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Hessenspotter

Bugatti Veyron Preis und seine Kosten

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Hessenspotter
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Bugatti Veyron (Laufzeit 4 Jahre und 19.312 km, Rechnungskurs 1,3 £ =1€)

 

Besonderheiten: Dieses Auto verbraucht förmlich Geld. Inspektionen sind so teuer weil angeblich enorm viel Zeit für die Wartung gebraucht wird.

Reifen sind so enorm teuer, das sie a) Spezialreifen sind, und nur von Bugatti montiert werden können B) weil alle 4.000km neue Reifen fällig sind und c) pro Reifen (!!!) liegt der Preis bei knapp 8.250 €

 

Felgen: Ja bei diesem Auto muss nach knapp 20.000km fast alles neu gemacht werden, nach 9800 km sind neue Felgen fällig so wie nach jedem Mal wo der Veyron 400+ gelaufen ist. Neue Felgen kostet im kompletten Satz 38.870 €, noch Fragen? Wenn man sich dann noch überlegt das dieses Fahrzeug nach den 19.312 km knapp 7.000 € (Preis Super Plus 1.45 €, Verbrauch 25l/100km) für Sprit gesoffen hat, wenn es Sparsam gefahren wurde, dann dreht sich mir persönlich der Magen um. Alles in allem gibt ein Besitzer eines Veyron in dieser Zeit über 250.000 Euro aus !!! Dies zuzüglich des Preisverfalls macht ein Defizit von über 600.000 Euro aus. Ein McLaren F1 macht dies viel besser.

 

Kaufpreis: 1.267.500 €

Wert nach der Laufzeit: 910.000 € (-28%)

Kosten während dieser Zeit: Inspektionen 72.800 €, Reifen 131.560 €, Felgen 38.870 € = 243.230 €

 

veyrononeofone_02.jpg

Bugatti Veyron

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Xosiris
Geschrieben

Was stört das den Veyron-Besitzer, wenn der Bugatti Preis, die Yacht und/oder Fluggerät im Jahr ein Vielfaches verschlingen und dazu wahrscheinlich noch weniger genutzt werden?

An dieses Auto kann man in keinem Bereich mit "normalen" Sichtweisen herantreten. Da ist alles galaktisch - auch die Kosten.

taunus
Geschrieben

Kannst du mir mal die Kontaktdaten deines Devisenhändlers zuschicken ? Dort würde ich auch gern britische Pfund eintauschen...

Hessenspotter
Geschrieben (bearbeitet)

:D jaja, ok also ich such noch mal nach dem Aktuellen.. und dann besser ich nach, xd der ist ja sogar noch schelchter als ich gedacht hab.

100 £ = 106, 05 €

Das heißt die Preise stimmen nicht und sind eigentlich, im Moment, viel Niedrieger

Ähm habe gerade den Fehler bemerkt, im Text müsste es heißen: 1£=1€

bearbeitet von Hessenspotter
idontknow
Geschrieben

Grundsätzlich die Felgen nach 9800km tauschen??? Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen :???:

Hessenspotter
Geschrieben

Ähm ich denk mal doch. im Bericht stand es so, ich nehme an, damit der Veyron jeder Zeit ohne Probleme 360-380 machen kann , den in diesem Gesch. Bereich ist es sehr gefährlich nicht (fast) perfekte Felgen zu fahren.

AM-DBS
Geschrieben

Du musst auch nicht alles glauben, was in irgendwelchen Berichten steht:wink:

Das Evo Magazin braucht nun wohl keiner mehr kaufen, da jetzt zu jedem Auto bei CP etwas veröffentlicht wird?:???:

Forex
Geschrieben
Grundsätzlich die Felgen nach 9800km tauschen??? Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen :???:

Das hatten wir schon mal. Ist so.

Urmel
Geschrieben

Ich stoße gerade zufällig auf diesen Thread.

 

Ist das wirklich so bzw. so gewesen, dass man all 9800 km neue Felgen braucht?

 

Die oben aufgeführten Kosten bzw. Preise für einen Bugatti Veyron sind ja unglaublich. :-o Allerdings haben sich die Zahlen bzgl. Restwert wohl in dieser langen Zeit nicht bestätigt. ;)

 

Die Preise sind nach wie vor auf einem hohen Niveau.

Marc W.
Geschrieben

Gerade letzte Woche habe ich gelesen, dass Bugatti für den Veyron jetzt "sehr" günstige Service-Pakete anbietet. Die Intention dahinter finde ich gut, Bugatti möchte offensichtlich forcieren, dass die Autos mehr gefahren werden. Die Frage ist nur, was sie unter "sehr günstig" verstehen und was alles enthalten ist. 50% Nachlass wären effektiv immer noch sauteuer... X-)

Urmel
Geschrieben

Gerade im Bezug auf Bugatti Preis hören sich die Wörter "sehr günstig" interessant an. ?

 

Mich würde auch interessieren, was damit gemeint war. Hast Du noch die Quelle?

 

Ich kann Bugatti aber verstehen. Sie haben zwar einen ordentlichen Reibach mit dem Verkauf gemacht, aber zum Service, der bekanntlich äusserst lukrativ für die Werkstätten ist, kommt keiner mehr, weil viele Autos nur in staubfreien Hallen stehen.

 

... oder liegt es vielleicht doch am teuren Felgenverschleiß. ?

F400_MUC
Geschrieben

Ich würde einfach von ebay andere Felgen drauf machen und damit länger fahren und sparen. Beim Verkauf kommen dann wieder die Originalfelgen drauf.

Urmel
Geschrieben

Du meinst eBay-Felgen mit einer >400 km/h Freigabe. ?

 

Die laufen bestimmt wie geschnitten Brot auf eBay. ?

Gast
Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb F400_MUC:

Ich würde einfach von ebay andere Felgen drauf machen und damit länger fahren und sparen. Beim Verkauf kommen dann wieder die Originalfelgen drauf.

Ich liebe einen solchen zarten Hauch von Ironie .... :D

Marc W.
Geschrieben
vor 42 Minuten schrieb Urmel:

Hast Du noch die Quelle?

 

Zitat: "Zusammen mit dem neuen, preiswerten Servicepaket von Bugatti und der baldigen Auslieferung des extrem teuren Nachfolgers Chiron dürfte der Veyron nach Meinung unserer Experten deutlich an Attraktivität gewinnen."

 

Quelle: Newsletter von ClassicDriver

Kor1987
Geschrieben
Am 27.10.2009 um 20:02 schrieb Xosiris:

Was stört das den Veyron-Besitzer, wenn Yacht und/oder Fluggerät im Jahr ein Vielfaches verschlingen und dazu wahrscheinlich noch weniger genutzt werden?

 

An dieses Auto kann man in keinem Bereich mit "normalen" Sichtweisen herantreten. Da ist alles galaktisch - auch die Kosten.

Wieso geht man immer davon aus, dass Besitzer eines Luxusautos immer genug übrig haben? 

Ich kenne einen ehemaligen Besitzer eines Bugatti Veyrons in Südostasien, der den Wagen nach 12,000km verkaufte, weil die Kosten für ihn zu hoch waren. 

 

Es gibt Leute, die Enzo, LaFerrari einfach bunkern mit der Hoffnung, dass sie in der Zukunft solche Autos teurer verkaufen können. Wären die Kosten bzw. Geld in erster Linie egal, dann würden sie die Autos nicht bunkern.....

Gast amc
Geschrieben

Da ist was dran - aus Sicht der Nichtbesitzer ist es immer leicht dahingesagt daß in der Preisregion Geld keine Rolle spiele. Genauso wie Privatjets kein Fall von "Kosten egal" sind. Nicht umsonst ist die Preispanne immens und nicht umsonst gibt es Sharing-Modelle dafür. 

 

au0n0m
Geschrieben (bearbeitet)

Hat der Schwarzenegger Den Veyron mit dem er immer rumfährt  eigentlich käuflich erworben oder ist das eine Leihgabe von Bugatti Beverly Hills?

bearbeitet von au0n0m
Urmel
Geschrieben

Ich sehe das genauso wie @amc. Viel Geld zu haben heisst nicht gleichzeitig, dass man es sinnlos raushaut.

 

Wie heisst es so schön: "Von den Reichen lernt man das Sparen" ;)

 

Trotzdem würde mich auf Basis von @Hessenspotter Erstpost interessieren, wie die Daten heutzutage aussehen. Hat da jemand Infos?

Stig
Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Marc W.:

Gerade letzte Woche habe ich gelesen, dass Bugatti für den Veyron jetzt "sehr" günstige Service-Pakete anbietet. Die Intention dahinter finde ich gut, Bugatti möchte offensichtlich forcieren, dass die Autos mehr gefahren werden. Die Frage ist nur, was sie unter "sehr günstig" verstehen und was alles enthalten ist. 50% Nachlass wären effektiv immer noch sauteuer... X-)

25'000€ kostet ein jährliches Servicepaket, inkl. Satz Reifen.

Da kenne ich einige andere Autos aus eigener Erfahrung, die im jährlichen Unterhalt teuer sein können.

Forex
Geschrieben
Am ‎25‎.‎01‎.‎2017 um 09:52 schrieb Urmel:

Ich kann Bugatti aber verstehen. Sie haben zwar einen ordentlichen Reibach mit dem Verkauf gemacht,

Diese Aussage entbehrt leider jeder Realität. Wäre Bugatti nicht quersubventioniert, hätte der Veyron dasselbe Ende genommen wie der EB 100.

WuerttRene
Geschrieben

Ich  eine gelesen zu haben dass VW pro Fahrzeug im Schnitt über 4 Millionen Verlust gemacht hat.

au0n0m
Geschrieben

Macht bei rund 100 veyron ne halbe Milliarde die auf den Golf Fahrer umgelegt werden. Hauptsache der Piëch hat sich seinen Kindheitstraum erfüllt. 

matelko
Geschrieben

Das ist eine theoretische Betrachtung, die nicht völlig von der Hand zu weisen ist.

Allerdings darfst Du davon ausgehen, daß der Golf (und jedes andere VW Fahrzeug) im Verkauf nicht einen einzigen Cent billiger wird, wenn es die Bugatti-Fahrzeuge nicht geben würde. Solche Projekte werden aus den Gewinnen eines Konzerns heraus finanziert, die ansonsten entweder an die Anteilseigner ausgeschüttet, oder über die hausinterne "Bank" in andere Anlageformen ausserhalb des automotiven Bereichs investiert werden. Insofern ist Deine Betrachtung völlig an der Realität vorbei.

 

au0n0m
Geschrieben

So einfach ist das nicht. Das Geld fehlt irgendwo. Aber was sind schon Milliarden? VW kann sich das ja alles leisten inkl. Dieselgate, die Autos sind ja sowieso hoffnungslos überteuert. Ich Kauf keinen VW mehr.

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      Viel Spaß.
      ***
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      Zunächst ging es in die Werkstatt für Kunden- und Pressefahrzeuge (auf dem Bild oben im Hintergrund), daraufhin in’s Château Saint-Jean, in welchem die kaufmännischen Büros und eine kleine Galerie voller Fotografien aus der Vergangenheit der Marke untergebracht sind. Dann weiter in das Atelier, also die Manufaktur, der definitiv interessanteste Teil der Werksführung (diesmal auf dem Bild unten im Hintergrund). Hier entstehen die Bugatti komplett in Handarbeit, es ist mehr Maschinen- denn Fahrzeugbau, die „Amtsprache“ innerhalb der Manufaktur vielleicht auch deshalb interessanterweise Deutsch.
       
      Der beeindruckende Motor mit angeflanschtem Getriebe ist riesengroß und wiegt allein 600 Kilogramm. Neben der Antriebseinheit besteht ein Bugatti aus zwei weiteren Teilen, dem Monocoque komplett aus Karbon sowie der Crashbox vorne. Die drei Teile werden zusammengesetzt und anschließend auf Funktion getestet. Danach werden die noch unlackierten Karosserieteile montiert, auf Sitz und Spaltmaß geprüft, wieder demontiert und erst dann lackiert. Abschließend geht es zur Endprüfung und auf ausführliche Testfahrten, im Übrigen auf Werksreifen, die Reifen der Kunden werden zuletzt montiert und nur kurz eingefahren.
       
      Viele Kundenfahrzeuge, vorwiegend Veyron 16.4 Grand Sport – im Übrigen auch einer in der Farbkombination der "Pegaso-Edition“ – waren zu sehen, aber auch noch das eine oder andere Coupé. Eines wurde in dunkelblau metallic mit silbergrauen Flanken gerade für den Libanon fertig gestellt. Ein Veyron 16.4 Grand Sport in mattem weiß mit schwarzen Flanken und schwarzem Heckflügel – ebenfalls kurz vor der Fertigstellung – gesellt sich in den USA zu zwei weiteren Veyron 16.4. Wobei allerdings der komplette Fuhrpark des Besitzers insgesamt nur fünf Fahrzeuge umfasst .
      Nach Beendigung der Werksführung nahmen wir im Kundencenter ein Mittagessen zu uns, der kräftige Wind hatte die Regenwolken inzwischen vertrieben, ein Geschäftspartner von mir trat zusammen mit Pierre die Probefahrt an. Unterdessen unterhielten wir uns mit dem Market Manager weiter über die Pläne Bugattis. Inzwischen seien rund 250 Veyron 16.4 und rund 25 Veyron 16.4 Grand Sport fest verkauft, ähnlich wie Porsche beim Carrera GT habe man auch bei Bugatti kein Problem damit, bei merkbar sinkender Nachfrage die Produktion noch vor den geplanten 300 und 150 Exemplaren zu beenden. Derzeit würde pro Woche ein Fahrzeug fertig gestellt, die Manufaktur sei auf maximal zwei Fahrzeuge pro Woche ausgelegt. Grundsätzlich sei zunächst kein Nachfolger des Veyron 16.4 geplant, man stelle derzeit den Kunden diverse Konzepte – wie den 16 C Galibier – vor, um von den Reaktionen auf die Marktchancen derselben zu schließen. Auf jeden Fall müsse mit dem nächsten Modell aus dem Hause Bugatti Geld verdient werden, der Veyron 16.4 sei in der Tat mehr Technologie- und Imageträger gewesen, habe als solcher seinen „Job“ aber ausgezeichnet erfüllt und die Marke Bugatti zu altem Glanz verholfen. Und in der Tat verbindet man ja nach nur vier Jahren der Produktion – sie startete im September 2005 – dem Namen Bugatti wieder mit den teuersten und technisch aufwendigsten Automobilen überhaupt, angesiedelt meiner Meinung nach noch über ebenfalls geschichtsträchtigen Herstellern wie Rolls-Royce, Maybach, Bentley, McLaren oder Ferrari.
      Nachdem mein Geschäftspartner durchaus beeindruckt von zwei Probefahrten mit dem Veyron 16.4 Grand Sport – geschlossen und offen – zurückkehrte, fing es wieder an zu regnen, so dass wir uns den Farben und Innenausstattungen widmen konnten. Im Vergleich zum Veyron 16.4 Coupé – Leder und Alcantara – verfügt der Veyron 16.4 Grand Sport über eine Volllederausstattung. Inzwischen sind vier Sitztypen zu haben: Der Seriensitz, zwei Sportsitze in unterschiedlichen Größen sowie neu ein hochgelegter Komfortsitz für kleingewachsene Kunden. Deren Frauen / Freundinnen im Übrigen fast durchweg größer als dieselben sind, wie mir der Market Manager verriet. Bei kurzfristiger Bestellung ist ein Veyron 16.4 Grand Sport derzeit in rund sechs Monaten lieferbar.
       
      Nachdem das Wetter wieder besser wurde, durfte ich endlich im Veyron 16.4 Grand Sport Platz nehmen – zwar auf der Beifahrerseite, doch angesichts der Tatsache, dass die Straßen noch feucht waren und der Überlassungsvertrag besagt, dass man das Fahrzeug kaufen muss wenn man einen Kratzer reinfährt völlig in Ordnung. Auch wusste Pierre in der kurzen Zeit trotz Feierabend-Verkehr und unter Missachtung aller geltenden Verkehrsregeln die Performance des Fahrzeuges perfekt aufzuzeigen, ich jedenfalls hätte mich deutlich langsamer zwischen verbeulten französischen Autos auf noch verbeulteren Landstraßen bewegt.
       
      Wir fuhren trotz feuchter Strassen und Gischt im Gesicht natürlich offen ..., und der Motor machte unter Last einen Lärm wie von einem anderen Stern. Es ist ein kaum zu beschreibendes, mechanischen, unfassbar lautes Gebrüll, die Wastegates zischen abnormal und beispielsweise deutlich vernehmbarer als in einem Ferrari F40. Noch nie haben ich einen Motor solche Geräusche machen hören, es passt jedoch perfekt zum schnellsten und brutalsten Automobil der Welt, weniger Lärm hätte enttäuscht. Wobei wohl die Veyron 16.4 Coupé derart gedämmt sind, dass es im Innenraum deutlich leiser vonstatten geht, während auch ein geschlossener Veyron 16.4 Grand Sport konstruktionsbedingt mehr Motorsound in den Innenraum vordringen lässt. Mein Kauftipp allein schon ob des unbeschreiblichen Endzeit-Gebrülls aus dem Heck lautet Grand Sport anstatt Coupé.
       
      Im Veyron 16.4 Grand Sport selber fühlt man sich dank des hohen Gewichts, dem massiven Mitteltunnel und der hohen Fensterlinie sicher wie in einem Panzer. Das Platzangebot im Innenraum und auch die Sitzposition entsprechen ungefähr einem Lamborghini Murciélago LP640 oder in punkto Beinfreiheit etwa auch einem Ferrari F430. Das Fahrwerk ist entgegen der Beteuerungen von Pierre doch relativ hart, auf dem Niveau eines Lamborghini Murciélago LP640 oder Aston Martin DBS ungefähr, aber angenehm, weniger Kontakt zur Straße würde Vertrauen kosten, so wie der Bugatti liegt, liegt er wie ein schwerer Stein. Über die Lenkung kann ich, da nur Beifahrer gewesen, keine Aussage treffen, die Bremsleistung war ähnlich beeindruckend wie bei anderen Supersportwagen mit Karbon-Keramik-Bremsscheiben, die Spurstabilität demonstrierte Pierre, in dem er bei Tempo 200 in die Eisen trat, die Hände vom Lenkrad nahm und klatschte..., während ich meine Hände in das Armaturenbrett geradezu hackte ...
       
      Die Beschleunigung ist so bis Tempo 100 - wenn man schon mehrere tausend Kilometer in bis zu 700 PS starken Supercars zurück gelegt hat - zunächst nicht sooo derbe beeindruckend – darüber jedoch wird es surreal..., und unvergleichbar..., man bekommt es ab Tempo 200 sogar mit der Angst zu tun... Denn bei jedem anderen Supercar verringern Gewicht, Roll- und Luftwiderstand ab Tempi über 100 km/h die Beschleunigung im Sinne des Wortes spürbar – nicht beim Bugatti Veyron 16.4 ..., es scheint genauso schnell von 100 auf 200 km/h zu gehen wie von 0 auf 100 km/h. Nachdem die 100 km/h Schallmauer nicht genommen sondern pulverisiert wurde, schaltet sich der Kopf ein und fragt panisch „Moment mal, warum beschleunigen wir nicht langsamer...!?!?!“ ..., es scheint was nicht zu stimmen, die physikalischen Grenzen außer Kraft, die Situation außer Kontrolle zu geraten, man möchte bremsen, aussteigen, aufwachen..., unfassbar ... Und der Motor brüllt, schreit, rotzt, zischt und pafft, als würde seine kurz bevor stehende Explosion das Fahrzeug endgültig in die Umlaufbahn torpedieren..., unglaublich...
       
      Nur allzu gerne beklagen sich deutsche Sportwagen-Fahrer über „überfüllten Straßen“, die Geschwindigkeiten ihrer Boliden könne man „heute doch gar nicht mehr fahren“. Die Realität sieht, zu den richtigen Zeiten auf der Autobahn, natürlich völlig anders aus, an Wochenenden zu Morgen- und Abendstunden ist quasi jeden Geschwindigkeit erreichbar. Doch im Bugatti verdammt noch mal ist es so..., jede Gerade ist zu kurz, jede Kurve zu eng, jede Straße zu schmal..., und wer hat bloß die ganzen Autos auf die Autobahn gestellt...?? Alle und alles scheint zu stehen..., man wird in seinem Drang nach Beschleunigung ständig unterbrochen..., von Kurven, Kreuzungen, Ampeln, Porsche..., ein permanenter Koitus Interruptus... Ein weiterer Geschäftspartner von mir besitzt einen Bugatti Veyron 16.4 und sagte, er fahre das Fahrzeug nur Nachts zwischen 00:00 und 04:00 Uhr, ansonsten habe er ob zu viel Verkehr auf den Straßen keinen Spaß... Jetzt weiß ich was er meint... Auch vor diesem Hintergrund ist vielleicht ein Veyron 16.4 Grand Sport, gerade auch offen gefahren, die bessere Wahl als das geschlossene Projektil, da einen die in den Innenraum dringenden Naturgewalten deutlich früher bremsen als es die Leistung des Bugatti oder zunehmender Verkehr tun, und man ob des Motorsounds wie bei jedem Cabrio bereits bei niedrigen Geschwindigkeiten einen Höllenspaß hat..., und sich somit nicht über permanente Unterbrechungen im Vorwärtsdrang ärgern muss... Und den hatte ich im Übrigen..., einen Höllenspaß ...
       
      Abschließend kann ich sagen, dass, nachdem was ich gesehen und erlebt habe, ein Bugatti Veyron 16.4 jeden Euro wert ist, der für das schnellste Automobil der Welt und seine Wartung aufgerufen wird. Die kompromisslos hochwertigste Technik, die besonnene Art und Weise der Fertigung, die höchsten Ansprüche an Alltagstauglichkeit bei völlig überlegenen Fahrleistungen sowie die einzigartige Auswahl an Materialien für die individuelle Außengestaltung – lackiertes oder poliertes Aluminium, Karbon lackiert oder sichtbar in den unterschiedlichsten Schattierungen, Lackierungen in uni, metallic oder matt, verschiedenste Felgentypen – machen den Bugatti 16.4 Veyron mehr zu einem Erlebnis denn einem Automobil, einem Kunstwerk auf Rädern. Hier wurde die individuelle Gestaltungsmöglichkeit und die Alltagstauglichkeit nicht einer dramatisch überlegenen Performance wie bei anderen Supercars geopfert. Bugatti brachte alles in Einklang.
      Vielleicht ist der Veyron 16.4 ob all dieser faszinierenden Eigenschaften das einzige Fahrzeug überhaupt, bei dem sich Automobilisten aus aller Welt, ohne die Sinnhaftigkeit zu hinterfragen, auf den Titel „Bestes Automobil der Welt“ einigen können.
       

    • Wunschdenken oder vielleicht Wirklichkeit in 20 Jahren:
       
      «Imagine you missed like everybody the chance for a Ferrari 250 GTO before the prices really took off, now you have it with this very special collectors car from the most valuable car manufactorer in the world.»
       
      https://www.carforyou.ch/de/auto/cabriolet/tesla/other/the-very-last-ever-built-tesla-roadster-vin-2500-892707
    • Für die Spekulanten unter uns
      https://de.drivenluxurycars.com/ferrari/gebraucht/458-italia-spider-speciale-aperta/
    • Hallo Carpassion Community,
       
      mein Vater und ich planen in den nächsten 1-3 Jahren uns einen gebrauchten Ferrari 458 Italia anzuschaffen und würden uns gerne über die ungefähren Unterhaltskosten bzw. einen guten Ferrari 458 Preis informieren.
       
      Anbei ein paar Angaben zu uns:
      Wir leben in Österreich Vater Pensionist Einkommen ca. EUR 2.500 Ich bin Angestellter Einkommen ca. EUR 2.100 Wir haben keine Schulden und wir beide können über ca. je EUR 1.000,00 im Monat frei verfügen und der Kaufpreis wird bzw. wurde zum Teil schon angespart.
       
      Versicherungssumme / Steuer für das Fahrzeug ist bekannt.
       
      Der Verbrauch des Fahrzeugs is bekannt.
       
      Ich weiß dass bei dieser Fahrzeugkategorie üblicher Weise nicht über Geld gesprochen wird. Da bei uns jedoch das verfügbare Kapital begrenzt ist ist es absolut notwendig die Kosten so genau wie möglich abschätzen zu können und genau hier bitte ich um eure Hilfe!
       
      Ich benötige die Kosten und Informationen für folgende Punke:
      Was kostet die jährliche Wartung? Ich meine hier keine Standardsätze von EUR 1.500,00 sondern was findet Ihr als Fahrzeuginhaber tatsächlich auf eurer Rechnung wieder. Gibt es größere Wartungen (ich hab gehört alle 100.000 km Motorüberholung für ca. EUR 15.000 ) und wieviel kosten diese? Wie lange hält die Bereifung und was kostet diese? Mir ist klar dass dies vom Fahrstil und vom Reifentyp abhängig ist, es wäre super wenn ihr hierzu euren Fahrstil und Reifentyp anführen könntet . Wie lange halten die Bremsbeläge und was kosten diese? Ebenfalls bitte ich hier um eure Erfahrungswerte und nicht um Werksangaben Wie lange halten die Bremsscheiben und was kosten diese? Bitte Erfahrungswerte . Hab ich etwas vergessen? Bitte anführen Was ist ein üblicher Ferrari 458 Preis? Zum Schluss möchte ich noch sagen bitte schlagt uns bitte keine Alternativen zum 458iger vor. Seit meinem 6ten Lebensjahr als ich den ersten Ferrari vorm Einkaufszentrum gesehen hab (Testarossa) gibt es nur Ferrari oder sonst gar nichts. Ich will auch keinen California. Ich will einen 458iger bei dem jeder Testfahrer egal ob er aus den USA, DE, GB oder Italien kommt vor Freude platzt. Wir werden so ein Fahrzeug nur einmal im Leben besitzen und der einzige Kompromiss den wir eingehen müssen ist dass es ein Gebrauchtwagen wird .
       
      Vorab möchte ich mich schon mal für eure Antworten bedanken.
       
      Viele Grüße aus Österreich
      Nigi
    • Hallo, wollte mal Eure Erfahrungen bezüglich der diesjährigen Jahresinspektion 2020 hören.
       
      Nun ja, seit letzter Inspektion diesen Jahres steht auf der Rechnung vom Kundendienst:
       
      90 € für Probefahrt 😳
      240 € für Serviceintervall zurücksetzen 😬
       
      Das ist schon echt dreißt. Habe ich bei keinem anderem Hersteller bislang gehört, dass bei einem Kundendienst auch noch Geld für die Probefahrt und Serviceanzeige zurücksetzen abkassiert wird... Sodem gehört das m.E. zum Umfang des Kundendienstes dazu.
      Hauptsache n paar Mark mehr dem Kunden auf der Tasche gegaunert. Bald zahlt man für den Kaffe, Wagenwäsche, den Toilettengang und wie beim Arzt für die Terminvereinbarung 😬
       
      Achso ganz nebenbei wurden beim Kundendienst die Heckklappendämpfer getauscht, weil die alten "müde" waren. Ja die Heckklappe ging in der Tat wirklich schwer auf. Tut sie jetzt aber immer noch 🧐 Waren auch 150 € für Teile zzgl. Einbau. .... für´s Ar*ch
       
       Dann gibts halt in 2021 mal keine Inspektion 😆 
       

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