SSC Ultimate Aero XT – Fünf mal 1.318 PS, bitte

Obwohl mit dem Tuatara bereits der Nachfolger in der finalen Entwicklung steckt, schiebt der amerikanische Sportwagenhersteller SSC mit dem Ultimate Aero XT eine finale Version des bisherigen Supersportlers an. 1.318 PS sorgen für einen imposanten Vortrieb. Das maximale Drehmoment liegt gar bei 1.360 Newtonmetern und lässt die Hinterräder beim Beschleunigen vor Ehrfurcht Rauchzeichen geben.

SSC Ultimate Aero XT

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Offenbar ist man in den USA der Meinung, der SSC Ultimate Aero XT ziehe Tornados magisch an. Dann sollten sich die fünf kommenden Besitzer wohl gut versichern.

Während bei Bugatti die Produktion des Veyron in den letzten Zügen liegt und mit dem Supersport einen krönenden Abschluss erhielt, ging auch auf der anderen Seite des Atlantiks die Entwicklung des Herausforderers weiter. Mit dem SSC Ultimate Aero hatte man es immerhin in den USA kurzzeitig geschafft, dem allmächtigen Produkt aus dem VW-Konzern den Titel des schnellsten Serienfahrzeugs zu entreißen. Nun erhält der Supersportwagen Technikkomponenten des bereits fast fertig entwickelten Nachfolgemodells Tuatara und gerät damit erneut zu einer gefährlichen Waffe im Kampf um den begehrten Eintrag im Guinness Book of World Records.

Hinter den beiden Insassen kommt also ein 6,9 Liter großer V8-Motor mit doppelter Turboaufladung zum Einsatz und bringt es auf eine gewaltige Leistung von 969 kW/1.318 PS. Das gewaltige Drehmoment von 1.360 Newtonmetern dürfte für Rauchzeichen an den Hinterrädern sorgen, wenn der Fahrer den Hammer fallen lässt und das Gaspedal ins Bodenblech rammt. Sobald sich dabei dann genügend Grip aufgebaut hat, geht es voran wie bei der Feuerwehr: 0 auf 100 in 2,65 Sekunden, 0 auf 322 (entspricht 200 Meilen pro Stunde) in 15,65 Sekunden. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit gibt SSC mit 439 km/h an – wir schauen an dieser Stelle einfach einmal in die Glaskugel und erwarten einen erneuten Weltrekordversuch. Über ein sequentielles Siebengang-Getriebe mit Schaltwippen am Lenkrad und Dreischeiben-Carbonkupplung wird die enorme Kraft auf die Hinterachse übertragen.

Dort sorgen Michelin Pneus der Größe 335/30 YR 20 für den Bodenkontakt. Vorn kommen Reifen in der Dimension 235/35 YR 19 zum Einsatz. Sie hängen an einem einstellbaren Sportfahrwerk mit Rennsportkomponenten. Dank eines Carbon-Chassis mit Aluminium-Crashstrukturen und einer Karosserie, die ebenfalls aus Kohlefaser gefertigt wird, liegt das Leergewicht bei lediglich 1.270 Kilogramm. Auf die gesamte Technik gibt SSC übrigens eine Garantie von zwei Jahren oder für 24.000 Meilen (rund 38.625 Kilometer).

Der Wagen selbst präsentiert sich auf den ersten Computerretuschen größtenteils in sichtbarem Carbon. Die Schweller, die Heckschürze, die Außenspiegel, die Leichtmetallräder und der mittlere Bereich von vorderer und hinterer Haube in Kombination mit dem Dach zeigen im Kontrast dazu rot. Die Zusammenstellung kann jedoch vom Kunden frei vorgenommen werden und bleibt seitens SSC dem jeweiligen Exemplar zugeordnet. Es wird laut Aussage von Firmengründer Jerod Shelby keinen weiteren Ultimate Aero oder Tuatara in der gleichen Farbkombination geben. Dieser Farbkontrast wird im sportlich gestalteten Innenraum fortgesetzt. Dazu gibt es eine umfangreiche Serienausstattung mit Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern und Spiegeln, Frontlift für hohe Bordsteinkanten, eine Audioanlage mit 7,5 Zoll großem Bildschirm, sowie CD- und DVD-Laufwerk und Navigationssystem. Darüber hinaus zählen eine automatische Rückfahrkamera und Anzeigen für Öldruck, Wassertemperatur, elektrische Spannung und die abgerufene Momentanleistung zum Serienumfang des SSC Ultimate Aero XT.

Vom Ultimate Aero XT wird SSC lediglich fünf Exemplare auflegen, deren Vorbestellfrist bereits angelaufen ist. Nach der Auslieferung des letzten Aero XT wird die Produktion des Ultimate endgültig eingestellt.

Quelle: SSC North America

Autor: Matthias Kierse

3. August 2012|Categories: Magazin|

3 Comments

  1. BruNei_carFRe@K 5. August 2012 at 16:24

    Die Pressebilder, wurden die mit Paint erstellt ? O:-)

  2. netburner 5. August 2012 at 21:29

    Den Eindruck kann man haben, ja… 😀

  3. TomSchmalz 7. August 2012 at 19:31

    von einer Kleinserie von 5 Stück redet man aber nicht von Serienfahrzeugen eher Prototypen

    Tom