Mitsuoka Orochi Final Edition – Japanisches Finale

Der Mitsuoka Orochi ist außerhalb von Japan wohl nur absoluten Autofans ein Begriff. Seit 2007 wird dieser Sportwagen gebaut, im September wird die Produktion enden. Vorher erhalten die japanischen Kunden noch die Gelegenheit, eins von fünf Exemplaren der Final Edition zu erwerben, die wahlweise in Weiß oder Lila ausgeliefert werden. Als Antrieb kommt ein 3,3 Liter großes V6-Triebwerk von Toyota mit 233 PS zum Einsatz.

Mitsuoka Orochi Final Edition

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Der Mitsuoka Orochi gehört wohl zu den weniger bekannten Sportwagen weltweit. Bis September werden die fünf letzten Exemplare gefertigt.

Wenn man in Deutschland an japanische Automarken denkt, kommt man recht schnell auf acht: Toyota, Lexus, Nissan, Mazda, Mitsubishi, Honda, Subaru und Suzuki. Autofans addieren noch Daihatsu, Datsun und Isuzu, Experten mit Videospielhintergrund nennen zusätzlich Dome und Tommy Kaira. Aber Mitsuoka? Dieser Hersteller hat jenseits der japanischen Inseln kaum Bekanntheit erlangt. Kein Wunder, streng genommen konzentriert man sich hauptsächlich darauf, japanische Kleinwagen und Mittelklassefahrzeuge durch optische Umbauten im Retrolook zu veredeln.

Das einzige eigenständige Fahrzeug ist der Mitsuoka Orochi. Dieser Sportwagen ist nach einem Fabelwesen, der achtgabeligen Riesenschlange Yamata no Orochi benannt und trägt auch diverse Designzüge, die an dieses Tier erinnern. So trägt beispielsweise die vordere Haube acht augenförmige Luftauslässe. Vorgestellt wurde der Mitsuoka Orochi erstmals auf der Tokyo Motorshow 2001 in Form eines Conceptcars. Durch langjährige Erprobung und Detailverbesserung ließ die Vorstellung des produktionsreifen Wagens fast sechs Jahre auf sich warten. Seit Anfang 2007 wird der Orochi auf Bestellung gebaut, im September diesen Jahres wird die Produktion beendet.

Aus diesem Anlass bietet Mitsuoka die Final Edition des Orochi an, die ab morgen in Japan bestellt werden kann. Sie umfasst zwei Fahrzeuge im Farbton Fuyoru-o, einem Lila metallic und drei Fahrzeuge in Weiß Gold Perlcolor. Beide Varianten erhalten einen neu gestalteten Frontspoiler und einen feststehenden Heckflügel sowie 19 Zoll große Leichtmetallräder mit schwarz lackiertem Felgenstern.

Das Interieur wird auf die Außenfarbe abgestimmt. So erhalten die beiden Fahrzeuge in Fuyoru-o eine Bicolor-Ausstattung mit lilafarbenem Leder und schwarzem Alcantara, während die drei restlichen Exemplare mit weißgoldener Lackierung innen schwarzes Leder und rotes Alcantara tragen. Die Lenkräder sind immer mit schwarzem Alcantara bezogen, erhalten jedoch eine passende Ziernaht in rot oder lila.

Als Kraftquelle dient dem Mitsuoka Orochi ein 3,3 Liter großes V6-Triebwerk von Toyota, das seine 172 kW/233 PS und sein maximales Drehmoment von 328 Newtonmetern über eine Fünfgang-Automatik auf die Hinterräder überträgt. Der Motor ist in klassischer Mittelmotorbauweise hinter den Passagieren verbaut.

Wie fast alle Mitsuoka-Fahrzeuge sind die fünf Exemplare der Orochi Final Edition ausschließlich als Rechtslenker und offiziell nur auf dem japanischen Markt erhältlich. Dort kosten sie 12.700.000 Yen (rund 89.900,- €).

Quelle: Mitsuoka

24. April 2014|Categories: Magazin|Tags: , |

4 Comments

  1. Forex 25. April 2014 at 07:39

    Der lächelt einen ja an wie die Autos bei Cars, süss! Aber ganz ehrlich? Ich bin nicht böse, dass man den hierzulande wohl nicht zu Gesicht kriegen wird. Vielleicht habe ich auch einfach keine Ahnung von japanischem Design.. 😉

  2. Jamarico 26. April 2014 at 09:59

    Das Japanische Design verstehe ich auch nicht. Aber, was soll an 230PS aus 3.3Litern Hubraum sportlich sein?

    • Matthias Kierse 26. April 2014 at 10:26

      Da in Japan strenge Tempolimits gelten und die japanische Autoindustrie sich auf maximal 286 PS geeinigt hat (wovon immer mehr Hersteller mittlerweile wieder abweichen, analog zur deutschen „250 km/h-Regel“) ist der Wagen für japanische Verhältnisse sportlich. Der Orochi ist ja nie für den Export geplant worden.

  3. Jamarico 26. April 2014 at 11:42

    Danke…das ist mir durchaus bekannt.
    Dennoch würde ich die 233 PS aus geringerem Hubraum resultierend eher mit dem Attribut sportlich verbinden.
    Als Beispiel sei der Honda S2000 genannt.