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https://www.welt.de/wirtschaft/plus197996725/Sonderausstattung-Wird-das-Auto-zur-Abo-Falle.html

(leider hinter einer paywall)

 

"Die Aufregung in den BMW-Foren im Internet war groß in den vergangenen Tagen. Sogar von „Abo-Zwang“ war dort die Rede. Der Grund: Wer beim Münchner Autobauer in den vergangenen Monaten einen Wagen gekauft hat, bei dem sich das iPhone über die Apple-Software Carplay mit dem Fahrzeug verbinden lässt, der erlebt nach einem Jahr eine Überraschung.

Denn dann muss man nachzahlen, um weiterhin über das Display des Autos auf die Apps seines Smartphones zugreifen zu können. Als erster Hersteller bietet BMW Carplay nicht mehr als Sonderausstattung für die gesamte Lebensdauer des Fahrzeuges an, sondern setzt auf ein Abo-Modell: Ein weiteres Jahr kostet 109 Euro, wer gleich für drei Jahre verlängert, muss 299 Euro zahlen, wer die Funktion unbegrenzt nutzen will, muss knapp 400 Euro hinlegen."

 

Alle großen Hersteller sind dabei. Im Abo kann man dann eine neue maximale Höchstgeschwindigkeit, einen Parkassistenten, ein Digitalradio oder auch das LED-Matrix-Licht (für 26€ im Monat) bekommen. Bezahlt man sein Abo nicht geht das Licht aus, das Radio bleibt stumm, der Parkassitent parkt nach Gehör und das Navi schickt einen immer zum Herstellerwerk.

Verkauft man den Wagen bekommt der Käufer nur die Grundausstattung.

 

Viele werden das wohl schon kennen, aber mir war das absolut neu.

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Im Käfer habe ich ein Becker Grand Prix mit automatischem Sendersuchlauf!

Seit 34 Jahren.

Funktioniert prima, Navigation habe ich mit meinen Falk-Plänen und mit meinem iPhone.

Liegesitze hat er auch...

Wo ist das Problem?

 

Aus der Zeit gefallene Grüße, Hugo.

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Gast GT_MF5_026

Carplay - wozu brauche ich das?

 

Da heute die Mehrheit der Autos ohnehin geleast ist, spielt es doch keine Rolle, ob man für die Extras auch noch ein Raten (oder eben per Abo) bezahlt...

 

Ausser: Man bezahlt - wie ich - grundsätzlichh bar (bzw. per Banküberweisung) und in einem Stück. Ein Auto, bei dem ich ein Abo lösen muss, kommt mir nicht ins Haus. So einfach ist das.

".......wenn Sie rechts abbiegen wollen benötigen Sie die Option Blinker rechts, diese entriegelt das Lenkread für Rechtsfahrt, wollen Sie diese Option für nur günstige 11,95 monatlich dazubuchen? So bestätigen Sie jetzt mit der Geste Daumen nach oben......" ?

 

 

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Thorsten0815

Ja, leider geht es in die Abo-Richtung im weiter. Nicht nur im automobilen Bereich. 

Der Masse der Menschen gehört nichts mehr. Kein Eigentum, kein Vermögen und meistens noch nicht mal kleine Ersparnisse sind vorhanden. Wohnungs-Abo, Auto-Abo, Telefon-Abo, Strom-Abo, ......

Es gibt sogar schon Kleider- und Hotel-Abos.

 

Gesellschaftlich schwierig. Persönlich wäre mir das ein Gefängnis. Arbeiten, Geld kommt auf's Konto, Abo's bezahlen, Geld weg, Arbeiten, .......

Nicht ist mir, bleibt, ist nach der einmaligen Bezahlung einfach so lange zu nutzen wie ich möchte und kann ich auch verschenken oder vererben. 

 

Und nun kaufe ich ein Auto und da soll ich dann jährlich ein Abo für bestimmte Funktionen bezahlen? Also das Material gehört mir, die Funktion nicht? Nein, das mache ich sicher nicht mit. Die Masse der Abo-Sklaven wird aber wohl keine Wahl haben und zahlen. 

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Wieso? Wenn man sich ansieht, wieviel im geschäftlichen Bereich bereits geleast oder gemietet wird (nicht nur Autos, auch Immobilien, die ganze IT-Ausrüstung, etc. pp.) und wie stark sich der Markt für Privatleasing bei Autos entwickelt, dann ist der Abo-Gedanke doch nicht ganz soweit hergeholt. Zumal sich am standardmässigen Verkauf nichts mehr verdienen läßt, gleichzeitig aber die notwendigen Investitionen in neue Techniken (Stichwort: Antriebe der sehr nahen Zukunft) Überhand nehmen und von eben jenen Nutzern/Kunden gefordert werden. Und gerade die IT macht's doch vor: Software gehört einem auch nicht, steht in jeder Lizenzbedingung zu lesen (eigentlich war das noch nie anders, auch wenn's keinem aufgefallen ist).

 

Ob mir persönlich das gefällt? Nö. Aber darüber jammern ist überflüssig. Das sind in meinen Augen nunmal die Folgen der sich ewig ausweitenden Rabattschlachten. Dann sucht man halt andere Wege, wie man seine Hersteller-Marge wieder auf Vordermann bringen kann.

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Gast GT_MF5_026
vor 11 Minuten schrieb Thorsten0815:

Wohnungs-Abo, Auto-Abo, Telefon-Abo, Strom-Abo, ......

Nicht alle "Abos" sind per se schlecht. Gerade Wohnungsmiete hat durchaus seine positiven Seiten (Flexibilität usw.) Oder ein Zeitschriftenabo (ich will nicht in meinem zarten Alter ein lebslängliches NZZ-Abo bezahlen - vielleicht gibt es die NZZ in 20 Jahren gar nicht mehr... Und die NZZ kaufen will ich eigentlich auch nicht...)

 

vor 13 Minuten schrieb Thorsten0815:

Und nun kaufe ich ein Auto und da soll ich dann jährlich ein Abo für bestimmte Funktionen bezahlen? Also das Material gehört mir, die Funktion nicht? Nein, das mache ich sicher nicht mit. Die Masse der Abo-Sklaven wird aber wohl keine Wahl haben und zahlen. 

Das geht definitiv gar nicht. Insbesondere dann nicht, wenn ich die Hardeware bezahlt habe, sie aber nicht nutzen kann. Z.B. werden bei Tesla meines Wissens sämtliche Komponenten verbaut, die das autonome Fahren erfordert, will ich sie freischalten, bezahle ich extra. Das mag aus Sicht der Produktionseffizienz Sinn machen, aber als Konsument bezahle ich nicht eine Infrastruktur, die ich nicht nutze.

 

Ich hoffe, daß es bald auch Frauen im Abo gibt.

Man könnte sie dann je nach Bedarf z.B. mit der Wohnung dazu mieten.

Wenn die aktuelle Version nicht mehr gefällt oder man eine Gehaltserhöhung bekommen hat, holt man sich halt ein Upgrade auf eine höhere Version.

Ist schon komisch, diese Tendenz alles zu mieten und nichts mehr selbst zu besitzen.

 

vor 2 Minuten schrieb Sailor:

Ist schon komisch, diese Tendenz alles zu mieten und nichts mehr selbst zu besitzen.

Kulturelles Phänomen. Jeder Mitläufer will "dazugehören", hat es aber nicht "drauf" das per Einmalzahlung einzulösen. Also nimmt man die elegantere Methode der Abo-Zahlung/Leasing/Finanzierung/etc. Gefördert von der 0-Zinspolitik, vermittelt durch Werbung allerorts quer durch sämtliche Branchen. Hersteller müssen Gewinne machen, also bindet man sich Kunden langfristig durch solche Abo-Modelle.

 

Betriebswirtschaftlich sinnvoll, volkswirtschaftlich bedenklich, kulturell gefährlich. Mangelnde Individualität schafft ein gesellschaftliches Klima, welches ich persönlich nicht haben will.

 

Zum Thema "Funktionen im Auto freischalten" ist das aber sehr kurzfristig gedacht, ein paar Gedanken dazu:

Wie soll hier ein vernünftiger Gebrauchtwagenmarkt entstehen?

Wie schaut die Entwicklung der Abo-Features in 10 Jahren aus?

Welche Möglichkeiten hat ein Gebrauchtwagenkunde, wenn der Hersteller keine Abos mehr anbietet für diese Software-/Hardwarekombination?

Darf ich mich in das System "hacken", wenn ich einen Gebrauchtwagen erwerbe, weil ich eh keinen Gewährleistungsanspruch mehr geltend machen kann?

 

Irgendwie habe ich keine Lust mehr auf neue Autos :(

 

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vor 56 Minuten schrieb Andreas.:

Wie soll hier ein vernünftiger Gebrauchtwagenmarkt entstehen?

Warum soll das ein Problem sein? Schon heute gilt: Sonderausstattungen werden beim Wiederverkauf kaum honoriert, wenn es keine Sonderserie ist. Je exzentrischer die Ausstattung, desto weniger. Und künftig hat dann jeder Gebrauchtwagenkäufer die nachträgliche Möglichkeit, sein Auto nach persönlichen Vorlieben zu konfigurieren. Das ist doch nicht schlecht, oder?

 

vor 56 Minuten schrieb Andreas.:

Wie schaut die Entwicklung der Abo-Features in 10 Jahren aus?

Wie soll die schon ausschauen? Betrachten wir doch mal das Hier und Jetzt:

Einige Mitforisten suchen für ihren noch garnicht so alten Ferrari (etwas mehr als 10 Jahre) seit geraumer Zeit eine Möglichkeit, um ihre Navigationsgeräte mit aktuellen Daten zu füttern. Geht nicht. Updates sind entweder nicht mehr erhältlich oder (z.B. im Fall Porsche) bereits beim Kauf veraltet und trotzdem sehr teuer. Wieviele Update-Willige über alle Automarken hinweg suchen nach einem Hack, um das teure und doch nicht aktuelle Material anderweitig zu bekommen? Dann doch lieber ein Abo, das dafür sorgt, daß die Daten laufend aktuell gehalten werden und auch gleichzeitig noch neueste Algorithmen zur Verkehrsführung beinhalten.

 

vor 56 Minuten schrieb Andreas.:

Darf ich mich in das System "hacken", wenn ich einen Gebrauchtwagen erwerbe, weil ich eh keinen Gewährleistungsanspruch mehr geltend machen kann?

Darfst Du dich nach Ablauf der Gewährleistung in Microsoft-Excel 97 Software hacken, um nachgewiesene Rechenfehler zu korrigieren? Excel 97 und 2000 läuft übrigens noch prima unter Win 7/64 und sogar Win 10.

 

vor 56 Minuten schrieb Andreas.:

Welche Möglichkeiten hat ein Gebrauchtwagenkunde, wenn der Hersteller keine Abos mehr anbietet für diese Software-/Hardwarekombination

Das prinzipielle Problem ist so alt, wie es Autos gibt bzw. ein Technikwechsel stattgefunden hat. Auch die für damalige Verhältnisse komplexe Elektronik im Porsche 928, die es seitens Porsche auch nur noch vereinzelt bis garnicht mehr als neue Ersatzteile gibt, kann man anderswo neu erwerben. Sie ist nicht identisch, nur kompatibel, aber sie funktioniert einwandfrei. Bei genügender Nachfrage wird sich schon ein Markt bilden, das war in der Historie der Automobile schon immer so. Also: Zukunftsängste sind nicht angebracht.

 

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Stimme dir (fast un-)eingeschränkt zu, eben mit der wachsenden Komplexität der Systemabhängigkeiten und deren Nutzbarkeit. Wenn es "nur" das alte Kartenmaterial beim Navi ist, zwar ärgerlich beim Spaßauto, aber auszuhalten. Aber mittlerweile sind es tief in die Grundfunktion des Fahrzeuges vernetzte Systeme, z.B. Radarschild beim Mercedes ist stark verschmutzt, prompt gibt es weder Tempomat, noch Kurvenlicht oder Totwinkelassistent. Nur weil ein Sensor gerade nichts sieht. Und wir reden hier ja nicht von exkluvisen Spaßautos, sondern vom 08/15-5er-BMW der meine jährlichen 30tkm Einkaufs- & Urlaubsfahrten und zur Arbeit bei Wind & Wetter fährt.

 

Hardware sehe ich exakt wie du, hier findet sich immer ein Weg, Elektrik und "eigenständige" Elektronik zu verbauen. Habe ich eine "gekaufte" Software, weiß ich, die Features die heute funktionieren, sind aktiv und alles ist gut. Das Thema "Navi-Update" ist ein Feature, welches ich dann nicht nutzen kann, geschenkt. Aber was ist, wenn das LED-Licht nebst Kurvenlicht oder von heute auf morgen niocht mehr geht, weil es kein Abo mehr gibt? Wagen halt dann so nutzen und sich damit abfinden?

 

Excel ist ein gutes Beispiel. Die "gekaufte" 97er Version kann ich beliebig auf virtuellen oder physischen in der Stückzahl installieren, die ich erworben habe. Ich weiß, meine Uralt-Software und Makros funktionieren damit. Vieleicht nicht schick, aber funktionell.

Mit dem Office 365 fortfolgend muss ich die Updates mitgehen, weil sonst keine Nutzung mehr möglich im Abo, sobald der Support ausläuft. Also API checken, ggf. Makros neu basteln, ggf. andere Programme entsprechend updaten, etc. etc. Für einen "Insider" kein Problem, ausser ggf. ein finanzielles. Für jemanden, der "nur" bisserl Excel nutzen will wieder eine Challenge, entweder Alternativen suchen oder oder.

 

Aber wir müssen das ja hier nicht auf Punkt & Komma diskutieren ... ich glaube nicht, dass ich meine emotionale Sichtweise einfach so ändern kann, ohne es wirklich in ein paar Jahren selbst zu erleben? Ich weiß nicht, ich weiß nicht, irgendwie habe ich hier ein blödes Gefühl, vielleicht auch unberechtigt.

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vor 36 Minuten schrieb Andreas.:

ich glaube nicht, dass ich meine emotionale Sichtweise einfach so ändern kann, ohne es wirklich in ein paar Jahren selbst zu erleben? Ich weiß nicht, ich weiß nicht, irgendwie habe ich hier ein blödes Gefühl, vielleicht auch unberechtigt.

Die emotionale Seite ist doch der springende Punkt! Es ist letztlich ein echtes Generationenproblem: Jede Generation hat das Recht, die Zukunft nach eigenen Gesichtspunkten zu gestalten - alleine schon deshalb, weil sie die Zukunft ist. Uns fällt es nur deshalb auf, weil wir es uns im Laufe unseres Lebens schon recht nett nach eigenen Vorstellungen einrichten konnten. Inzwischen sind wir selbst zum "Establishment" mutiert (für das wir als Jugendliche oftmals nur verächtliche Kommentare übrig hatten) und fühlen uns wohl dabei. Erinnerst Du Dich noch, wie unsere Eltern damit gehadert haben, als unsere Generation vor ca. 25 bis 30 Jahren in vielerlei Hinsicht andere Wege als jene unserer Eltern beschreiten wollten? Und erinnerst Du Dich, wie unsere Großeltern die neuen Lebensformen und -philosophien unserer Eltern, also der 68er Generation, gefunden haben? Eben...

 

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vor 8 Stunden schrieb matelko:

als unsere Generation vor ca. 25 bis 30 Jahren in vielerlei Hinsicht andere Wege als jene unserer Eltern beschreiten wollten?

Natürlich und unsere Zeit in den 1980ern war die geilste :D 

Thorsten0815

Wo die Wurzel des Übels der Abo-Zeit liegt wollte ich gar nicht diskutieren, aber stellt Euch doch bitte mal einen mit Abo-Funktionen vollgestopften Oldtimer in der Zukunft vor.

 

Und auch für die normalen Gebrauchsfahrzeuge des Alltag. Wie lang wird der Hersteller die notwendige Infrastruktur dafür bereitstellen? In eventuell mehreren Ländern mit mehreren Funkt und Telefoniestandards oder Ausbaustufen?  Oder kann das nur noch bei einem Besuch der Vertragswertstatt geändert werden?

 

Auch die Themen des unterschiedlichen Datenschutz und die Lizenzfrage stellt sich beim Verkauf über die Ländergrenze. Und der Verkauf an sich, wie von Andreas schon aufgezählt. Verfällt meine Rest-Abo-Laufzeit beim Verkauf? Läuft sie für den Käufer weiter, oder wird ihm samt Verwaltungszugang umgebucht? Wird es wie bei der Versicherung anteilig zur Laufzeit erstattet? 

 

Was passiert wenn ein Hersteller oder Dienstleister solcher Systeme pleite geht, übernommen wird? Wer wird ein Interesse haben, anstatt neue Autos zu verkaufen, dem Besitzer alter Autos wieder zu Ihrer funktionierenden Abo-Funktion zu verhelfen? Jeder für sich?

 

Die Checkliste bei der Fehlersuch zum defekten Abo-Kurvenlicht wird sich bald auch um Buchungsfehler, Passwörter, Freischalttechnik und andere Abhängigkeiten erweitern. 

 

Ich verstehe ja das Interesse der Hersteller, da sie so mehr Geld verdienen können und auch noch den LifeCycle ihrer Produkte bestimmen können, aber für alle anderen bedeutet das doch nur mehr unnütze Arbeit, Abhängigkeit und mehr Probleme. Besonders wenn, wie früher oder später zu erwarten, die Kaufoption komplett wegfallen wird und es nur noch Abo-Funktionen mit "Kundenbindung" geben wird.

 

Ich werde es nicht ändern können, aber mich graust solch eine Aussicht in die Zukunft. 

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Gast GT_MF5_026
vor 4 Stunden schrieb Thorsten0815:

aber mich graust solch eine Aussicht in die Zukunft. 

Da glaube ich dich beruhigen zu können.

Das Interesse der heutigen Jugend an Autos ist deutlich geringer als zu meiner Zeit. Urbane Menschen brauchen keine Autos.

Der Markt für die Auto-Industrie wie wir sie heute kennen, wird in absehbarer Zukunft massiv härter werden. Der Kampf und die Kundschaft damit nicht einfacher. Es wird ein Käufermarkt sein - und in der Konstellation diktiert der Konsument dem Hersteller die Bedingungen. Deshalb glaube ich nicht, dass sich solche kuriosen Abo-Ideen durchsetzen werden.

 

Wenn ich mir jeweils schon Konzepte anhören muss zu Themen wie "Sie bezahlen nur, was sie nutzen", wird mir blümerant.

Wer will schon weniger verkaufen? Und was genau nutze ich wann und mit welcher Vorlaufzeit?

 

Bei jeder Investition - egal ob privat oder geschäftlich - (und ein Autokauf ist eine Investition) will ich wissen, was mich die Sache kostet und wie ich wieder aussteigen kann, wenn's nicht (mehr) funktioniert oder passt. Und wenn immer möglich vermeide ich Abhängigkeiten.

 

Kleines Beispiel: Einige Autohersteller verkaufen Navis mit Verfalldatum. Man wird dann mehr oder weniger gezwungen, die Kartendaten zu aktualisieren. Die dafür aufgerufenen Preise übersteigen in der Regel den Kaufpreis eines besseren, da moderneren tragbaren Navis mit inkludiertem lebenslangem Kartenupdate - ohne mich...

Ich denke, dass die zukünftige Mobilität sich an dem Phänomen "Strassenroller" und/oder Handy orientieren wird. Autos werden - wie man es aktuell bei Handys ja sehr schön sehen kann - "Wegwerfprodukte", die bei Bedarf einfach verwendet/ausgetauscht werden.

Wie @GT_MF5_026 bereits erwähnt hat, steht ein KFZ heute nicht mehr im Fokus der heranwachsenden - potentiellen - Interessenten. Bedingt durch die neuen Technologien und Märkte wird sich immer mehr das Carsharing durchsetzen. Die Anbieter werden ihre "Software auf 4 Rädern" dann alle 3 - 4 Jahre auswechseln, um den Markt mit jedem noch so blöden Gadget zu bespaßen.

 

Wirkliche Auto-Enthusiasten werden mit der Zeit verschwinden und das Carsharing wird zur Normalität. Ich bin mir sicher, dass ALLE Hersteller schon längst an dieser Zukunft arbeiten. Hersteller von "Emotionen" werden es mehr als schwer haben und irgendwann nur noch Geschichte sein, oder?

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"Die Anbieter werden ihre "Software auf 4 Rädern" dann alle 3 - 4 Jahre auswechseln, um den Markt mit jedem noch so blöden Gadget zu bespaßen."

 

Und nach 4  Jahren gehen die Autos auf den Schrott, weil es keine Updates mehr gibt und keiner die gebrauchten Dinger mehr haben will?

Da werden wir viel Deponieplatz für das zeug brauchen, was man nicht wiederverwenden kann.

Schöne neue Welt.

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vor 51 Minuten schrieb URicken:

Hersteller von "Emotionen" werden es mehr als schwer haben und irgendwann nur noch Geschichte sein, oder?

 

Dem ersten Teil Deines Beitrages stimme ich weitgehend zu - dem zweiten Teil nicht.

Ich denke, daß es wie in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens zu einer starken Veränderung kommen wird, so wie man es teilweise an sich selber erlebt:

 

Einerseits bin ich ein leidenschaftlicher Zeitungsleser, in Papierform aber andererseits meistens nur noch am Wochenende, in der Woche habe ich FAZ und NZZ digital auf dem iPad, die Wochenendausgabe der NZZ wird zelebriert.

 

Ich liebe schöne, analoge Autos, bewege mich aber in der Stadt meistens mit meinem Smart, der U- oder S-Bahn und den Car2Go- oder Drive Now-Fahrzeugen. Die Fahrten mit den besonderen, schönen Autos sind (in der Regel) genußvolle Ausfahrten, Reisen oder Fahrten zu besonderen Zielen. Weite Strecken innerhalb Deutschland fahre ich sehr selten mit dem Wagen, da nehme ich die Eisenbahn, international das Flugzeug. Vor Ort wiederum gerne Carsharing.

 

Ich finde einen perfekten Cappuccino oder Espresso in einer Venezianischen Bar ganz wunderbar, weiß aber die Nespresso-Maschine im Büro sehr zu schätzen.

 

Ich wohne auf meinen Reisen durch Europa sehr gerne in den herrlichen, großen alten Hotels der Belle Epoque. Aber wenn ich nur zum Übernachten in einer Stadt bin und am nächsten Morgen früh wieder abreise, dann finde ich das Motel One extrem angenehm.

 

In meiner Bibliothek steht eine herrliche Ausgabe der Enzeklopedia Britannica, in der ich sehr gerne lese. Wenn ich aber schnell wissen will, wie der derzeitge Premierminister von Kenia heißt, dann nutze ich Google oder Wikipedia.

 

Was ich sagen will:

Ich denke, daß das Auto seine Rolle ändern wird, ein besonderes, schnelles, schönes, feines Auto wird zum Genußmittel werden, es wird denjenigen, die eine gewisse Kennerschaft haben, ein besonderes Erlebnis verschaffen, es wird seine Rolle als Statussymbol über weite Teile verlieren, niemand wird sich noch über seinen geleasten A6 3,0 TDI definieren, es wird andere Inhalte geben.

Das ist einerseits ein weiteres Zeichen für unser nivellierte Mittelstandsgesellschaft, andererseits vielleicht auch nicht nur negativ zu bewerten.

 

Und das besondere Auto wird immer ein Distinktionsmerkmal bleiben, auch bei jungen, metropolitanen, anders gestrickten Menschen.

 

Ich hatte neulich das Vergnügen, mit dem wunderschönen, dunkelgrünen Porsche eines lieben, alten Freundes mitfahren zu dürfen, zu einem interdisziplinären Wochenendseminar der FU Berlin, wo ich eine Vorlesung halten sollte.

Wir fuhen mit dem Porsche am Veranstaltungsort vor, er war das einzige "besondere" Auto vor dem Schlößchen, in dem das Seminar stattfand.

Ein Großteil der Studenten waren Erstsemester, jung, mobil, frei von Statusdenken, sicher eher links orientiert.

Fast alle sprschen uns auf den Porsche an, und zwar nicht neidisch, kritisch oder feindselig, sondern ernsthaft interessiert, positiv und freundlich. Und einer hat ein ganz besonders schönes Photo gemacht und mir später geschickt.

 

Insofern optimistischere Grüße, Hugo.

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„Das Internet ist nur ein Hype“ so sagte es mal Bill Gates. Wer weiß schon was kommt und was die jüngeren wollen. Denen gefällt ja die sorglose Versklavung.

 

 

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Gast GT_MF5_026
vor einer Stunde schrieb hugoservatius:

Wochenendausgabe der NZZ

Mein Tageswerk beginne ich mit dem ausgiebigen Studium der NZZ. Auf dem iPad. Anschliessend noch ein kurzer Blick in FAZ und Süddeutsche Online.

Ich hoffe, sehr geehrter Herr Servatius, Sie beziehen sich auch auf die Wochenendausgabe der NZZ (die samstags erscheint). Die NZZ am Sonntag dagegen ist meines Erachtens journalistisch, stilistisch und fachlich Meilen von der "normalen" NZZ entfernt und verdient das Qualitätslabel NZZ nicht.
Hat zwar nichts mit dem Thema hier zu tun, aber musste gesagt sein.

Thorsten0815
vor 5 Stunden schrieb GT_MF5_026:

Kleines Beispiel: Einige Autohersteller verkaufen Navis mit Verfalldatum. Man wird dann mehr oder weniger gezwungen, die Kartendaten zu aktualisieren. Die dafür aufgerufenen Preise übersteigen in der Regel den Kaufpreis eines besseren, da moderneren tragbaren Navis mit inkludiertem lebenslangem Kartenupdate - ohne mich...

Ja, mit den eingebauten Navis fing es an.......

Und ja, Ich hab den Seitenhieb verstanden. :D 

 

Ferrari baut mir nun, sobald lieferbar, neue HW ein. Und ja, zu einem Ferrari Preis, aber die Kartenupdates laufen dann nicht mehr über Ferrari, sondern ich selbst kaufe diese direkt beim Kartenanbieter und spiele sie über einen USB Port bei Bedarf ein. So habe ich es in der Produktbeschreibung verstanden.

 

Damit habe ich was ich haben will. Bedienung und Gerät hundertprozentig sauber ohne Kabel und Stecker im Fahrzeug sinnvoll integriert und selbst die Kontrolle über das Kartematerial. Ich berichte im passenden Thread dann mal wie es wirklich funktioniert wenn es eingebaut ist. O:-) 

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Welche Hochtechnologie hält denn solange?  

 

Wo sind C-Netz, Quix, Scall und Skyper? Der Zeitansage, BTX oder die miniDisc?

 

Was wurde aus Alcatel, Grundig, Wang, Apple's Lisa, Commodore oder Atari? Netscape, AOL, Compuserve?

 

Der Aktualisierungszwang kommt doch nicht vom Hersteller, sondern von der Realität. Werden doch einfach neue Strassen gebaut!

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