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JoeFerrari

Sterben Roadster und Cabrios aus?

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JoeFerrari
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Letzter Beitrag:

Eine etwas provokant klingende These...oder auch nicht.

 

Jedenfalls ist es ja unübersehbar, dass immer weniger Marken Cabrios oder erst Recht Roadster entwickeln und anbieten.

 

Der Mercedes SLC ist eingestellt, für den Audi TT soll es keinen direkten Nachfolger geben. Fiat hat den Verkauf des 124 (ein schönes Modell...) schon Ende 2019 eingestellt. VW bietet nur noch den "SUV" T-Roc als Evoque Nachfolger an. Mercedes plant angeblich nur ein gemeinsames Cabrio anstatt C-/E-/S-Klasse Cabrios und die Liste liesse sich sicherlich fortsetzen.

 

Einzig bei den Marken am oberen Ende des Marktes (Ferrari, Porsche...) ist bisher noch keine Abkehr von den oben-ohne Varianten für mich zu erkennen.

 

Es werden diese beiden oben-ohne Fahrzeuggattungen offenbar also auch weniger nachgefragt.

 

Zudem dürften Elektroautos, die prinzipiell von einem höheren Aufbau wegen der Positionierung der Akkus profitieren können, sich noch weniger für Roadster und ggf. auch Cabrios eignen, auch wenn der neue Tesla Roadster hoffen lässt.

 

Wird sich der Trend umgekehren? Oder sterben die Fahrzeuge aus und interessieren sich nur noch die "alten Säcke"  😉 fürs Fahren oben ohne.

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buggycity
Geschrieben

Wer soll sich noch ein Spaßfahrzeug leisten können? Viele bangen um ihre Arbeitsplätze. Die wirtschaftliche Richtung ist ein Eiertanz, die Regierung hat auf ganzer Linie versagt und es wird sich auch in Zukunft nicht ändern, es wird vielleicht nur noch schlimmer.
Viele schieben den Autokauf vor sich her, die meisten entscheiden sich dann für die praktische brauchbare Variante und eher gegen ein Spaßfahrzeug mit eingeschränktem Nutzwert.
Die Cabrios und Roadster die sich noch verkaufen werden  Viert - oder Fünftfahrzeuge in den Garagen betuchter Enthusiasten sein, das reicht nicht.
In einer Gesellschaft in der jeglicher Spaß abhanden gekommen scheint und die individuelle Mobilität gerade an allen Ecken beschnitten wird wundert es einen nicht.
Ich alter Sack habe den Autokauf knapp 6 Jahre vor mir hergeschoben, hat mir ein ganzes Auto gespart, vor ein paar Wochen hab ich dann endlich zugeschlagen und mich trotz allem für ein SUV Dieselmonster entschieden.
Und da ist immer der Gedanke eines zusätzlichen kleinen schönen Roadsters an dem man ein bisschen schrauben und die lauen Sommernächte geniessen kann......

chip
Geschrieben

Ich denke nicht ich sehe hier in Düsseldorf und Umgebung fast jeden zweiten Mini  offen und auch diverse Fiat 500 Cabrio aber auch Mercedes C  und E Klasse oder etliche BMW (speziell der 2er den hat meine Frau  übrigens auch) Von daher ändert sich das Bild durch die unterschiedlichen Anbieter Hersteller aber das war schon immer so.  Wobei sich bei einigen Herstellern die Präferenzen auch klar geändert haben man denke nur mal in den 80er und 90er Jahren da war der Golf als Cabrio Kult.  Dann kam bei VW ein Cabrio Hasser ans Ruder und das Thema war nur noch einen Randerscheinung und andere Modelle waren wichtiger und das hat sich bis heute so gehalten. 

Ulf.M
Geschrieben

Moin

heutzutage hat das Auto keinen so Stellenwert mehr bei der "jungen Generation", dieses "Oh, schön, mein erstes Auto" und dieser Enthusiasmus, das eigene Auto zu besitzen, fehlt.

Ich war damals ganz stolz, mit 18 Führerschein und dann von Papa das erste Auto geschenkt bekommen, man war ich stolz, gepflegt, erst mal mit Freunden durch die Gegend gefahren, u.s.w..

Bestes Beispiel für die heutige Meinung habe ich vor 2 Jahren selbst erlebt.

Mein Neffe hat seinen Führerschein gemacht, hat lange gedauert, weil als "notwendiges Übel" angesehen. In der Zwischenzeit habe ich für ihn ein Auoto fertiggemacht, zusammen mit meinem Bruder, wollten wir ihm zum bestandenen Führerschein schenken. Der trockene Kommentar von meinem Neffen: Oh, schön, will ich aber nicht, habe zwar den Führerschein, brauche aber kein Auto, fahre mit Bus und Bahn, wenn ich mal fahren will, nehme ich mir irgendein Mietwagen. Mein Bruder und ich waren geplättet, haben das FZ dann verkauft.

Was ich damit sagen will: Der heutigen Generation ist das egal, Autos haben keinen so hohen Stellenwert mehr wie bei uns früher. Deshalb wird, wenn überhaupt, was "Praktisches"gekauft. Emotionen gibt es dabei nicht mehr. Für mich gibt´s z. B. nichts schöneres, als nach Feierabend oder am Wochenende "einfach mal so" mit dem Cabrio durch die Gegend zu cruisen, gehöre damit wahrscheinlich zu einer aussterbenden Generation.

MfG Ulf

skr
Geschrieben
vor 44 Minuten schrieb Ulf.M:

Was ich damit sagen will: Der heutigen Generation ist das egal, Autos haben keinen so hohen Stellenwert mehr wie bei uns früher. Deshalb wird, wenn überhaupt, was "Praktisches"gekauft.


Wenn's stimmt, finde ich die Entwicklung super, denn dann müssten doch auch unsere Straßen wieder leerer werden und wir, die echten Enthusiasten, hätten wieder mehr Platz für das, was uns Spaß macht. :D

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MaxF
Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb Ulf.M:

Was ich damit sagen will: Der heutigen Generation ist das egal, Autos haben keinen so hohen Stellenwert mehr wie bei uns früher. Deshalb wird, wenn überhaupt, was "Praktisches"gekauft.

Dass insgesamt der Stellenwert des Autos abnimmt, mag sein. Trotzdem scheint es mir plausibel, dass bei relativ "vernünftigen" Autos (Fiat 500, Mini) eine Cabrioversion als Lifestyle-Variante beliebt bleibt.

 

Insofern stimme ich @chip zu.

 

Ein Problem könnten allerdings die immer heisseren Sommer sein. Der internationale Vergleich zeigt ja, dass die Cabriodichte mit zunehmender Durchschnittstemperatur tendenziell eher abnimmt.

 

Übrigens wurden Cabrios Ende der 1980er Jahre schon einmal für tot erklärt - und dann brachte Mazda den MX5 auf den Markt...

bearbeitet von MaxF
JoeFerrari
Geschrieben (bearbeitet)

Nun ja, man muss auch mal über Deutschland hinaus schauen.

 

Die Fahranfänger waren eh nie ganz der Markt für offene Autos, außer bei entsprechend betuchten Eltern.

Und jüngere interessieren sich in der Tat oftmals nicht mehr für Autos, sondern für Mobilität.

 

Ja, der MX-5 hat den Roadstermarkt im unteren Bereich sicherlich wieder belebt, aber scheinbar gibt es nach Analysen der Marketingstrategen diesen offenbar nicht mehr... Die Zulassungszahlen sind ja auch gesunken (zumindest hierzulande).

 

Und bei immer größer werdenden Herstellerkonglomeraten, wo nur noch Stückzahlen zählen, sehe ich diese Spezies noch mehr in Gefahr. Ob der FIAT 500 ...oder gleich ganz Fiat als eigenständige Marke mit eigenen Fahrzeugen ... überleben wird, darf man bezweifeln. Da bügelt PSA sicherlich auch seine Plattformen drüber... so hats den eigentlich netten Opel Adam ja auch erwischt... DS3 Cabrio ? Gibts auch nicht mehr...

 

Im unteren und mittleren Fahrzeugsegment (UVP unter 50.000) sehe ich persönlich wenig Luft für neue Modelle oder das Überleben der bisherigen.

 

bearbeitet von JoeFerrari
chip
Geschrieben

Ich denke da spielt auch noch rein dass das Leben insgesamt recht teuer geworden ist und Autofahren im speziellen wo früher 2 Autos möglich waren und eins davon für die Dame des Hauses oder den Autofreak  auch gerne ein Cabrio war, da erfüllt dann heute zur Kostenersparnis der 4 Zylinder SUV die Rolle der Familien bzw. Freizeitkutsche und man hat dann als Kompromiss ein Panoramadach. 

Bei vielen ist daher einfach auch bedingt durch hohe Wohn,  Energie und einfach Lebenshaltungskosten das Geld für ein zweites Auto insgesamt nicht mehr so locker wie noch vor 20 Jahren.  Der Rest der Mobilität wird mit Roller öffentlichem Verkehr und Car to Got etc. abgedeckt.  Da steckt ja am langend Ende natürlich auch politisches Kalkül hinter. Nun haben wir auch durch Corona den Umbruch mit Homeoffice das wird zum Teil bleiben und der Mobilitätsbedarf nimmt auch da weiter ab.  Ich denke das ist bei Motorrädern nicht anders als bei Cabrios trotzdem werden die Autos  bzw. die Sparte nicht aussterben. 

tobi70
Geschrieben

Ich sehe nicht in erster Linie das Geld als Faktor für das Cabriosterben.

Ein unglaublich hohes Sicherheitsgefühl ist hier denke ich viel mehr daran "schuld".

In einem SUV kann dem Fahrer vermeintlich nichts passieren. In einem kleinen Auto ohne Dach

gibt es bei einem Unfall kein Überleben.

Finde ich schade. Ich habe bewusst die E-Klasse-Familienkutsche verkauft und ein A5 Cabrio gekauft.

Wird ganz normal im Alltag und mit Familie gefahren.

So geht auch ganz spontan Offenfahren - Dach immer auf solange es nicht stark regnet.

JoeFerrari
Geschrieben

Vielleicht muss man hier auch nochmals Cabrios (als 2+2 Sitzer) und Roadster (als reine 2-Sitzer) differenzierter sehen.

 

Ein A5 Cabrio (für mich auch immer noch eines der schönsten seiner Gattung), ein früheres Volvo C70 Cabrio (lange augestorben), ein Saab 900 oder 93 Cabrio etc. war ja durchaus auch als Alltagsauto für den kleineren Haushalt geeignet.

 

Beim Roadster (wie meinem alten TT) kamen früher ggf. wirklich nur junge Leute ohne allzuviel Geld auf die Idee, den als einzigen fahren zu wollen.

 

Ich denke auch nicht, dass die allgemeine EInkommenssituation hier die Rolle spielt. Die nachwachsende Generation hat offenbar weniger Verlangen danach offen zu fahren. Und wem es nur ums Image des "sportlichen Fahrens" geht, der ist jetzt eben als "Urban outlaw ..." im SUV unterwegs. Daher vielleicht der verblichene Versuch von Land Rover oder aktuell VW die Wagengattungen zu kreuzen.

 

So schlecht finde ich den T-Roc als offene Variante gar nicht, auch wenn ich mir keinen Verbrenner-VW mehr kaufen würde.

emuman
Geschrieben

Ich habe mich entschlossen den Klimawandel nicht länger zu ignorieren - und habe mir vor einigen Wochen einen Roadster gekauft, Mazda MX-5.

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