Hispano Suiza Gran Turismo – Schweizer Supersportwagen

Wer luxuriöse Fahrzeuge aus den 1920er und 30er Jahren sucht, landet irgendwann bei der Marke Hispano Suiza. In Barcelona entstanden bis 1938 außergewöhnliche Autos durch einen schweizer Ingenieur und einen spanischen Investor. Nun ist die Marke mit dem Storch zurück und präsentiert den 750 PS starken Hispano Suiza Gran Turismo mit einem 5,2-Liter-Kompressor-V10 auf dem Genfer Auto-Salon.

Hispano Suiza Gran Turismo

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1904 wurde in Barcelona eine Autofirma gegründet, die in der Folgezeit viele technische Innovationen und äußerst interessante Luxusfahrzeuge auf den Markt brachte. Gegründet wurde sie vom schweizer Ingenieur Marc Birkigt, der bereits länger über eine eigene Automarke nachgedacht hatte. Er suchte nach einem Finanzier und fand diesen schließlich im spanischen Bankier Don Damien Mateu. Neben den Autos entstanden auch Flugmotoren, die im ersten Weltkrieg unter anderem von Georges Guynemer, einem französischen Fliegerass, genutzt wurden, dessen Geschwaderabzeichen ein Storch war. Aufgrund der fliegerischen Leistungen übernahm Hispano Suiza diesen Storch nach dem Krieg als Marken- und Kühlersymbol. Im Jahr 1938 lief aufgrund des spanischen Bürgerkriegs und des einsetzenden zweiten Weltkrieges das letzte Fahrzeug vom Band. Die Marke Hispano Suiza wurde schließlich 1944 mit Pegaso zusammengelegt und entwickelte sich zunehmend zum Turbinenhersteller.

Erst 56 Jahre später tauchte der Name wieder aus der Versenkung auf, als auf dem Genfer Salon eine Sportwagen-Studie ausgestellt wurde. In den Folgejahren folgten drei weitere Konzeptfahrzeuge, die jedoch alle nie in Serie gingen.

In diesem Jahr war es erneut soweit. Mit dem Hispano Suiza Gran Turismo möchte man endgültig in die Kleinserienfertigung von Automobilen zurückkehren. Dabei handelt es sich um ein Mittelmotor-Coupé mit einem 5,2 Liter großen V10-Motor, der von zwei Kompressoren auf 552 kW/750 PS aufgepustet wird. Unterhalb der rassig gezeichneten Karosserie finden sich Chassisteile vom Audi R8, allerdings ist der Radstand verlängert worden, um den Fahrkomfort zu erhöhen.

Vorerst wird es das Fahrzeug nur mit Sechsgang-Handschaltung geben, eine Automatikversion für Landstraßen-Cruiser wird nachgeschoben. Ebenso soll mittels eines zusätzlichen, 110 kW/150 PS starken Elektromotors eine Hybridvariante angeboten werden, die mit insgesamt 900 PS durchaus eine Hausnummer in der Supersportwagenwelt wäre.

Laut eigenen Angaben soll die normale Variante in nur 3,4 Sekunden von null auf 100 beschleunigen und über 330 km/h erreichen. Ab Mitte 2010 sollen jährlich 25 Fahrzeuge in Handarbeit gebaut werden. Dabei ist der Produktionsort nun im zweiten Teil des Namens angesiedelt, nämlich in Lugano in der Schweiz. Für 700.000,- Euro plus Steuern zuzüglich Optionen geht der Spaß los.

Quelle: Hispano Suiza

Fotograf und Autor: Matthias Kierse

5. März 2010|Categories: Magazin|

2 Comments

  1. Vincentonator 6. März 2010 at 00:13

    Mit der tiefen Schnauze wirkt das Auto bestimmt ziemlich flach, und die Leistungswerte sind ebenfalls nicht von schlechten Eltern.

  2. brobox 8. März 2010 at 21:12

    Auch wenn das Design vielleicht nicht massenkompatibel ist, mir gefällt´s. Würde mich freuen, wenn diese berühmte Marke ihr Comeback schafft.