Volkswagen bei der Dakar Rallye – ein Zahlenspiel

In ein paar Tagen geht sie wieder los, die „Mutter aller Rallyes“, die Dakar. Zum zweiten Mal in der Geschichte dieser Rallye treten die Teams nicht auf dem afrikanischen Kontinent gegeneinander an, sondern in Südamerika. Genauer gesagt in Argentinien und Chile. Volkswagen Motorsport versorgte uns soeben mit einer Reihe interessanter Zahlen, die wir euch im Rahmen dieser Veranstaltung nicht vorenthalten möchten. Hier also alles Wissenswerte.

1 – Es gibt nur eine wahre, eine wirkliche Mutter aller Rallyes und das ist nach Meinung der allermeisten Experten unzweifelhaft die Dakar. Bei kaum einer anderen Motorsportveranstaltung werden Mensch und Maschine über eine so lange Zeit hinweg immer wieder an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht, teilweise auch darüber hinaus. Eine Vorhersage der Sieger ist in den seltensten Fällen vor der letzten Etappe möglich, denn was sonst im Motorsport durchaus gilt, wird hier zum ehernen Gesetz: To finish first, you first have to finish! (Um als Erster das Ziel zu erreichen, musst du erstmal das Ziel erreichen).

3 – Drei verschiedene Wertungen gibt es bei der Dakar, eine für Automobile, eine für LKWs und eine für Motorräder.

4 – In vier Tagen geht der große Tross an Teams und Begleitfahrzeugen auf die lange Tour durch Südamerika.

5 – Volkswagen tritt in diesem Jahr mit fünf Race Touareg TDI an, um den Sieg aus dem Vorjahr zu verteidigen. Als Fahrer greifen Carlos Sainz, Giniel de Villiers, Nasser Al-Attiyah, Mark Miller und Maurício Neves ins Lenkrad.

8,59 – Was ist das denn für eine merkwürdige Zahl? Nun, exakt soviele Minuten Vorsprung hatte Giniel de Villiers bei der 2009er Dakar in der Endwertung vorm Zweitplatzierten.

10 – Von den 13 Wertungsprüfungen bei der Dakar 2009 konnten Volkswagen-Piloten 10 gewinnen.

14 – In der 2010er Ausgabe der Dakar stehen sogar 14 Wertungsprüfungen zwischen dem 2. und dem 16. Januar auf dem Programm.

23 – Allein der Begleitfahrzeugtross von VW Motorsport umfasst 23 Fahrzeuge. Darunter befinden sich LKWs mit Ersatzteilen, aber auch Geländewagen zum Transport der Teammitglieder. VW nutzt erstmals den neuen Amarok SUV, der in Deutschland nicht erhältlich ist.

32 – 2010 findet bereits die 32. Auflage der Dakar statt. Wie bereits oben beschrieben ist es erst das zweite Mal, dass dabei nicht auf dem afrikanischen Kontinent gefahren wird. 2008 musste die Dakar aufgrund von Drohungen verschiedener Terrorgruppen, die Rallye zu sabotieren, abgesagt werden und findet seit 2009 auf dem südamerikanischen Kontinent statt.

50 – Das Volkswagen Werksteam hat 50 Tonnen Material nach Argentinien verschiffen und einfliegen lassen. Diese Menge umfasst von Werkzeug über Schrauben und Ersatzräder alles – auch Tütensuppen für die Mechaniker.

80 – Insgesamt sind im Tross des VW Motorsport-Teams 80 Personen in Argentinien und Chile unterwegs. Jeder der fünf Werkspiloten hat einen eigenen Team-Manager, dazu einen Stab an Mechanikern und einen Physiotherapeuten.

100 – Unfassbare 100-mal trockener als das weltbekannte Death Valley im Westen der USA ist die Atacama-Wüste im Westen von Südamerika. Einige dort aufgebaute Wetterstationen haben noch niemals auch nur einen Tropfen Regen aufgezeichnet. In einigen Gebieten dort sind die Gegebenheiten so unwirtlich, dass nicht einmal Bakterien dort überleben können. Die Dakar-Teilnehmer werden also voll und ganz gefordert, denn vier der 14 Wertungsprüfungen finden in der Atacama statt.

138 – In der Autowertung haben 138 Teams genannt, davon mehr als zwei Drittel Privatteams, die dem Ruf der schwierigsten aller Rallyes erlegen sind. Bei den LKWs sind 50 Fahrzeuge in der Starterliste eingetragen.

184 – 184 waghalsige Piloten nehmen die Herausforderung der Dakar auf Motorrädern an. Unter ihnen auch einige Quad-Fahrer. Wer schon einmal Motorrad im unwegsamen Gelände gefahren ist, weiß, wie hart das für einen Nachmittag schon ist. Nun rechnet euch die körperliche Belastung für 15 Renntage aus und zieht zusätzlich in Betracht, dass die Fahrer sich alleine und nur mit Hilfe einiger weniger GPS-Koordinaten ihren Weg suchen müssen. Dann wisst ihr, warum solche Fahrer als Helden gefeiert werden.

190 – Fernsehbilder der Dakar-Rallye werden in 190 Länder weltweit ausgestrahlt.

300 – Der TDI-Dieselmotor des Volkswagen Race Touareg bringt 300 muntere Pferdestärken auf alle vier Räder. Wichtiger als diese ist aber das massive Drehmoment des Turbodiesels, um das Rallyefahrzeug über Sand, Staub, Schlamm, Geröll und andere Unwege zum Ziel zu bringen.

600 – Am 8. Januar wird die Königsetappe der 2010er Dakar gefahren: 600 Kilometer Wertungsprüfung mit Orientierung nach GPS-Punkten. Wer schonmal eine ähnliche Strecke nur nach Karte gefahren ist und sich dabei selbst am Zielpunkt im Straßennetz nicht verfahren hat, sollte vielleicht mal über eine Teilnahme bei der Dakar nachdenken. Übrigens: die kürzeste Etappe ist mit 182 Kilometern auf Zeit auch nicht wirklich kurz. Zumindest dann nicht, wenn man bedenkt, dass in der Rallye-Weltmeisterschaft im Maximum etwa 30 Kilometer lange Wertungsprüfungen gefahren werden.

4.726 – Auf einer Höhe von 4.726 Metern führt der San-Francisco-Pass durch die Anden, den die Rallyefahrer in diesem Jahr überqueren werden.

4.810 – Die 14 Wertungsprüfungen der Dakar 2010 verteilen sich auf 4.810 Kilometer, die auf Zeit gefahren werden.

5.000 – Ohne TDI-Motor besteht der Race Touareg von Volkswagen aus einem Einzelteilepuzzle mit 5.000 Teilen.

9.030 – Das ist die Zahl, die am Ende der Rallye bei den angekommenen Teams im Tacho stehen wird, denn nach 9.030 Kilometern wird in Buenos Aires die Zielflagge fallen. Diese Wegstrecke kommt durch die Überführungsetappen zwischen den nächtlichen Biwaks und den Wertungsprüfungen zustande.

Ich hoffe, diese Zahlen konnten euch einen kleinen Einblick in die Dakar-Rallye 2010 geben. Carpassion.com drückt allen Piloten, Navigatoren, Team-Mitgliedern und sonstwie Beteiligten die Daumen und wünscht ihnen eine unfallfreie und spannende Rallye.

Quelle: Volkswagen Motorsport

Autor: Matthias Kierse

29. Dezember 2009|Categories: Magazin|