Na, wir haben aber einen sehr eifrigen Fragensteller hier...
Ich weiß nicht, ob es überhaupt was bringt aber ich probier's einfach mal.
@Lamborghinipower
1. Es fällt generell sehr schwer, Dir Antworten auf Fragen zu geben, die wir alle selber gerne beantwortet bekämen. Wir können ähnlich wie Du uns nur auf dritte Meinungen, Informationen aus Medien, Gerüchte und die Kraft unserer Vorstellungskraft berufen. Insofern erschließt sich mir nicht, warum Du so hartnäckig das Thema vertiefst und uns zur Spekulation zwingst.
Wir haben keine Ahnung, was in einem Veyron und seinem Besitzer vor sich geht!!!
What's the point in asking
us??
2. Dennoch glaube und vermute ich, dass die Denkmuster, die zum Kauf eines Veyron führen, sich nicht grundsätzlich unterscheiden von denen bei "normaleren" Sportwagenkäufen. Einer macht es wegen des vermeintlichen Sprungs im Prestige, der andere aus Gruppenzwang, wiederum ein anderer möchte sich und nur für sich z.B. einen
Ferrari kaufen usw.
Die Motivation ist vielschichtig bei F & L - Fahrern, zweifellos wird es ceteris paribus beim Veyron ähnlich sein.
Lediglich das finanzielle Niveau ist ein höheres.
3. Mir scheint, dass Dir bei den für Erwerb und Unterhalt erforderlichen Summen schwindelig wird. Glaube mir, ab einem gewissen Vermögenslevel ist das schlicht und ergreifend nicht mehr der Fall. Sobald Du das verstanden hast, hört Deine Verwunderung augenblicklich auf. Es fällt einem Normalverdiener schwer, sich das vorzustellen, aber es gibt Menschen wie der von Rocks erwähnte, der die Ausgabe von 3 Mio im Jahr in der Kategorie Peanuts einbucht. Ich kenne auch drei/vier solcher Menschen, es ist eine andere Welt und das muss man anerkennen und als gegeben akzeptieren.
Ganz einfach!
Nicht versuchen sich hineinzuversetzen, sondern hinnehmen und gönnen.
4. Du hast gefragt, ob sich denn einige Veyron-Owner nicht auch über die Höhe der mit dem Besitz verbundenen Kosten ärgern,
obwohl sie diese locker stemmen können. Nun, es gibt Dinge, denen man sich mit Haut und Haaren verschreibt im Leben. Für manche reiche Sportwagenliebhaber wird das beim Veyron genauso sein: der Sinn des Besitzes wird schöngeredet, der finanzielle Aufwand bereitwillig übersehen. DU WILLST DIESES DING HABEN, KEINE ALTERNATIVE! und wenn er doppelt so teuer wäre...
Für Veyron-Owner mit begrenzter Leidenschaft gilt wie überall die Kosten-Nutzen - Analyse: müsste ich persönlich 100 000 € jährlich nur für den Unterhalt zahlen, würde ich das dann und nur dann akzeptieren, wenn ich jährlich damit 50 000km bei Tempo 400 abspulen könnte und dabei von Katie Price einen ge****** bekäme. Dann würde der Nutzen überwiegen. Für jemanden mit mehr Geld wäre die kompensierende Laufdistanz 10,000km, für noch reichere Menschen 1000km im Jahr usw.
Jeder Besitzer hat seinen eigenen Mindestgebrauchswert, aber für alle gilt: fällt der tatsächliche Gebrauch darunter, fängt man normalerweise an, sich über den Kauf nachträglich zu ärgern. Der Nutzen steht dann nicht mehr im vertretbaren Verhältnis zu den Kosten.
5. Die Veyron-Kosten musst Du aus einem weiteren Grund gedanklich relativieren. Ich war mal einen Tag zu Besuch auf einer von Lürssen gebauten 45m-Yacht. Jährliche Unterhaltskosten mit Personal, Tanken und allem Drum und Dran schlappe 4,5 Mio $. [Übrigens: Ich habe den Besitzer gefragt, ob er seine Yacht verchartern würde um die Kosten (erheblich) zu senken/reinzuholen, woraufhin er lakonisch erwiderte: "Nein. Ich möchte der einzige sein, der sich auf meine Kloschüssel setzt."

]
Andere User im Forum haben das Beispiel Privatjets gebracht, jährlicher Kostenpunkt hierfür: Deine Handynummer zum Quadrat...
So unfassbar es klingen mag:
der Veyron ist im Vergleich ein ziemlich günstiges Männerspielzeug, sowohl in der Anschaffung wie im Unterhalt. Also auch hier: Kinn hochklappen, Mund zu. Es ist unfassbar aber wahr!
5. Ich glaube, es hat sich auf diesem Planeten noch niemand so darüber aufgeregt, wie hoch der Verschleiß einzelner Fahrzeugteile des Veyron ist und wie kurz seine Serviceintervalle sind, wie Du! Warum überlässt Du diese Sorgen nicht einfach den Besitzern?! Und Du fragst tatsächlich, wieso VW das zugelassen hat. Mensch, Kollege, VW hat ein Meisterwerk abgeliefert, ingenieurstechnisches Neuland betreten und Pionierarbeit geleistet unter Einsatz massiver Finanzmittel und Manpower. Wenn sie es gekonnt hätten, wenn es möglich gewesen wäre, wenn es nicht der Quadratur des Kreises gleichgekommen wäre, die Nebenkosten des Bugatti auch noch auf das Niveau eines Dacia Logan und das Gewicht auf Lotus Elise - Level abzusenken, DANN VERDAMMT NOCHMAL HÄTTEN DIE DAS DOCH GEMACHT!!! Irgendeinen Nachteil muss der Wagen doch auch haben, oder nicht? Es ist schier unmöglich, dass mit heutiger Technologie hinzubekommen. Lass Dich einfrieren und in 100 Jahren wieder auftauen, dann hast Du Autos, die im Rückwärtsgang 600km/h auf Kopfsteinpflaster bergauf fahren, während Du Dir drinnen die Zähne putzt.
Heute ist mehr nicht drin!!! Die Reifen müssen nach jedem Regen gewechselt werden und die Felgen lösen sich bei Vollmond auf.
Es ging leider nicht anders, und den Besitzern ist's egal, Dir bitte ab jetzt auch.
6. Immer wieder stellst Du Vergleiche zwischen dem Veyron und anderen Supersportwagen an. Wie Marc richtigerweise bereits mehrfach erwähnte ist das aus zweierlei Gründen sinnlos. Wir haben erstens keine Vergleichsmöglichkeiten, also auch keine Vergleichswerte, also auch KEINE AHNUNG. Wir können nur noch spekulieren, das kannst Du alleine aber viel besser! Zweitens, der Veyron ist
das Über-Auto, der aluminiumgewordene Männertraum, eine Rakete mit Reifen, das Produkt einer technisch noch nie dagewesenen automobilen Leistung. Man kann sein Design bemängeln, seine ostentative Entfernung zum Motorsport bekritteln usw. aber dass er ein Unikat ist, lässt sich nicht in Abrede stellen. Preislich, technisch und im Sinne der Beschleunigungswerte nicht vergleichbar mit anderen Wagen. Er ist derjenige, der beim olympischen 100m - Sprint auf einem Pferd an den Start geht, ein Killer der selbst vor Toten nicht Halt macht!
Vergleiche sind sinn- und zwecklos!
So. Hoffe, dass ich Deine Neugierde ein wenig befriedigen konnte und die Fragerei ein wenig abnimmt.
In diesem Sinne,
Beste Grüße,
Joe