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Wiesmann Neuanfang?

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15wiesmann12 CO   
15wiesmann12

hab ich auch schon bei Weishaupt gesehen und zwar mit e-Antrieb.. Nur wer hat´s produziert. Das Logo sagt doch  nichts über die Produktionstätte aus .

Und wie viele sind von diesen Zweirädern gefertigt worden?

Vielleicht gibt´s ja da mehr Nachfrage als nach MF3,MF4 und MF5 zusammen.

Wer weiß schon wie weit  die Marktforschung in dieser Richtung gediehen ist.

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MUC3200GT   
MUC3200GT

 

 Und wenn man schon 3 Firmen gründet steckt bestimmt ein tieferer Sinn dahinter.

 

normalerweise "verbrennt" man das Geld gleich für drei Firmen wenn man aus irgendeinem Grund schon ein Scheitern im Kopf hat und für diesen Fall gewisse Teile separat retten will. (Steuerliche optimierungen, oder Luftgeschäfte will ich mal keine unterstellen)

 

Jemand der primär aus Leidenschaft Fahrzeuge bauen will gründet eine Firma und kauft lieber mehr Werkzeuge, als daß er sich mit drei Firmen rumschlägt, da muss man ja auch Leute bezahlen die das ganze dann hin und her buchen.

Ok wenn ein Investor das so haben will, dann sei es so, aber ich denke hier ist eher der Ansatz. Ich habe Geld , eine Marke die noch etwas wert ist, schau mer mal wie man mehr Geld machen kann, anstatt ich habe die Idee für ein tolles Produkt (aber eher kein Geld)

Klar mit Geld kann man evtl auch tolle Produkte haben, weil man sich die entsprechenden Leute einkaufen kann aber schau mer mal....

bearbeitet von MUC3200GT

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AronCanario CO   
AronCanario

Ohne Witz, es gibt schon Wiesmann Fahrräder mit original Logo. Ich hab eins!

Wie ich damals meinen Wiesmann von der Manufaktur abgeholt habe schoben sie mir auch eines als Dankeschön in den Kofferraum, Hersteller ist jedoch nicht Wiesmann sondern der amerikanische Hersteller Easton.

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ts-bonn CO   
ts-bonn

Von den Fahrrädern sind wohl 5 Stück bisher verkauft worden.

Sie sehen ja auch schick aus und sollen vor allem sehr gut funktionieren.

Ob in Dülmen zukünftig wieder Geld verbrannt wird oder nicht wird sich zeigen.

Zuerst einmal sollten wir das "neue" Konzept und deren Pläne kennen. Sonst werden aus Wirtschaftsweisheiten schnell Thekengeschwätz..... .

Ich räume einem ähnlichem Mobil wie Wiesmann durchaus eine Gewinn bringende Zukunft ein. Ein Markt ist definitiv vorhanden.  Da brauche ich mir nur uns Bekloppte anzuschauen und die Reaktionen der lieben Mitmenschen, wenn sie unsere Wieselchen zu Gesicht bekommen.

Natürlich ist es nicht damit getan ein paar Millionen in den Topf zu schmeißen und "blupp bim bam" ist alles gut. Vielleicht findet sich ja mal ein Management vom Fach. Das wäre ja schon mal zielführender als das Gelumpe was vorher am Start war.

Einen MF6 kann ich mir sehr gut vorstellen. Einen 2er oder 1er aber auch. Nur bitte, bitte KEIN Massenproduktion!!!

 

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Gast Wiesel348   
Gast Wiesel348

...und die Reaktionen der lieben Mitmenschen, wenn sie unsere Wieselchen zu Gesicht bekommen..

 

Aber die Mitmenschen, die sich optisch an einem Wiesel freuen, müssen ihn auch kaufen wollen und v.a. bezahlen können. Sonst bringt die Freude unter dem Strich nichts.

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728 CO   
728

Genau, und darum ist der MF6 sicher nicht der richtige Weg sondern eher der MF2

vielleicht auf Augenhöhe mit dem Porsche Boxster!

Wäre kein Massenprodukt und würde mehr Produktion und Verkauf bedeuten.

Was sollte ein MF6 kosten? Neupreis über 300.000€???????????????

Wer will den haben?

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15wiesmann12 CO   
15wiesmann12

 Hersteller ist jedoch nicht Wiesmann sondern der amerikanische Hersteller Easton.

sag ich doch

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Luimex CO   
Luimex

Was sollte ein MF6 kosten? Neupreis über 300.000€???????????????

 

in dieser Preisregion wird`s dünn........... 

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ts-bonn CO   
ts-bonn

Klar, wird es da dünn.

Wenn es aber jetzt Käufer für einen MF5 für rund 250.000,00 € gibt, dann wird es auch welche für einen 700 PS Allradwiesmann geben. :vollgas: 

Den bauen die Engländer aber erst, wenn Sie ein paar Pfund mit dem 2er zugelegt haben. X-)

 

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TFR CO   
TFR

hab ich auch schon bei Weishaupt gesehen und zwar mit e-Antrieb.. Nur wer hat´s produziert. Das Logo sagt doch  nichts über die Produktionstätte aus .

Und wie viele sind von diesen Zweirädern gefertigt worden?

Vielleicht gibt´s ja da mehr Nachfrage als nach MF3,MF4 und MF5 zusammen.

Wer weiß schon wie die Marktforschung in dieser Richtung gediehen ist.

Wäre doch ein neues Buchprojekt für Niels. Wiesmann II - Die Geschichte der E-Bikes :lol2:

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15wiesmann12 CO   
15wiesmann12

 

Wenn es aber jetzt Käufer für einen MF5 für rund 250.000,00 € gibt, dann wird es auch welche für einen 700 PS Allradwiesmann geben. :vollgas: 

 X-)

 

..dann solten sich  aber Fahrwerksspezialisten um die Neuentwicklung kümmern.

Bei Wiesmann war es damit ja nicht zu Besten bestellt.:angry:

 

Und jeder möchte sich  in diesem Preissegment nicht an Rennfeder wenden wollen und müssen.:(.

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728 CO   
728

Interessant wäre auch ein Wiesmann-SUV !

Da wär die Nachfrage auch da wenn es im Rahmen von z.B. Jaguar F-Pace oder einem Porsche Macan wäre!!!

Ich würd mir einen holen!!!

 

In freudiger Erwartung

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15wiesmann12 CO   
15wiesmann12

Wäre doch ein neues Buchprojekt für Niels. Wiesmann II - Die Geschichte der E-Bikes :lol2:

.Der arme Niels hat schon 2 Jahre aufopfernde und anstrengende , die Familie und den Urlaub vernachlässigende Superarbeit hinter sich und ist somit aus dem Rennen.

Die Aufgabe sollte dann ein Zweiradfreek übernehmen.

bearbeitet von 15wiesmann12

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tbber CO   
tbber

MF2 für 80.000 und MF 4 140.000. ich fahr seit 16 Jahren wiesmann, der Müll begann doch mit größer weiter besser und der Großmannssucht des Hauptgesellschafters. Ok die Spezies haben auch viele Fehler gemacht, Marketing etc. aber ohne Größenwahn gäbe es einen MF 3 mit schmalem Gewinn und gut ist. Mir tat es nur für die top Mitarbeiter und martin und Friedhelm leid.

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Heiliheizer CO   
Heiliheizer

 

MF2 für 80.000 und MF 4 140.000. ich fahr seit 16 Jahren wiesmann, der Müll begann doch mit größer weiter besser und der Großmannssucht des Hauptgesellschafters. Ok die Spezies haben auch viele Fehler gemacht, Marketing etc. aber ohne Größenwahn gäbe es einen MF 3 mit schmalem Gewinn und gut ist. Mir tat es nur für die top Mitarbeiter und martin und Friedhelm leid.

Auch meine Meinung.

Einen optisch begehrenswerten Wagen der preislich für den einigermaßen Gutverdienenden erreichbar ist.

Ich denke es gibt sehr viele Männer (auch ein paar weniger Frauen) die für ein HABEN-WOLLEN Sportwagen um die 100 K€ den logischen Verstand ausschalten würden und das Geld ausgeben würden.

Wie der MF3 ja schon gezeigt hat.

Bei einem Sportwagen für 200.000 - 300.000€ wird der Verstand die besseren Chancen haben.

Wenn es wieder ein BMW-Motor werden soll käme für mich der 3 Liter Turbo aus dem 335i in Frage (N54).

Sicherlich nicht so teuer wie die M- Motoren aber trotz Turbo ein gutes Ansprechverhalten und wer mehr Leistung will, kann da Softwaretechnisch locker was machen. (Ist ja heute so leicht mit dem Turbogedöns)

Grüsse Heili

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Gast oly2905   
Gast oly2905

Ohne Witz ist das Leben trist und leer.

Genau !

Ich erinnere mich an ein kürzlich geführtes Gespräch mit einem Wiesmann Insider der mir folgendes auf die Frage " Neustart" mitteilte.

"Es bedarf ca. 20 ausgesuchter ehemaliger Mitarbeiter , 2 Jahre Entwicklung und eine Weiterführung der BMW Zusammenarbeit um ein Modell auf die Strasse zu bringen. Die 20 haben neue sichere Jobs."

Warum die 20 ?  Weil Sie das Know-How im Kopf haben ! 

Bin gespannt !

 

 

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Nold   
Nold

 

in dieser Preisregion wird`s dünn........... 

Für 300 TEUR kauf ich keinen Wiesmann, sondern was mit Tradition, aber einen MF2 könnt ich mir schon vorstellen. Anders wirds auch nicht gehn, denn Umsatz muss sein.

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15wiesmann12 CO   
15wiesmann12

Genau !

Ich erinnere mich an ein kürzlich geführtes Gespräch mit einem Wiesmann Insider der mir folgendes auf die Frage " Neustart" mitteilte.

"Es bedarf ca. 20 ausgesuchter ehemaliger Mitarbeiter , 2 Jahre Entwicklung und eine Weiterführung der BMW Zusammenarbeit um ein Modell auf die Strasse zu bringen. Die 20 haben neue sichere Jobs."

Warum die 20 ?  Weil Sie das Know-How im Kopf haben ! 

Bin gespannt !

 

 

ein gutes Gespräch mit Witz und etwas Wahres ist auch dran.

Wenn ich richtig erinnere, waren es im Jahre 1996  nur ca. 32 enthusiastische Wieselliebhaber, die den MF3 zusammen bastelten und an den Mann oder die Frau brachten.

bearbeitet von 15wiesmann12

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AronCanario CO   
AronCanario

 

 

 

Ich denke es gibt sehr viele Männer (auch ein paar weniger Frauen) die für ein HABEN-WOLLEN Sportwagen um die 100 K€ den logischen Verstand ausschalten würden und das Geld ausgeben würden.

 

Warum muss man den Verstand ausschalten ?

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docecclestone CO   
docecclestone

Was sagt denn eigendlich D&M sowie M.W. zur entstehenden Konkurrenz vor der eigenen Hütte? Oder sind die mit im Boot?

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15wiesmann12 CO   
15wiesmann12

Was sagt denn eigendlich D&M sowie M.W. zur entstehenden Konkurrenz vor der eigenen Hütte? Oder sind die mit im Boot?

was sollen sie schon sagen, außer: Konkurrenz belebt das Geschäft.!

 

Mit dem guten Namen , den man  bis dato erworben hat, wäre man erfreut, wenn sich eine größere Stückzahl Wiesel auf den Straßen tummeln würde.

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609 CO   
609

wer sagt denn das M. W. nicht dabei ist ???

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    • MarioHB
      Hallo zusammen,
       
      ich bin mir immer noch nicht ganz sicher ob ich dieses Fahrrad hier reinsetzen darf, bin mir jedoch sicher, dass es hier Interessenten für ein nicht ganz alltägliches Fahrrad gibt. Entweder für einen selber oder als Geschenk für den Sohn/Tocher oder Enkel.
      Von diesem Full Suspension (Fully) MTB sind damals 22 Stück hergestellt worden. Der handgefertigte 4-gelenkige Nicolai Rahmen der für Wiesmann dezent individualisiert wurde müsste Baugleich mit dem Nicolai Bass FR Hauptrahmen sein, der Hinterbau vom Helios CC. Der Rahmen an sich ist super sauber geschweißt.
      Das MTB hat mir immer viel Spass bereitet und mich nie im Stich gelassen. Leider stand es die letzten Jahre berufsbedingt auf dem Dachboden. Das Rad  hat natürlich Gebrauchsspuren, ist aber noch echt schick. Folgende Ausstattung ist verbaut:  
      - Marzocci Bomber Federgabel
      - Magura Louise FR Scheibenbremsen (vorne ca. 180 mm, hinten ca. 170 mm, die Scheibenstärke ist minimal stärker als aktuelle Bremsscheiben)
      - Shimano XTR-Komplettgruppe (27 Gänge, 3x9)
      - Rock Shox SID XC Luftfederelement,
      - DT Swiss Naben
      - Genuine Gel Ledersattel
      - Ritchey: Sattelstütze, Lenker, A-Head,
      - Mavic X223 Disc Felgen
      - Schwalbe Fat Albert Reifen
      -Hybridpedal von Shimano mit einseitigem SPD-System, die andere Seite ist mit einem normalen Pedalkäfig ausgestattet
      - Gewicht 13,4 kg so wie es da steht.
        Neuppreis war 6.000,- €. Ehemals hatte der Rahmen 10 Jahre! Garantie. Da das Fahrrad 2002 hergestellt worden ist, ist diese natürlich erloschen. Fahrer zwischen 160 und 180 cm Größe sollten mit diesem wendigen Rad super zurecht kommen.
      Probefahrt möglich in 28201 Bremen oder nach Absprache in 48683 Ahaus. Meine Preisvorstellung liegt bei 1650 €.
       
      Grüße. Mario
       







    • ts-bonn
      So Freunde,
       
      das Jahr 2017 liegt in den letzten Zügen.... .  
       
      Ich wünsche Euch schöne und besinnliche Weihnachtstage, einen guten Rutsch ins Jahr 2018 und dass, was wir alle so oft als all zu selbstverständlich ansehen und annehmen. Nämlich Gesundheit!
      Alles andere zum glücklich und zufrieden sein ist ja durch die Wiesels im Überfluss vorhanden.
       
      Alles Gute Euch allen!
       
      Thomas
    • 806
      
Wiesmänner sind keine Briefmarken, die man ins Album steckt und nicht verwendet. Sie sind Autos und Autos wollen gefahren werden. Manchmal schnell, manchmal weit.


       
      Hier geht’s um’s „weit“ - nämlich an das Westende Kontinentaleuropas, genauer „Cabo Sao Roche“ in Portugal nahe Sintra.


       
      Hinbolzen und zurück ist langweilig, also machen wir daraus lieber eine Reise von 17 Tagen und vermeiden Autobahnen, sondern gondeln über Land. Runde 6.500 km waren’s am Ende. Eindrücke, die bleibend sind und Fahrerlebnisse, die in einem MF3 noch anders empfunden werden als in einem „moderneren“ Auto. Europa unmittelbar erlebt, sozusagen.


       
      Und es ist schön, dieses Europa!
       
      

Die grobe Richtung war im Uhrzeigersinn von Speyer aus südwärts durch Zentralfrankreich ans Mittelmeer, entlang der spanischen Küste über Granada  und oberhalb des Alentejo quer durch Portugal und an seiner Küste hoch ans Westende Europas. Über das Douro-Tal weiter nach Nordspanien, an dessen Küste und übers Baskenland nach Frankreich zurück, durch den Südwesten und mit einem Abstecher ins Perigord wieder über Burgund Richtung Heimat.


       
       

       
       
      Tagesetappen nicht länger als 500 km, eher um die 250 bis 300. Sonst sitzt man nur im Auto und hat keine Zeit für Land und Leute. Spätestens um 17.00 in den vorgebuchten Unterkünften eintreffen, keinen Streß mit „unterwegs noch Bett für die Nacht suchen“. Lecker essen - nicht „Sterne sammeln“, sondern regionaltypisch aussuchen. booking.com hilft und die Streckenplanung am Eßtisch ist alleine schon ein Erlebnis: Straßenkarte hier, Satellitenbilder auf dem iPad da und Reiseführer verstreut.
       
      

Motto außerdem: Bleib’ den Städten fern - die sehen wir uns ggf. gesondert an, aber das machte den Charakter der Reise sonst unharmonisch. „Landpartie“ in Ruhe (soweit das der Auspuff eines MF3 zuläßt) statt Hektik.
       
      

Die Anfahrt nach Burgund als erster Etappe ist durch bestens bekanntes Geläuf, da geht’s nur um „Strecke machen“. Einfaches aber sauberes kleines Hotel mit leckerer Küche reicht uns.
       
      

Ab jetzt kommt Neues, nämlich die Cevennen. Wunderschön, kaum erschlossen und traumhafte Straßen. Ein bißchen viele, wir kommen nur mühsam voran. Einfacher Grund: Ich habe der Handynavi (sehr empfehlenswert: Navigon-App) vorgegeben, „schön“ für einen „PKW“ zu führen. Das tut sie mit Inbrunst. Wir gurken auf kleinen und kleinsten Sträßchen, bis uns die Lust am ewigen Gekurbel etwas schwindet. Tip aus der Praxis: „Motorrad“ wählen, dann fallen sehr unebene Strecken weg und langwierige Ortsdurchfahrten mit Ampeln werden tunlichst vermieden.
       
       

       
       

       
      

„AEG“ - Aus Erfahrung Gluch!
       
      

Im katalanischen Frankreich (die mit Erstaunen auf Ihre Geschwister in Spanien und deren politische Bemühungen blicken) erreichen wir das Mittelmeer. Es ist noch keine rechte Badesaison, um es mal so zu sagen. Regen ist international gleich lästig für Aktivitäten wie diese.


       
      Kaum über die Grenze nach Spanien lichtet sich alles und uns empfängt eine völlig andere Landschaft mit völlig anderem Wetter. Alles gut und schön, aber ohne Klimaanlage kann auch sogenanntes „schönes Wetter“ nerven!


       
       

       
       
      Die Monokulturen entlang der Strecke sind genauso erschreckend wie sie interessant anzusehen sind. Erst sind’s Orangen, dann werden’s Oliven. Daß das Land ein Wasserversorgungsproblem hat, ist nachvollziehbar. Geisterstädte haben wir nur gestreift, Senasationstourismus stand nicht auf dem Programm. Da stehen ernsthaft Siedlungen mit allem Pipapo - Straßen, Plätze, Häuser, Beleuchtung, Schilder - und KEINER wohnt da. Abartig.
       
       

       
       
      

Bauruinen hat’s da mehrfach, und je weiter wir nach Süden kommen desto mehr britische „Expats“. Das sind sonnengegerbte Briten im Rentneralter, die sich dauerhaft ein „home away under the sun“ in Spanien eingerichtet haben. Naja. Tut der Sache nicht unbedingt gut, zumal sie dann eher untereinander bleiben und manche es in Jahren nicht schaffen, wenigstens gebrochen Spanisch zu sprechen. Gut zu Fuß sind sie aber alle, denn in Spanien - anders als im NHS - kosten Hüften und Knie nichts und werden auch über 75 noch eingebaut. Was daheim im wahrsten Sinne des Wortes „am Stock geht“, springt hier mit faltiger Haut am Knie munter herum.


       
       

       
       

       
      Die Landschaft wird in der Region Murcia eintönig und wüstenartig, so daß wir uns wirklich auf Granada freuen. Sehr sehenswert, Weltkulturerbe völlig zu recht. Mit dem Wiesmann durch die Altstadt zur Hotelgarage löst allerdings ähnliches Aufsehen aus …
       
       

       
       

       
      

Südspanien haben wir passiert und kommen nach Portugal. Erstaunlich, daß die Landesgrenze auch sonst eine ist: Die Landschaft ändert sich binnen weniger Kilometer komplett! Korkeichen über Korkeichen säumen den Weg, nicht selten werden die Wälder von Kühen oder Schweinen durchforstet. Ronda ist unser nächstes Etappenziel, ein wirklich bezauberndes Städtchen in perfekter Lage auf einem Felsen, wunderschön! 
       
       

       
       
      Quartier beziehen wir in Beja, das wir von früheren Reisen schon kennen. Die Pousada liegt sehr nett (ein aufgegebenes Kloster, das Hotel wurde) und die Innenstadt ist immer einen Abendspaziergang wert. Essengehen ist schwer - wir landen ernsthaft in einer italienischen Pizzeria. Hat dem Geschmack keinen Abbruch getan!


       
      Auf dem Weg nach Sintra liegt Estoril. Ein Sportwagen muß zur Rennstrecke (wenn auch „darauf“, das wäre für mich zu infizierend und für das Auto möglicherweise nicht gesund. „Gesperrt“ und ein grimmiger Sicherheitsdienst an der Schranke. Tja - ein schnuckeliges kleines Auto mit lautem Motor erweicht weltweit die Herzen. Mit dem Versprechen, nur kurz zum Fahrerlager vorzufahren, dort ein Foto zu machen und dann zurückzukommen, dürfen wir passieren! Ich entschuldige mich hiermit bei Peugeot, daß wir die Vorstellung der „SUV-Flotte“ auf dem Racetrack boykottiert haben und alle Presseleute und Gäste sich dem kleinen weißen zuwandten ….
       
       

       
       
      

Im Großraum Lissabon sind wir schon, in Sintra werden wir in einem ausgezeichneten Bed & Breakfast übernachten und uns zum Wendepunkt der Reise aufmachen. Zur rechten Zeit, denn normal ist es dort proppenvoll. Bei uns ging’s und für Fotos und Urkunde hat’s gereicht.
       
       

       
       
      

Auf dem weiteren Weg ins Douro-Tal passieren wir auf Empfehlung Einheimischer Viseu. Die Menschen hatten recht, das ist ein lebhaftes bezauberndes Städtchen abseits der Tourihauptrouten.


       
       

       
       
      Das Douro-Tal sollte uns nach der Anfahrt etwas Entspannung geben. Autofrei zum Probieren der Portweine mit der Bahn - unser einfaches aber sehr sauberes Hotel liegt direkt am Bahnhof in einem gottverlassenen Nest und näher als mit dem Zug kann man dem Fluß nicht kommen. Eine herrliche Gegend - da kann sich die Mosel mal ein Scheibchen von abschneiden!


       
       

       
       

       
       

       
      Nordspanien empfängt uns mit Einöde. So was von Einöde auf dem Weg nach Leon habe ich noch selten erlebt. Die sinnfreie völlig neue und völlig leere Autobahn führt schnurgerade durch unbewohnte Landschaft mit Feldern im Format „unter 100 Hektar ist Kleingarten“.
       
       

       
       
      

Die Küstenregion dagegen erinnert fatal an Südtirol - nur anders arrangiert. Es geht immer von der Küste weg in ein Tal, Querverbindungen sind selten. Man klappert also in den „Picos d’Europa“ quasi Tal um Tal ab auf dem weg Richtung Bilbao.


       
       

       
       
      Bei Irun geht’s zurück nach Frankreich, wo wir beim Durchqueren Aquitaniens die Errungenschaft moderner Forstwirtschaft bewundern können: Bäume wie die Soldaten aufgereiht, durchschnitten von kerzengeraden Straßen. Bewohner? Kaum. Wenn aber: „lecker Essen auf’m Land“!


       
       

       
       
      Auf dem Weg zurück in die Pfalz ein letzter kulinarischer Stop in Pontaubert - und die Heimat hat uns ohne eine einzige Schramme wohlbehalten wieder.


       
       

       
       
      Quintessenz aus dieser Marathontour:


       
      Wer geschickt packt, kriegt alles lässig im Wiesmann unter. Herumrasen ist dem Fahrspaß abträglich, gepflegtes Abroadstern mit offenen Augen und wachen Sinnen ein einziges Vergnügen.  Ein kurioses Auto (ich glaube, wir waren der erste Wiesmann in Portugal, zumindest dort, wo wir unterwegs waren) ist ein Türöffner und mit etwas gutem Willen kann man sich immer verständlich machen. Was „laß’ mal unter die Haube gucken“ heißt, erschließt sich schnell.


       
      Auf einer solchen Tour lernt man außerdem, daß Spanien viel bessere Hotels und Betten hat als Frankreich, man dort aber viel besser ißt - die Rezepte sind halt vielfältiger und die Zubereitungen abwechslungsreicher. Auf dem Land wird nicht gerast, weder in Spanien noch in Frankreich, aber Portugiesen lieben es, dicht aufzufahren. Man klebt am Vordermann, beachtet aber das Tempolimit strikt. Muß sehr teuer sein, das nicht zu tun!
       
      

Und eine ganz wichtige Lehre am Schluß: RECHTS fahren, so weit wie eben möglich! (Steht übrigens auch in § 7 Absatz 2 der StVO). Das heißt nicht nur, bei mehreren Spuren die rechteste freie zu nehmen, sondern auch, innerhalb der Fahrspur so weit wie möglich rechts zu bleiben. Quasi am Randstreifen entlang. Das hat uns in den Cevennen einen schweren Unfall erspart.


       
      Mitten im Nirgendwo donnert ein Milchlaster auf seiner Routinetour. So schnell wie’s geht, also auch manchmal Kurven schneidend. Uns kommt er entgegen. Ziemlich in der Mitte aus einer Kurve heraus, wir waren für ihn durch einen Hain nicht sichtbar. Wäre ich auch „optimiert schnell“ unterwegs gewesen, hätte es granatenmäßig geknallt. Getreu dem Motto: „Montags ist da noch nie einer gekommen, was macht Ihr denn da??“ So hat er Platz genug, um mit einem scharfen Lenkmanöver auszuweichen. Ein paar Verkehrsschilder räumt er ab - das ist aber wohl Routine, er hält nämlich vorsichtshalber gar nicht erst an, sondern braust ungebremst weiter!


       
       

       
       
       
      Wie dem auch sei: Diese andere Art des Reisens ist anstrengend (wir haben trotz ausgiebigen Testens der Landesküche nicht zugenommen), aber selbst in einem knappen Roadster sehr gut machbar. Die nächsten Touren hätte ich schon „im Koppe“ …. 




      Markus
       
    • Mendle
      TRIEBWERK  LIEFERUNG FÜR DIE NEUE WIESEL GENERATION  BRAVO
    • F40org
      Schön, dass sich die Wiesmänner langsam ihre Plattform hier im Forum schaffen. ich erlaube mir mal die Posts vom V8/V10 roadster-Thread in diesen Thread zu verschieben.

      Das Carpassion-Team wünscht Euch ALLEN viel Spass und Freude hier im Forum.

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