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matelko

Porsche 911 RSR MJ 2017

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matelko
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Bereits im Mai dieses Jahres hatte Porsche den für 2017 vorgesehenen Typ RSR vorgestellt - dabei wurden in Weissach allerdings ausschließlich Bilder von der Fahrzeugfront präsentiert:

 

landscape-1463067129-high-successor-porsche-911-rsr-2016-porsche-ag-2.jpg

 

gallery-1463067420-high-successor-porsche-911-rsr-2016-porsche-ag-3.jpg

 

gallery-1463067308-high-successor-porsche-911-rsr-2016-porsche-ag.jpg

 

Das warf Fragen auf. Warum verheimlicht Porsche so offensichtlich den Rest des Fahrzeugs?

 

Rückblende: Schaut man sich die Erfolge des RSR der letzten Jahre auf der Rennstrecke an, dann kommt man um einen sehr kurz gefassten Schluß nicht herum: Siegreich in Le Mans 2013 (Klassen-Doppelsieg), chancenlos bei den meisten anderen Läufen zur jeweiligen Sportwagen-WM. Er tat sich schwer, auch wenn er sich den Hersteller-Titel in der WEC 2015 endlich holte. Und schnell stellte sich schon 2013 die Frage, ob man denn im GT-Sport mit einem Heckmotor-Rennwagen mit seiner vergleichsweise Reifen fressenden Hecklastigkeit heutzutage überhaupt noch eine Chance hat? Wenn letztlich der Reifenverschleiß als Folge der Gewichtsverteilung nachteilig für den 911 im Rennsport geworden ist, muß man Alternativen diskutieren. Zwar versuchte Porsche zunächst immer wieder, mit technischen Sondergenehmigungen, z.B. mit breiteren Felgen und einem größeren Heckflügel mit tieferer Cordlänge, den 911 erfolgreicher zu machen. Wirklich gelungen ist das aber nicht. Hinzu kommt die bei einer Heckmotorbauweise obligatorische Unterbringung des Kraftstofftanks in der Fahrzeugfront, was bei abnehmendem Füllstand naturgemäß die Fahrzeugbalance (und somit das Fahrverhalten) kontinuierlich ändert. Perfekt wäre eigentlich eine Anordnung des Tanks zwischen Fahrer und Motor - wie beim konzeptionell besser getrimmten Ferrari 458. So fand der werksseitige Einsatz des 911 RSR nach Abschluß der Saison 2015 ein vorläufiges Ende.

 

Nun, Ende Oktober in Sebring/USA, die kleine Sensation - auch wenn es schon lange handfeste Gerüchte gab und das Fahrzeug bei Tests in Monza im Juni erstmals komplett von allen Seiten erwischt wurde: Porsche baut den 911 RSR für die Saison 2017 mit einem Heck-Mittelmotor, die Aufnahmen vom Heck des Fahrzeugs verraten es:

 

 

Natürlich wittern viele Fans der Marke einen Verrat. Ein Porsche 911 mit Heck-Mittelmotor sei ein verkappter Cayman und als solcher möge er sich bitteschön auch darstellen. Allerdings wäre es nicht das erste mal, daß ein Porsche 911 mit Heck-Mittelmotor ins Renngeschehen eingreift. Man erinnere sich an die Zeiten des 911 GT1 von 1996 - also vor genau 20 Jahren. Auch hier hatte Porsche auf ein Silhouette-Konzept gesetzt. Durchaus erfolgreich übrigens, final sprang 1998 in Le Mans der 16. Gesamtsieg heraus, gar ein Doppelsieg, pünktlich zum 50. Firmen-Jubiläum. Und kein Mensch hatte sich seinerzeit am Heck-Mittelmotor-Konzept des '911' genannten Rennautos gestört. Und tatsächlich gibt es zum neuen RSR manche Gemeinsamkeit: Kotflügel, Front- und Heckhaube, Türen, Unterboden, Radhausverkleidungen, Heckflügel, Armaturenbrett und Mittelkonsole waren aus Carbon gefertigt. Darüber hinaus fehlten die hinteren Seitenscheiben sowie die Heckscheibe, an deren Stelle traten geschlitzte Blenden zur gezielten Entlüftung des Motorraums:

 

biga.jpg

 

Sogar die Öffnungen in der Karosserie zwischen den Türen und den hinteren Kotflügeln fehlen nicht beim neuen RSR - ob das ein Hinweis auf ein künftiges Turbo-Triebwerk ist, welches das bisherige 4 Liter Saugaggregat ersetzen wird? Eindeutige Aussagen hierzu lassen sich noch nicht treffen, jedoch wird spätestens bei der offiziellen Rennpremiere beim kommenden 24 Stunden Rennen in Daytona auch diese Frage geklärt sein.

 

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matelko
Geschrieben

Interessante Aufhängung des Heckflügels...

 

porsche-rsr2017.jpg

stelli
Geschrieben
Am 9.11.2016 um 23:15 schrieb matelko:

Hinzu kommt die bei einer Heckmotorbauweise obligatorische Unterbringung des Kraftstofftanks in der Fahrzeugfront, was bei abnehmendem Füllstand naturgemäß die Fahrzeugbalance (und somit das Fahrverhalten) kontinuierlich ändert. Perfekt wäre eigentlich eine Anordnung des Tanks zwischen Fahrer und Motor - wie beim konzeptionell besser getrimmten Ferrari 458.

Ich weiss nicht, ob die Anordnung beim 458 oder auch beim 430 so viel besser (bzw. sicherer) ist. Bei einem Trackday in Spa ist ein Porsche GT3 in einen 430 Challenge gefahren. Der 430 hatte sich in der Schikane vor Start/Ziel gedreht und wollte sich wieder auf die Strecke begeben. Der Porsche ist direkt in die Seite geknallt und ein riesen Feuerball war das Ergebnis. Der Tank auf der Beifahrerseite war komplett geborsten. Zum Glück ist niemanden was passiert. Aber da haben wir schon blöd geschaut. Der 430 war komplett hinüber (ok..der Auspuff sah noch gut aus :wink: ). Da finde ich die Porsche Variante sehr viel sicherer.....

Gast
Geschrieben (bearbeitet)

Hauptsache das Preisverhältnis ist nicht wieder analog wie damals zwischen 911 GT1 zu F50 .....

 

 

 

 

 

 

Damals: etwa 2 : 1 B)

bearbeitet von Gast
matelko
Geschrieben (bearbeitet)

Von der gerade stattfindenden Pressekonferenz in LA:

 

CxZ4PdXWgAAGh5g.jpg 

 

CxZ2EB1WQAABfF0.jpg

 

38194ab2-3f1e-4d19-9f43-3ab416e9cba9_teaser_720x406x2.jpg

 

Es wird beim 4,0 Ltr Saugmotor bleiben, kein Turbo.  

Leistung: 375 kW / 510 PS.

 

Selbst gemachte Bilder gibt's noch nicht, am Messestand ist das Auto noch verhüllt:

CxZamOOXAAAfi3R.jpg

 

bearbeitet von matelko
Weitere Bilder nachgetragen
matelko
Geschrieben

Die Verhüllung wurde entfernt:

 

LA2016-a.jpg

 

F40org
Geschrieben
355GTS
Geschrieben

soll das der Gegner für die 488 Derivate sein????

erictrav
Geschrieben

Schön ist anders, aber schnell wird er sein.

OlliSLS82
Geschrieben
vor 57 Minuten schrieb 355GTS:

soll das der Gegner für die 488 Derivate sein????

Wenn ich Ferrari wäre hätte ich schon längt meinen Rückzug erklärt.

Es gibt diverseste Berichte warum der 488 das mit Abstand best konstruierteste Fahrzeug in der GT Serie ist.

Problem ist nur, dass sie Ferrari soviele Restriktionen aufbrummen, das Ford bzw. Porsche dann wieder massive Vorteile erhalten.

355GTS
Geschrieben

Für mich ist dieser 911er der Offenbahrungseid für die Porsche

Philosophie des Elfers.

Über 40 Jahre hat man borniert an der Heckmotorbauweise festgehalten

und dieses Konzept  gebetsmühlenartig immer wieder der 911 Kundschaft als perfekt verkauft.

Um in Zukunft überhaupt noch wettbewerbsfähig sein zu können wird der 911er halt jetzt umgebaut.

Der Kundschaft, dem sportlichen Opi der seine Enkel in den Kindergarten fährt

und der Ehefrau des selbstständigen Freiberuflers im Leasingelfer auf dem Weg zum Golf oder Tennis ist es ja eh egal, hauptsache Platz im Fond .......

matelko
Geschrieben

Beim Renndebüt zum Saisonauftakt bei den 24 Stunden von Daytona in Florida schaffte es der neue RSR auf den 2. Platz seiner Klasse GTLM hinter dem Ford GT. Kein schlechter Einstand. Der zweite RSR erreichte aufgrund eines Problems an der vorderen rechten Radaufhängung zu guter Letzt nur den 6. Platz in seiner Klasse. Schauen wir mal, wie es über die Saison weiter geht.

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