Jump to content
EUROPAS GROßE
SPORTWAGEN COMMUNITY
Marc W.

993 Speedster goes Norway

Empfohlene Beiträge

Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
vespasian
Geschrieben

Fantastischer Reisebericht, der mich Süddeutschen fast melancholisch ob der eigenen Untätigkeit macht - seit Jahren denke ich an eine Autoreise nach Norwegen bis zum Nordkap und dann über Schweden wieder zurück. :-))!

bmw_320i_touring
Geschrieben

Traumhafter Bericht.

CP
Geschrieben
Norwegen ist sauteuer

Lies mal den zweiten Kommentar im TAZ-Artikel :D zur Butterknappheit :D in Norwegen:

http://www.taz.de/Norweger-leiden-unter-Milchquoten/Kommentare/!c83641/

Ein Pfund Butter hat, sofern man welche bekommen hat, an Weihnachten regulär etwa 6 € bis 7 € gekostet.

Der Schwarzmarktpreis schwedischer Schmuggelbutter lag bei bis zu 44 € pro Pfund und mehr:

http://www.welt.de/wirtschaft/article13773715/Butter-Krise-treibt-Schwarzmarktpreise-in-Norwegen.html

Marc W.
Geschrieben
...seit Jahren denke ich an eine Autoreise nach Norwegen bis zum Nordkap und dann über Schweden wieder zurück. :-))!

Theoretisch ist das Ziel Nordkap natürlich reizvoll, praktisch ist der Weg aber extrem lang und hat wohl auch einige langweilige Streckenabschnitte. Nach mein Dafürhalten sind die südlichen 50% von Norwegen reizvoller, weil sie immer noch ein bißchen Infrastruktur und mehr Abwechslung bieten. Landschaftlich erfüllt die südliche Hälfte auch schon alles, was man weiter im Norden sieht. Die Strecken und Kurven reichen für Jahrzehnte... :D

Das mit der Butter hat sich inzwischen geregelt, auf den Buffets gab es wieder Butter im Überfluss. :wink:

CP
Geschrieben
Das mit der Butter hat sich inzwischen geregelt, auf den Buffets gab es wieder Butter im Überfluss. :wink:

Mengenmäßig sicherlich. Preismäßig hast Du ja gesehen wie sich eine solche Politik durch die gesamte Wirtschaft zieht.

Aber schön sind die Bilder! Erste Sahne oder doch Butter!? :wink:

Marc W.
Geschrieben

Die Hotels waren vor der "Butter-Krise" aber schon ähnlich teuer. :wink:

Außerdem, über welche Mengen unterhalten wir uns denn? 15g Butter zum Frühstück und vielleicht noch mal 35g als Zutaten und zum Braten, sind 50g pro Tag im Maximum. Das hätte also maximal einen Zehner pro Tag ausgemacht.

Vielleicht hätte ich die Reise auch "in Butter" bezahlen sollen. X-)

Karl
Geschrieben

Toller Bericht. Macht wirklich Lust auf einen Trip dorthin...

Hessenspotter
Geschrieben

Toller Bericht, zu mal ich selber schon mal da oben war. Manchmal sind die Norweger nicht nur teuer sondern auch dreist. Man fährt in einen Tunnel rein, und am Ende ist dann die Maut Station (manuel).

20km/h zu schnell heißt in Norwegen 465€ X-) Bin jetzt eh mal wieder gespannt wenn ich im Sommer da hoch komme was sich so alles verändert hat.

schirmi
Geschrieben

Toller Bericht, ich war 2010 zwei Wochen mit dem Motorrad in Norwegen. War traumhaft, hatte so gut wie keinen Regen - geniale Landschaft, tolle Straßen und gigantische Meeresfrüchte-Buffets O:-).

Aber teuer ist es wirklich... feucht fröhliche Abende verkneift man sich doch in der Regel. Das Bier zum Abendessen für 7-9€ gönnt man sich vielleicht noch, aber wenn dann im Supermarkt für eine Flasche Absolut 70€ aufgerufen werden muss das nicht sein X-) Tagsüber stellt sich die Frage aber sowieso nicht - wer über 0,2 Promille hat zahlt 1-2 Monatsgehälter, mindestens 630€. Also tagsüber nur Mineralwasser :-))! Wir haben uns damals auch sehr brav ans Tempolimit gehalten... 6 km/h drüber wären bereits 124€, die in Deutschland üblichen 20km/h drüber bereits 400€. Bei mehr als 40 drüber drohen wohl sogar einige Tage Knast und mehrjähriges Einreiseverbot habe ich mir sagen lassen. Und mobile Blitzer gibt es, wir haben welche gesehen damals.

Felix
Geschrieben

Danke für den klasse Bericht und die schönen Fotos. Das leicht verwackelte, nach hinten, mit den Reflexionen im Tunnel gefällt mir besonders gut! :-))!

S.Schnuse
Geschrieben

Ich werde nie vergessen wie ich bei meinen zwei Tagen in Oslo froh über meinen kostenlosen Parkplatz im Wohngebiet war. Ein paar Meter weiter kostete es pro Stunde 7 € und das 24h am Tag. Bei zwei Tagen Parkdauer...

Meine Bilder von damals:

schnuse.smugmug.com/Travel/Norway-1/

CP
Geschrieben
Die Hotels waren vor der "Butter-Krise" aber schon ähnlich teuer. :wink:

Klar, ich fand das mit der Butter nur so lustig als ich es an Weihnachten gelesen habe. Wenn man sonst keine Probleme hat, dann schafft man sich halt welche. :wink:

Mac P
Geschrieben

Vielen Dank für diesen tollen Bericht.

Wollten dieses Jahr mit zwei Classic Mini Coopern eine Tour ans Nordkap machen. Leider machten beide Minis letztes Jahr die Grätsche... :cry:

Marc W.
Geschrieben
Das leicht verwackelte, nach hinten, mit den Reflexionen im Tunnel gefällt mir besonders gut! :-))!

Ja, da es in erster Linie keine Foto-Tour, sondern Urlaub war, waren es alles mehr oder weniger Schnappschüsse aus dem fahrenden Auto, darunter leidet natürlich die Fotoqualität. Wenn wir bei jedem lohnenswerten Motiv angehalten hätten, wären wir jetzt noch unterwegs. :oops:/:wink:

M@rtin
Geschrieben

Danke Marc, traumhafter Reisebericht! :-))!

Da passt alles, Auto, Reiseziel,...

F40org
Geschrieben

Norwegen ist ein traumhaftes Land - aber von uns eben die "falsche" Richtung.

Danke Marc, dass Du uns an Deiner Reise teilhaben lässt.

Marc W.
Geschrieben

In den letzten Wochen gab es noch einen sinnvollen Nachtrag zum Thema:

Ich hatte ja berichtet, daß vor Jahren die Maut-Stationen noch manuell waren und man in Bar die Maut für den jeweils nächsten Streckenabschnitt entrichten mußte. In 2012 hatten wir nur noch zwei solcher manueller Stationen, die wir natürlich auch in Anspruch genommen haben (sonst wird's teuer).

Die restlichen Kontrollpunkte sind inzwischen vollautomatisiert und werden von den norwegischen Fahrzeugen mit einem Transponder kontaktiert. Theoretisch kann man einen solchen transponder auch als Tourist beantragen. Praktisch wurde mir allerdings von mehreren Seiten gesagt, daß die Touristen nicht behelligt oder gar bestraft werden, wenn sie an diesen vollautomatisierten Brücken vorbei fahren.

Sechs Monate nach unserem Norwegen-Urlaub sind dann tatsächlich noch drei Briefe von "Euro Parking Collection plc" gekommen, zwei mit Bild. Die Zahllast für alle drei Kontrollpunkte zusammen hat nicht mal EUR 10 betragen... :D

post-468-14435409144663_thumb.jpg

S.Schnuse
Geschrieben

Für norwegische Verhältnisse ist diese Nachlösegebühr ja sehr günstig. Als ich anfing Deinen Text zu lesen dachte ich, ohjee, das wird wohl teuer.

Übrigens, eine schöne Basis um einen neuen Speedster aufzubauen:

http://www.pff.de/porsche/index.php?page=RMarketplaceEntry&entryID=14900

Marc W.
Geschrieben

Vielleicht klappt es ja diesmal. In regelmäßigen Abständen mache ich ja meine Tour durch Süd-Norwegen, nun habe ich so ein Zucken, was mich verleitet, daß in den nächsten zwei bis drei Wochen spontan mal wieder zu tun.

Ich weiß, sehr spontan und somit schwierig, trotzdem würde es mich richtig freuen, wenn ich die Tour mal mit 2-5 Autos fahren könnte, wer hat Lust und vor allem kann sich die Zeit nehmen? :)

Für Detail- und Terminplanungen bin ich noch relativ offen, frühster Start wäre für mich Montag der 19.05.. Wenn sich ein paar Interessierte finden, bin ich gerne bereit den gemeinsamen Nenner auszuarbeiten.

ThrottlePedalTravel
Geschrieben

Tolle Bericht tolle Bilder!Norwegen hat mich auch voll überzeugt! Auch Verbrauchstechnisch sehr sparsam! von 8.9 auf 7.2! bei 5000km in 7 Tagen :D

Wir waren anfang Oktober da, da war im Geiragnger Fjord schon einiges gesperrt wegen Schnee-Massen. Teilweise über den Verkehrsschildern!

Werde definitiv auch wieder kommen ;)

Marc W.
Geschrieben

Und mal wieder darf der Speedster Norwegen-Luft schnuppern. Inzwischen ist es für dieses Auto schon das vierte Mal, insgesamt für mich die achte Wiederholung und erneut ist es ein Teilstück, welches ich noch nicht kannte. Diesmal sind wir mit der Fähre direkt von Dänemark bis Bergen gefahren (18 Stunden), das hat den Vorteil, dass man einen entspannten Fähr-Tag hat, direkt im Fjord-Land ist und nicht die langweilige Überlandetappe von Oslo nach Bergen fahren muss (knapp 500km).

 

Wir waren erst 4 Nächte in Stryn und haben dort Sternfahrten (Vestkapp, Geirangerfjord, Trollstigen) gemacht und sind jetzt Richtung Trondheim unterwegs, von wo es dann wieder über Oslo nach Hause geht. Das Wetter war sehr schlecht für diese Woche angesagt und tatsächlich hatten wir auch einigen Regen, insgesamt aber viel, viel mehr Sonne, als erhofft. Auf jeden Fall mal wieder ein voller Erfolg! Für mich waren die schmalen und einsamen Küstenstraßen eigentlich viel schöner, als die Serpentinen der Pässe... 

2ad476a4-83ee-4ccf-bbd8-2f5d4fda6324.JPG

929d29aa-7580-4d80-a401-4c51a698dd7b.JPG

a5043d31-c71c-4b0b-85f6-93714a3c5893.JPG

IMG_9076.JPG

IMG_9093.JPG

IMG_9103.JPG

IMG_9153.JPG

  • Gefällt mir 16
  • Wow 1
master_p
Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb Marc W.:

929d29aa-7580-4d80-a401-4c51a698dd7b.JPG

😱 Stelvio-Pass 2.0!? Sieht richtig gut aus.

 

War der Mercedes dabei, falls den Luftis die Luft ausgeht 😈

Marc W.
Geschrieben

Der Mercedes hat ganz schön mit seinem Gewicht zu kämpfen, da waren sogar die halb so starken 964 im Vorteil, bzw. schneller. 😉

matelko
Geschrieben

Ach Marc, das war doch nur deshalb so, weil der Mercedes als Begleitfahrzeug für den Gepäcktransport diente... :lol2:

Schreibe eine Antwort

Du kannst jetzt einen Beitrag schreiben und dich dann später anmelden. Wenn du bereits einen Account hast, kannst du dich hier anmelden, um einen Beitrag zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorhergehender Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.


  • Ähnliche Themen

    • Hallo zusammen,
       
      möchte mich kurz in der Runde hier vorstellen.
       
      Komme aus Wasserburg am schönen Inn und habe erst krüzlich meinen Audi RS6 gegen einen AMG GT63s 4-türer Coupe getauscht. Einen Tausch den ich keinesfalls bereue. Nebenher fahre ich bei schönem Wetter und natürlich nur im Sommer einen 22 Jahre alten Porsche 993 S4 Cabrio, der leider ein bisserl zickt, was die Freude darüber ein wenig trübt.
       
      Hoffe hier auf den ein oder anderen guten Tipp, da leider ja nicht immer alles so glatt läuft wie man sich das wünscht.
      Darüber hinaus freue ich mich auch über ein bisserl Smalltalk über das zweitschönste Hobby der Welt. 😉
      Hin und wieder ist natürlich auch eine Alpenrunde unter Gleichgesindten eine tolle Sache.
       
      Beste Grüße
      Patrick
    • Hallo,
      suche für nen Porsche 993 Lampenfassungen für die Heckleuchte ??
    • So, heute ist mein 993turbo endgültig in Deutschland angekommen, sprich er hat eine deutsche Zulassung! :bet:
      Ich hatte ja schon in dem Thread, wo ich das Auto gesucht hatte, angekündigt, daß ich sobald alles in trockenen Tüchern ist, einen alles umfassenden und detallierten Erfahrungsbericht erstelle. Damit sollen viele Fragen und Halbweißheiten, die im Raum stehen endgültig geklärt werden.
      Vorab möchte ich noch zwei Anmerkungen machen:
      Dieser Bericht ist hoffentlich komplett fehlerfrei, dennoch kann es sicherlich einige individuelle Abweichungen geben. Durch gesetzliche Veränderungen (Steuer/Zoll/TÜV/Zulassung) hat sich in den letzten Monaten einiges geändert. Mein Bericht dürfte momentan (Mai 2007) aktuell sein. Dennoch wäre es schön, wenn dieser Thread immer wieder mit neuen Erfahrungen gefüttert wird, damit er auch immer auf dem jeweils aktuellen Stand bleibt.  
      Nun gehts los:
       
      1. Vorbereitung:
      Am 01. Mai 2007 habe ich hier über das Forum einen Kontakt in die Schweiz vermittelt bekommen. Nach kurzem Kontakt stellte sich heraus, daß das Auto für mich hoch interessant ist. Darauf hin habe ich mit dem Verkäufer per Fax eine Vereinbahrung getroffen, die folgenden Inhalt hatte:
      Unfallfreiheit Kilometerstand glaubhaftes Serviceheft event. Mängel Ausstattungsmerkmale Preis inkl. 7,6%-MwSt. als Verhandlungsbasis und Akzeptanz von Zahlung in EUR kein Zwischenverkauf bis 15:00 des Folgetages  
      2. Bargeld in die Schweiz:
      Als gelernter Steuerfachangestellter bin ich mir der Problematik sehr bewußt. Ursprünglich war meine Vorstellung, daß ich bei der Einreise in die Schweiz beim deutschen Zoll das Bargeld deklariere. Falls ich das Auto also nicht kaufen sollte, hätte ich damit den Nachweis, daß ich am selben Tag mit dem Bargeld in die Schweiz eingereist bin. Leider geht meine Idee aber nicht, weil es dafür keinen Paragraphen gibt und somit ein deutscher Beamter auch niemals etwas macht, was nicht schriftlich vorgesehen ist.
      Der Weg war dann viel banaler, die Service-Hotline hat mir empfohlen, Nachweis zu führen, wo das Geld herkommt (Abhebung bei der Bank) und wofür es benötigt wird (Autokauf, Korrespondenz mit dem Verkäufer). Außerdem muß man es logischer Weise deklarieren, wenn man am Zoll darauf angesprochen wird. Sprich, wenn ich ohne Autokauf mit dem Bargeld wieder nach Deutschland einreise, kann ich belegen, daß ich es am Tag zuvor in Deutschland abgehoben habe und das ich es zum Zweck eines Autokaufs mit in der Schweiz hatte.
       
      3. Kauf und Fahrzeugübernahme in der Schweiz:
      Wenn man sich nach der Besichtigung, einer Probefahrt und eventueller Nachverhandlung handelseinig wurde, kann man nun das Auto kaufen. Ähnlich wie in Deutschland beinhalten in der Schweiz nur Neuwagen und Firmenfahrzeuge die Mehrwertsteuer (7,6%), Privatfahrzeuge sind somit brutto=netto.
      In meinem Fall war es zum Glück ein Firmenfahrzeug mit ausweisbarer Mehrwertsteuer, entsprechend hatte ich die Möglichkeit - gemäß dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland - das Auto ohne die schweizer MwSt. netto zu kaufen!
       
      Wichtig ist, daß man den schweizer Fahrzeugausweis vom Verkäufer mitbekommt, diesen benötigt man für die Vollabnahme in Deutschalnd.
      In meinem Fall hatte ich deutsche, rote Nummern dabei. Damit bewegt man sich in der Schweiz im Graubereich, bis jetzt habe ich noch keine offiziellen Informationen gefunden, ob man damit in der Schweiz fahren darf, oder nicht. Auf Anfrage bei der schweizer Polizei wurde mir allerdings mündlich gesagt, daß es tolleriert wird, wenn man auf dem kürzesten Weg ausreist.
       
      4. Vorbereitung Export/Import:
      Hierfür benötigt man doch so einige Dokumente. Meine Empfehlung ist, sich hier auf Profis zu verlassen, die soetwas regelmäßig vorbereiten. In meinem Fall war das die Spedition Frederick & Stähli direkt am Grenzübergang in Kreuzlingen/Konstanz. Diese hat folgende Dokumente vorbereitet:
      Ausfuhrbescheinigung Einfuhrbescheinigung Warenverkehrsbescheinigung EUR 1 Unbedenklichkeitsbescheinigung  
      Für diese Vorbereitung sollte man ca. 1 Stunde einkalkulieren. Die Dienstleistung kostet EUR 90. Ein Doppel der Ausfuhrbescheinigung hat die Spedition direkt dem Verkäufer zugeschickt, damit er bei seinem schweizer Finanzamt einen Nachweis hat, warum er das Auto netto verkauft hat.
      Ein besonders Augenmerk gilt hier der Warenverkehrsbescheinigung, dies dient als Nachweis, daß der Ursprungsstaat auch gleich dem Bestimmungsstaat ist (in diesem Fall Deutschland). Nur mit dieser Bescheinigung und dem Nachweis, daß man ein deutsches Produkt wieder nach Deutschland einführt braucht man keinen Zoll (10%) bezahlen. Früher mußte man sich die Warenverkehrsbescheinigung von dem jeweiligen Hersteller besorgen (dauerte teilweise Wochen), inzwischen konnte die Spedition dies auch online und augenblicklich abfragen. Eine böse Falle ist z.B., wenn man sich einen Mercedes ML in der Schweiz kauft. Der ML ist zwar von einem deutschen Hersteller, wird aber in den USA produziert, ergo muß man 10% Zoll zahlen, weil man eben keine Warenverkehrsbescheinigung EUR 1 für dieses Auto bekommt.
       
      4. Export aus der Schweiz:
      Wenn man nun alle Dokumente zusammen hat, geht man in das Zoll-Abfertigungsgebäude. Dort gibt es schweizer Export-Schalter und Deutsche-Importschalter. Als erstes muß man das Auto logischer Weise exportieren. Das geht sehr schnell, dauert ca. 5 Minuten und ist unkompliziert.
       
      5. Import nach Deutschland:
      Hier sieht es noch mal ein bißchen anders aus. Wartezeit 30 Minuten, dann beim ersten Blick vom Zöllner festgestellt, das die Trackingnummer von der Spedition fehlt, also noch mal zur Spedition und noch mal 40 Minuten anstehen. Das Arbeitstempo - naja, möchte ich öffentlich kein Wort drüber verlieren. Für so Sonderfälle, wie den Import eines Porsches kam dann der Abteilungsleiter, um den Vorgang zu bearbeiten. Dieser hatte sich zuvor schon mit Hilfe des Internets informiert, ob der Kaufpreis einigermaßen dem Marktwert entspricht, damit man gar nicht in Versuchung kommt den Staat um einen Teil der EUSt. zu beschei...
       
      Der Abteilungsleiter hat dann auch höchstpersönlich die Fahrgestellnummer kontrolliert, noch ein paar Fragen gestellt und dann die Papiere fertig gemacht. Wichtig dabei ist, daß er ein Siegel auf die Unbedenklichkeitsbescheinigung setzt. Vergißt er dieses Siegel, kann man das nie mehr nachbessern und somit das Auto auch nie mehr zulassen! Sind die Papiere fertig, darf man zur Kasse gehen und vor Ort die 19% Einfuhrumsatzsteuer (= MwSt.) in bar entrichten, zzgl. einer Bearbeitungsgebühr von EUR 25. Neben dem oben genannten Siegel ist außerdem wichtig, daß man genügend Zeit mitbringt. Die Zollschalter haben nur bis 17:30 geöffnet, egal wie viele Leute noch vor dem Schalter stehen!!!
       
      Herzlich willkommen in Deutschland!
       
      6. Vorbereitungen für die Vollabnahme beim TÜV:
      Ein gebrauchtes Auto, welches noch nie in Deutschland zugelassen war, muß zur Vollabnahme, ein Neuwagen hat dafür sogenannte COC-Papiere, dann benötigt man keine Vollabnahme. War das Auto in den letzten 7 Jahren schon mal nachweislich in Deutschalnd zugelassen, reicht auch eine normale TÜV-Abnahme.
       
      In meinem Fall mußte es die Vollabnahme gem. §21 sein, hierfür sollte man sich vorbereiten und z.B. alle Gutachten für Besonderheiten (z.B. Abgasanlage) zur Hand haben, hatte ich aber auch nur in Kopie. Eigentlich gilt am besten, immer alle Unterlagen mit nehmen, die sich bislang gesammelt haben!
       
      7. Vollabnahme beim deutschen TÜV:
      Dies entspricht eigentlich einer normalen TÜV-Prüfung, mit dem Unterschied, daß ein besonderes Augenmerk auf die Fahrgestellnummer gelegt wird und der TÜV-Ing. ein Gutachten anfertigt, was wie in den Fahrzeugpapieren zu stehen hat. Wenn man gerade beim TÜV ist, sollte man auch gleich eine Abgas-Untersuchung (AU) machen lassen, die benötigt man nämlich logischer Wiese auch für die deutsche Zulassung.
       
      8. Zulassung bei der Zulassungsstelle:
      Auch hier gilt wieder, alles mit nehmen, was man inzwischen an Dokumenten gesammelt hat. Die Zulassungsstelle hat so ziemlich alles eingescannt, den schweizer Fahrzeugausweis, die Exportbescheinigung, die Importbescheinigung, die Quittung über die gezahlte EUSt., die Unbedenklichkeitsbescheinigung inkl. Siegel, das Gutachten des TÜVs und die AU-Bescheinigung.
      Früher mußte man für eine solche Zulassung beim Kraftfahrtbundesamt noch eine zweite Unbedenklichkeitsbescheinigung anfordern, die dazu dient, nachzuweisen, daß das Auto nicht als gestohlen gemeldet ist. Alleine dies hat teilweise Wochen gedauert. Seit 01. März 2007 kann zumindest unsere Zulassungsstelle dies online abfragen! Noch ein kleines Detail, ab dem 01. Mai 2007 kann man nur noch ein Auto zulassen, wenn man in das Lastschrifteinzugsverfahren für die Kfz-Steuer einwilligt!
       
      DAS WARS!!! Herzlichen Glückwunsch zum schweizer Porsche mit deutscher Zulassung!
    • Auf Youtube gibt es zwei Videos zum Frühlingsfest 2019.
       
      Es ist dort bei D&M ein weißer Speedster mit Klappdeckel ausgestellt.
      Weiß jemand etwas darüber?
       
       

    • Moin zusammen,

      in letzter Zeit tauchen immer mal wieder Bilder von 997 Speedstern auf, die nicht im "einheits weiß oder blau" lackiert sind...




      Meine Frage: Sind das original Porsche PTS ("paint to sample") oder nachträglich lackierte/foilierte Fahrzeuge.

      Und gleich noch eine hinterher: Gab es das sogar beim Sport Classic? Da wären mir keine anderen Farben bekannt?

      Gruß
      Tobi

×
×
  • Neu erstellen...