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Anlasser wollte nicht ... (550)


Gast

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Gestern endlich trocken und weitgehend salzfrei, juhu. Also runter, Luftdruck abgelassen, Erhaltungladegerät abgemacht, reingesetzt, Knopf Fernbedienung gedrückt, Zündschlüssel rein, gedreht und ..... lautes klackern, aber kein Anlassen. Dachte zuerst, dass die Batterie platt ist (Ladegerät kaputt?). Aber mit Starthilfe genau dasselbe. Dabei beobachtet, dass die Innenbeleuchtung beim Klackern aus ging und die Tankanzeige auf null, also Spannungszusammenbruch. Das Klackern nicht "müde", sondern richtig heftig.

 

Da der Anlasser nun wirklich gut verbaut ist, habe ich einfach immer wieder kurz probiert, so 3-4 "Klacker" lang. In der Hoffnung, dass sich losrüttelt, was immer da klemmt. Schließlich nach so 10-20 Versuchen hat es plötzlich funktioniert. Auto ist ganz normal angesprungen und gelaufen. Auch ein späteres Anlassen (nach Rückkehr und in der Garage) völlig normal.

 

Radio will aber jetzt Code.

 

Es sei angemerkt, dass ich gleich anfangs den Wagen auch mit eingelegtem Gang etwas verschoben habe. Falls da zufällig gerade exakt Zahn auf Zahn (Anlasserritzel/Schwungscheibenzahnkranz) gestanden haben sollten. Das hatte allerdings keine Änderung bewirkt.

 

Der Magnetschalter scheint ja gezogen und auch geschaltet zu haben, sonst wäre nicht dieser starke Spannungsabfall gewesen. Mir scheint, dass der eigentliche Anlasser nicht drehen konnte. Gibts da eine Idee zu? Wenn die Radiallager der Ankerwelle fest wären, dann würde vermutlich gar nichts mehr gehen. Und warum sollten die auch plötzlich, nur wegen ein paar Monaten Standzeit?

 

Nun ist ja alles wieder normal, aber interessiert hätte es mich schon, auch wenn wir nur spekulieren können. Paul hat leider keine Zeit das alles zu zerlegen, und ich bin da grad zu faul zu, dies aus reiner Neugierde zu tun ... :D

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5aa6a7d0bb1bd_keepnormal.gif.f7135d9969acab1bcaf649b9bfcb09b8.gif    :D

 

Aber im Ernst, im Bereich Ritzel/Ritzeltrieb kann da doch eigentlich nichts drehfest gehen? Mit fiele außer den Ankerwellenlagern nichts ein, was drehfest gehen könnte. Oder mache ich da einen Denkfehler?

 

Offensichtlich hatte der Anker vollen Saft bekommen, weshalb ja auch die Spannung zusammengebrochen ist. Weil der Anlaufstrom eines Gleichstrommotors das Zigfache des Nennstroms beträgt. Deswegen ja auch wohl das Klackern, Magnetschalter zieht an, Anker bekommt Strom, dreh aber nicht (> voller Anlaufstrom), Spannung bricht deswegen zusammen, Magnetschalter fällt daher ab, Anker wird getrennt, Spannung wieder rauf, Magnetschalter zieht an, usw..

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Einen guten Tipp hatte FM133 per PN, dass möglicherweise irgendwo Öl heraus suppt und über bzw. in den Anlasser läuft und den verklebt hat.

 

Diese Ursache kann ich jedoch mit einiger Sicherheit ausschließen, in den Bereichen oberhalb des Anlassers habe ich auf der rechten Seite nirgends auch nur einen Ansatz eines Öllecks gesehen. Hab natürlich nur von oben schauen können, den Bereich des Anlassers hab ich mir genau angeschaut, einfach um zu gucken, ob man - ganz old school -  mit einem Holzstab unterstützend auf den Anlasser klopfen kann (nee geht nicht wirklich) ... :D

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Am 348 habe ich gelegentlich eine Gedenksekunde, Aber nur eine einzige Sekunde. Den Schalter höre dann nicht, aber das Auto geht immer an. Bin also auch nicht sicher, wann da ausgerückt wurde.

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Macht mein 456 auch, manchmal klackt es und aber es dreht nix. Magnetschalter getauscht, Anlasser getauscht und immer noch das Problem. Sobald ich einen Booster an die Batterie hänge startet er. Ansonst alles normal und auch nur sporadisch. Werde jetzt mal eine neue Batterie verbauen und dann schauen ob es weg ist oder ob ich irgendwo ein Masseproblem habe.

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Das Thema kenn ich auch von diversen Fahrzeugen quer durch alle möglichen (und unmöglichen) Fabrikate.

Voraussetzung war immer eine vorausgehende längere Standzeit.

 

Die KFZ sprangen dann schlußendlich immer an, nach:

A. Vorsichtiger Behandlung mit Caramba Spray.

B. Liebevoller Zuwendung mittels eines Hammers.

C. Hin- und herruckeln am KFZ bei eingelegtem 3ten Gang.

 

Einen echten Fehler hab ich nie gefunden.

Meine Vermutung (nicht mehr und nicht weniger) wäre eher auf der elektrischen Seite in der Nähe des Magnetschalters zu suchen.

Z.B. Übergangswiderstand bei den dicken Zuleitungskabeln und deswegen Zusammenbruch der Spannung nachdem der Magnetschalter eingerückt ist und den Kontakt für den Anlassermotor geschlossen hat!?

 

Wenn du dich traust, dann laß doch mal das nächste Mal den Zündschlüssel so 10 bis 15 Sekunden in Anlaßposition, und fühl dann die Kontaktstellen, ob die warm geworden sind.

 

 

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 Hallo Bernhard ,

 Ich bin mir nicht sicher, es sieht sehr nach einem Masse Problem aus. Mit Anschluss des Überbrückungskabels hast du eine neue Maße, damit funktionierte es ja dann.

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@Doc Hollywood

 

Schrieb @Jarama nicht im ersten Post "Aber mit Starthilfe genau dasselbe" ?

Die Anschlüsse einer zweiten Batterie (Starthilfe) legen auch nur zwei neue Verbindungen Batterie / Batterie, helfen aber leider nicht bei einem bestehendem Masseproblem im Empfängerfahrzeug.

 

Wobei ich Dir absolut zustimme, ich würde auch erst Masseseitig suchen, und zwar ganz, ganz untem im Motorraum beim Anlasser.

Alleine schon weil ich die Flüche Bernhards hier im Forum wiedergegeben hören möchte :P

 

P.S.: Ganz ehrlich, ich würde gar nicht suchen, sondern erst einmal eine Dose Caramba großzügig im Bereich des Anlassers verteilen und dann einen schönen Hammer und eine weitere volle Dose Caramba im KFZ verstauen!

Bei der alten Schlurre lohnt alles weitere doch gar nicht  :hug:(Den "ich muss ganz schnell hier weg Smilie" hab ich nicht gefunden, da musste ich den nehmen).

 

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@Kai360 uuuups, gebe zu, wer lesen kann ist klar im Vorteil. :-o Trotzdem scheint mir ein Masseproblem als am wahrscheinlichsten.

vor 3 Stunden schrieb Kai360:

Alleine schon weil ich die Flüche Bernhards hier im Forum wiedergegeben hören möchte :P

 

Vor allem weil der Fehler jetzt in die Kategorie fällt, finde den Fehler, wenn er nicht mehr da ist!:D

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Den Kai nicht so ernst nehmen, der fährt nur neue Schleudern.

Zündschlüssel gedrückt halten hilft manchmal, aber warm wird zumindest bei mir nix. Ich vermute fast ein Kontaktproblem im Anlasser.

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Ein Kontaktproblem kann man m.E. ausschließen, weil es floß ja der enorm hohe Anlaufstrom durch den Anlasser, sonst wäre dabei (schon gar nicht mit Starhilfe) die Spannung so zusammen gebrochen, dass auch der Magnetschalter wieder abgefallen ist, usw.. Die elektrischen Kontakte waren also wohl sehr gut.

 

Hammer o.ä. wollte ich ja, mit dem Holzstiel kommt man mit Mühen an ein Gehäuseteil des

anlassers, wobei direkt darüber auch noch Leitungen verlaufen, die man nicht unbedingt platt klopfen möchte :D.

 

Und Caramba, das muss an die richtige Stelle, bei diesem modernen Schlurren :D muss man dazu allerdings erst den Unterboden lösen und entfernen ... B)

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Ich kenne dieses Problem beim Porsche 997 - vor allem wenn werkseitig ein "Simpel" die Befestigungsschraube des Massebandes am Motorblock mit Loctite gesichert hat. Massebänder können äußerlich perfekt aussehen aber unter der Ummantelung völlig marode sein.

Dann bricht zwangsläufig die Spannung zusammen.   

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vor 17 Stunden schrieb Wolly 108:

Dann bricht zwangsläufig die Spannung zusammen. 

Jaein, beispielsweise am Anlasser ja, der und der Magnetschalter laufen dann nicht oder mit verringerter Leistung. Denn der Motor und damit die Anlassermasse sind nur über das Masseband mit Masse (Karosserie) verbunden.

 

Das gilt aber nicht für alle Bereiche. Beispielsweise die Innenbeleuchtung wird meist gegen Masse geschaltet, wobei der Schalter irgendwo an der Karosserie kontaktiert ist, also unabhängig vom Masseband. Wenn also (jedenfalls bei älteren Autos) bei einem Anlassversuch die Innenbeleuchtung aus geht, dann wird in der Regel (muss aber nicht, gibt bestimmt auch noch weitere denkbar elektrische Gremlins, vor allem wenn mehrere zusammen kommen) der Spannungszusammenbruch direkt in der Batterie stattfinden, wegen sehr hoher Stromabgabe.

 

Bei mir ging beim Klackern wirklich alles aus, Innenbeleuchtung, Instrumentenanzeigen, Radio hat Codeeingabe aktviert gehabt, etc. Wobei die meisten dieser Komponenten massebandunabhängig mit der Karosserie kontaktiert sind.

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...ich hatte die gleichen Anzeichen beim Austin Healey, anfänglich hatte ein leichter Schlag mit dem Gummihammer geholfen, letztendlich habe ich den Anlasser mit vollem Erfolg überholt!

Das Fahrzeug im 3ten Gang etwas hin und her zu bewegen wage ich positiv zu unterstützen, vielleicht hat der Anlasser doch nicht genug Power um das Ritzel richtig auf der Schwungscheibe zu platzieren. Durch das hin und her wird die Position des Ritzels auf der Schwungscheibe verändert ...

Caramba würde ich nicht verwenden...wo soll das hingespritzt werden...

 

Viel Glück

 

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vor 10 Minuten schrieb tomp:

wo soll das hingespritzt werden

Könnte in den Bereich des Schieberitzels gesprüht werden, je nach Aufbau der Kupplungsglocke geht das. Wenn das Schieberitzel sich nur schwergängig schiebt, dann tut sich auch nix, der Magnetschalter wird auch nicht geschlossen.

 

Könnte auch das abtriebsseitige Lager des Ankers erreichen, allerdings wäre es bedenklich, wenn das Lager dies benötigen würde.

 

Anlasser überholen/erneuern ist bei auftretenden Problemen mitunter eine gute Sache. Wobei, hast Du mal geschaut, was man alles demontieren muss, um an den Anlasser heran zu kommen und den auch noch raus zu bekommen? Also beim 550? Da hofft man lieber erstmal noch auf Selbstheilungkräfte, auch wenn das meist nur Wunschdenken ist ... :D

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vor einer Stunde schrieb Jarama:

Wobei, hast Du mal geschaut, was man alles demontieren muss, um an den Anlasser heran zu kommen und den auch noch raus zu bekommen? Also beim 550? Da hofft man lieber erstmal noch auf Selbstheilungkräfte, auch wenn das meist nur Wunschdenken ist ... :D

Das ist der Grund, warum ich bei einem Ferrari nicht mehr die Fehlersuche logisch angehe. Ich habe überlegt, mir so einen kleinen Italiener mit kleinen Händen anzuschaffen, der die Logik eines italienischen Autobauers versteht und nachvollziehen kann. :D:D

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Genau das Phänomen hatte ich neulich auch beim BMW. Nachdem ich den Anlasser und die Batterie getauscht hatte, war es am Ende das Massekabel zwischen Motorblock und Karosserie. Kontakte geschliffen, wieder angebaut, schnurrt wie ein Kätzchen.

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vor 7 Stunden schrieb Jarama:

Bei mir ging beim Klackern wirklich alles aus, Innenbeleuchtung, Instrumentenanzeigen, Radio hat Codeeingabe aktviert gehabt, etc. Wobei die meisten dieser Komponenten massebandunabhängig mit der Karosserie kontaktiert sind.

 

Kauf Dir ne neue Batterie, und gut ist! Und check dabei gleich die Polklemmen und die Massebandbefestigung an der Karosse!

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vor 5 Stunden schrieb S.Schnuse:

war es am Ende das Massekabel zwischen Motorblock und Karosserie.

 

Am 12.3.2018 um 16:22 schrieb Jarama:

Nun ist ja alles wieder normal, aber interessiert hätte es mich schon, auch wenn wir nur spekulieren können.

...deutet dies auf ein Masseproblem hin?

...sicherlich ist das Massebandthema am einfachsten zu optimieren, daher sollte es auch hier der erste Schritt sein!

...jedenfalls hat @Jarama einig mögliche Fehlerquellen beschrieben bekommen....;););)

 

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vor 18 Stunden schrieb Doc Hollywood:

Das ist der Grund, warum ich bei einem Ferrari nicht mehr die Fehlersuche logisch angehe. 

Sicher dass das keine anderen Gründe hat?

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Am 13.3.2018 um 09:29 schrieb Doc Hollywood:

 Hallo Bernhard ,

 Ich bin mir nicht sicher, es sieht sehr nach einem Masse Problem aus. Mit Anschluss des Überbrückungskabels hast du eine neue Maße, damit funktionierte es ja dann.

Leider etwas unklar. ^_^

Wenn die Überbrückungskabel klassisch an die Pole der Batterie geklemmt werden ändert das nichts an den Anschlüssen des Anlassers.

BTW: Die 348/355/360 Fahrer berichten auch schon mal über vergammelte Massebänder und Streiks beim Anlassen.

Würde erstmal die billigen Massebänder erneuern und testen.

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Gast
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