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dhd

Hilfe zu Quattroporte BJ1996 (Kaufentscheidung)

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dhd
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Hallo Leute,

ich habe einen Nachbarn, der eine quattroporte v8 336ps aus dem Jahr 1996 mit wenig Kilometern und Garagengepflegt verkaufen möchte. Das Auto schaut von aussen sehr gut aus, innen ist leider nicht mit Leder. Aber sonst ist alles in ordnung.

Er möchte 20.000,00 Euro haben.

Leute! Stimmt das, dass alle quattroporte ausm Jahr 1996 handgefertigt ist? Und ist der Preis in ordnung?

Danke!

Ps: bin aus österreich

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H2o
Geschrieben

Schon etwas teuer, müsste für diesen Preis schon in absolut einwandfreiem Zustand sein.

Handgefertigt sind sie. (Das bedeutet allerdings nicht immer auch bessere Qualität):wink:

Handschalter sind beliebter als die Automatik, werden darum etwas teurer gehandelt.

Der V6 gilt allgemein als robuster als die V8 Variante.

So ein Fahrzeug ist aufgrund der überschaubaren Fangemeinde schwierig zu verkaufen.

Darum hat man als Interessent gute Chancen irgendwo ein Schnäppchen zu finden.

Allerdings findet man auch viel Schrott auf dem Markt.

Es ist speziell bei älteren Maseratis besser etwas mehr zu investieren und ein teures, dafür perfektes Exemplar zu kaufen.

Ein gut geplegter QP macht viel Freude und ist wesentlich besser und zuverlässiger als sein Ruf, ein schlechtes Exemplar kann dir den Spass aber ziemlich schnell verderben..

Viel Erfolg!:-))!

AStrauß
Geschrieben

Nach der Übernahme von Ferrari 1997 wurden am Quattroporte über 400 Komponenten erneuert, der Wagen dadurch erheblich verbessert. Ich würde statt dem 1996 lieber ein 1998 oder besser noch einen 99 oder 2000er nehmen, ist eindeutig das bessere Auto.

Ist ein schönes Auto das viel Spaß macht, der Turbo Charakter der alten Schule vermittelt einem das Düsenjäger Gefühl.

dhd
Geschrieben

Danke für die Tipps!

Ich kenne ihn schon seit Jahrzehnten. das Auto steht schon seit mehr als 12 Jahren in der Garage und es wird einmal im Jahr vom Handwerker/Techniker gewartet. Es in in Topzustand.

Handgefertigt, hm, nicht unbedingt besser? Kann das sein, dass das einen höheren Sammlerwert erzielt später?

Die späteren Modelle sind in Österreich schwer zu bekommen und vorallem mit zu viel KM drauf.

Ich kann nochmal mit ihm übern Preis verhandeln. Ziel ist 15.000 hehe (ist das ok)

H2o
Geschrieben

Handgefertigt, hm, nicht unbedingt besser?

Qualitativ gemeint. Maschinen arbeiten eben oft präziser als Menschen und jeden Tag gleich gut.:wink:

Die Verbesserungen der neuen Modelle sind vorhanden aber nicht soo gross. Die meisten der genannten Änderungen dienten meiner Meinung nach leider eher der Kostenoptimierung. :(

Ausserdem ist die alte Innenausstattung edler. Ist aber Geschmacksache..

..ausserdem auf Zustand von Frontscheibe und Scheinwerfer achten.

Sind kaum mehr lieferbar und darum sehr schwierig zu beschaffen!

dhd
Geschrieben

habe heute das auto genauer angeschaut, ist tiptop mit 18741 km innen auch super

die frage:

mit wie viel erhaltungskosten muss man pro jahr rechnen?

bis auf die frontsheibe und scheinwerfer sind andere teile leicht zubekommn?

bekomme i das auto wieder los ohne viel verlust, falls mir nicht taugt oder zu teuer wird?

Titus Tiberius
Geschrieben

Wieder zu verkaufen? Schau Dir mal die die Angebote bei mobile und Co. an. Auch wenn er wirklich Sammlerzustand hat, musst Du den Sammler auch erst mal finden. Ich find den QP sehr schön, besonders wegen den Hinteren Radkästen, aber es gibt reichlich Leute, die ihn genau deshalb nicht schön finden. Ausserdem hat gerade der WP nicht den besten Ruf, was mEn eher an unsachgemässer Nutzung und vernachlässigter Wartung, als an der Konstruktion an sich liegt.

Also als Ich-fahr-ihn-ne-Weile-und-dann-wieder-weg-Objekt oder Kurz- Mittelfistige Investition ist er nicht geeignet. Langfristig als ziemlich letzter Biturbo-V8-Viertürer von Maserati evtl. schon eher, aber meine Glaskugel muss ich erstmal putzen, bevor ich da genaueres sagen kann.

LittlePorker-Fan
Geschrieben
mit wie viel erhaltungskosten muss man pro jahr rechnen?

Das ist bei exotischen, älteren Luxus-Fahrzeugen schlecht zu bestimmen und kommt auch stark vom Einsatz an (dreimal im Jahr zu einer Veranstaltung? Oder im Sommer dreimal die Woche auf der Autobahn heizen?).

Vor allem solche Niedrigkilometer-Autos können in der Anfangszeit einige Kosten verursachen, da viele Komponenten hier 15 Jahre alt sind bzw. werden.

Wenn man anfängt zu fahren, verabschieden sich oft Dichtungen,Schläuche,Leitungen,usw. und es tauchen die ein oder anderen Zipperlein auf, die der Vorbesitzer auf seinen wenigen Fahrten einfach nicht gemerkt hat (Klima, Fahrwerk, Bremssystem, Kühlung, ...)

bis auf die frontsheibe und scheinwerfer sind andere teile leicht zubekommn?

Die Ersatzteilversorgung ist dank der Clubs im großen und ganzen gesichert.

Es herrscht allerdings nicht die Situation á la BMW M5, Mercedes 500E/600SE, Porsche 928 dass man einfach zum nächsten Händler fährt und die Sachen sind auf Lager. Teilweise muss man sich schon bemühen, um an sein Ersatzteil zu kommen. Es werden z.T. auch recht üppige Preise aufgerufen. Auch sind nicht allzuviele Experten da draußen, die sich mit dem Typ befassen und engagieren.

bekomme i das auto wieder los ohne viel verlust, falls mir nicht taugt oder zu teuer wird?

Wie Mitglied Titus Tiberius schon geschrieben hat, ist die Zahl der Interessenten recht übersichtlich, viele haben diesen Wagen auch schon vergessen (falls sie ihn überhaupt kannten). Eigentlich kein Wagen für Spekulationen oder zum ausprobieren. Eher ein echtes Liebhaber-Fahrzeug für Leute die wissen, dass sie genau dieses Auto haben wollen und sich auch damit befassen wollen.

dhd
Geschrieben

Danke

Ich werde nochmal gut überlegen

Titus Tiberius
Geschrieben

Ich will es nochmal ergänzen:

Wenn der QP so ist, wie beschrieben, klingt das für mich schon sehr nach Sammlerzustand.

Unter der Voraussetzung, dass Du ihn länger behalten willst, pflege ihn anständig, dann ist es auch vom Kauf-Preis her vollkommen in Ordnung (meiner Meinung nach).

Aber, wenn um den QP eben nur mal kurz fahren und dann wieder - möglichst ohne Verlust - wieder abzustossen, ist es einfach das falsche Fahrzeug, aus genannten Gründen.

dhd
Geschrieben

aha, wenn ih nicht allzuviel fuer die versicherung zahle, dann nehme ich es

Stromberg
Geschrieben

Mit dem Maserati QP habe ich mich wirklich ausgiebig beschäftigt. Ich war z.B. in Bogel bei dem Antolino und habe mich mit ihm intensiv unterhalten über das Thema und diverse andere Experten gesprochen (Florian Ebersoldt von Modena Neustadt u.a.).

Grundsätzlich gilt, dass der QP mit der 2.0 oder 2.8 V6 Maschine wesentlich zuverlässiger ist, Motorschäden sind i.d.R. nur auf Wartungsfehler zurückzuführen (ZR-Wechsel nicht gemacht z.B.). Von dem V8 ist dringend abzuraten, er ist für Motorschäden, insbesondere durchgebrannte Ventile, bekannt. Ich vermute, dass fast jeder QP V8-Fahrer dort (mind.) einen Motorschaden hatte, was jedes Mal 5stellige Kosten nach sich zieht. Und du musst erstmal einen Motorenbauer finden.

Die Aussage, dass die sogenannten Evoluzione-Modelle (nach der Übernahme durch Montezemolo) besser seien, ist so auch nicht richtig. Die angeblichen 400 Veränderungen, die Maserati damals im Pressetext feierte, beziehen sich vor allem auf Kostensparmaßnahmen, nicht auf Qualitätsverbesserungen. Genauso hat Porsche den 996 als Verbesserung gegenüber dem 993 bezeichnet, die Realität war, dass man den 911 einfach viel billiger (und schlechter) produziert hat. Bezüglich des Werterhaltes sieht Antolino die erste Serie (noch mit klassischer Uhr, anderem Lenkrad usw.) im Vorteil.

Warum sollte der Motor im QP V8 Evoluzione standfester geworden sein, er ist ja noch im 3200 GT als nächste Entwicklungsstufe fast genauso oft defekt?!? Wobei man fairerweise sagen muss, dass dies auch oft an den Fahrern liegt: Der Motor hasst Stadtverkehr, du musst ihn warm und kalt fahren, darfst ihn nicht länger unter Volllast fahren etc. und musst penibel auf die Serviceintervalle achten (etwa Ventile einstellen alle 10.000 KM). Diesen Aufwand betreiben laut Herrn Ebersoldt die wenigsten, deswegen werden immer mehr V8 von der Bildfläche verschwinden.

Antolino sieht wertmäßig gut gepflegte V6 (er zieht den 2.0 dem 2.8 vor) klar vor dem V8, da diese viel robuster sind und bei dem V8 die Folgekosten unkalkulierbar sind und ein Motorschaden schnell den Wagenwert übersteigt. Man sieht in den Börsen ja auch vor allem die V8, die endlos angeboten werden, teilweise seit Jahren. Viele von denen haben einen Motorschaden schon hinter sich und die Besitzer haben den Motor notdürftig reparieren lassen und versuchen ihn jetzt loszuschlagen, bis der nächste Supergau passiert.

Gute V6 dagegen sind in ein bis zwei Monaten weg, da du mit denen nicht teurer fährst als mit anderen Autos, vorausgesetzt die Scheibe und die elektronischen Dämpfer sind heile, so was kann natürlich ins Geld gehen. Es sei denn, es sind Rüben wie der aktuell angebotene verde/verde, der mal ein Überschlag-Totalschaden war.

In München gab es im Dezember einen silbernen 2.0 mit blauem Leder für unter 10.000, da hatte ich von einem Experten aus dem Maserati-Forum den Tip bekommen, dass der gut ist - gerade als ich anrufen wollte, war der wieder aus dem Netz verschwunden. In Italien gab es kürzlich einen sehr schönen 2.8 in blau mit Leder Cognac vom Maserati-Vertragshändler, aber mit Automatik, das wollte ich (noch) nicht (wenn ich dieses Jahr nicht fündig werde, nehme ich auch einen Automaten). Ich bin also selbst immer noch auf der Suche und für jeden Tip dankbar. Fahrzeuge aus Italien würde ich favorisieren, weil in Deutschland gelaufene Exemplare oft schwere Durchrostungen haben.

Ich glaube absolut an einen Werterhalt eines guten QP. Das Auto ist die Krönung der Biturbo-Ära (bei den Viertürern; beim Coupe ist es der 3200) und ein Designklassiker von Gandini. Es sind knappe 3.000 Exemplare gebaut worden, davon auch Rechtslenker und Japan-Fahrzeuge. Die V8 eliminieren sich zusehends selbst, die Ganzjahreswagen rosten weg, runtergerittene Autos mit Riss in der Frontscheibe versuchen Händler noch in den Osten zu schieben - am Ende würde ich mich nicht wundern, wenn wir bald nur noch von dreistelligen QP in Europa reden. Da wüsste ich nicht, warum man mit einem gepflegtem V6 aus Privathand (vom Fähnchenhändler würde ich nie kaufen, ich will mir ein Bild vom Vorbesitzer machen!) für 10.000 bis 14.000 EUR noch viel Geld verlieren sollte. Mein Fazit nach monatelanger Markt- und Fahrzeugbeobachtung: Es gibt derzeit kaum noch QP, die angeboten werden. Und die wenigen, die es gibt, sind Mist. Dein Angebot kann ein gutes sein, wobei auch bei 18.000 KM (Kurzstrecke?) keine Gewähr ist, dass du nicht auf den nächsten paar 1.000 KM einen kapitalen Motorschaden hast. Bei mir würde jedes Mal die Angst mitfahren, wenn ich ihm auf der Autobahn die Sporen geben würde. Aber ich habe mich nun mal (vielleicht auch zu) intensiv mit dem Quattroporte beschäftigt.

Und Leder hat der dir angebotene QP Ottocilindri ganz sicher. Wenn nicht, hat der Besitzer nachträglich eine Stoffsonderanfertigung einbauen lassen.:D

Bei meiner Versicherung ist ein V8 übrigens mehr als doppelt so teuer wie ein V6, obwohl 284 zu 336 PS nicht so der Unterschied sind.

Ein gutes Händchen beim Kauf wünsche ich dir!

Bernd

dhd
Geschrieben

danke bernd

ich haette es fast nicht geglaubt, dass du wirklich so viel geschrieben hast.

aber der vorbesitzer moechte sein qp noch ein letztes mal richtig selber rennen lassen. --deal kommt nicht zustande

aber trotzdem danke

lg

AnimalMother
Geschrieben

Ist ein Quattroporte Bj. 1996 nicht eigentlich schon reif für die Presse?

Markus Berzborn
Geschrieben

Nö.

Es gibt sogar noch sehr schöne Quattroporte Baujahr 1966. 8)

Wobei mir der IV von allen Generationen am wenigsten gefällt.

Aber das ist persönliche Geschmackssache.

Gruß,

Markus

AnimalMother
Geschrieben

Mein Beitrag war keineswegs abwertend gemeint. Ich stellte eher darauf ab, dass man immer wieder von eklatanten Qualitätsproblemen hörte, besonders bis in die späten 90er hinein.

Titus Tiberius
Geschrieben
... dass man immer wieder von eklatanten Qualitätsproblemen hörte...

Herzlichen Glückwaunsch, und wieder ein Preisträger für konkrete Aussagen aus erster Hand.

Philippr
Geschrieben
Ist ein Quattroporte Bj. 1996 nicht eigentlich schon reif für die Presse?

Wiedermal eine Aussage von überschäumender Intelligenz...

JoeFerrari
Geschrieben

Das Problem mit der Nichtverfügbarkeit von Frontscheiben ist ja bekannt (kann man das so verallgemeinert sagen?). Da dies ja nun leider doch ein häufig auftretender Schaden sein kann (bei einem Passat habe ich mal 4 Scheiben verschlissen in 3 Jahren) würde mir das arg zu denken geben. Was tut man im Zweifelsfall, wenn es einen erwischt? Kann man nur noch auf auf exclusiven Schrottplätzen suchen oder gibt es doch noch Nachbauten, was ich mir bei Scheiben aber nur schwer vorstellen kann?

LittlePorker-Fan
Geschrieben

Da heißt es in den bekannten Foren Suchanzeigen aufzugeben und abzutelefonieren ob nicht irgendwo ein Unfaller etc. geschlachtet wird.

Diese Probleme gibts aber bei vielen günstig gewordenen Exoten. Egal ob Jaguar, Bitter, Lotus, Porsche-Transaxles (allen voran 928 ) oder eben Maserati.

Selbst wenn Ersatzteile neu beim Markenhändler erhältlich sind, geht man gerne auf die Suche weil die Neuteile nicht selten einen Großteil des aktuellen Fahrzeugwertes kosten. Vereinzelt sogar übersteigen (z.B. gerne bei Porsche 924 S, BMW 750i E32 oder frühe Maserati Biturbos).

Stromberg
Geschrieben
Das Problem mit der Nichtverfügbarkeit von Frontscheiben ist ja bekannt (kann man das so verallgemeinert sagen?). Da dies ja nun leider doch ein häufig auftretender Schaden sein kann (bei einem Passat habe ich mal 4 Scheiben verschlissen in 3 Jahren) würde mir das arg zu denken geben. Was tut man im Zweifelsfall, wenn es einen erwischt? Kann man nur noch auf auf exclusiven Schrottplätzen suchen oder gibt es doch noch Nachbauten, was ich mir bei Scheiben aber nur schwer vorstellen kann?

Bei einer seriösen Maserati Quattroporte IV Kaufberatung darf der Hinweis auf die Frontscheibe sicher nicht fehlen. Die Scheibe wurde kürzlich im Auftrag von Maserati nachproduziert, allerdings wohl in homöopathischer Stückzahl, Preis knapp über 2.000,- EUR. In wie weit jetzt noch welche verfügbar sind, weiß ich nicht. Es gibt natürlich gebrauchte, da muss man aber suchen. Bestimmt überlegen sich auch einige Owner von runtergerockten QP, dass man mit dem Ausschlachten manchmal mehr verdienen kann, als mit dem Verkauf des Komplettfahrzeuges. Auch Karosserieteile wie Stoßstangen sind gesucht.

Die Frage nach "1996er QP reif für die Presse?" hat insoweit ihre Berechtigung, als dass ganzjährig gefahrene Fahrzeuge sicher Rostprobleme haben. Für heutige QP-Interessenten ist das aber kein Problem: Entweder sie haben ein Exemplar mit Rost v.a. am Scheibenrahmen und Unterboden vor sich (und kaufen nicht), oder ein Auto zur Begutachtung, das noch keinen deutschen Winter und Salz gesehen hat - dann wird das Auto auch die nächsten 20 Jahre keine Probleme machen, weil kein Liebhaber es mehr im Winter fahren wird.

Die Frage ist in ungefähr so gerechtfertigt wie die Frage "2001er E-Klasse ist doch schon reif für die Presse?!".

Schade, dass du doch nicht zum Zuge gekommen bist, dhd.

Schöne Grüße

Bernd, der im letzten Jahr einen wunderschönen QP IV am Hamburger Jungfernstieg gesehen hat: Davor und dahinter Porsche 911 GT3 und neueste BMW 6er, aber die Passanten mit Kennerblick blieben am QP stehen "Was für ein edles Auto". Mit welchem Auto (das nicht mal mehr über 10.000,- kostet) ist man so gut angezogen wie mit einem QP IV?

Jot
Geschrieben

Als ehemaliger Besitzer eines QP4 V8 Evo traue ich mir zu sagen, dass hier viele gute Antworten zu finden sind, wenn man sich mit dem Gedanken trägt, einen zu erwerben. Ich war seinerzeit auch überzeugt, dass der QP4 ein Klassiker wird, aber ich wollte ihn nicht nur ansehen, sondern auch fahren. Neben der teilweise erklecklich schlechten Ersatzteilversorgung ist die geringe Anzahl kompetenter Schrauber ein Hauptproblem. Wenn man niemanden hat, der einem die Ventile einstellen will, dann sollte man schon bereit sein, abhängig vom eigenen Standort, den Service mit einem Kurzurlaub zu verbinden. Und wenn einem der Motor zum zweiten Mal verreckt, weiß man nicht, ob die erste Reparatur blind war, oder man zu doof ist, den Motor richtig zu behandeln. Und dasselbe Fehlerbild in derselben Werkstatt für denselben fünfstelligen Betrag beheben zu lassen, erschien mir keine valide Option.

Wenn mich also jemand nach diesem unverschämt schönen Fahrzeug fragt, sage ich: Er muss rostfrei sein, er muss eine fehlerfreie Windschutzscheibe haben, er muss gewartet worden sein; man darf ihn nicht im Stadtverkehr vergurken und nicht vollgas die A7 von HH nach M brettern, und: man MUSS eine Werkstatt greifbar haben, die sich an den Motor traut, und entsprechend muss man bereit sein, die kurzen Serviceintervalle zu bezahlen.

Mein Fazit ist eigentlich gewesen: schönes Fahrzeug, fehlkonstruierter Motor. Aber ich habe wieder die Angebote in den Autobörsen abonniert ...

Stromberg
Geschrieben
Er muss rostfrei sein, er muss eine fehlerfreie Windschutzscheibe haben, er muss gewartet worden sein...Mein Fazit ist eigentlich gewesen: schönes Fahrzeug, fehlkonstruierter Motor. Aber ich habe wieder die Angebote in den Autobörsen abonniert ...

Hallo Jot!

Rostfrei, Frontscheibe, Wartung (v.a. Zahnriemen und Ventile) - genau die drei Punkte sind es, auf die an erster Stelle zu achten ist! Ich würde noch das elektronische Fahrwerk mit dazu nehmen, ein defekter Dämpfer kostet auch etwas (gibt es aber generalüberholt), das kann man aber leicht testen (=lassen sich alle Härtegrade einstellen?).

Zu deinem Fazit erlaube ich mir aber die Anmerkung, dass es sich bei dir eben auch um einen 3,2 V8 handelte, von dem jeder Experte mir abriet (die Namen habe ich in meinem Eingangsposting schon genannt, das lässt sich auf Nachfrage alles bestätigen). Im geschwindigkeitsbeschränkten Ausland mögen die länger halten, wenn man nur 130 km/h fährt, aber insgesamt ist der Motor zu fragil. Es gibt die entsprechenden Erklärungen dazu und auch die Aussagen der italienischen Spezialwerkstätten z.B. in Modena, warum der V8 so problematisch ist.

Aber anders eben die V6. Selbst in Deutschland, wo die Autos eben auch mal länger schnell bewegt werden können als in der Schweiz, sind bei den 2.0 und 2.8 in Ghibli und QP keine Motorschäden bekannt, es sei denn, jemand hat den Zahnriemenwechsel "vergessen".

Das muss man fairerweise sagen zu deinem Fazit zum Quattroporte, es stehen ja unterschiedliche Motorvarianten zur Auswahl. Der 3,2 V8 mag die Krönung sein, wenn er läuft. Genauso wie der 3200 GT atemberaubender als der 4200 GT sein muss. Aber man muss sich das leisten können, den Motor immer mal wieder für >10.000 eur reparieren lassen zu können.

Wonach suchst du denn jetzt wieder, wenn du schon wieder in den Börsen stöberst? Käme für dich auch der QP V in Frage, die gibt's ja auch für schmales Geld? Mir gefällt der auch gut, nur schocken mich da 20-25 Liter /100km. Einen 2.0 V6 im QP fährt man mit der Hälfte (Aussage: Antolino).

Schöne Grüße

Bernardo Stromberg

Titus Tiberius
Geschrieben

Wer erzählt denn solch einen Schwachsinn, wie 20-25l???

Der QP5 hat den gleichen Motor, wie der GS mit 10 PS mehr als der 4200 (wer das beim Fahren bemerkt, hat meinen Respekt - ich jedenfalls nicht).

Allgemein braucht der QP bei gleicher Fahrweise ca. 1l mehr als die leichteren Coupé. Und 24l / 100km hab ich nur einmal gebraucht bei 500 km unter 3 Stunden inkl. Tankstop. Ansonsten sind auch 14l/100km ohne Schleichfahrt drin. Über 20l gehts erst ordentlich jenseits der 200km/h-Marke.

Aber da kommt wieder das "ich habe gehört" zum tragen.

Titus Tiberius
Geschrieben

Ich glaub, jetzt versteh ich: Du glaubst den Angaben aus dem Erdmannforum. Meine Meinung: vergiss es! Sauger sind dort schon mal von vornherein aus der "Fiat-Abfallverwertung" (Originalzitat). Dort bist Du auch nur mit kritischen Äusserungen zu 4200/GS/QP V willkommen, deswegen hab ich mich dort schon länger verabschiedet - und nciht nur ich. Wenn Du hier mal etwas gräbst, dürftest Du noch ein Foto vom Verbrauchsdisplay von mir finden mit <14l/100km.

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