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Wie war euer Weg zum 1. Traumauto? Erzählt mir eure Geschichte!


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Bisher war ich nur stiller Mitleser in diesem tollen Forum und möchte mich jetzt auch mit einem ersten Thread beteiligen.

 

Ich habe bisher nur 2 Arten von Menschen mit einer Beziehung zum Auto kennen gelernt: Ein Auto ist entweder nur „ein Mittel zum Zweck“ oder es gibt „totale Enthusiasten“. Die Gruppe dazwischen habe ich eigentlich nie kennengelernt. Leider bilden die Enthusiasten, auch wegen dem aktuellen Thema Klima & Umwelt, immer mehr eine Randgruppe. Und der Anteil von leidenschaftlichen Frauen im Vergleich zu Männern, ist höchstens 1:10.

 

Aus diesen Gründen kann es für uns Auto Enthusiasten ein zunehmendes Hindernis werden, sich ein Traumauto anzuschaffen. Sorry, und natürlich auch, weil man sich diesen Luxus erst einmal leisten muss! Eigentlich spricht alles dagegen und die Anschaffung könnte noch „am sich nicht trauen“ scheitern.

 

Ein Auto weckt Leidenschaft und bedeutet für uns Emotionen. Und bei einem Traumwagen kann nur die Unvernunft siegen. Wir brechen damit gesellschaftliche Strukturen und fallen damit auf wie ein bunter Hund. Hier übrigens überwiegend in roter oder schwarzer Farbe.

 

Wie war eure Erfahrung bei der Anschaffung des 1. Traumwagens? Welche Reaktionen gab es gegenüber der Familie, den Nachbarn, den Arbeitskollegen, beim Tanken oder auf der Straße?

Ich gehöre natürlich auch zu dieser unvernünftigen Randgruppe und möchte meine Geschichte beim Kauf meines ersten Traumwagens hier schildern.

 

Ich stamme aus einer sehr bodenständigen, süddeutschen mittelständischen Familie. Geld hat man, aber man spricht nicht darüber und wenn, dann zeigt man es nicht! Autos sind zwar etwas Schönes aber doch eher ein Mittel zum Zweck. Meine Eltern hatten auch schon 1970 einen Zweitwagen aber niemals ein Spaßfahrzeug. Um größere Wünsche erfüllen zu können, muss man sich das Geld erst verdienen. Nichts wird auf Pump gekauft! So bin ich aufgewachsen.

 

Mein großes Interesse wurde ca. 1990 bei einem Frisörtermin geweckt. Dort sehe ich in einer Autozeitschrift 3 gelbe Sportwagen mit der Überschrift „Die neuen Supersportwagen“. Ich war von diesem Artikel ganz fasziniert, weil ich bis dato nicht wusste, dass Autos mit mehr als 500 PS hergestellt werden.

 

Ich bin von der Ausbildung Wirtschaftsingenieur, d. h. ich interessiere mich als Generalist für alles, weiß aber über nichts detailliert Bescheid – eben kein Spezialist. Daneben bin ich vom Sternzeichen Zwilling; das heißt sehr vielseitig und leider auch sehr neugierig. Das kann eine sehr gefährliche Kombination sein! Es folgten dann Heirat mit 30 Jahren und eine Tochter.

 

Bei meinen vielen Geschäftsreisen wurde ich speziell in der Schweiz von den wunderschönen Autos angesteckt. Dort konnte ich alle neuen Modelle zuerst auf der Straße sehen und mein Interesse für Sportwagen wurde geweckt. Kurze Zeit darauf habe ich mich bei den Corvette Driving Days und später auch bei Porsche Driving Days beworben und konnte bei einem perfekt organisierten Event, verschiedenste Modelle Probefahren.

 

Im Alter von 42 Jahren war das Haus abbezahlt und ich interessierte mich jetzt mehr für ein Spaßauto. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nur, dass es kein Porsche werden soll, weil der so häufig auf der Straße zu sehen ist und ich eher etwas Seltenes suche. Dann habe ich bei mobile.de meine Suche begonnen und nur die Bauform, Baujahr, PS, Km und den Preis eingegeben. Und siehe da, ich bin bei Maserati gelandet. Anschließend habe ich viele Maserati Probe gefahren und mir ein gutes Bild vom Markt verschafft.

 

Mein größtes Hindernis war jedoch meine Frau. Sie wusste natürlich von meiner Leidenschaft, gehörte aber leider zur „Auto ist mir wurscht“ Fraktion. Außerdem sagte sie mir, du bist schon geschäftlich so viel unterwegs, wenn du jetzt auch noch einen Sportwagen kaufst, sehen wir dich gar nicht mehr und das kommt dann fast einer Trennung gleich. Wir werden bei einem solchen Auto auch niemals einsteigen! Das war für mich echt eine schlechte Ausganssituation für einen Sportwagenkauf.

 

Als ich dann endlich einen passenden Maserati gefunden hatte, musste ich kurzfristig zuschlagen und der Kaufvertrag war geschlossen. Komischerweise lief der Kauf des Maserati über ein großes Porschehaus und ich konnte wieder den vielen Porsches widerstehen, da ich ja etwas Seltenes gesucht habe. Jetzt musste ich mir nur noch eine gute Strategie für meine Frau überlegen.

 

Für den Tag der Beichte habe ich mir einen sehr großen Blumenstrauß besorgt. Mit den Worten: „Ich muss dir etwas gestehen, ich habe mich neu verliebt! Dabei habe ich ihr den Blumenstrauß übergeben. Sie dachte natürlich an eine andere Frau. Als ich jedoch von dem Maserati-Kauf berichtet habe, hat sie gelacht und war sehr froh, dass es nur ein anderes Auto ist.

 

Das ist jetzt 14 Jahren her. Inzwischen haben wir ein weiteres Maserati Modell, das wir bald gegen einen anderen Traumwagen (Modellwechsel?) austauschen möchten. Meine beiden Frauen sind doch häufig im Sportwagen mitgefahren und wir fahren damit sogar 2 x Jahr gemeinsam in den Urlaub. Allerdings habe ich mich bewusst für ein schwarzes, eher unauffälliges Auto, entschieden. Es hat auch keine Spoiler und man sieht die Besonderheit erst auf den zweiten Blick.

 

Das war meine Geschichte; bei mir ist alles gut gegangen und ich würde es jederzeit wieder machen.

 

Mein Rat: Für Besitz muss man sich nicht schämen. Mitleid gibt es gratis und Neid muss man sich erst erarbeiten. Kümmere dich nicht um was andere über dich denken. Du musst niemanden anderen gefallen, nur dir selbst.

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Ach, ich bin zu faul zu schreiben. Also guggst Du hier:

 

 

Wobei: Mittlerweile schon veraltet, eigentlich müsste ich noch zwei Kapitel schreiben. Aber da bin ich auch wieder zu faul 8-)

 

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guten abend und gruss an Allgäu GT ,

intressant und mit viel herzblut zur droge "sportwagen " geschrieben !

 

die familie geht immer vor wenn nicht gibt es oft stress in der beziehung .... und ggf. veränderungen !

 

wenn das familiäre umfeld stimmt und der finanzielle rahmen gegeben ist würde mich nicht von meinem traum abhalten !

 

ich habe mir vor 14 jahren meinen traum erfüllt und meinen TESATAROSSA angeschafft und habe es bis heute nicht bereut .

 

es ist eine diva und ab und an launig doch bisher immer sicher ans ziel gekommen und auch wieder retour .

 

inzwischen ist der "fuhrpark " größer geworden und es macht immer noch spass wie am ersten tag ,vor allem mit dem sohnemann als fahrer  oder eben dem enkel dazwischen .

 

der testarossa wurde vorgestellt seinerzeit in den 80er jahren und ich war begeistert von den " kiemen " seitlich ,irgendwann stand erneben mit an der kreuzung und ich hörte das erste mal den sound der 12 zylinder .

 

nun ja , der rest ist geschichte .

 

der testarossa ist immer noch mein liebsten spielzeug ,

ich mag auch den sound der luftgekühlten 911er ,

und den V8 klang der mercedes W107 reihe .

 

gruss

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