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CRothe

Restaurations-Geschichte der #006

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wiesmann mf5   
wiesmann mf5

Hallo Ihr alle ....

 

hab meinen Tankgeber defekt ...Wiesmann MF 3 Bj. 1995.

 

Habt Ihr eine Idee ohne das ich das kompl. Heckteil abnehme ?

 

Gruß Olaf

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Ich würde sagen: Keine Chance, es sei denn, bei den neueren Modellen würde der waagerechte Teil des Leders hinter den Sitzen anheben gehen und darunter wäre dann ein Deckel! Ich sehe SCHWARZ!

Grüße Christof 

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Wir waren gerade unterwegs, zur Wiesmann-Club Mitgliederversammlung, nach Dülmen. Nach den ersten 40km Autobahnfahrt nach Norden, roch ich plötzlich Kühlwasser, also runter von der Autobahn und schnellst möglich angehalten. Da hatte doch der Kühlerventilator einen Wasserschlauch angenagt und mit der Zeit gelocht. Da der austretende Wasserstrahl stark war und ich mich aber noch zu einer Werkstatt schleppen wollte, war rollen angesagt! Zum Glück ging es nur Bergab nach Siegen hinein. Also Motor kurz gestartet, dann Motor aus und rollen lassen. Ein Kreisel bremste mich dann so aus, daß ich nochmal starten mußte! Motor wieder aus, Tacho geht natürlich auf Null und ich passiere das Ortsschild!.....Blitz, getroffen, 58km/h und € 15,-! Der Rest lief besser. Trotz Freitag Spätnachmittag hatte die Baimler-Benz Klassikabteilung offen und 2 Mann bastelten aus einem alten Kühlerschlauch ein Stück ins Wiesel, so daß wir die Fahrt etwa zwei Stunde später fortsetzen konnten.Ein klasse Team, das noch nicht einmal Geld haben wollte, so daß ich mich nur mit einer Spende revanchieren konnte!

Nach dem Frühlingsfest habe ich mir dann den originalen Verbindungsschlau Kühler/Thermostat, vom BMW E36 gekauft. Da der alte Schlauch schon immer am Luftfiltergehäuse gequetscht wurde und das mit dem Originalschlauch schlimmer wurde, habe ich eine Ausnehmung in den Kasten geschliffen und das Loch mit einer dünnen Platte verschlossen. Jetzt sind fast 20mm Platz, zwischen Lüfter und Schlauch, so daß keine Berührung mehr möglich ist, so sehr sich der Motor bei Lastwechsel auch in seinen Gummilagern bewegt. Wieso war das eigentlich geschehen, habe ich mich gefragt. Beim Wechsel des Kühlers habe ich den Schlauch wohl zu weit auf den Kühlerstutzen geschoben, so daß nur 10mm Platz waren und das hat offensichtlich auf Dauer nicht gereicht!.............

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Hallo zusammen,

es gibt mal wieder etwas von der #006 zu berichten! Nach der wunderbaren Schloß Dyck Veranstaltung, wollte ich das Wiesel waschen und mir fiel auf, daß die linke, vordere Verdeck-Ecke nicht ganz in der Dichtung saß und erinnerte mich daran, daß auf der Fahrt im Regen, sich immer wieder ein Wassertropfen in den Innenraum mogelte! Als ich dann nachsah, konnte ich feststellen, daß das Verriegelungsblech an der Windschutzscheibe, nicht mehr fest saß!

Alle 4 Blechschrauben waren ausgerissen. Das Verriegelungsblech ist nur an den GfK-Scheibenrahmen geschraubt und es hing jetzt nur noch vorne an etwas Karosseriekleber. Darunter sah es wild aus: Zerbrochene GfK-Stücke und Krümel! Diese habe ich alle entfernt und mich dann entschlossen, Gewindeinserts einzukleben, um von den Blechschrauben, zu Gewindeschrauben zu wechseln, was übrigens auf der anderen Seite schon gemacht wurde. Da, wo noch genügend Material war, habe ich die Löcher einfach aufgebohrt (auf 8mm), indem ich das Verriegelungsblech, als Schablone benutzt habe. Da, wo das nicht mehr machbar war, mußte ich die Löcher mit einem kleinen Fräser und einer Minibohrmaschine vergrößern. Das war bei den beiden vorderen Schrauben der Fall, die unter der Dichtung sitzen. Bei den Arbeiten habe ich die Dichtung mit etwas Klebeband nach vorne gezogen, um Platz zu schaffen. Jetzt habe ich die Schrauben gewachst, so daß sie später herausdrehbar sind! Zur Vorbereitung auf das Einkleben, steckte ich die beiden vorderen Schrauben in das Verriegelungsblech und drehte die Inserts auf! Die Klebestelle mußte ich vorher nochmal aussaugen, damit kein Staub mehr drin ist. Zur Verklebung nahm ich kalthärtendes Epoxydharz. Damit später keine Harztropfen auf dem Sitz sind, ist natürlich alles mit einer Plane, oder alten Deck abzudecken!!!! Auch den Rand der Aufnahmefläche des Verriegelungsblechs habe ich mit Klebeband geschützt und abgedichtet! Nachdem ich ca. 40g Harz angerührt hatte (weniger ist schlecht, da sich nicht vorschriftsmäßige Mischungsverhältnisse stark negativ auf die Endhärte auswirken), teile ich das Harz auf 2 Becher auf. Im ersten Becher wird nur eine geringe Menge Kohlefaser-Mehl (zur Verstärkung des reinen Harzes) eingerührt, so daß alles noch sehr flüssig bleibt. Das Harz im 2.Becher habe ich so lange eingedickt, bis es spachtelbar wurde. Zuerst habe ich von der flüssigen Variante etwas in die Löcher laufen lassen. Die Gewindeinserts bestrich ich mit der steifen Variante und setzte die beiden vorderen Inserts in die Löcher. Mit einem kleinen Holz wurde jetzt jeder Hohlraum aufgespachtelt und danach noch mit dem flüssigeren Harz vergossen. Jetzt konnte ich das Verriegelungsblech mit Schrauben und Inserts unter die Dichtung schieben und die beiden hinteren Schauben ebenfalls eindrehen. Bitte nur so weit eindrehen, daß die Schrauben oben bündig abschließen, die Inserts aber ganz tief in den Löchern sitzen!!!! Ich habe zur richtigen Ausrichtung des Blechs, noch das Dach mit der intakten Seite verschlossen und die reparierte Seite von oben mit einen Winterrad beschwert.

Ein Tag, oder 24h später drehte ich die Schrauben heraus und entfernte das Blech. Jetzt habe ich nochmals Harz angerührt und nur mittelmäßig eingedickt. Damit habe ich alle Unebenheiten aufgefüllt, das Blech wieder aufgelegt und die Schrauben leicht angezogen. Damit das Loch für den Zentrierstift des Dachs nicht volllaufen kann, steckte ich einen großen Dübel in das Loch, der am nächsten Tag wieder gezogen wird. Nach weiteren 24h können die Schrauben richtig fest gezogen werden.....FERTIG!

 

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bearbeitet von CRothe
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    • awek
      Hallo zusammen,
      wie in meinem Vorstellungstext schon angekündigt, ist der F456 GT jetzt auf der Bühne und ich habe die erste Bestandsaufnahme durchgeführt.
      Hier also dann die ersten Bilder:

      Stoßdämpfer Motorhaube defekt und wie erwartet, überall Staub und Dreck
       

      Überall lose und schlampig verlegte Kabel.
      Elektrisch wird das eine ziemliche Aufgabe...
       

      Das Interieur ist in erstaunlich gutem Zustand, verglichen mit dem Rest ;-)
      Hinten dreckig, aber sonst ok... (die Farbe ist im Original eher wie in Bild 1)
       

      Das ist dann wohl ein Fall für "Stickynomore"
       

      Beim Lackiern über alles drüber, incl. Schlösser :-(
      Die Farbe ist nicht die ursprüngliche, wie hier sehen kann...
       

      Die Schweller sind auf beiden Seiten gespachtelt und haben wohl öfter aufgesetzt...?
       

      Der Motor ist trocken.
       

      Das Getriebe nicht ganz.
       
       

      Die Stoßdämpfer hinten undicht und mit einer dicken Öl-Sand Schicht überzogen.
       

      Die Fahrwerkgummis sind alle defekt.
       
       

      Der Spoiler hinten ist mit Kabelbinder befestigt...
       
       
       
       

      Das die Fenster nicht schließen, versteht sich von selbst... ;-)
       
       

      Der Auspuff ist dicht und bis auf ein paar "Kleinigkeiten" ganz ok.
       
      Außerdem sind die Reifen pörös, ebenso wie die Dichtungen an der Frontscheibe, den Heckleuchten, den Türen und dem Kofferraum.
      Die Schläuche im Motorraum sind erstaunlich gut. Ebenso die Bremsen. Hier fehlen allerdings auch ein paar Kabel für die Verschleißanzeige.
      Sämtlich Belüftungsschläuche zu Bremsen etc. sind defekt oder unvollständig.
       
      Der rund und ich konnte den Wagen in die Garage fahren ;-))
      Geiler Sound :-)))))
       
      Da mein Budget für das nächste halbe Jahr nur gut 10TSD Euro beträgt, ist mein Plan ist nun zunächst folgender:
      1. Motor
      - Kompression messen
      - Flüssigkeiten wechseln
      - Zahnriemen wechseln
      2. Elektrik
      - Alle Elektrischen Funktionen wieder herstellen und die Kabel korrekt verlegen
      - defekte Kabel ersetzen oder Reparieren
      3. Fahrwerk
      - neue Reifen
      - Fahrwerkgummis rundum ersetzten
      - Stoßdämpfer hinten ersetzen
      - Elektrische Fahrwerkkomponenten instandsetzen (Stoßdämpfer, Spoiler, ??)
        (siehe Elektrik)
       
      Eventuell wäre danach bereits eine TÜV-Abnahme möglich, um eine deutsche Zulassung zu bekommen.
      Wenn diese Hürde genommen ist, würde ich gerne in Ruhe überlegen, wie es weitergehen kann.
      Ich denke, dass ich eigentlich gerne wieder die Originalfarbe haben würde, da das Blau Metallic mit den Hellen Sitzen sowie die schönste Farbkombi ist ;-)
       
      Nun werde ich also mal meine Budgetplanung mit den fälligen Teilen ergänzen und dann auf die Werkstatthandbücher warten. Die sollen in der ersten Januarwoche kommen...
      Kann mir jemend einen Tip geben, wo man Zahnriemen, Ölfilter, Stoßdämpfer?, etc. in ordentlicher Qulität bekommen kann?
      Habe bereits Händler in UK gefunden, aber vieleicht gibt es ja auch jemanden in Deutschland?
       
      Ich freue mich über eure, gerne auch kritischen Kommentare zu meinem Projekt.
      Es ist mein erster Ferrari und sicher habe ich jede Menge Enthusiasmus und technisches Know How, aber leider bisher keine Markenkenntnisse...
      Also bitte frei von der Leber weg kommentieren, was euch zu meinem Projekt so einfällt ;-))
      Ich freue mich über jeden Hiweis und jede Anregung!!!
       
      Danke, herzliche Grüße und frohe Weihnachten :-)
       


    • 806
      Heute mal wieder was Technisches. Unangenehm, aufwendig zu reparieren und leider auch noch TÜV-relevant. Die Lenkung ist es. Genauer: die Lenkungsölleitungen. Sowohl die Hochdruckleitungen von der Pumpe an die Lenkung wie die „Kühlleitung“.
       
      Ist per se eine merkwürdig gebastelte Lösung, die allerdings nicht (nur) auf dem Mist der Wiesmänner gewachsen ist, sondern mindestens für BMWs typisch. Nur haben die Dülmener sich da bei der Adaption an den MF3 mit vielem aber sicher nicht Ruhm bekleckert! Was ist schon bei der Konstruktion das Problem? Die BMW-Teile passen nicht ohne weiteres in den MF3. Man muß also basteln. Und genau so wird es dann auch - gebastelt, nicht gewußt.
       
      1. Fehler:
       
      Die Servopumpe und der zugehörige Ausgleichsbehälter werden komplett vom Ansaugstrang überdeckt. Der muß also zur simplen Niveaukontrolle ausgebaut werden. Macht keiner, also guckt auch nie einer. Ungeschickt und dauerhaft sträflich.
       
      2. Fehler:
       
      Man frickelt eine Leitungslösung zusammen, die sowohl BMW-Teile wie „selbstgedengelte“ Teile verbindet. An sich geht das - nicht schön, aber grundsätzlich nicht verkehrt. Nur wenn man ständig das Kaliber wechselt, also „dünner“ und dann wieder „dicker“ wird, ist das Mist.
       
       

       
       
      3. Fehler:
       
      Die Lenkungsölkühlschlange (liegt im druckloseren Rücklauf des Öls aus der Lenkung zur Pumpe) wie sie BMW verbaut, paßt nicht in den MF3. Also wird das BMW-Werkszeug einfach gequetscht, bis es paßt. Damit werden aber die Querschnitte in den 180°-Bögen dermaßen verengt, daß da schier gar nichts fließt. Lenkungsölkühlung also faktisch schon dadurch sinnlos.
       
       

       
       
      4. Fehler:
       
      Das Gewürge der Kühlschlange wird an der Lenkung mit zwei Haltern befestigt. Nur: Da, wo sie nun mal im MF3 sitzt, kommt schlicht keine Luft hin: Hinter dem unteren Rahmenträger, abgedeckt von der Unterkante der Motorhaube. Dafür „weht“ es aber allen Dreck dorthin. Das geht ein paar Jahre gut. Dann nicht mehr.
       
      5. Fehler:
       
      Die Lenkungsölleitungen sind hochdruckfeste Schläuche, aber die haben Anschlüsse und die Kühlschlange ist generell aus Metall. Keinerlei Schutz drauf. Knappe 100tkm und neun Jahre später ist das zusammengerosteter Kernschrott.
       
       

       
       
      Abhilfe: Da sowieso nix wirklich gekühlt hat - fliegt das ganze sinnlose Gewürm raus. Die Hochdruckleitungen werden ersetzt, das Gefrickel mit Ansatzstücken und -stückchen ist sinnfrei und wird ersetzt. Stattdessen gescheite Anschlüsse mit schicken Rennsportteilen und bestens geschützte Hochdruckleitungen (Betriebsdruck der Lenkung ca. 30 bar) mit Berstdruck erst bei 400bar.
       
       
       

       
       

       
       

       
       
      Paßt, sitzt, wackelt und hat Luft. gleichmäßig durchströmt, weil gleiche Durchmesser allerorten. Somit viel bessere Zirkulation und per se schon „Kühlung“. Apropos: Das Lenkungsöl ist rot, wenn es frisch ist (genauer: Automatikgetriebeöl ATF II). Bei der 806 war es schwarz. Mithin: Egal, ob das technisch fragwürdige Gebastel schon zusammengerostet ist oder nicht: Wechselt das Lenkungsöl beizeiten (Vorschlag: nach sieben Jahren spätestens), sonst wird’s teuer, wenn die Komponenten hinüber sind.

      Markus

       
       
       

      Das letzte Bild ist ungewollt - mit "ausschneiden" ist's am Bildschirm weg, sonst aber permanent ...
       
    • 806
      
Wiesmänner sind keine Briefmarken, die man ins Album steckt und nicht verwendet. Sie sind Autos und Autos wollen gefahren werden. Manchmal schnell, manchmal weit.


       
      Hier geht’s um’s „weit“ - nämlich an das Westende Kontinentaleuropas, genauer „Cabo Sao Roche“ in Portugal nahe Sintra.


       
      Hinbolzen und zurück ist langweilig, also machen wir daraus lieber eine Reise von 17 Tagen und vermeiden Autobahnen, sondern gondeln über Land. Runde 6.500 km waren’s am Ende. Eindrücke, die bleibend sind und Fahrerlebnisse, die in einem MF3 noch anders empfunden werden als in einem „moderneren“ Auto. Europa unmittelbar erlebt, sozusagen.


       
      Und es ist schön, dieses Europa!
       
      

Die grobe Richtung war im Uhrzeigersinn von Speyer aus südwärts durch Zentralfrankreich ans Mittelmeer, entlang der spanischen Küste über Granada  und oberhalb des Alentejo quer durch Portugal und an seiner Küste hoch ans Westende Europas. Über das Douro-Tal weiter nach Nordspanien, an dessen Küste und übers Baskenland nach Frankreich zurück, durch den Südwesten und mit einem Abstecher ins Perigord wieder über Burgund Richtung Heimat.


       
       

       
       
      Tagesetappen nicht länger als 500 km, eher um die 250 bis 300. Sonst sitzt man nur im Auto und hat keine Zeit für Land und Leute. Spätestens um 17.00 in den vorgebuchten Unterkünften eintreffen, keinen Streß mit „unterwegs noch Bett für die Nacht suchen“. Lecker essen - nicht „Sterne sammeln“, sondern regionaltypisch aussuchen. booking.com hilft und die Streckenplanung am Eßtisch ist alleine schon ein Erlebnis: Straßenkarte hier, Satellitenbilder auf dem iPad da und Reiseführer verstreut.
       
      

Motto außerdem: Bleib’ den Städten fern - die sehen wir uns ggf. gesondert an, aber das machte den Charakter der Reise sonst unharmonisch. „Landpartie“ in Ruhe (soweit das der Auspuff eines MF3 zuläßt) statt Hektik.
       
      

Die Anfahrt nach Burgund als erster Etappe ist durch bestens bekanntes Geläuf, da geht’s nur um „Strecke machen“. Einfaches aber sauberes kleines Hotel mit leckerer Küche reicht uns.
       
      

Ab jetzt kommt Neues, nämlich die Cevennen. Wunderschön, kaum erschlossen und traumhafte Straßen. Ein bißchen viele, wir kommen nur mühsam voran. Einfacher Grund: Ich habe der Handynavi (sehr empfehlenswert: Navigon-App) vorgegeben, „schön“ für einen „PKW“ zu führen. Das tut sie mit Inbrunst. Wir gurken auf kleinen und kleinsten Sträßchen, bis uns die Lust am ewigen Gekurbel etwas schwindet. Tip aus der Praxis: „Motorrad“ wählen, dann fallen sehr unebene Strecken weg und langwierige Ortsdurchfahrten mit Ampeln werden tunlichst vermieden.
       
       

       
       

       
      

„AEG“ - Aus Erfahrung Gluch!
       
      

Im katalanischen Frankreich (die mit Erstaunen auf Ihre Geschwister in Spanien und deren politische Bemühungen blicken) erreichen wir das Mittelmeer. Es ist noch keine rechte Badesaison, um es mal so zu sagen. Regen ist international gleich lästig für Aktivitäten wie diese.


       
      Kaum über die Grenze nach Spanien lichtet sich alles und uns empfängt eine völlig andere Landschaft mit völlig anderem Wetter. Alles gut und schön, aber ohne Klimaanlage kann auch sogenanntes „schönes Wetter“ nerven!


       
       

       
       
      Die Monokulturen entlang der Strecke sind genauso erschreckend wie sie interessant anzusehen sind. Erst sind’s Orangen, dann werden’s Oliven. Daß das Land ein Wasserversorgungsproblem hat, ist nachvollziehbar. Geisterstädte haben wir nur gestreift, Senasationstourismus stand nicht auf dem Programm. Da stehen ernsthaft Siedlungen mit allem Pipapo - Straßen, Plätze, Häuser, Beleuchtung, Schilder - und KEINER wohnt da. Abartig.
       
       

       
       
      

Bauruinen hat’s da mehrfach, und je weiter wir nach Süden kommen desto mehr britische „Expats“. Das sind sonnengegerbte Briten im Rentneralter, die sich dauerhaft ein „home away under the sun“ in Spanien eingerichtet haben. Naja. Tut der Sache nicht unbedingt gut, zumal sie dann eher untereinander bleiben und manche es in Jahren nicht schaffen, wenigstens gebrochen Spanisch zu sprechen. Gut zu Fuß sind sie aber alle, denn in Spanien - anders als im NHS - kosten Hüften und Knie nichts und werden auch über 75 noch eingebaut. Was daheim im wahrsten Sinne des Wortes „am Stock geht“, springt hier mit faltiger Haut am Knie munter herum.


       
       

       
       

       
      Die Landschaft wird in der Region Murcia eintönig und wüstenartig, so daß wir uns wirklich auf Granada freuen. Sehr sehenswert, Weltkulturerbe völlig zu recht. Mit dem Wiesmann durch die Altstadt zur Hotelgarage löst allerdings ähnliches Aufsehen aus …
       
       

       
       

       
      

Südspanien haben wir passiert und kommen nach Portugal. Erstaunlich, daß die Landesgrenze auch sonst eine ist: Die Landschaft ändert sich binnen weniger Kilometer komplett! Korkeichen über Korkeichen säumen den Weg, nicht selten werden die Wälder von Kühen oder Schweinen durchforstet. Ronda ist unser nächstes Etappenziel, ein wirklich bezauberndes Städtchen in perfekter Lage auf einem Felsen, wunderschön! 
       
       

       
       
      Quartier beziehen wir in Beja, das wir von früheren Reisen schon kennen. Die Pousada liegt sehr nett (ein aufgegebenes Kloster, das Hotel wurde) und die Innenstadt ist immer einen Abendspaziergang wert. Essengehen ist schwer - wir landen ernsthaft in einer italienischen Pizzeria. Hat dem Geschmack keinen Abbruch getan!


       
      Auf dem Weg nach Sintra liegt Estoril. Ein Sportwagen muß zur Rennstrecke (wenn auch „darauf“, das wäre für mich zu infizierend und für das Auto möglicherweise nicht gesund. „Gesperrt“ und ein grimmiger Sicherheitsdienst an der Schranke. Tja - ein schnuckeliges kleines Auto mit lautem Motor erweicht weltweit die Herzen. Mit dem Versprechen, nur kurz zum Fahrerlager vorzufahren, dort ein Foto zu machen und dann zurückzukommen, dürfen wir passieren! Ich entschuldige mich hiermit bei Peugeot, daß wir die Vorstellung der „SUV-Flotte“ auf dem Racetrack boykottiert haben und alle Presseleute und Gäste sich dem kleinen weißen zuwandten ….
       
       

       
       
      

Im Großraum Lissabon sind wir schon, in Sintra werden wir in einem ausgezeichneten Bed & Breakfast übernachten und uns zum Wendepunkt der Reise aufmachen. Zur rechten Zeit, denn normal ist es dort proppenvoll. Bei uns ging’s und für Fotos und Urkunde hat’s gereicht.
       
       

       
       
      

Auf dem weiteren Weg ins Douro-Tal passieren wir auf Empfehlung Einheimischer Viseu. Die Menschen hatten recht, das ist ein lebhaftes bezauberndes Städtchen abseits der Tourihauptrouten.


       
       

       
       
      Das Douro-Tal sollte uns nach der Anfahrt etwas Entspannung geben. Autofrei zum Probieren der Portweine mit der Bahn - unser einfaches aber sehr sauberes Hotel liegt direkt am Bahnhof in einem gottverlassenen Nest und näher als mit dem Zug kann man dem Fluß nicht kommen. Eine herrliche Gegend - da kann sich die Mosel mal ein Scheibchen von abschneiden!


       
       

       
       

       
       

       
      Nordspanien empfängt uns mit Einöde. So was von Einöde auf dem Weg nach Leon habe ich noch selten erlebt. Die sinnfreie völlig neue und völlig leere Autobahn führt schnurgerade durch unbewohnte Landschaft mit Feldern im Format „unter 100 Hektar ist Kleingarten“.
       
       

       
       
      

Die Küstenregion dagegen erinnert fatal an Südtirol - nur anders arrangiert. Es geht immer von der Küste weg in ein Tal, Querverbindungen sind selten. Man klappert also in den „Picos d’Europa“ quasi Tal um Tal ab auf dem weg Richtung Bilbao.


       
       

       
       
      Bei Irun geht’s zurück nach Frankreich, wo wir beim Durchqueren Aquitaniens die Errungenschaft moderner Forstwirtschaft bewundern können: Bäume wie die Soldaten aufgereiht, durchschnitten von kerzengeraden Straßen. Bewohner? Kaum. Wenn aber: „lecker Essen auf’m Land“!


       
       

       
       
      Auf dem Weg zurück in die Pfalz ein letzter kulinarischer Stop in Pontaubert - und die Heimat hat uns ohne eine einzige Schramme wohlbehalten wieder.


       
       

       
       
      Quintessenz aus dieser Marathontour:


       
      Wer geschickt packt, kriegt alles lässig im Wiesmann unter. Herumrasen ist dem Fahrspaß abträglich, gepflegtes Abroadstern mit offenen Augen und wachen Sinnen ein einziges Vergnügen.  Ein kurioses Auto (ich glaube, wir waren der erste Wiesmann in Portugal, zumindest dort, wo wir unterwegs waren) ist ein Türöffner und mit etwas gutem Willen kann man sich immer verständlich machen. Was „laß’ mal unter die Haube gucken“ heißt, erschließt sich schnell.


       
      Auf einer solchen Tour lernt man außerdem, daß Spanien viel bessere Hotels und Betten hat als Frankreich, man dort aber viel besser ißt - die Rezepte sind halt vielfältiger und die Zubereitungen abwechslungsreicher. Auf dem Land wird nicht gerast, weder in Spanien noch in Frankreich, aber Portugiesen lieben es, dicht aufzufahren. Man klebt am Vordermann, beachtet aber das Tempolimit strikt. Muß sehr teuer sein, das nicht zu tun!
       
      

Und eine ganz wichtige Lehre am Schluß: RECHTS fahren, so weit wie eben möglich! (Steht übrigens auch in § 7 Absatz 2 der StVO). Das heißt nicht nur, bei mehreren Spuren die rechteste freie zu nehmen, sondern auch, innerhalb der Fahrspur so weit wie möglich rechts zu bleiben. Quasi am Randstreifen entlang. Das hat uns in den Cevennen einen schweren Unfall erspart.


       
      Mitten im Nirgendwo donnert ein Milchlaster auf seiner Routinetour. So schnell wie’s geht, also auch manchmal Kurven schneidend. Uns kommt er entgegen. Ziemlich in der Mitte aus einer Kurve heraus, wir waren für ihn durch einen Hain nicht sichtbar. Wäre ich auch „optimiert schnell“ unterwegs gewesen, hätte es granatenmäßig geknallt. Getreu dem Motto: „Montags ist da noch nie einer gekommen, was macht Ihr denn da??“ So hat er Platz genug, um mit einem scharfen Lenkmanöver auszuweichen. Ein paar Verkehrsschilder räumt er ab - das ist aber wohl Routine, er hält nämlich vorsichtshalber gar nicht erst an, sondern braust ungebremst weiter!


       
       

       
       
       
      Wie dem auch sei: Diese andere Art des Reisens ist anstrengend (wir haben trotz ausgiebigen Testens der Landesküche nicht zugenommen), aber selbst in einem knappen Roadster sehr gut machbar. Die nächsten Touren hätte ich schon „im Koppe“ …. 




      Markus
       
    • Ulla
      Die englische Patientin.
      Hallo Zusammen,
       
      anbetracht des schlechten Wetters möchte ich die Wartezeit etwas überbrücken mit einem Beitrag wie ich zu meiner Diva gekommen bin.
      Gekauft wurde sie als totale Bauchentscheidung. Zwischen sehen, verlieben und Entscheidung verging kaum eine Stunde (wesentlich kürzer als meine Freundin zum Kauf eines Paar Schuhe benötigt:D).
       
      Gemacht habe ich es so wie alle abraten: unbesichtigt ohne weiter darüber nach zu denken in der Bucht . Was soll man machen wenn der Mann nicht erreichbar ist . Ich war einfach shoppen. Der Preis war allerdings unschlagbar und der Verkäufer versicherte glaubhaft, dass das Auto keine Kühlprobleme hat und gut läuft. So konnte ich hoffen auf eine Saison zum Ausprobieren und dann sieht man weiter.
       
      Das hatte sich auch bewahrheitet. Ich konnte einen Sommer fahren, genug um total dem Ferrari Virus zu verfallen und um der Diva eine komplette Revision in Eingeregie mit Konvertierung auf Linkslenker zukommen zu lassen.
       
      Der Rechtslenker hat sich vor allem bei Überholmanövern auf Landstraßen als sehr störend erwiesen. Ich werde allerdings die Momente vermissen wenn jemand sehr dicht auffuhr und mein Sohn (auf dem Beifahrersitz) sich als vermeintlicher Fahrer vollständig umgedreht und zurück geblickt hat . Die Gesichter waren teilweise filmreif.
       
      Hier ein paar Bilder aus der Zerlegungsphase:















       
      Bei Interesse kommen noch mehr Bilder. In der Zwischenzeit habe ich die H-Hürde geschafft und 3 500 km gefahren.
      Viele Grüße
      Ulla

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