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xStyleZx

Leasing oder Finanzierung für Firmenwagen?

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xStyleZx
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Hallo Liebes Forum,

da ich mich in dem Gebiet nicht so auskenne wollte ich mich mal hier darüber Informieren.

Wenn ich einen gebrauchten F430 Spyder (kann auch ein anderes Modell oder Hersteller sein) über die Firma lease, geht das dann nur mit ausweisbaren MwSt. oder gibts auch ne Möglichkeit nen gebrauchten ohne MwSt. zu leasen?

Was ist vorteilhafter Leasing oder Finanzierung über die Firma?

Wie habt ihr es bei euren Fahrzeugen gemacht die als Firmenwagen laufen?

Entschuldige die etwas vielen Fragen, kenne mich aber nicht so gut in der aktuellen Thematik aus daher die ganzen Fragen.

Bedanke mich im voraus für jegliche Infos.

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El croato
Geschrieben

Na, wenn die nicht ausweisbar ist, kommt die im Leasing einfach oben drauf. Macht bei einem F430 und der deutschen USt. schon einiges aus. :wink:

Und eine ausserordentliche Steuerprüfung kriegt man dann dazu geschenkt. :D

FutureBreeze
Geschrieben

Ein Gebrauchtwagen als Firmenwagen macht doch nur wenig sinn oder?

Man muss ja immerhin bei der 1% Regel den Listenneupreis versteuern oder?

R-U-F
Geschrieben

Nur im Fall von privater Nutzung.

trice
Geschrieben

Die beim konkreten Fall wohl vorausgesetzt wird, es sei denn es besteht zusätzlich ein gleichwertiges Privatfahrzeug...

Eine andere Möglichkeit wäre Fahrtenbuch zu führen, was ja auf Dauer auch ziemlich nervt..

Leider ist das heutzutage alles relativ streng geregelt mit den Firmenfahrzeugen.

xStyleZx
Geschrieben

Also hab mal 2-3 Händler die einen F430 anbieten ohne MwSt. angefragt und diese meinten das ein Leasing nicht möglich ist. Lediglich eine Finanzierung wäre möglich.

Nugmen
Geschrieben

Was hast du denn für eine Firma und wie lange besteht selbige schon ?

trice
Geschrieben
Was hast du denn für eine Firma und wie lange besteht selbige schon ?

Ich hatte diese Frage auch im Kopf.

LOWS
Geschrieben

Ist doch ganz einfach, sowas:

Macht eine weitere Firma auf, eine Fahrzeugvermietung, und setzt einen horrend hohen Mietpreis an, den sowieso kein normal denkender Mensch bezahlen würde.

Nicht Normal denkende werden dann halt auch keine 2 Kreditkarten haben, die als Sicherheit dienen müssten ;-)

Somit hat man ein schönes Auto und keine Kunden. Hat doch was :D

Nugmen
Geschrieben
Ist doch ganz einfach, sowas:

Macht eine weitere Firma auf, eine Fahrzeugvermietung, und setzt einen horrend hohen Mietpreis an, den sowieso kein normal denkender Mensch bezahlen würde.

Nicht Normal denkende werden dann halt auch keine 2 Kreditkarten haben, die als Sicherheit dienen müssten ;-)

Somit hat man ein schönes Auto und keine Kunden. Hat doch was :D

so ein schmarrn.....

sorry aber dein Beitrag wär mir jetzt die Zeit zum schreiben nicht wert gewesen :wink:

LOWS
Geschrieben

Och, Nugmen, ich kenn da einen, der macht das so.

Wie genau das geht weis ich aber nicht, hab ihn nie danach gefragt...

Kann sein dass das Österreichische Steuerrecht/Gewerberecht das zulässt, frag mich nicht ;-)

Gast
Geschrieben

ja klar, und die Welt ist eine Scheibe mit vier weißen Elefanten auf den Ecken. Das wird ein Festessen für den Betriebsprüfer!

Nugmen
Geschrieben (bearbeitet)
Och, Nugmen, ich kenn da einen, der macht das so.

Wie genau das geht weis ich aber nicht, hab ihn nie danach gefragt...

Kann sein dass das Österreichische Steuerrecht/Gewerberecht das zulässt, frag mich nicht ;-)

Der macht das aber nur bis zur ersten Betriebsprüfung oder zu einer Umsatzsteuersonderprüfung :wink:

Wir haben selbst Miet und Vorführwägen laufen. Dazu benötigt man erstmal die spezifische Unternehmerprüfung und dann die Konzessionen für die jeweiligen Fahrzeuge. Ausserdem sind Mietfahrzeuge vom schlage eines Ferraris versicherungsmässig seeehr teuer, so 8000.- im Jahr kannste da rechnen.

bearbeitet von Nugmen
AStrauß
Geschrieben

Manchmal sind die fragen schon recht seltsam.

Ein Anruf bei Deinem Steuerberater und alle fragen sind geklärt !

Aber eigentlich ist das Grundwissen jedes Selbstständigen, von daher...............

Toni_F355
Geschrieben
Manchmal sind die fragen schon recht seltsam.

Ein Anruf bei Deinem Steuerberater und alle fragen sind geklärt !

Aber eigentlich ist das Grundwissen jedes Selbstständigen, von daher...............

Alex, wenn ein Selbstständiger die Frage stellt, ob ich ein Fzg ohne ausw. Mwst leasen kann, dann weiss ich genau in welche Schublade ich diesen Fred stecken kann! :-(((°

Das ist wie die Frage eines Mechanikers wie rum die Schraube aufgeht: links- oder rechtsrum?

MarcusT.
Geschrieben

Wer von Euch fährt denn einen Ferrari mit der 1% Regelung?

au0n0m
Geschrieben

Niemand 

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Gast
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      So schwer diese Zeit auch war, im Nachhinein bin ich froh, dass ich anfangs nicht der Versuchung erlegen bin und mich gegen eine auf Gedeih und Verderb forcierten Finanzierung entschieden habe. (Etwas wovor mich auch immer wieder Mitglieder dieses Forums gewarnt hatten). Ja, ich erlitt unerwartete finanzielle Rückschläge, aber ich konnte sie wegstecken / zeitnah ausgleichen und weiter machen. Zusätzlich mit einer knapp kalkulierten Finanzierung für einen Sportwagen im Nacken, wäre mir dies nicht gelungen. (bzw. ich hätte mit hohen Verlusten aus dem Vertrag aussteigen müssen.) Ich kann nur jedem, der sich sein Traumauto kaufen möchte raten: trefft eine finanziell ehrliche und verantwortungsvolle Entscheidung! Macht euer Leben nicht von einem Auto abhängig, so sehr ihr euch auch danach sehnt!
       
      Das Ziel zum Greifen nah… oder doch nicht?
       
      Dann kam das Jahr 2018; endlich mal lief alles nach Plan. Ende Oktober wusste ich, jetzt kann nichts mehr schiefgehen. Voller Freude schaute ich in der Gebrauchtwagenabteilung meines Händlers vorbei, diktierte ihm meine Suchkriterien und meine knallharten Preisvorstellungen gleich mit dazu. Denn in all dieser Zeit hatte er sein Übriges getan, um mich bei der Stange zu halten, mich zu Veranstaltungen eingeladen, mir immer neue F-Type Varianten zur Probefahrt überlassen, etc. Zusammen mit den längeren Fahrten, die ich zusätzlich / zufällig mit dem F-Type machen konnte (Promo-Touren: Bad Kissing, Monaco, Gumball 3000), habe ich sicherlich an die 5.000 km mit dem Wagen zurückgelegt. Ich kannte das Fahrzeug also wirklich gut, wusste welche Ausstattungsoptionen ich haben wollte und da ich eh seit Jahren die Preisentwicklung auf dem Gebrauchtwagenmarkt verfolgte, war ich absolut sicher, dass ich ein top Fahrzeug zu einem top Preis, im Handumdrehen würde bekommen können. Oh, was war ich doch für ein naiver Trottel! 
       
      Zunächst hatte ich die saisonalen Preisschwankungen bei Cabrios unterschätzt. Das sind schon mal locker 10 – 15 %. Dann musste ich feststellen, dass das viel zitierte Süd -> Nord Preisgefälle in Deutschland tatsächlich real ist, vergleichbare Fahrzeuge sind im Norden (durchschnittlich) 10% günstiger. Hinzu kam die Erkenntnis – nachdem ich die ersten Fahrzeuge inspiziert hatte – das nichts, wirklich gar nichts, eine persönliche Besichtigung ersetzen kann. Den Zustand des Lacks, der Bremsen, der Reifen, des Innenraums, - all das kann man, selbst auf den besten Fotos, nicht aus der Ferne beurteilen. Nur wenn ich mit meiner eigenen Hand über das Leder streiche und die Oberflächenstruktur spüre, kann ich den Zustand wirklich beurteilen. Nur wenn ich selbst den Innenraum rieche, weiß ich, ob der Vorbesitzer ein Raucher war, oder seinen Hund hat mitfahren lassen, oder seine Energydrinks verschüttet hat, etc. Und schließlich kann man nur bei einer persönlichen Besichtigung überprüfen (bzw. versuchen), ob es sich um ein „sauberes“ Fahrzeug handelt. Durch das Internet kann man heutzutage Angebote blitzschnell vergleichen, daher ist der Konkurrenzdruck auf dem Gebrauchtwagenmarkt sehr hoch und niemand hat etwas zu verschenken. Leider verführt diese Situation viele Verkäufer zum tricksen, verschleiern, verschweigen. Es gab fast nichts, was ich nicht erlebt hätte! Reparierter Unfallschaden in der Anzeige nicht angegeben (offizieller Jaguar Händler), oder Ex-Mietwagen aus dem EU-Ausland – Wartungsintervalle überschritten, wieso auch nicht, oder laut Anzeige lückenlos Scheckheftgepflegt bei Jaguar – Fahrgestellnummer über einen Kontakt checken lassen, seit 3 Jahren hat keine Jaguar Werkstatt dieses Fahrzeug zu Gesicht bekommen… und für all das bin ich zig Tage und insgesamt sicher tausende Kilometer durch die Bundesrepublik getourt.
       
      Die Zeit verging - wir sind inzwischen im Frühjahr 2019 angelangt - und ich habe mich selbst immer weiter unter Druck gesetzt. Hatte schon Ausfahrten, Veranstaltungen, ganze Urlaubswochen geplant, wohin ich überall mit dem Wagen fahren würde… ich hatte sogar schon im März einen Mietvertrag für einen zusätzlichen Tiefgaragenstellplatz unterschrieben!
      (auch keine leichte Aufgabe, einen ausreichend breiten TG Platz in München, zu einem akzeptablen Preis, - und idealerweise auch noch in fußläufiger Nähe, zu finden!)
      Ihr könnt meinen steigenden Frustlevel sicherlich nachempfinden; da freut man sich auf die kommende Saison, hat alles vorbereitet / geplant – und findet einfach kein passendes Auto.
      Aus lauter Frust und Torschlusspanik, fing ich irgendwann an, über den Tellerrand zu blicken und mögliche Alternativen zu sondieren: Audi R8, Aston Martin V8 Vantage, Maserati GrandTurismo und schließlich immer wildere, haarsträubende Angebote zu checken: Aston Martin DB9 (pre-facelift), Ferrari 355 F1, Dubai Import Gallardo LP500 und was sonst nicht alles.
      Mal abgesehen davon, dass diese Autos nicht ohne Grund mit einem günstigen Kaufpreis lockten, dass auch hier gute Exemplare gutes Geld kosten, konnte ich zu diesen Autos, während der Probefahrt, einfach keine emotionale Bindung aufbauen. Jedenfalls nicht so, wie zu einem F-Type. (interessanter Weise auch nicht zu neueren, deutlich schnelleren, teureren Fahrzeugen, die ich in der Zwischenzeit mal fahren konnte.)
       
      Im Juni 2019 habe ich es schließlich eingesehen und mich mit der Tatsache abgefunden, dass die Suche länger dauern wird. Statt jeden Tag, schaute ich nur einmal im Monat auf die Gebrauchtwagenbörsen. Dabei habe ich eine weitere Lektion gelernt: Zeit fließt nur in eine Richtung. Es wird immer neue Angebote geben. Es kommen immer mehr Fahrzeuge auf den Gebrauchtwagenmarkt. Man darf sich nicht ärgern, wenn man mal ein vermeintliches Super-Angebot verpasst hat, denn irgendwann wird es ein besseres geben. Immer.
      Man sollte aber auch keine unrealistischen Erwartungen haben, im Sinne von „ach, der hat für X inseriert, aber ich mache den Deal des Jahrhunderts und werde ihn runterhandeln auf X-35%!“. Die Preisangaben im Internet ergeben einen Preiskorridor, den man immer besser einschätzen kann, je länger man den Markt beobachtet und je mehr Fahrzeuge man tatsächlich besichtigt hat. Man kennt aber nie die genauen Hintergründe des Verkäufers. Manche haben einen großen Verhandlungsspielraum, manche weniger. Manche habe großen Druck ein Fahrzeug zu verkaufen, manche eben nicht.
       
      Ende Herbst, Anfang Winter ist, meiner Erfahrung nach, die beste Zeit sich einen Sportwagen / ein Cabrio zu kaufen. Diesmal habe ich mich nicht stressen lassen. Ab September 2019 wieder intensiv gesucht, aber ein wenig vorausgeplant. Zum Beispiel wusste ich, dass jeder offizielle Händler zu dieser Zeit irgendwelche Aktionswochen hat, um übrig gebliebene Autos noch vor Ende des Jahres los zu werden. Die Aktionswochen von Jaguar Land Rover kamen und gingen, aber ich ließ mir Zeit. Klammerte mich nicht mehr so fanatisch an alle meine Suchkriterien (z.B.: ist eine Lenkradheizung zwar nett, sollte bei einem Sportwagen vielleicht aber nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium sein  ) und hatte am Ende drei Finalisten. Nach weiteren Gesprächen mit den jeweiligen Verkäufern (und natürlich einer ausführlichen Diskussion mit mir selbst  ) entschied ich mich dann für das teuerste – jedoch beste Fahrzeug. Es war das jüngste, hatte die geringste Laufleistung und die besten Garantien. Wenn man, so wie ich, plant das Fahrzeug länger als 1-2 Jahre zu behalten, sollte das einem einen geringen Aufpreis Wert sein. Man wird länger Freude damit haben und irgendwann beim Wiederverkauf den Unterschied auch merken. Schlussendlich kamen dann noch einige – für mich günstige -  Faktoren zeitgleich zusammen:
       
      - das Fahrzeug stand schon etwa 1 Jahr beim Händler
      - die Farbkombi war nicht unbedingt Massengeschmack tauglich
      - die Wahrscheinlichkeit, dass der Händler das Fahrzeug in den kommenden Monaten würde verkaufen können war sehr gering
      - das dazugehörige Inspektionspaket lief in 4 Monaten aus
      - die Präsentation des Nachfolgers (großes Facelift) stand unmittelbar(2 Wochen) bevor
       
      Der Händler kam mir also noch einmal preislich entgegen, sodass meine Geduld letztendlich belohnt wurde. Ich kaufte das beste Auto – und es war noch nicht mal das teuerste.
      Am Freitag vor einer Woche habe ich meine Raubkatze abgeholt und bin (inkl. Rückfahrt) seither schon 1.000 km mit einem breiten Dauergrinsen gefahren.
       
      Es handelt sich um einen V6 Roadster in Ultimate Black Metallic mit 340 PS. EZ 03/2017, 18.600. km gelaufen, inkl. Inspektion bis 03/2020 und "Jaguar Approved" Garantie bis 03/2022.
      Ich gehe später noch auf die Details ein, - und was für Änderungen noch geplant sind... 
       
      Zunächst möchte ich aber Danke sagen. Dieses Forum war mir wirklich eine große Hilfe. Ich wurde freundlich in die Community aufgenommen und wirklich viele Mitglieder - Menschen die mich zuvor kaum oder gar nicht kannten - gaben mir bereitwillig wertvolle Tipps, Ratschläge und Kontakte; - zu allen möglichen Themen. Vielen Dank also an: @CaptainCRC @C6-Baby @F40org @F430Matze @IronMichl @Luimex @RobertRS @Ultimatum @WuerttRene 
       
      Das ist Carpassion at its best!









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