke, bringt jedoch auch moderne Komponenten mit.

Der neue Jaguar F-Type ist erst seit wenigen Wochen auf dem Markt, aber bereits ein sehr gefragtes Auto und optisch bereits jetzt ein kommender Klassiker. Pünktlich zum Goodwood Festival of Speed haben die Briten den Wagen als Basis genommen und mit dem Project 7 Concept ein Fahrzeug erschaffen, bei dem Historie und Moderne ineinander verschmelzen. Immerhin ist die Ahnengalerie des F-Type bestens gefüllt mit motorsportlichen Charakterdarstellern. Mit C-, D- und E-Type wurden weltweit bedeutende Siege eingefahren, die den Mythos der springenden Raubkatze auf dem Kühler begründeten.

Optisch orientiert sich der Jaguar Project 7 ohne Zweifel am D-Type, mit dem die Briten von 1955 bis 1957 dreimal in Folge das 24 Stunden Rennen von Le Mans gewannen. Wie damals zieht sich hinter dem Fahrer eine Finne mit integriertem Überrollbügel bis zur Heckpartie. Dort findet sich ein klares Statement der Moderne in Form eines verstellbaren Carbon-Heckflügels. Auch die Spoilerlippe an der Front besteht aus Kohlefaser und sorgt für mehr Anpressdruck. Zusätzlich wurden die äußeren Lufteinlässe in der Schürze vergrößert, um die Bremskühlung zu verbessern. Anstelle der klassischen Windschutzscheibe wurde ein niedrigerer Windschutz aus Glas verbaut.

Auch im Interieur setzt man klar auf Motorsportzitate. Das Project 7 Concept ist ein klassischer Rechtslenker, der jedoch anstelle eines Beifahrersitzes über eine Helmablage verfügt, auf der man den Kopfschutz bei Nichtgebrauch angurten kann. Dass ein farblich passend abgestimmter Integralhelm inbegriffen ist, versteht sich fast von allein. Dazu findet sich diamantgestepptes Leder und reichlich Sichtcarbon.

Vom F-Type übernimmt das Project 7 Concept neben dem Sportfahrwerk auch die Rohkarosserie. Als Antrieb dient der 405 kW/550 PS starke, 5 Liter große V8-Kompressormotor, den Jaguar-Fans aus größeren Modellgeschwistern kennen. Das maximale Drehmoment von 680 Newtonmetern beschleunigt den radikalen Roadster in 4,2 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von elektronisch limitierten 300 km/h. Indirekt deutet dieser Antrieb bereits auf den kommenden F-Type R hin.

Eine Serienumsetzung des aus Aluminium in nur rund 4 Monaten aufgebauten Project 7 ist erst einmal nicht eingeplant. Eigentlich schade, denn ein solch fahraktiver Roadster schafft Begehrlichkeiten – fast wie einst in Le Mans.

Quelle: Jaguar

Autor: Matthias Kierse

16. Juli 2013|Categories: Magazin|Tags: , , , |