Jump to content
EUROPAS GROßE
SPORTWAGEN COMMUNITY
Anmelden, um Inhalt zu folgen  
_Wingman_

Aston Martin V8 Vantage S - Beratung, Erfahrungen betreffend Kauf, Unterhalt, Service

Empfohlene Beiträge

_Wingman_
Erster Beitrag:
Letzter Beitrag:

Hallo liebe Aston Martin Kenner,

 

Ich möchte mir einen gebrauchten (3-5 jährigen) Aston Martin leisten. Ich interessiere mich ausschliesslich für den V8 Vantage S (oder SP10 Edition). Jetzt hätte ich ein paar Fragen zu Unterhalt, Kosten und evtl. Kaufberatung.

 

Da der Aston Martin Kauf für die nächsten Wochen geplant ist, würde ich mich gerne schon jetzt informieren. Deshalb bin ich über alle Aston Martin Vantage (S) Erfahrungsberichte, Informationen sehr dankbar. Insbesondere würde mich folgendes interessieren:

- Unterhaltskosten (Schweiz): kleiner und grosser Service

- Reifen: Welche Reifen sind für den Vantage S empfehlenswert (Sommer, Winter)?

- Reinigung: Nur von Hand oder auch bei "Premium-Waschstrassen" kein Problem?

- Versicherung: National Suisse empfehlenswert?

- Werkstatt: Alternativen zur Vertragswerkstatt -> unabhängige Werkstätte günstiger? z.B. britishmotors.ch, roosengineering.ch etc.

- Allgemein bekannte Probleme, Vorbeugemassnahmen?

- Was gibt es zu beachten beim Kauf eines gebrauchten Aston Martins?

- Langzeitberichte vom Vantage S betreffend Alltagstauglichkeit, Wintertauglichkeit

 

Habt ihr Erfahrungen mit Occasions-Garantien z.B. von quality1.ch? Die Kosten für eine solche Garantie wären um die CHF 1'000.00 pro Jahr (plus SB CHF 100.00) für "normale" Fahrzeuge. Ich nehme an, dass für Premium-Fahrzeuge andere Tarife gelten.

Vielen Dank schon im Voraus für eure Hilfestellung.

 

Liebe Grüsse

Wingman

Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
hugoservatius
Geschrieben

Ich dreh' ab.

Der eine wird jetzt 18 und will einen Cayman, der andere ist doch schon mit 28 Jahren mit dem Studium fertig und glaubt, in drei Jähen einen Aston fahren zu können...

Verständnislose Grüße, Hugo.

_Wingman_
Geschrieben

Hallo hugoservatius,

Herzlichen Dank für deinen hilfreichen Beitrag. :wink:

Ich habe bevor ich mit dem Studium angefangen habe, einige Jahre in der Finanzbranche gearbeitet um mir mein Studium finanzieren zu können. Ich kann also mit Zahlen ganz gut umgehen.

Ich verstehe nicht wo das Problem liegt wenn man sich als 28-jähriger Gedanken um den Kauf eines Aston Martins macht. In meinem Freundeskreis gibt es genug die von Beruf Sohn sind und von Ihrem Daddy mal einfach einen M3 zum Geburtstag geschenkt bekommen, ich mag es ihnen gönnen. Ich muss jedoch für meinen Traum hart arbeiten.

Ich habe bereits jetzt ein Jobangebot und könnte mir den Aston Martin nach dem Studium auch neu leasen. Ich nehme an, dass für die Nebenkosten (ohne Leasing) ca. CHF 1'500.00 bis 2'000.00 pro Monat fällig sind, das wäre kein Problem. Der Wertverlust der ersten 3 Jahre ist mir dann aber doch zu heftig. Ich finde es in Ordnung wenn man sich bereits im Voraus über Kosten informieren möchte, auch wenn man erst 28 Jahre auf dem Buckel hat. :wink:

Max A8
Geschrieben
_Wingman_ schrieb:
(...)

- Reinigung: Nur von Hand oder auch bei "Premium-Waschstrassen" kein Problem?

- Was gibt es zu beachten beim Kauf eines gebrauchten Aston Martins?

- Langzeitberichte vom Vantage S betreffend Alltagstauglichkeit, Wintertauglichkeit

(...)

Moin,

ich kann jetzt fundiert nur zu den drei Punkten Stellung nehmen, bei den anderen fehlt mir mangels Schweizer-Erfahrungen die Kenntnis:

 

- Thema Reinigung: unsere Werkstatt hat auch eine Waschanlage - inwieweit die nun Premium ist weiß ich nicht, aber alle Astons die da durchfahren kommen auch unbeschadet wieder heraus. Ansonsten haben wir unseren Roadster nur handgewaschen und hatten keine Probleme - die Lackqualität ist sehr sehr gut. Das Handbuch empfiehlt m. W. zumindest beim Roadster auch die Handwäsche.

 

- Zu beachten ist ansich nicht viel mehr als bei anderen "normalen" Autos auch. Wichtig ist, dass die Historie stimmt, beim Sportshift-Getriebe auf die Verschleißgrenze achten (auslesen lassen) und auf eine Garantieversicherung würde ich auch nicht verzichten - ist beim Kauf vom autorisierten Händler aber eh obligatorisch.

 

- Bzgl. Langzeitqualität: ich kann zwar nur vom V8 Vantage Roadster mit 426 PS berichten, aber dieser machte über vier Jahre und 50tkm überhaupt keine Probleme, auch und trotz zeitweiligem Winterbetrieb. Letzterer ist auch kein Problem, solange man mit dem Sportshift-Getriebe umgehen kann (hierzu gibt es hier auch einiges zu lesen), die Traktion ist soweit okay. Motor und Sportshift-Getriebe sind soweit unauffällig. Der einzige Ausfall war ein defekter Massepunkt, der wiederum dazu führte, dass das Getriebe keinen Gang mehr einlegte.

 

Grüße

Max

_Wingman_
Geschrieben

Hallo Max,

Vielen Dank für deine Antworten, das hilft mir schon einmal weiter.

Noch einen schönen Abend.

_Wingman_
Geschrieben

Guten Abend,

So ich habe mich jetzt mal etwas schlau gemacht und unter anderem eine unabhängige Aston Martin Wekstatt nach Infos ausgequetscht (Betriebsinhaber war ebenfalls Eigentümer eines Aston Martin Vantage S).

 

Nach den entsprechenden Infos komme ich auf folgende Rechnung bei einer Laufleistung von ca. 15'000km pro Jahr:

 

Nebenkosten: CHF 3'000.00

(Räder, Service, Bremsen anteilmässig pro Jahr)

 

Benzin: CHF 3'300.00

--------

Variable Kosten = CHF 6'300.00

 

Garantie: CHF 1'000.00

 

Versicherung: CHF 3'587.80

(Parkschaden unbegrenzt, VK SB 1'000.00 gemäss Offerte)

 

Steuern: CHF 1'000.00

--------

Fixe Unterhaltskosten = CHF 5'587.80

 

Total Unterhaltskosten: CHF 11'887.80

 

Wertverminderung/Abschreibung pro Jahr: ca. CHF 10'000.00

(ab 4 jährigen Gebrauchtwagen)

--------

Kosten pro Jahr also etwa bei CHF 22'000.00

 

Somit sind die Unterhaltskosten im direkten Vergleich zu einem (gehobenem) Mittelklassewagen "nur" ca. CHF 10'000.00 höher.

 

Ein Porsche 911 kommt max. CHF 5'000.00 günstiger pro Jahr. Aus meiner Sicht vernachlässigbar, da der Aston Martin einfach ein viel interessanteres Auto ist.

 

Im Vergleich zu Deutschland sind die Unterhaltskosten in der Schweiz komischerweise viel günstiger? Insbesondere sind die Versicherungen in Deutschland für den Aston Martin einfach unverschämt teuer.

Falls ich komplett daneben liege, freue ich mich auf konstruktive Kommentare.

 

Sportliche Grüsse

Wingman

agu
Geschrieben

Ich zahle bei der National Suisse (Haftpflicht und Vollkasko) genau 2.100 € im Jahr.

Das finde ich jetzt nicht besonders teuer.

_Wingman_
Geschrieben
Ich zahle bei der National Suisse (Haftpflicht und Vollkasko) genau 2.100 € im Jahr.

Das finde ich jetzt nicht besonders teuer.

Interessant. Ich habe auch schon gelesen, dass in Deutschland für den Aston Martin Vantage Fantasiepreise um die 10'000.00 Euro verlangt werden. :-o Anscheinend gibt es da eine grosse Spannweite, vergleichen lohnt sich also sehr!

Den Betrag über 2'100.00 Euro finde ich in Ordnung.

ilTridente
Geschrieben

Wollte mir auch mal einen kaufen und habe ihn mal durchrechnen lassen .

Im Jahr 2500 €

Kirwan
Geschrieben

Ich kann ebenfalls den Versicherungsbeitrag bestätigen. Es sind für den Vantage S 2.248,00 € bei der National Swiss. Die Versicherung wurde mir vom Händler empfohlen und diese Versicherung scheint ein besonderes Agreement mit AM zu haben. Wenn ich einen Gebrauchten kaufen würde, dann den SP 10 sofern die Farbe gefällt. Der hat vieles an Extras schon drin zum Sonderpreis. Die Wahl mit dem Getriebe muss jeder selbst für sich beantworten. Ich bevorzuge das Sportshift II. Der Verbrauch liegt bei 12 - 16 Liter/ 100 km bei gemischter flotter Fahrweise. Die Kosten für die jährliche Inspektion liegt bei ca. 1.000,00 €. Der Wertverlust ist vergleichsweise gering, wenn man den Markt verfolgt. Aber versuch mal einen gebrauchten Vantage nach 3 Jahren anzubieten, die Zielgruppe dafür ist dünn. Rechne mal mit 80 - 90 T€ bei ca. 30.-40 T KM Fahrleistung. Achte auch darauf ob eine Garantieerweiterung abgeschlossen wurde oder werden kann.

_Wingman_
Geschrieben

Der Wertverlust ist geringer als ich gedacht habe. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich den V8 Vantage der 1. Generation (4.3 l) als Referenz genommen habe. Dieser hatte aber einen höheren Neupreis als der aktuelle V8 Vantage S. Ausserdem ist dieses Fahrzeug anscheinend nicht so begehrt, da er etwas untermotorisiert ist und einen deutlich höheren Verbrauch (Durchschnittsverbrauch 17 Liter/ 100 km) hat. Die Fahrzeuge mit dem 4.7 l Motor sind viel wertstabiler.

 

Im Vergleich ist die Wertstabilität sogar deutlich höher als bei Porsche, zumindest in der Schweiz. Liegt vielleicht auch daran, dass die älteren Porsche (Wassergekühlten ohne Direkteinspritzung) häufig einen Motorschaden bereits unter 50'000 km hatten.

 

Gemäss Gebrauchtwagenmarkt Schweiz liegt der durchschnittliche Verkaufswert bei 4 jährigen Fahrzeugen mit einem durchschnittlichen Kilometerstand von 50'000 wie folgt:

 

Aston Martin V8 Vantage 4.7: CHF 85'000.00 / 68'000.00 Euro

Porsche 911 Carrera (4) S: CHF 68'000.00 / 54'000.00 Euro

 

Somit hat der V8 Vantage 4.7 doch eine recht gute Wertstabilität. Da Aston Martin die Preise innerhalb relativ kurzer Zeit ziemlich stark reduzierte, hatte dies sicherlich auch noch einen Einfluss auf den Wiederverkaufswert. Ich kann mir vorstellen, dass die aktuellen (Facelift) Vantage Modelle eine noch höhere Wertstabilität haben.

Denver
Geschrieben

Hallo Wingman

 

Ich habe mir vor knapp 2 Monaten von einer Privatperson einen Aston Martin Vantage V8 4.7 Liter mit Sport-Shift gekauft.

 

Meine vorgängigen Abklärungen bei Aston Martin St. Gallen ergaben, dass sich die Servicekosten auf durchschnittlich Fr. 1500.-- belaufen werden. Dies wurde mir dann auch bei der Fahrzeugübergabe bestätigt, als mir der Vorbesitzer die jeweiligen Jahresrechnungen übergeben hat. Für diese Klasse von Fahrzeugen ist es ein absolut handelsüblicher Servicepreis (Aber aufgepasst, die Servicepreise bei Emil Frey-Filialen sind deutlich höher. Gemäss Aussage eines Kundendienstberaters bei Emil Frey Safenwil zwischen 2500-3000.-- für den selben Service?!) Der Preis von ca. Fr. 1500.-- gilt natürlich nur bei einem "normalen Service". Der Ersatz von Reifen,Bremsen etc. liegen bei diesem Preis natürlich nicht drin.

Mit meinem V8 habe ich zur Zeit einen Durchschnittsverbrauch von ziemlich genau 13 Liter/100 km.

 

Was dies für Benzinkosten nach sich zieht, hängt logischerweise von deinen gefahrenen Kilometern ab.

Was die Auswahl der Getriebeart anbelangt, ist es einerseits ein Baugefühl und anderseits auch eine Frage der Fahrzeugverwendung. Wie geschrieben habe ich die Sport-Shift Variante. Ich finde es absolut genial zu fahren, solltest du aber häufig in der Stadt unterwegs sein und entsprechend viel im Stau stehen, würde ich dir von einem Sport-Shift abraten. Bei langsamer Fahrt ist es eine Wackelfahrt sondergleichen und der Kupplungsverschleiss steigt steil an! Dies muss dann auch zwingend beachtet werden, wenn du dir einen Occasionswagen kaufst. Aston Martin gibt für die Kupplung eine Lebensdauer von ca. 60'000 km an. Wenn der Vorbesitzer jedoch bereits 20'000 km im Stau verbracht hat, kann es gut sein, dass du die Kupplung schon mit 40'000 km ersetzen musst. Dass du dies dann nicht auf Garantie abwickeln kannst, ist logisch, da es sich ja um Verschleissmaterial handelt.

 

Was das Waschen des Wagens angeht, hängt dies natürlich auch etwas von der Farbe ab. Ich habe einen Schwarzen und da würde man die Kratzer der Waschanlagenbürsten sehr schnell sehen. Aus diesem Grunde wasche ich mein Auto nur von Hand. Die neuen Textilwaschanlagen sollen aber angeblich nicht mehr so belastend für den Lack sein. Aber eben, ist auch eine individuelle Entscheidung.

 

Für die Versicherung zahle ich 3'670.-- (Zürich Versicherung). Dies jedoch mit Wechselschild auf einen Audi A6 Avant und beide Fzg mit Vollkasko. Somit würde sich der Aston alleine auf knapp Fr. 2500.-- belaufen.

 

So, hoffe ich habe dir etwas geholfen.

Gruss Denver

Schreibe eine Antwort

Du kannst jetzt einen Beitrag schreiben und dich dann später anmelden. Wenn du bereits einen Account hast, kannst du dich hier anmelden, um einen Beitrag zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorhergehender Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

Anmelden, um Inhalt zu folgen  

  • Ähnliche Themen

    • Hallo Zusammen!
      Bin neu hier weil ich nach fast 15 Jahren verschiedener 911 Cabrios Wechsel auf 458 Spider überlege und
      leider keinerlei Erfahrungen mit Ferraris habe.
      Hätte einen Spider, EZ 06-2013 mit ca. 40tsd km an der Hand, Servicegepflegt stets bei Ferrari, 2 Besitzer bisher.
      Leider aus der Garantie draussen! Von der Ausstattung her wäre er für mich OK...
      Meine grösste Sorge/Frage ist die Zuverlässigkeit von so einem Teil (von der Emotion her sowieso kein Thema),
      denn bei den bisherigen 911ern absolut null außertourliche Probleme, etc...
      Egal ob 996, 997, 991 oder aktuell 992 (wobei der ja fast neu ist).
      Wohne im westlichsten Österreich, nächster Ferrari Händler / Service in der Schweiz, ca. 1h entfernt.
      Hätte aber eine Fachwerkstatt ums Eck, welche seit Jahren Ferrari, MAserati, etc... betreut.
      VIELEN DANK für Eure Infos!
      SG MUST
       
    • Nachdem die Richtung bei unseren geliebten Autos immer mehr in Richtung Turbomotoren geht, habe ich mich entschlossen, mir den ein oder anderen „Sauger“ zu sichern.
       
      Angefangen habe ich mit einem BMW M5 E 60, dessen V10 ich für ein Meisterwerk des Motorenbaus halte, nachdem ich in der Vergangenheit häufiger M3s auf der Renne gefahren war und immer der Ansicht war, dass es sich um ganz passable Autos handelt, die allerdings meinen geliebten Elfern (Porsche) nie das Wasser reichen konnten. Aber egal: Markenbrille abgenommen, ein wenig die Fakten recherchiert, vorurteilsfrei ein Wochenende den neuen BMW M5 F10 (Bi-Turbo) zur Probe gefahren, danach einen gebrauchten BMW M5 E 60 (Sauger) derselben BMW Niederlassung und die Entscheidung war gefallen. Über den Preis wurden wir uns zügig einig, die Abwicklung war dann und ist noch immer ein wenig holprig, doch liegt das wahrscheinlich daran, dass unsereiner kein normaler Autokunde nach BMW-Vergleichsmaßstäben ist und die Abwicklung eher, na sagen wir mal, Einser-BMW like ist. Aber jetzt zu den Fakten:
      Der Wertverlust eines großen BMW in den ersten Jahren ist hoch. Aus kaufmännischen Gründen würde ich mir ein solches Auto nie neu kaufen. Wahrscheinlich bin ich auch da ein wenig von meinen Elfern versaut. Da der E60 nicht mehr produziert wird, stand diese Entscheidung jedoch ohnehin nicht zur Debatte. Was auffiel, war, dass man, wenn man einen guten M5 findet, sehr viel Auto für überschaubares Geld bekommt.
        Zwar wurden recht viele Autos produziert, doch trotz allem war das Angebot für mich übersichtlich. Dies hatte mehrere Gründe:
      2.1. Viele M5-Käufer haben insbesondere hinsichtlich der Innenausstattung einen anderen Geschmack als ich. Ich wollte ein Auto mit silberner oder schwarzer Außenfarbe, schwarzer Lederausstattung und ohne Holzapplikationen. Bei meinen Recherchen im Netz war ich erstaunt, wie viele Fahrzeuge mit weißem oder hellbraunem Leder es gibt, teilweise mit absolut unpassenden Außenfarben kombiniert.

      2.2. Unfallfreiheit war ein Muss. Kleinkram wie Parkrempler etc. bezeichne ich nicht als Unfall. Nachlackierungen wegen Steinschlägen sind auch völlig normal.

      2.3. Im Ausland würde ich keinen M5 kaufen, insbesondere nicht in den osteuropäischen Ländern. Die dort übliche „Tachojustierung“ halte ich für vollkommen inakzeptabel. Kann einem natürlich auch in Deutschland passieren, also aufpassen.

      2.4. Eine zumindest Rest-Garantie von BMW war gewünscht, um die Kaufdurchsicht nicht zu intensiv betreiben zu müssen. Dafür muss man nicht bei BMW kaufen, sondern kann das Auto auch von einem Privatmann erwerben, der diese Versicherung (EuroPlus heißt das bei BMW) abgeschlossen hat, da sie übertragbar ist. Aber diesen Punkt hätte ich ggf. auch fallen lassen, dann muss eben genauer hingeschaut werden.

      2.5. Einen Touring wollte ich nicht, da ich ihn optisch nicht so schön finde, den Platz nicht brauche und der Apparat 100 kg mehr wiegt, also ein schlechteres Leistungsgewicht hat.

      2.6. Die 5er erhielten in 2007 ein Facelift, in dessen Rahmen einige sinnvolle Verbesserungen vorgenommen wurden (neues iDrive mit frei programmierbaren Tasten für präferierte Funktionen, neues Außendesign mit Klarglasscheinwerfern und Heckleuchten mit LEDs etc.). Da es zu Anfang der M5-Produktion auch Probleme mit dem SMG und einige andere Themen gegeben haben soll, kam ein Modell vor Facelift für mich nicht in Frage.

      2.7. Auch später gab es noch Veränderungen bis hin zum letzten Modelljahr (ab Sommer 2009 gebaut), in das ein HDD-Navi eingebaut wurde, was ich persönlich sehr praktisch finde. Auf die Festplatte kann auch Musik eingelesen werden o.ä.

      2.8. Letztendlich entschied ich mich dafür, einen der letzten gebauten M5 E 60 zu kaufen. Der Preisunterschied zu älteren Modellen war ohnehin nicht groß und ich wollte auch kein 100 tkm-Auto.
        In verschiedenen Foren taucht immer wieder der Hinweis auf, das Steuergerät auf die Anzahl der Launch Control-Einsätze auslesen zu lassen. Das würde ich nur beim Kauf von Privat machen, wenn mir die Aussagen des/der Vorbesitzer unglaubwürdig erscheinen. Ich habe die Launch Control noch nicht ein einziges Mal benutzt und kenne auch andere Besitzer von Autos mit diesem Feature, die es noch nie benutzt haben, weil es für sie nichts mit dem wirklich schnellen Fahren dieser Autos zu tun hat, sondern eher etwas für den Ampelsprint und etwas unreifere Zeitgenossen ist. Jemand, der die Mechanik seines Autos wirklich liebt, tut ihm das nicht an. Wenn Ihr das Auto bei BMW mit Garantie kauft, könnt ihr davon ausgehen, dass BMW, die den Speicher ja bei der Inzahlungnahme und beim Service ohnehin auslesen, ein solches Auto nicht in Zahlung nehmen oder nicht oder nur nach genauester Prüfung mit Garantie versehen werden, das sind nämlich auch Kaufleute. Bei meiner BMW-Niederlassung werden M5s nur nach Genehmigung des Verkaufsleiters zur Probefahrt herausgegeben und auch das nur äußerst selektiv. In den Probefahrtbedingungen steht ausdrücklich, dass das DSC nicht deaktiviert werden darf usw. usw. Beim Kauf von Privat würde ich die BMW-Werkstatt des Verkäufers kontaktieren, die Historie verifizieren und ggf. das Fahrzeug ohnehin von einem BMW-Fachbetrieb, der sich mit M-Fahrzeugen auskennt, checken lassen und ggf. dabei auch das Steuergerät auslesen lassen. Aber auch hier kommt es ein wenig auf die Papierform, den Zustand des Fahrzeugs und die Menschenkenntnis an. Diese entscheidet bei mir immer über die vorzunehmenden Kontrollen und ich bin damit bisher gut gefahren.
        Der M5 ist vollgestopft mit technischen/elektronischen Goodies. Die solltet Ihr beim Kauf ausprobieren, da Mängelbeseitigungen im Elektronikbereich schnell ins Geld gehen können. Das ist ein wenig zeitintensiv, doch erkennt man einen gepflegten Wagen auch daran, dass alles funktioniert. Kauft Ihr den Wagen mit EuroPlus Grantie, gilt das natürlich nur hinsichtlich des nicht versicherten Umfangs.
        Beim Kauf von BMW Händlern bekommt Ihr häufig auch das Premium Selection Zertifikat. Was das bedeutet, seht Ihr auf der Website von BMW. Auch das schränkt die notwendigen Prüfungshandlungen beim Check des Fahrzeugs ein wenig ein.
        Natürlich prüft man bei einem solchen Wagen, ob Reifen mit BMW-Kennung (Stern) aufgezogen sind, vier gleiche Reifen montiert sind, diese nicht nur ausreichend Profil aufweisen, sondern auch nicht zu alt und unbeschädigt sind, die Bremsen (Scheiben und Beläge) in Ordnung sind usw. usw., das würde jedoch diesen Thread überfrachten. Wichtig ist: Ihr kauft keinen 320d, also plant für die notwendigen Untersuchungen ein wenig Zeit ein.
        Der M5 ist von Haus aus bei 250 km/h abgeriegelt. Es gibt das sogenannte M-Drivers Package, mit dem das Limit auf echte 305 km/h angehoben wird. Der Vorteil dieses Packages ist, dass es garantiefähig ist. Außerdem wird die Geschwindigkeitserhöhung in die Fahrzeugpapiere eingetragen, so dass nicht die Zulassung des Fahrzeugs erlischt. Von nicht eingetragenen Veränderungen würde ich aus versicherungsrechtlichen und strafrechtlichen Gründen Abstand nehmen.
        Beschafft Euch die im Internet frei verfügbare Ausstattungsliste inkl. der verfügbaren Extras und überlegt Euch, was Euer Gebrauchter haben sollte. Das erleichtert ebenfalls das Eingrenzen des Angebots. Sinnvoll ist nach meiner Analyse das Navi Professional mit Bluetooth-Anbindung für Mobiltelefone, das HiFi-System Professional Logic 7 (ein digitales Surround Sound-System), der Skisack für das etwas sperrigere Gepäck, das M-Drivers Package wie oben beschrieben, der M-Sitz (mit aktiver Lehnenbreitenverstellung für Fahrer und Beifahrer), die USB-Schnittstelle (an die Ihr mit einem Adapter auch Euren iPod anschließen könnt) der optionale Heckspoiler (sehr dezent und reduziert den Auftrieb an der Hinterachse um die Hälfte!) und evt. noch der programmierbare Garagentoröffner für bis zu drei verschiedene elektronische Sender.
        Faszinierend ist, dass Ihr mit diesem Auto zwei Autos kauft, eine Limousine und einen Sportwagen. Für echte Fans einer der beiden Fahrzeuggattungen ist das natürlich ein Kompromiss. Der Automatikmodus des SMG ist wegen des fehlenden Drehmomentwandlers nicht mit einem normalen Automatik- oder Doppelkupplungsgetriebe vergleichbar. Dafür hat das SMG-Getriebe gegenüber dem Automatikgetriebe jedoch Gewichtsvorteile und auch die Leistungsverluste sind geringer. Die Fahrwerksabstimmung ist sportlich, auch auf der sogenannten Komfortstufe. Die Lenkung (Lenkwiderstand einstellbar) ist für eine Limousine relativ schwergängig. Für Sportwagenfahrer ist das alles jedoch nicht nur verzeihlich, es ist sogar teilweise erforderlich. Auf der anderen Seite kann man durch das Drücken einiger Knöpfe erfahren, dass die M-GmbH es durchaus ernst meint, wenn sie so einen Wagen bauen. Das Auto lässt sich dann sportwagenmäßig bewegen. Zu den zwei Gesichtern des Fahrzeuges gibt es ein nettes Video von Top Gear in zwei Teilen (auch wenn einige der Aussagen im Video falsch sind und nur von Unkenntnis über die möglichen Einstellungen zeugen):
         

      Falsch dargestellt ist im Video (wird in Teil 2 später teilweise revidiert): Ihr müsst nicht die M-Taste auf dem Lenkrad drücken, um die vollen 507 PS nutzen zu können, die Power Taste in der Mittelkonsole reicht. Wichtig ist, dass nach jedem Start zunächst nur 400 PS nutzbar sind, bis Ihr Euch entscheidet, die volle Leistung durch Drücken einer der beiden Tasten (Power oder M) verfügbar zu haben (auch die Gasannahme verändert sich spürbar). Auch lässt sich die Stimmausgabe des Navigationssystems natürlich stumm schalten und man kann sowohl die Lautstärke als auch den Sender am Lenkrad einstellen.. Das Fahrwerk ist einstellbar. In der Automatikstellungstellung „D“ sind 5 verschiedene Fahrprogramme abrufbar, die mit der gleichen Taste abrufbar sind, mit der beim sequentiellen Modus die Schaltpausen eingestellt werden. Den M-Modus konfiguriert Ihr über das iDrive-System. Dort habt Ihr noch einige Einstellungen exklusiv zur Verfügung: Weitere Verkürzung der Schaltpausen und noch spontanere Gasannahme. Das Rucken beim Hochschalten unter Last kann man durch kurzes Gaswegnehmen beim Schalten ganz einfach beseitigen, die Mechanik wird es Euch danken. Allgemein ist zu sagen, dass, wenn Ihr keine Erfahrungen mit dem SMG habt, es Euch wahrscheinlich zunächst nicht gefallen wird. Um es optimal nutzen zu können, bedarf es einiger Übung. Also lehnt das Fahrzeug nicht wegen des SMGs nach einer kurzen Probefahrt ab, da geht noch was.
       
      In den Foren liest man viel über gigantische Benzinverbräuche. Lasst Euch davon nicht abschrecken. Im Mix verbrauche ich bei zügiger, jedoch vorausschauender, Fahrweise 16-17 Liter. Wahr ist aber auch, dass ständiger Kurzstreckenbetrieb, intensiver Stadtverkehr und über längere Zeit freie Autobahnen zu deutlich höheren Verbräuchen führen. Wenn Ihr, wenn die Ampel auf Grün springt, Euren Mitbürgern immer zeigen müsst, dass Ihr den Größten habt, dann könnt Ihr auch locker über 30 Liter verbrauchen. Das ist aber bei fast jedem PS-stärkeren Sportwagen, den ich kenne, so.
       
      Die Versicherungskosten halten sich im gewohnten Rahmen. Rechnet bei einem langjährig schadenfreien Versicherungsvertrag mit um und bei EUR 1.000 für VK, TK, Haftpflicht mit guten Versicherungsbedingungen.
       
      Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, doch kann man es beim M5 nur wiederholen: Kauft nicht das billigste, sondern das beste Auto, das Ihr finden könnt. Das bezieht sich nicht so sehr darauf, ob das Auto 1. oder 2. oder 3. Hand ist (sagt ohnehin nichts über die Anzahl der Fahrer aus), sondern auf Unfallfreiheit, Wartungsnachweise (lückenloses Scheckheft inkl. der beim M5 vorgeschriebenen Einfahrkontrolle bei ca. 2000 km (dabei wird auch das Öl gewechselt)), Pflegezustand, nachvollziehbare Historie (auch garantierter KM-Stand!), Papiere und Schlüssel vollständig usw. Auch könnt Ihr im iDrive die Fahrzeugdiagnose aufrufen, die Euch anzeigt, ob Motoröl, Bremsflüssigkeit, Bremsbeläge etc. zum Wechsel anstehen (sollte alles mit grünen Häkchen versehen sein).
       
      Wer für einen M5 E60 maximal TEUR 20 ausgeben will oder kann, interessiert sich für das falsche Auto. Ein schlecht behandeltes und/oder gewartetes Auto kann Euch in Rechnungen treiben, die Euch den Atem nehmen. Der „gute Bekannte“, der Euren alten Dreier doch immer so toll repariert hat, wenn mal was dran war, wird sich beim M5 E60 bei vielen Problemen nur am Kopf kratzen können, da sollte man Realist sein.
       
      Mit sportlichen Grüßen
      Need 4 Speed
    • Hallo alle miteinander,
       
      lese hier schon länger mit und hab mich nun dazu entschlossen mir einen Huracan Performante zu kaufen.
       
      Ein bekannter von mir verkauft gerade einen. Hier kurz die Daten dazu:
       
      2018 Baujahr
      Laufleistung: 4500km
      1 Hand
      Farbe: Schwarz / Schwarz
      Garantie bis Ende 2021 und dann halt verlängerbar
      230K soll der Spass kosten
       
      Meine Frage nun was meint Ihr zu der Farbe Schwarz / Schwarz laut meinem bekannten soll es wohl nicht so viele davon geben was an sich zwecks Werterhalt ja erstmal gut anhört. 
       
      Hab Versicherung angefragt die liegt bei 1800€ Vollkasko mit 1000€ SB. 
       
      Ist der Preis angemessen anhand der Daten?
       
      Hab länger überlegt zwischen R8 und dem Performante aber mein bekannter meinte das der Werterhalt bei dem Performante um einiges besser ist als bei dem R8
       
      Könnt Ihr mir sagen was die Jährliche Inspektion kostet und was eine Garantieverlängerung kostet?
       
      Wie schaut es mit anderen laufenden kosten aus? Habe vor pro Jahr ca. 4000-5000km damit zu fahren mehr nicht. Soll halt ein schönwetter Fahrzeug werden.
       
      Über Rückmeldungen würde ich mich freuen.

      Vielen Dank
    • Guten Morgen,
       
      der Ferrari California gefällt mir - gerade innen- besser als zb ein bestimmtes älteres Modell (möchte nicht sagen welches ,sonst wieder Geschmacksdiskussion:-).
      Im anderen CP Forum, wo man mir bzgl des f430 sehr half,stellte ich ebenfalls jene Frage,aber dort ist DIESE Frage nicht gut aufgehoben ,da dort der Wagen nicht gefällt/passt usw. .
       
      In diesem Thread hier würde ich gerne nur die Thematik der Macken des California behandeln.
      Bei einem F430 sind zB folgende Sachen ein Thema :
      Krümmer Kupplungsverschleiss Traggelenke wackelnde Heckleuchten Sequentielle Getriebe ggf.nicht jedermanns Sache Obige Punkte lernte ich bei CP,ich selbst bin nur Laie.
       
      Danke euch.
      Gruß
    • Hallo Carpassion Community,
       
      mein Vater und ich planen in den nächsten 1-3 Jahren uns einen gebrauchten Ferrari 458 Italia anzuschaffen und würden uns gerne über die ungefähren Unterhaltskosten bzw. einen guten Ferrari 458 Preis informieren.
       
      Anbei ein paar Angaben zu uns:
      Wir leben in Österreich Vater Pensionist Einkommen ca. EUR 2.500 Ich bin Angestellter Einkommen ca. EUR 2.100 Wir haben keine Schulden und wir beide können über ca. je EUR 1.000,00 im Monat frei verfügen und der Kaufpreis wird bzw. wurde zum Teil schon angespart.
       
      Versicherungssumme / Steuer für das Fahrzeug ist bekannt.
       
      Der Verbrauch des Fahrzeugs is bekannt.
       
      Ich weiß dass bei dieser Fahrzeugkategorie üblicher Weise nicht über Geld gesprochen wird. Da bei uns jedoch das verfügbare Kapital begrenzt ist ist es absolut notwendig die Kosten so genau wie möglich abschätzen zu können und genau hier bitte ich um eure Hilfe!
       
      Ich benötige die Kosten und Informationen für folgende Punke:
      Was kostet die jährliche Wartung? Ich meine hier keine Standardsätze von EUR 1.500,00 sondern was findet Ihr als Fahrzeuginhaber tatsächlich auf eurer Rechnung wieder. Gibt es größere Wartungen (ich hab gehört alle 100.000 km Motorüberholung für ca. EUR 15.000 ) und wieviel kosten diese? Wie lange hält die Bereifung und was kostet diese? Mir ist klar dass dies vom Fahrstil und vom Reifentyp abhängig ist, es wäre super wenn ihr hierzu euren Fahrstil und Reifentyp anführen könntet . Wie lange halten die Bremsbeläge und was kosten diese? Ebenfalls bitte ich hier um eure Erfahrungswerte und nicht um Werksangaben Wie lange halten die Bremsscheiben und was kosten diese? Bitte Erfahrungswerte . Hab ich etwas vergessen? Bitte anführen Was ist ein üblicher Ferrari 458 Preis? Zum Schluss möchte ich noch sagen bitte schlagt uns bitte keine Alternativen zum 458iger vor. Seit meinem 6ten Lebensjahr als ich den ersten Ferrari vorm Einkaufszentrum gesehen hab (Testarossa) gibt es nur Ferrari oder sonst gar nichts. Ich will auch keinen California. Ich will einen 458iger bei dem jeder Testfahrer egal ob er aus den USA, DE, GB oder Italien kommt vor Freude platzt. Wir werden so ein Fahrzeug nur einmal im Leben besitzen und der einzige Kompromiss den wir eingehen müssen ist dass es ein Gebrauchtwagen wird .
       
      Vorab möchte ich mich schon mal für eure Antworten bedanken.
       
      Viele Grüße aus Österreich
      Nigi

×
×
  • Neu erstellen...