ATS Sport – Für Bergrennen und Rundstrecke

Wenn KTM X-Bow, Lotus 2-Eleven oder Radical SR3 nicht mehr ausreichen, wird ein wirkliches Rennfahrzeug fällig. Aber welches nehmen? Wir hätten da einen Vorschlag: Den ATS Sport aus Italien. Rund 500 Kilogramm treffen hier auf bis zu 325 PS, gepaart mit einem Edelstahl-Rohrrahmen-Chassis und rund 100 Verbesserungen gegenüber dem 2012 vorgestellten Vorgängermodell Sport 1000. FIA- und CSAI-Homologation sind selbstverständlich vorhanden.

ATS Sport

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Radikaler als ein Radical: Der ATS Sport richtet sich speziell an Kunden, die ein Einsteigerfahrzeug für den Motorsport auf Rundstrecken oder am Berg suchen.

Was passiert, wenn man ein Auto aufbaut, das keine Kreuzung aus Rennstreckennutzung und Straßenfahrzeug wie der KTM X-Bow oder der Lotus 2-Eleven ist und dazu noch radikaler als ein Radical SR3? Man endet bei einem reinen Rundstreckengerät vom Schlage des ATS Sport. Bereits 2012 hatte ATS mit dem Sport 1000 ein solches Fahrzeug auf den Markt gebracht, das nun eine umfangreiche Modellpflege nebst Namensverkürzung erhielt.

Rund 100 Modifikationen sind in den ATS Sport eingeflossen, angefangen bei einem neuen Edelstahl-Rohrrahmen-Chassis mit Chrom-Molybdän-Stahl-Überrollbügeln. Zusätzlich wurde die Karosserieverkleidung aerodynamischer gestaltet und ein neuer, glatter Unterboden entwickelt. Dieser generiert zusammen mit dem riesigen Heckflügel und der Frontspoilerlippe bis zu 1.150 Kilogramm Abtrieb.

Auch unter dem ultraleichten Karosseriekleid kann sich das Gesamtpaket sehen lassen. Die einstellbaren Dämpfer stammen von Öhlins, das Sperrdifferenzial von Quaife, das abnehmbare Lenkrad und die Fünfpunktgurte von Sparco, die Performance-Bremsanlage mit Sechskolbensätteln und belüfteten Scheiben rundum von Tarox sowie die digitalen Instrumente von AIM MXL. Da die Carbon-Rennschalensitze von Tillet fest mit dem Fahrzeug verbunden sind, bietet ATS verstellbare Pedale an, die auf einer CNC-Maschine gefräst werden. Auf den 15 Zoll großen Leichtmetallrädern finden sich Avon Semislicks oder Slicks, je nach Kundenwunsch.

Der ATS Sport besitzt Homologationen von der FIA und CSAI, durch die er sowohl im Rundstreckensport als auch bei Bergrennen eingesetzt werden darf. Der Kunde kann zwischen einer Variante ohne Motor zum Einstiegspreis von 33.000,- € oder drei fahrfertigen Modellen wählen. Diese starten bei 48.850,- € für den ATS Sport 380 mit einem 136 kW/185 PS starken 1,3-Liter-Vierzylinder-Motor und sequentiellen Sechsgang-Getriebe. Darüber rangieren der ATS Sport 480 mit 187 kW/255 PS aus 1,4 Litern Hubraum sowie der ATS Sport 540 mit 239 kW/325 PS aus 1,6 Litern. So gerüstet spurtet der ATS in nur 2,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Endgeschwindigkeit jenseits der 250-km/h-Marke.

ATS bietet den Sport wahlweise mit einem oder zwei Sitzen und mit Lenkung auf der linken oder rechten Fahrzeugseite an. Zudem ist für einige Märkte ein „Road and Track“-Paket im Angebot, durch das eine Straßenzulassung erreicht werden kann. Deutschland zählt nicht dazu.

Quelle: ATS

12. Juni 2014|Categories: Magazin|Tags: |