Hamann Victory II – Auf dem Weg zum Sieg

Bereits auf Basis des ersten Lamborghini Gallardo präsentierte Hamann vor Jahren sein Veredelungsprogramm „Victory“. Nun folgt mit dem überarbeiteten Lamborghini Gallardo LP560-4 auch der neue Hamann Victory II. Die Karosserie geht deutlich in die Breite, die Leistung zusätzlich in die Höhe und der Carbon-Anteil steigt außen wie innen signifikant an. Die 580 PS, die Hamann aus dem V10 kitzelt, reichen für 328 km/h Topspeed.

Hamann Victory II

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Sicherlich stellt sich dem geneigten Betrachter die Frage, warum man einen Sportwagen vom Kaliber eines Lamborghini Gallardo noch tunen muss. Die Frage ist durchaus berechtigt, denn bereits in der Basisversion sieht ein Gallardo nicht nur unverschämt gut aus, sondern bietet auch artgerechte Fahrleistungen. Der Wunsch nach mehr ist an sich nur eine hypothetische Frage, die aber durchaus gestellt wird. Das Haus Hamann Motorsport spricht hier allerdings mit 427 kW/580 PS, 575 Newtonmetern Drehmoment und einer Höchstgeschwindigkeit von 328 km/h seine eigene, deutliche Sprache.

Für den anspruchsvollen Kunden wird zudem ein aufwändig gefertigtes Bodykit angeboten, welches das Fahrzeug noch stämmiger und sportlicher da stehen lässt. Die Front erhält einen zusätzlichen Spoiler, welcher das Race-Design betont und dem Abtrieb an der Vorderachse förderlich sein dürfte. Um das aerodynamische Gleichgewicht zu halten, wurde am Heck ein imposanter Heckflügel angebracht, dessen seitliche Kanten beim vorgestellten Modell in rotem Carbon ausgeführt sind.

Um den Bezug zum Rennsport noch deutlicher zu machen trägt das Fahrzeug zudem eine Lufthutze über dem Fahrgastraum, die ebenfalls in rotem Sichtcarbon gehalten ist. Die vordere, originale Haube kann zudem auf Kundenwunsch mit Kohlefasern beschichtet werden. Das Fotomodell trägt dies in ebenfalls sehr auffälligem roten Carbon. Was fehlt eigentlich noch, um einem Gallardo mehr Show zu gönnen? Richtig: Flügeltüren. Auch hier hilft Hamann aus und spendiert dem Gallardo jenes Feature, welches ansonsten nur bei den 12 Zylinder-Modellen zu finden ist.

Um die neuen Kotflügelverbreiterungen standesgemäß zu füllen kommen beim Victory II Edition Race Felgen der Größe 20 Zoll in einer Sonderlackierung zum Einsatz. Die empfohlene Rad-Reifenkombination hat vorn die Größe 9,5 J x 20 Zoll mit Pneus der Dimension 235/30 ZR 20. Hinten kommen 13 J x 20 große Felgen mit einer Bereifung der Größe 325/25 ZR 20 zum Einsatz. Eine spezielle Aluminiumlegierung und modernste Fertigungsverfahren machen diese Felge dabei besonders leicht und robust. Die Vorteile für das Handling in Form reduzierter ungefederter Massen müssen wir sicherlich nicht mehr gesondert erwähnen. Dies ist dem Motorsportenthusiasten ausreichend bekannt.

Passend zum neuen Exterieurtrim kommt im Innenraum ein 14-teiliges Sichtcarbonpaket zum Einsatz, welches den Innenraum deutlich aufwertet. Es umfasst neben den Zierleisten auch das Lenkrad und die Türöffner. Zur weiteren Gewichtsersparnis montiert Hamann Sportsitze mit Carbon-Rückenlehne. Selbstverständlich optimieren diese den Seitenhalt bei schneller Kurvenfahrt.

Wem diese Individualisierung nicht ausreicht, dem hilft Hamann selbstverständlich gerne weiter und so kann man beispielsweise in der hauseigenen Sattlerei sowohl eine Komplettlederausstattung, als auch beispielsweise einen personalisierten Fussmattensatz oder beschriftete Einstiegsblenden bestellen. Dem persönlichen Geschmack sind hier keinerlei Grenzen gesetzt.

Quelle: Hamann Motorsport

Autor: Oliver Kühlein

21. Dezember 2010|Categories: Magazin|Tags: , |

3 Comments

  1. AStrauß 21. Dezember 2010 at 13:55

    Zum Auto kann ich nur sagen, zu viel des guten.
    Ich kann diese ganzen Breitbauten nicht verstehen. Die Fahrzeuge sind doch schon so fast 2,00 Meter breit.
    Die zerstören den kompletten Luftstrom, wenn es dumm läuft hat man irgendwo ein Pfeifen etc.

    Und von den 20 Zusatz PS sieht man nichts, wenn Sie überhaupt jemals da waren, sondern mit den 20igern und dem Breitbau läuft er mit großer Sicherheit schlechter wie jeder Serien Lambo 😉 IMSA macht das wenigstens schön und stimmig !

  2. Ultimatum 21. Dezember 2010 at 16:18

    da ist man mit dem werksmassigen superleggera besser bedient

  3. Ultimatum 21. Dezember 2010 at 16:19

    … und solche Flügeltüren gehen gar nicht.