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Ferrari 812 Superfast - Vorstellung

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evo3
Geschrieben

Ich finde Ihn auch WUNDERBAR :)

 

Aber die Anlehnung an der C7 ist wirklich eklatant und denke mir, dass dies wohl mehr mit dem Ziel verfolgt wurde den US Markt zu gefallen. Was meint Ihr? 

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F40org
Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb evo3:

Ich finde Ihn auch WUNDERBAR :)

 

Aber die Anlehnung an der C7 ist wirklich eklatant und denke mir, dass dies wohl mehr mit dem Ziel verfolgt wurde den US Markt zu gefallen. Was meint Ihr? 

Da die C7 schon sehr stark an den F12 angelehnt ist, glaube ich nicht ernsthaft, dass Ferrari hier den Bezug gesucht hat. Um den US-Markt muss sich Ferrari auch keine ernsthaften Sorgen machen.

  • Gefällt mir 2
Thorsten0815
Geschrieben

Also beide haben eine lange Schnauze, vier Räder und es gibt sie in rot, aber wo seht ihr den wirklich Ähnlichkeiten zu einer Corvette C7?

  • Gefällt mir 3
MUC3200GT
Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb jo.e:

Also ich finde ihn gelungen, aber kritische Stimmen sagen: Corvette 2.0.

Das Heck ist in meinen Augen etwas zu symetrisch/quadratisch, das nimmt die filigrane Anmut  der Formen die man bisher bei Ferrari gewohnt war. Hingegen haben sich die Corvetten dem Ferrari Design angenähert

F400_MUC
Geschrieben

Auch wenn's kein GT ist, wird interessant zu sehen wie die Fahrleistungen sich mit dem 720 vergleichen, der ja vermutlich 100 Kilo leichter ist. Da gibt's ja schon kolportierte 0-200 und Viertelmeile Zahlen (ja, das sagt nicht alles über ein Auto aus, richtig).

quax
Geschrieben

Sieht irgendwie aus, wie ein Unfallwagen :-)

evo3
Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb Thorsten0815:

Also beide haben eine lange Schnauze, vier Räder und es gibt sie in rot, aber wo seht ihr den wirklich Ähnlichkeiten zu einer Corvette C7?

Für mich betrifft es besonders das Heck wie hier auf den Bilder gut zu sehen ist.

Und die C7 gibt es schon seit 2014.

17-02-_2017_09-29-41.jpg

17-02-_2017_09-30-08.jpg

Thorsten0815
Geschrieben

OK, der integrierte Flügel und die seitlichen Abrisskanten, das hat eine gewisse Ähnlichkeit.

Zum Glück ist das eine Design aber deutlich amerikanisch, und das andere filigran italienisch gezeichnet. O:-) 

 

Aber ja, da ist der F12 von hinten schöner...... trotzdem muss man (also ich) den Wagen erst mal in einer anderen Farbe/Licht und am besten in echt sehen.

 

vor 15 Minuten schrieb evo3:

17-02-_2017_09-29-41.jpg

 

vor 15 Minuten schrieb evo3:

17-02-_2017_09-30-08.jpg

 

ferrari-f12-berlinetta-vergleich-6.thumb.jpg.ec81f23421e2677ea89bd99fc91e0567.jpg

 

Quelle:

6 Dinge, an die uns das Heck des “Berlinetta” erinnert

  • Gefällt mir 4
F40org
Geschrieben

Auf den ersten Bildern können die Ferraris ja selten 100% überzeugen. Der erste Live-Blick entkräftet aber in der Regel alle Zweifel. Der tdF sah auf den Bildern auch irgendwie aus wie eine Tuning-Bastelbude und in Natura ist es doch in sich stimmig. 

  • Gefällt mir 6
JaHaHe
Geschrieben

Kinder, ihr wollt doch jetzt nicht ernsthaft eine Corvette mit einem Ferrari vergleichen?

 

 

  • Gefällt mir 6
amc
Geschrieben
vor 39 Minuten schrieb JaHaHe:

Kinder, ihr wollt doch jetzt nicht ernsthaft eine Corvette mit einem Ferrari vergleichen?

Selbstverständlich nicht. Denn dann müsste der Superfast drei Endrohre auf jeder Seite haben.

  • Gefällt mir 5
BMWUser5
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb F400_MUC:

Auch wenn's kein GT ist, wird interessant zu sehen wie die Fahrleistungen sich mit dem 720 vergleichen, der ja vermutlich 100 Kilo leichter ist. Da gibt's ja schon kolportierte 0-200 und Viertelmeile Zahlen (ja, das sagt nicht alles über ein Auto aus, richtig).

Es sind etwas mehr als 200kg

Huschijunior
Geschrieben

Ich bin froh, dass ich jetzt endlich weiss, was Ferrari auf dem Genfer Autosalon zeigt. Ich freu mich, das Pferd dann mal anzuschauen. Jetzt muss ich nur noch schauen, wie ich nicht nur vor der Glasscheibe bei Ferrari stehe :D

  • Gefällt mir 1
mercedes martin
Geschrieben

Von vorne sieht der 812 sehr gut aus, auch von der Seite; von hinten ist mir das Design etwas zu zerklüftet, da war der Fotoshop-Entwurf mit dem F12-Heck und den Doppelleuchten sehr viel schöner.

 

Nun ja, insgesamt ein beeindruckender Wagen, besonders auch die technischen Daten. Ich bin mal gespannt wie der 812 dann in Natura aussieht.

 

Gruß

Martin

au0n0m
Geschrieben

Im direkten Vergleich finde ich die corvette von hinten stimmiger

Thorsten0815
Geschrieben

:crazy:

  • Gefällt mir 1
hohenb
Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb F40org:

Auf den ersten Bildern können die Ferraris ja selten 100% überzeugen. Der erste Live-Blick entkräftet aber in der Regel alle Zweifel. Der tdF sah auf den Bildern auch irgendwie aus wie eine Tuning-Bastelbude und in Natura ist es doch in sich stimmig. 

 In dem neuen Grigo Ferro Opaco schaut er richtig gut aus

  • Gefällt mir 3
nero_daytona
Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb au0n0m:

Im direkten Vergleich finde ich die corvette von hinten stimmiger

Jetzt musst du uns nur noch erklären in welchem Paralleluniversum plump > filigran gilt.

Maadalfa
Geschrieben

Exakt dasselbe Auto 80cm kürzer und entsprechend weniger breit und leichter und ich würde dafür mein Haus verkaufen :)

  • Gefällt mir 1
F400_MUC
Geschrieben

Neu sieht aus wie ein "er", alt war eine"sie". Einen "er" finde ich nur für die tdf Version gut.

eisenwalter
Geschrieben

ganz tolles Design :sensationell: wesentlich stimmigeres Heck als der F12 gefällt mir sehr gut, wenn s den jetzt noch ohne Dach geben würde, das wärs 8-)

Thorsten0815
Geschrieben
vor 16 Minuten schrieb eisenwalter:

wenn s den jetzt noch ohne Dach geben würde,

Ich kann mir gut vorstellen das sowas noch kommen könnte.

mercedes martin
Geschrieben

Mag wohl so sein....aber das sind dann ja die Kleinauflagen in 7-stelliger Kaufsumme, die sich fast niemand leisten kann, ich jedenfalls leider nicht...

 

Da müssten offene 812 Spider aufgelegt werden, die einen Grundpreis von sagen wir mal 300-310´€ haben.

 

Gruß

Martin

  • Gefällt mir 1
Caremotion
Geschrieben
Am 16.2.2017 um 14:10 schrieb jo.e:

Also ich finde ihn gelungen, aber kritische Stimmen sagen: Corvette 2.0.

Na ja, es gibt doch immer irgendjemand der was zu vergleichen hat. Ich seh jetzt kein Vette in dem Auto. 

  • Gefällt mir 2
Thorsten0815
Geschrieben
vor 16 Stunden schrieb nero_daytona:

Jetzt musst du uns nur noch erklären in welchem Paralleluniversum plump > filigran gilt

Na ja "plump" ist etwas zu hart. Oder?

 

Amerikanisch eben. Gross, mächtig.

Beeindruckend würde ich sagen.

Ist aber nicht mein Geschmack.

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    • racecat
      Halle alle zusammen,
      ich habe gerade den PIN-Code Zugang für die Produktion erhalten.
      Auch mein Händler konnte mir leider nicht mitteilen wo ich mich damit einloggen kann, unter MyFerrari finde ich jedenfalls nichts.
      Vielleicht kann jemand in Forum helfen, würde mich sehr freuen.
       
      Beste Grüße
      Friedrich
    • 806
      Manchmal hat man Glück und kann Ungewöhnliches erleben und tun. So ging’s mir gerade.

      Auf meine Anfrage „Du hast doch den neuen Ferrari sicher schon. Was meinst Du, darf ich den mal waschen?“ war auch der Angesprochene sicher etwas verwirrt. Ich wußte nicht genau, was da bei ihm neu im Stall ist und er muß gedacht haben, daß da bei mir nicht alle Gurken im Glas sind.

      Sind sie aber, seid Euch sicher!

      Meine Idee: Wie kann ich am besten einen Gesamteindruck vom Auto bekommen? Fahren - klar. Angucken - ist ja mehr „zerglotzen“, also (meist zu) ahnungsloses Gestöbere. Waschen - nah an alles ran, alles anfassen, aus der Nähe betrachten und sich Gedanken machen, während man herumwienert.

      Nachdem das geklärt war, hatte ich ihn dann im Hof.

      Jetzt weiß ich auch, was „er“ ist: ein 812 superfast. EZ März 2018. Unischwarz (DAS wußte ich erst beim Abholen, sonst hätte ich’s mir noch überlegt) außen und schwarz innen mit gelben Akzenten - wie auch außen mit Wappen, Radnabendeckeln und Bremssätteln.

      Ich habe ihn in jeder Hinsicht untersucht und mir meine Meinung gebildet. Die Grundlagen sind Fahreindrücke - Optik - Qualität. Also in dieser Reihenfolge:
       

      1. Fahreindrücke

      Wie kein anderes Auto außer einem luftgekühlten frühen Porsche 911 ist ein Ferrari geprägt von seinem Motor. Nahezu jeder Ferrari. Und der 812er ist keine Ausnahme.
       
      Der Zwölfender thront exakt hinter der Radnabe der Vorderachse ein bißchen eingemauert hinten im Motorraum. Optisch macht er nicht so viel her - halt roter Schrumpflack, sonst aber eine Wüste aus Plastik drumrum. Beim Fahren wendet sich das Blatt.
       
       

       

      Ein Sauger - herrlich!!

      Etwas hochtouriger Leerlauf mit rund 800/min warm. In „race“ etwas verschärfte, in „sport“ wunderbar dosierbare Gasannahme. Die 812 Pferde sind lammfromm und folgen dem Zügel fast intuitiv. Stadtverkehr mit 50? Lässig mit 1000/min im siebten Gang. Beschleunigen? Wie’s der Herr wünschen - und wir suchen nicht lange, bis wir wissen, wie Wünsche wahr gemacht werden. Ansatzlos. Bis Turbos so was können, wird noch eine ganze Weile vergehen.

      Laufruhe im Sinne von Vibrationsfreiheit - check (bei warmem Motor, kalt vibriert’s ganz ordentlich).
      Laufruhe im Sinne von Ruhe - ääähmmmnein!
       
      Selbst mit geschlossener Klappe unter 1800/min auf die Dauer unerträgliches Gebrumme vom Endschalldämpfer. Dröhnig, aufdringlich, nervig.
       
       

       
       
      Ab 2000/min wie durch ein Wunder singt er nur noch, keinerlei Resonanzen, nichts. Fast leise. Mehr Gas. 3000 oder 4000/min ändern nicht viel (außer am Tempo), nach wie vor ein souveräner fast komfortabler Motor mit besten Manieren. Schwiegermutterkomfortzone. Mehr Gas. 5000/min und die Aussprache wird kehlig, scheint’s vom Ansaugsystem, denn hinten ist nach wie vor ziemliche Ruhe im Vergleich zu den niedrigen Drehzahlen. Schwer, sich in diesem Bereich beim Beschleunigen zu halten, irgendetwas ist jetzt anders. Selbst in „sport“ ist jetzt die Gasannahme irgendwie spitzer, man fühlt sich wie in einer Exponentialfunktion an der Stelle, wo’s bergauf steil wird. Mehr Gas. Ein anderer Motor - unter scharfer Last brüllt er wie ein Stier und klemmt sich das Auto mit 1,8 Tonnen Gewicht unter den Arm wie ein DHL-Bote ein Parfümpäckchen. Mehr Gas. die 6000er Marke fällt so schnell, daß man’s kaum sieht (im dritten Gang), die Aussprache ist jetzt „Rennwagen“ oder auch „scheixx auf die Schwiegermutter!!“ und das volle Orchester bläst Richtung 8000/min.

      Die Straßenverkehrsordnung greift ein, also beruhigen, ausrollen lassen und mit geziemendem Tempo sinnieren.

      Es wird ein Jammer sein, daß diese unbändige Explosionskraft einer frei saugenden Höchstleistungsmaschine aussterben muß. Aus Leerlauf auf 8000/min dauert keine halbe Sekunde, so extremst spontan ist die Gasannahme. Dabei ist die Dosierbareit der Kraft das eigentlich beeindruckende. Plump „den Hammer fallen lassen“ wird ihm nicht gerecht, das ist quasi ein Hochleistungsfiliermesser. Am schönsten fährt er sich, wenn man beim Beschleunigen immer schneller schneller wird, also sich an der Zone der höchsten effektiven Kompression entlang hangelt. Im Bild gesprochen: Anfangs bleibt der Passat TDi des Vertreters fast noch dran, dann könnte ein gut gefahrener BMW 535d mithalten und zum Schluß ist man wie Major Tom „völlig losgelöst von der Erde“.
       
      Anders gesagt: ein Traum.

      Kein Aston, kein AMG, kein Lamborghini oder Porsche - wasauchimmer - kann bei dieser mechanischen Grandezza mithalten. Period!
       
      Der Rest des Autos unterwirft sich diesem Thema auch gnadenlos und dient erkennbar nur dazu, die Bühne für die wechselnden Konzerte (Kurkonzert - Pop - classic rock - death metal in dieser Abfolge) jeweils geeignet parat zu haben. Das Fahrwerk macht seine Sache sehr gut, es federt sogar anständig selbst mit normaler Dämpferstellung und nicht „weich“, es ist sehr gut gedämpft auch in Abstimmung auf das Tempo, die Straßenlage ist über jeden Zweifel erhaben. Je schneller und weiter die Kurven sind, desto mehr liebt sie das Auto. Je enger und spitzer sie werden, desto eher liegen sie ihm nicht recht. Die Lenkung (fast etwas zu leichtgängig) ist grundsätzlich sauber abgestimmt und eindeutig, sehr schönes Ansprechen aus der Nulllage aber etwas zu wenig Gefühl für die auf die Vorderräder wirkenden Kräfte. So recht weiß man nicht, „ob noch was geht“, da wäre ein bißchen mehr Rückmeldung an den Fahrer wünschenswert. Nur - das können andere auch und manche sogar noch richtig viel besser. Einen Vorsprung in gleicher Weise wie beim Motor kann ich nicht erkennen, das ist sauber gemacht aber ohne Höhen.

      Das Getriebe macht seine Sache auch gut, schnell, erst unter Last etwas hart schaltend, sonst aber ruckfrei. Im Automatikmodus manchmal etwas zu zögerlich beim Runterschalten, da muß man dann so viel Gas geben, daß es für den kleineren Gang schon fast zu viel ist.

      Das eigentlich für einen Sportwagen enorm hohe Gewicht von 1.785 kg merkt man allenfalls durch eine gewisse „Sattheit“ beim Fahren aber als echtes Hindernis bei artgerechter Bewegung empfindet man das nicht. Am schönsten fährt er sich, wenn man gerade so schnell ist, daß harte Fahrmanöver völlig unterbleiben können, alles aber „gut auf Zug“ gehalten niemals das Eingreifen des ESP erfordert. Das ESP funktioniert so makellos, daß sich jeder wie ein Held vorkommen kann, nur das Aufleuchten des gelben Dreiecks an nicht direkt sichtbarer Stelle ist zurückhaltende Warnung an Gaslegastheniker. Ohne dieses System würde wohl kein 812 überleben, glaubt es mir!

      Etwas enttäuschend ist das Gefühl beim Bremsen. Verzögern tut er brachial, dafür sorgen riesige Carbonbremsscheiben. Außer sie sind naß, dann bremst nichts auf die ersten Radumdrehungen und das kann gaaanz große Augen machen! Nein, für mein Gefühl etwas zu weich ist der Druckpunkt im Bremspedal und das extrem sanfte Ansprechen. Man kann dermaßen weich anbremsen, daß es einen S-Klasse-Chauffeur erstaunen würde. Selbst die hat einen deutlicheren Druckpunkt als der 812er. Muß man sich sehr dran gewöhnen und hatte ich in einem Hypersportwagen so nicht erwartet.

      Die Behendigkeit eines in dieser Hinsicht ungeschlagenen Wiesmann MF3 hat er nicht, nicht einmal im Ansatz. Egal wieviele Räder da lenken: der Wendekreis ist irre, der Radeinschlag viel zu gering. Alle naselang fährt man in der Stadt mit Lenkung am Anschlag, und es reicht doch nicht! Wo eine S-Klasse mit Schwung in einem Zug einfährt, ist Rangieren angesagt. Dazu die Breite eines Möbeltransporters, da sind dörfliche Ortspassagen lähmend. Über 2,1 m mit Spiegeln, da ist Schluß mit lustig. Auf engwinkligen „B-Roads“ ist Feierabend. Man kann zwar erstaunlich gut vorneheraus die Dimensionen sehr schnell intuitiv abschätzen, aber dann erkennt man nur die Gefahren, vermieden sind sie damit nicht. Rückwärts ist nicht seins, gar nicht. Nach schräg hinten sieht man schlicht nichts, nach hinten fast nichts. Abartig, wie langsam so etwas macht, weil man sich tausendmal versichern muß, wo andere einfach schon fahren.

      Die Bedienung ist auf verschrobene Weise „anders“ - und vieles kommt mir auch nur aus diesem Grund so gestaltet vor. Eine Reminiszenz an die völlig wirre Schalteranordnung eines 911er G-Modells quasi. Unergonomisch, billig und nicht immer sicher funktionierend. Der schwarze will nicht immer aufs Mannettino parieren und interpretiert den Wunsch nach „race“ mit „wet“. Die eingestellten Anzeigen mag er auch nicht halten und wechselt immer wieder in den Startbildschirm. Den Tempomaten hat man gut versteckt … und der ist Führerschein rettend, sollte also besser bedien- und sichtbar sein.
       
       
      2. Optik

      Seit Pininfarina oder andere echte Designer sich nicht mehr in Ferrari verewigen dürfen, sind die Stilrichtungen nicht mehr immer wirklich schön. Die Silhouette ist ein Faustkeil, die Front ähnelt dem 488er sehr stark, die Haube erinnert an die Corvette, die Hecklösung hat unten was von Nissan GT-R und oben ein bißchen Aston.
       
       

       
       

       
       

       
       
      Da komme ich deutlich über ein Hmmnajagutäääh - oder wie sonst Herr Beckenbauer sich ausgedrückt hätte - nicht hinaus. Die Proportionen sind ebenso schwierig, die enorme Breite im Verhältnis zur Höhe ist halt eine echte Challenge. Irgendwie kommt er etwas mutlos und uninspiriert rüber, die Frontsprache kann z.B. McLaren besser. Man hängt quasi zwischen der technoiden Eckigkeit eines Lamborghini und der Eleganz eines Aston DB9. Und jeweils nicht an der besten Ecke.
       
      Innen ist alles wie ein Rückschritt zu dem Comic „Captain Future“, von den lustig-glupschig-spacigen Luftdüsen über die Mittelkonsole und die schöne Knöpfchenwelt aus dem FIAT-Baukasten. Das Gefühl dort ist erstaunlich unansprechend, keine Grandezza mehr spürbar, eher merkwürdig krampfige Gestaltung nach dem Motto „wir machen das jetzt so, weil wir das können“.
       

       
       

       
       
      Fußraum ist aber sehr bequem, Sitzposition sehr gut bis 190 cm, Sitze komfortabel und vielseitig justierbar. Aber das können andere genau so. Das Eingemauertsein eines AMG GT fehlt Gottseidank. Kurz: Geht so, nix, was begeistert oder besonders praktisch ist. Vor allem aber: nichts, das wirklich Gefallen auslöst.

      Kofferraum recht ordentlich, riesige (und am Scharnier sehr schwer zu reinigende) Heckklappe, Beladenkönnen war kein Schwerpunkt der Entwicklung.

      Lästig sind die rot herumbaumelden Notöffnungsstrippchen - das geht ja gar nicht, würde man hier sagen.
       
       

       
       

       
       
       
      3. Qualität

      Und da sind die dunklen Stunden - und ehrlich gesagt hätte ich das in Anbetracht des Kaufpreises von deutlich über 300.000 € ein paar deutliche Anmerkungen zu machen. Keine freundlichen, um es zurückhaltend zu sagen.

      Materialwahl der Auskleidung mit Teppich ist weit unter Klassenerwartung. Das ist ganz ehrlich in jedem VW Golf besser. Lederbezüge … sind aus Leder, aber wer mal Bentley anfaßte oder auch nur Mercedes designo, ist enttäuscht. Schon jetzt sieht man an den Sitzen, daß die Nähte hoher Spannung ausgesetzt sind, da will ich nicht wetten, wie sich das über die Jahre halten wird.

      Die Oberfrechheit sind aber die labberigen Billigstfußmatten aus dem Baumarkt. Das dünne Fähnchen ist eine Unverschämtheit bei dem Preis! Der "Bordwerkzeughalter" ist wohl ein Universalteil, auch da findet sich besonderer italienischer Humor.
       
       

       


      Wäre alles sauber gefügt, könnte man ja noch zufrieden sein.

      Ist es aber nicht, und das stößt unangenehm auf.

      Die Plastikverkleidungen im Motorraum sind großzügig verteilt - und dürften auch aus besserem Material gefertigt sein. Der Waschwasserbehälter ist wohl aus einem Fiat Panda - Form und Hals passen jedenfalls dazu. Entsprechend lose ist er auch … und von den Weichplastikabdeckungen im Türscharnierbereich sollte ich lieber erst gar nicht anfangen:


       
       

       
       
      Die Innenverkleidungen sind im Sichtbereich ordentlich verarbeitet, im nicht sichtbaren Bereich weniger.  Die Einfassung des Alcantara-Mittelteils des Himmels hinter den Sitzen ist nicht so gelungen wie diejenige hinter der Frontscheibe. Die Einfassungen der Heckabschlußleiste am Kofferraum sind wellig wie man es in einem Dacia nicht erwarten würde. Die A-Säulenverkleidung links läuft nicht gerade und ist Richtung unterer Scheibenkante nicht fest
       
       

       
       

       
       

       
       
      Noch besser: Stellt man den Fahrersitz ganz zurück (was man ab etwa 190 cm sicher muß), reibt die nicht verstellbare Kopfstütze am Dachhimmel. Mag daran liegen, daß die Passungen der Einzelteile links und rechts unterschiedlich sind, vor allem beifahrerseitig fluchtet da nichts richtig.

      Blechpassungen sind mäßig, an der Heckklappe ist sogar eine deutlich sichtbare Fehlstelle in der Kontur. Das Unischwarz hätte auch mit weniger Orangenhaut lackiert werden können und ein gleichmäßigerer, tiefere Farbe erzeugender Lackauftrag wäre von Vorteil in Anbetracht des Preises.
       
       



      Mag am Einzelexemplar liegen - aber eine Frage bleibt dennoch: Wieso merkt das keiner im Werk und veranlaßt Nacharbeit und warum ist das offensichtlich auch dem ausliefernden Händler egal?

      Und damit ist das Fazit weitaus stärker ernüchtert als man eingedenk der beeindruckenden technischen Daten und des Nimbusses der Marke annehmen darf. Es ist zu wünschen, daß sich das Werk der Schwächen bei Materialauswahl und Verarbeitung bald und effektiv annimmt, damit der Lieferzustand wieder zum Ruhm beiträgt und nicht etwa kein Ruhmesblatt ist.

      Über die konzeptionell limitierten „Sport-/Sprintqualitäten“ eines Langstrecken-GT kann auch Ferrari nicht hinwegtäuschen, das geht für weniger Geld sowohl im eigenen Haus wie bei anderen marken mindestens gleich gut, wenn nicht sogar besser.

      Wer aber ein Muster an mechanischem Anspruch im Motorenbau haben will, wird die Nachteile in Kauf nehmen.
       
       



      Nachtschwarze Grüße
      Markus
    • Luimex
      Ich habe eben folgende Info bekommen:
       
      Ab 1. Januar 2018 gibt es Preisänderungen bei folgenden Modellen:
       
      - 488 GTB : € 184.060
      - 488 Spider: € 204.919
      - 812 Superfast: € 243.863
      (jeweils neuer Netto- Listenpreis)

      Die genannten Preisänderungen gelten für alle Bestellungen auf den Wartelisten, die nach dem 1. Januar 2018 fakturiert werden (ausgenommen Bestellungen, die bereits für die Produktion akzeptiert wurden und ausgenommen Modis Status 10 Green vom 28. September). 

       
    • racecat
      Es ist sehr ruhig um den 812S.
      Sind denn, von den Vorführwagen abgesehen, überhaupt schon Fahrzeuge an deutsche Kunden ausgeliefert worden?
      Ich habe am 04.02.2017, also VOR der Vorstellung in Genf verbindlich bestellt, das Fahrzeug im Juni im Atelier konfiguriert und die letzten Petitessen im Dezember endgültig abgesegnet.
      Laut Händler verschiebt sich der Liefertermin von geplant April/Mai nun auf den Sommer, was immer (vor oder nach den Werksferien ?!?) das genau bedeuten mag.
      Weiß jemand vielleicht etwas mehr dazu?
       
       
      Beste Grüße 
      Friedrich

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