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Stig

996 GT3 schlecht lackiert?

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Stig
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Hallo Porsche-Freunde,

Je nach Licht Stelle ich bei meinem silbergrauen 996 GT3 einen leichten Farbunterschied zwischen rechter Türe und Heck-Kotflügel fest. Mein Auto ist nachweislich nicht nachlackiert worden.

Heute sah ich im Showroom des Porsche-Zentrum Stuttgart ebenfalls einen 996 GT3 in derselben Farbe. Mir und einem Freund sind unabhängig voneinander bei diesem Modell ebenfalls diese Farbunterschiede aufgefallen!!

Bei der nachträglichen Werksbesichtigung (war super!!) erfuhr ich, dass pro Auto alle Teile gleichzeitig lackiert werden, also ist auszuschließen, dass Farbdifferenzen bei der Lackierung entstehen können.

Woher kommt dann dieser Unterschied? Wieso bei beiden Autos auf der rechten Seite?

Ich frag mich, ob dies ein termischer Grund hat und eventuell durch die Motorhitze verursacht wird?

Hat sonst jemand eine Idee? Für Tipps bin ich euch dankbar.

Gruß, Ronnie

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absolutmuc
Geschrieben

Bei unserem Firmen-ML in iridium-silber ist das ebenfalls festzustellen: Der Unterschied zwischen lackiertem Metall und lackiertem Kunststoff ist gerade beim Übergang Kotflügel zu Stoßstange vorne wie hinten klar zu erkennen. Das ist lt. MB angeblich lackiertechnisch nicht zu vermeiden. Sind Tür und Kotflügel beim 996 GT3 auch aus unterschiedlichem Material (Alu/Blech)?

JayOne
Geschrieben

Hi Jungs, also das mit dem Kunststoff und Farbtonunterschiede wegen Material ist quatsch.

Warum? Wenn die Untergründe beide gleich grundiert sind (gleicher Farbton) und die Schichtdicke des Decklacks gleich ist, kommt es zu keinem Unterschied.

Diese Unterschiede treten meist auf, weil Mercedes z.B. die Stoßstangen bei einem Zulieferer lackieren lässt (herkömmliches Lackierverfahren, vom Menschen) und die Fahrzeuge an sich im Werk mit Einbrennlacken lackiert werden, da diese widerstandsfähiger sind.

Die einzig andere Möglichkeit die ich mir erklären kann ist, dass sich unterschiedliche Materialien unterschiedlich ausdehnen, was vor allem bei Metalliclacken wie z.B. Silber dazu führen kann, dass die Farbe anders wirkt.

Hinzu kommt, dass vor allem helle Metallicfarben wie z.B. Silber sehr schwer zu lackieren sind zum einen wegen der Wolkenbildung und zum anderen da es hier sehr auf den Lackierer und seine Technik ankommt.

Da kann es schon mal sein, dass die gleiche Farbe bei 2 Lackierern ganz anders aussieht.

Grüße

Z0RR0
Geschrieben
Sind Tür und Kotflügel beim 996 GT3 auch aus unterschiedlichem Material (Alu/Blech)?

War auch mein erster Gedanke - die Türen sind doch aus Alu, oder?

JayOne
Geschrieben

Wenn die Türen aus Alu sind kann ich mir die Abweichung wie gesagt nur durch thermische Gründe wegen unterschiedlichen Materialien oder eben durch die Lackiertechnik des Lackierers erklären. Es könnte natürlich auch eine zu geringe Schichtdicke sein, das schließ ich aber mal aus.

Und wegen den Unterschieden an den Stoßstangen, achtet mal drauf, die passen bei nahezu keinem Auto, weil die wie gesagt meist von Zuliefererbetrieben von Hand lackiert werden.

tap333
Geschrieben

Das mit dem Unterschied von Kunststoff und Blechteilen beim Porsche kann ich bestätigen. Hatte das damals an einem gelben Boxster deutlich gesehen. Die Kunststoffteile waren alle etwas heller/bleicher.

Stig
Geschrieben

Auf diesem schlechten Handybild vom GT3 aus dem PZ Stuttgart sieht man den Unterschied zwischen Heckkotflügel und Türe recht deutlich:

post-63224-1443535806715_thumb.jpg

JML
Geschrieben

Die Unterschiede kenn ich bei fast jedem Hersteller wenn, wie schon erwähnt, unterschiedliche Materialien lackiert werden.

isderaimperator
Geschrieben

eine weitere Möglichkeit:

Die Form der Kotflügel, bzw. dessen Fläche ist anders gewölbt als die der Tür. Dadurch entsteht eine andere Reflexion, welches die Farbe verändert.

Da bei den 11ern ja gerne mal unterschiedliche Kotflügelformen montiert werden, wäre dies eine mögliche Erklärung. Bedeutet, dass beim Modellieren der Form iP ein Fehler gemacht wurde.

JayOne
Geschrieben

Natürlich, daran hatte ich garnicht gedacht!

Man sieht ja auch auf dem Bild dass die Farbe bis auf die Seitenwand eigentlich passt.

Ein Foto ist hier halt leider nicht wirklich aussagekräftig, da es gerade bei Silber sehr auf den Blickwinkel ankommt. Schaut man jetzt von vorne, passt vielleicht nur der Kotflügel vorne nicht und hinten passt es.

Wer bei sowas penibel ist, sollte sich eben kein silbernes Fahrzeug kaufen, klingt doof, aber Silber ist eben sehr anfällig, dafür sieht man Dellen nicht so sehr.

Stig
Geschrieben
eine weitere Möglichkeit:

Die Form der Kotflügel, bzw. dessen Fläche ist anders gewölbt als die der Tür. Dadurch entsteht eine andere Reflexion, welches die Farbe verändert.

Da bei den 11ern ja gerne mal unterschiedliche Kotflügelformen montiert werden, wäre dies eine mögliche Erklärung. Bedeutet, dass beim Modellieren der Form iP ein Fehler gemacht wurde.

Merkwürdig finde ich, dass bei meinem GT3 wie beim Auto aus dem PZ Stuttgart nur die rechte Seite betroffen ist.

Ich bin kein Lackexperte, hab mir aber schon überlegt, ob es drauf an kommt, von welcher Seite ein Carrossierieteil lackiert wird und damit die Farbteilchen (Met-Farben) anders liegen und somit unterschiedlich das Licht reflektieren. Es ist nämlich so, dass je nach Licht und Position wo man steht, der Unterschied nicht sichtbar ist. Ich wollte es auch schon mal bei meinem jemandem zeigen und wir haben den Unterschied nicht gesehen. Steht das Auto dann wo anders, sieht man es sogar auf Handybildern...

JayOne
Geschrieben

Das macht natürlich einen Unterschied, wie das Teil lackiert wird.

Wenn man beim einen Teil z.B. exakt 90° zur Oberfläche einhält und beim anderen beispielsweise nur 40° dann wird man das auf jeden Fall sehen.

Beim lackieren ist es aber so, dass man früher die lösemittelhaltigen Lacke

anders verarbeitet als die Wasserbasis-Lacke.

Hier werden 1,5 Spritgänge lackiert und zwar zuerst nur ganz dünn, kurz anziehen lassen und dann eine satte Schicht. Diese muss man dann anziehen lassen und in den angezogenen, also nicht mehr richtig flüssigen Lack wird dann nochmal ein Nebelgang ganz dünn gespritzt, sodass die Metallicplättchen "stehen" bleiben (Effektangleichung). Das ist vor allem bei Silber wichtig, um die bereits genannte Wolkenbildung zu vermeiden und um überall den gleichen Farbton zu erreichen, weil hier mit mehr Abstand gespritzt wird und nicht auf jede noch so kleine Kontur rücksicht genommen wird. Das könnte nämlich wieder dazu führen, dass sich bei Rundungen die Metallicpartikel anders ausrichten. Wenn der Lack davor aber nicht angezogen war, fallen diese Plättchen in den noch flüssigen Lack und richten sich anders aus. Dadurch kann es auch zu anderen Nuancen kommen.

Wie gesagt, wenn 2 Lackierer das selbe Silber lackieren, kann es komplett verschieden aussehen.

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Stig
Geschrieben

Vielen Dank für Eure kompetenten Hinweise! :-))!

Das der Unterschied im Zusammenhang mit der Motorwärme liegt, könnte nicht sein?

Ich finde es einfach komisch, dass bei zwei GT3 genau die selbe Stelle betroffen ist. Sonst habe ich nirgends Farbunterschiede festgestellt. Bei meinem weissen 968 CS war es dazumals anders; dort sah man wirklich den Unterschied, ob das Carosserieteil aus Kunststoff (Stossfänger) oder aus Metall war. Die Metallteile strahlten in reinstem Weiss, die Kunststoffteile wurden nach Jahren leicht gelblich.

Solche Sachen wie am GT3 stören mich grausam. Lässt sich so was korrigieren oder macht man das nur noch schlimmer bzw. stimmts dann an einer anderen Stelle nicht mehr?

JayOne
Geschrieben

Hi Stig, natürlich könnte es sein, dass es von der Motorabwärme kommt, allerdings dürfte es dann nur im warmen Zustand sein, da sich die Seite mehr ausgedehnt hat etc.

Hmm ich sag's dir mal ganz ehrlich, bei Silber tut sich jeder Lackierer schwer, zudem hast du dann auf dem Bauteil eine höhrere Schichtdicke (kann Wertmindernd sein, muss aber nicht) und die Struktur ist meist anders. An geschweißten Bauteilen die man nicht komplett lackieren kann, muss man ja irgendwo abkleben, dort können Kanten entstehen. Also ich würde sagen, wenn du damit leben kannst, lass es so. Denn so weißt du was du hast, nacher ärgerst du dich nur mit dem Lackierer rum, musst mehrere Tage auf dein Auto verzichten, vielleicht ist es danach noch schlimmer. Wenn dir sowas vor dem Kauf auffällt, ob nachlackiert oder nicht, kannst du das immer als Verhandlungsargument nehmen. Ja früher waren die Lacke auch bei weitem nicht so UV-Beständig wie heute. Man sieht ja oft die ganzen alten Fahrzeuge in Uni-Rot oder Gelb die richtig stumpf geworden sind. Heute sind die Pigmente wesentlich hochwertiger.

gecko911
Geschrieben

Ich würde da auch nix nachlackieren. Ist beim Wiederverkauf auf jeden Fall wertmindernd, wenn nachlackiert wurde.

Außerdem bezweifel ich auch ganz stark, dass es nach einer Nachlackierung besser ist....

FP1909
Geschrieben

Beim 928 gab es immer einen Farbunterschied zwischen Stossstangen und dem Rest. Da für die unterschiedlichen Materialien, verschiedene Grundierungen genutzt wurden. Farbunterschiede tauchen dann auf.

Vor allem bei Silber und stark pigmenthaltigen Lacken, denn der Untergrund verändert die Lichtaufnahme der Pigmente.

Aus diesem Grund kommt auch was unterschiedliches bei raus wenn man mit schwarz oder weiss vor lackiert. Unterschiedliche Alterungsprozesse tragen mit der Zeit ihren Teil dazu bei.

Stig
Geschrieben

Mein GT3 hat erst knapp 10'000km und stand immer in einer Garage, von dem her schliesse ich den Alterungsprozess oder den Sonneneinfluss aus.

Ist aber verrückt: Wollte ihn eben in der gut beleuchteten Garage fotografieren (ist eingewintert) und hab selber den Lackunterschied weder von blossem Auge noch auf dem Foto gesehen. Je nachdem wo er aber steht, fällt es mir wieder auf.

MARKFE
Geschrieben

Bei mir war das vor 8 Jahren bei meinem silbernen Audi A4 auch gut sichtbar:

bei den Kunststoff Stossstangen & Metall-teile war ein farblicher Unterschied.

Als ich mal beim Lackierer war, weil mir so ein Voll* das ganze Auto verkratzt hatte,

hat er auch bestaetigt, dass es am unterschiedlichen Untergrund (Kunststoff vs Metall) lag. Beim A4 war es besonders auffaellig da das Heckteil weit zu den Seiten reinlaeuft.

Fazit: lackier das ganze Auto schwarz, dann faellt es nicht mehr auf O:-)

JayOne
Geschrieben

Das ist ja auch die Lieblingsasurede der Lackierer, die nicht dazu stehen können, dass eine Nachlackierung NIE perfekt ist. Aber wie du siehst glauben's die Leute ja. Wie soll denn da bitte ein unterschied entstehen bei gleicher Grundierung, gleichem Lack, gleicher Schichtdicke und einem guten Lackierer?

bischiivideos
Geschrieben
Bei meinem weissen 968 CS war es dazumals anders; dort sah man wirklich den Unterschied, ob das Carosserieteil aus Kunststoff (Stossfänger) oder aus Metall war. Die Metallteile strahlten in reinstem Weiss, die Kunststoffteile wurden nach Jahren leicht gelblich.

Jopp kenn ich von unserem weissen CS auch ...

(und jetzt hat Porsche die Front im falschen Weiss lackiert :( )

ich würde es bei deinem GT3 so lassen wie es ist :) und versuchen es einfach nicht mehr zu beachten, wenn es Original ist es halt Original.... :wink:

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