Jump to content
locodiablo

Fiat zieht nach Holland

Empfohlene Beiträge

locodiablo CO   
locodiablo
Erster Beitrag:
Letzter Beitrag:

Wie man heute den Nachrichten entnehmen kann, verlässt Fiat Italien und verlegt seinen Hauptsitz nach Holland !

Das war es dann mit Marken wie Fiat und Alfa:evil:

Für mich untragbar, dass Traditionsmarken von Italien nach Holland ziehen....da baut man nun also Italienische Autos auf Chrysler-Plattform aus Holland! :-(((°:crazy:

Neuerdings heisst der Konzern dann auch FCA (Fiat Chrysler Automobiles)

Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
PocoLoco CO   
PocoLoco
Geschrieben

Die ganzen Emotionen weg und zunichte, habe es auch gerade gehört.....absoluter Skandal...........:-o:cry:

Nix mehr mit Pizza und Fiat..........jetzt gibt es Sauce Hollandaise und Fiat.......nein das kann es wirklich nicht sein.........schade um die schöne Tradition..:(

locodiablo CO   
locodiablo
Geschrieben

Die Tradition ist leider schon lange tot, aber dass man nun den Hauptsitz eines Italienischen Autobauers aus Steuergründen nach Holland verlegt ist in etwa gleich charmant und elegant wie der neue Lancia Thema:dagegen:

  • Gefällt mir 1
kkswiss   
kkswiss
Geschrieben

Ja, finde ich auch ganz schade. Aber ich kann es aus geschäftlichen Gründen nachvollziehen.

Hier gibt es Unternehmen, die nach Zug gehen. In Italien wurde zuviel an der Steuerschraube gedreht. Und das mit dem Aktionärsrecht in Holland ist mir neu, aber für die Familie sehr hilfreich.

hugoservatius   
hugoservatius
Geschrieben

Ich finde, daß die Entscheidung prima zur sonstigen Unternehmenspolitik paßt!

Fiat:

Noch genau ein Produkt, welches Interesse weckt, und das auch nur wegen des gelungenen Retro-Designs.

Lancia:

Umgelabelte Chryslers, mausetot.

Alfa:

Gibt es die noch, welches Modell wird denn noch gebaut, der "Mito"?

Maserati:

Umgelabelte Chryslers mit verunglücktem Lexus-Design, dagegen waren die Biturbos und ihre Derivate aufregende, sinnliche Autos.

Ferrari:

Lebt vom Mythos, die romantische Aura erfolgreicher Schlachten auf den Rennstrecken der Welt und das wunderbare Design eines Pininfarina sind dem Design intergallaktischer, überdimensionierter Kampfmaschinen und dramatisch kreischenden Klappenauspüffen gewichen, sinnlich ist an den Autos nur noch das Knistern des Bargeldes, mit dem sie in Berlin, Shanghai oder Moskau bezahlt werden.

Aufregende, pfiffige, interessante Autos bauen längst andere, wo ist die Smart-Alternative von Fiat, wo ein echter Nachfolger des Panda, den baut jetzt Nissan mit dem Cube, den Alfa Spider hat längst der MX5 ersetzt, ein Tesla S ist ein viel aufregenderes Auto als der neue "Ghibli", jeder Porsche 991 ein besseres Auto als die sogenannten "Diven" ans Maranello, nur mit viel weniger Drama und Ärger.

Eine komplett verfehlte Modellpolitik, aber was will man erwarten von einem Boss, dessen herausragendste Eigenschaft die Vorliebe für ausgebeulte Pullover ist.

Aber bei anderen Firmen sieht es ja nicht viel anders aus, mein Gott, was waren die Peugeot 304 und 504 Cabriolets für hinreißende Autos, was war der 205 GTI für ein wunderbarer Kurvenräuber mit - bis heute - frischem, gelungenem Design, sogar das späte 306 Cabriolet hatte noch die Aura der Avenue Foch und das Flair eines Frühlingstages in Deauville.

Oder Renault, erinnert sich noch jemand an die hinreißenden Renault 5, den R4 Plein Air, den ersten Espace, den originalen Twingo oder gar an die wunderbaren Alpines?

Und über Citroen decken wir den Mantel des Schweigens, besonders zynisch finde ich es, daß jetzt grausige Massenprodukte mit katastrophalem Design "DS" genannt werden, göttlich ist an diesen Autos nichts mehr!

Der "Umzug" von Fiat nach Holland hat vielleicht sogar Vorteile - schließlich waren die Karosserien der einzigen holländischen Automarke, Daf, immer recht hübsch, wenn ich mich recht erinnere, waren sie von Michelotti gezeichnet, vielleicht orientieren sich die "Designer" von Fiat daran und ihre Autos werden wieder etwas ansehnlicher?

Schluß, Ende, aus, vorbei, die italieneische Automobilindustrie ist den Weg der britischen gegangen, sie ist schlicht und ergreifend tot!

Depressive Grüße, Hugo.

  • Gefällt mir 4
JazP   
JazP
Geschrieben

Hugo, Du beschreibst die Situation, wie sie in Italien entstanden ist. Und zwar so schwarz, dass man annehmen möchte, es könne ja nur noch bergauf gehen nach dem Umzug in die Niederlande.

Autopista   
Autopista
Geschrieben

Es ist doch völlig unwichtig wo die Verwaltung sitzt. Entscheidend ist wo die Autos hergestellt werden.

Mir ist die jetzige FGA lieber als eine zusammengeschrumpfte rein nationale Fiat die mit Staatsmitteln und chinesisch/indischen Investoren am Leben gehalten wird, wie z.b. Jaguar, Volvo oder Peugeot.

Ich finde es bemerkenswert was die Italiener hier auf die Beine gestellt haben. Der unternehmerische Mut wurde belohnt. Ohne Chrysler hätte FIAT niemals überlebt.

  • Gefällt mir 1
Bodania   
Bodania
Geschrieben

Die Entscheidung für einen Hauptsitz auf "neutralem Boden" finde ich richtig, die

Kulturunterschiede zwischen Turin und Detroit werden so ein wenig abgemildert.

Zudem ist es ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Adresse der italienischen Politiker

und Wähler, sich endlich um die echten Probleme zu kümmern statt nur nach Neuwahlen, erhöhten Diäten und Amnestien aller Art zu schreien.

Ich erkläre die italienische Flagge jeweils so:

Grün vor Aerger, weiss vor Zorn und rot vor Scham, weil sie Berlusconi dreimal gewählt haben...

Vielleicht kommt jetzt eine neue Beschreibung, grün ist die Hoffnung, weiss das Papier für die Programme und rot der Stift für Anpassungen, wer weiss?

  • Gefällt mir 1
locodiablo CO   
locodiablo
Geschrieben

Sorry, aber da kann ich eure Meinung nicht nachvollziehen. Früher war es für 80% der Italiener klar, dass man ein Italienisches Auto kauft und das ganz klar weil es ein komplett Italienisches Produkt war....evtl. hatte das auch etwas mit Charme zu tun den es heute definitiv nicht mehr gibt.

Ich würde behaupten, dass man bis vor 10-15 Jahren noch ein Italienisches Auto kaufte weil man ein Italienisches Auto wollte und sicher nicht weil es perfekt war. Diese Käufer ist man durch den Chrysler-Mix nun auch noch los.

Wenn man nun argumentieren will, dass Fiat ohne Chrysler nicht überlebt hätte und es ein schlauer Wirtschaftlicher Schachzug war Chrysler zu übernehmen, frage ich mich wieso man denn die 400 Mio Euro Minus im Jahr in Kauf nimmt um die Italienischen Marken noch am Leben zu erhalten. Wirtschaftlich gesehen macht das doch keinen Sinn!? Aber es macht eben noch viel weniger Sinn, Autos von Fiat & Lancia auf Chrysler-Basis zu bauen denn die kauft keiner der noch recht bei Sinnen ist!

Und weiter geht es mit Maserati, wer kauft sowas?? Ich hatte selber den Quattroporte Vorgänger und fand den so toll, dass ich überzeugt war den Nachfolger sofort zu kaufen. Nur, das käme mir nicht im Traum in den Sinn...heute fahre ich einen S65 und habe eine perfekte Technik wenn ich schon keine Emotionen mehr kaufen kann. Maserati hat beides nicht mehr!

Meiner Meinung nach kann man die ganzen Marken beerdigen und das traurige ist, dass ich z.B. in Alfa (siehe 8C, 4C) bis heute Potenzial sehe!

matelko CO   
matelko
Geschrieben

Ich verstehe die Diskussion um den Verwaltungssitz einer Holding nicht so ganz. Das hat doch rein gar nichts mit dem Entwicklungsstandort und dem Fertigungsstandort zu tun? Zumal der neue Konzern nicht mehr rein Fiat ist, d.h. Fiat ist nur noch eine Marke, wie das bei Ferrari schon lange der Fall ist (wenn auch mit ungewöhnlich hoher Eigenständigkeit - solange der Erfolg anhält). Da sehe ich die Chrysler-Konstruktionen unter dem Blech von Maserati-Modellen vielfach kritischer. Vor allem, wenn man das heutzutage vielzitierte "Premiumsegment" (was für ein fürchterlicher Ausdruck) ausbauen möchte.

In anderen Branchen ist es übrigens schon seit langer Zeit üblich, den rechtlichen Firmensitz einer Holding z.B. nach USA zu verlegen, aber die Entwicklung und sogar die Fertigung im Mutterland (z.B. in Deutschland) zu belassen. Persönlich bevorzuge auch ich ein lupenreines Bekenntnis zu einem heimischen Standort. Es gibt aber Branchen, die stehen in Teilen dermaßen unter Wettbewerbsdruck, da scheint gar nichts anderes übrig zu bleiben, als alle Möglichkeiten des Sparens auszuschöpfen. Meinen Beobachtungen zufolge kommt dabei trotzdem kein Kunde auf die Idee, die Produkte eines deutschen Unternehmens mit rechtlichem Sitz im Ausland seien nun keine deutschen Produkte mehr... Ich möchte sogar behaupten, daß ein Großteil der Kunden nicht mal weiß (oder sich nach ein paar Jahren noch erinnert), wo sich der rechtliche(!) Firmensitz überhaupt befindet.

  • Gefällt mir 2
locodiablo CO   
locodiablo
Geschrieben (bearbeitet)

Bei ca. 2 Mia USD Nettogewinn im 2013 steht man nicht wirklich unter dem Druck sparen zu müssen und Steuerflucht nach Holland zu begehen....besonders von einem Italiener würde ich mehr "Heimatstolz" und Bekenntnis zum Sitz in Italien erwarten.

Oder wenn, dann sollten Sie die Marken würdig sterben lassen und nicht noch den Rest an "Mythos" zerstören.

bearbeitet von locodiablo
Bärlin   
Bärlin
Geschrieben

matelko hat doch den entscheidenen Punkt aus Sicht eines Autofahrers, der sich seine Identifikation mit dem Objekt der Begierde nicht verhunzen lassen möchte, herausgearbeitet: was rein rechtlich gesehen wohin auch immer verlegt wird, ist eigentlich solange egal, wie das Produkt weiterhin im wesentlichen deutsche/italienische/etc. Entwicklungsarbeit bleibt. Ferrari made in Holland kommt nicht, Fiat made in Holland ebenfalls nicht und wenn, ist es in dieser Liga vielleicht auch bedauerlich, aber weniger schlimm als dies bei Fahrzeugen wie Ferrari der Fall wäre, die ein lupenreines Image benötigen, weil hier der Vernunftaspekt klein und das Prestigedenken groß ist.

locodiablo CO   
locodiablo
Geschrieben

Aber ein Alfa Spider eines Holländischen Unternehmens, gebaut in Japan wird kommen und sowas geht für mich nicht. Evtl. drückt da mein Italienisches Blut etwas durch aber ist für mich ein Ko-Kriterium...sowas würde mir niemals ins Haus kommen.

Und was haben die Chrysler-Klone mit Italo-Emblem noch mit einem Italienischen Auto zu tun? Nichts!

Vom Diesel Maserati fange ich jetzt nicht schon wieder an, aber genau dies geschieht wenn man UR-Italienische Unternehmen mit Ami-Plastik verbaut und den Hauptsitz nach Holland verlegt.

  • Gefällt mir 2
Datloke   
Datloke
Geschrieben

Ganz normale Praxis, auch bei deutschen Herstellern.

locodiablo CO   
locodiablo
Geschrieben

Der Steuersitz von Fiat wird übrigens in England und nicht Holland liegen....

PocoLoco CO   
PocoLoco
Geschrieben

Ich bin auch völlig deiner Meinung Loco, das ist schlichtweg ein Traum denken das auf diese geschmacklose Methode versucht wird eine Tradition am leben zu Erhalten. Vor allem bei dem letztjährigen Umsatz.......perché?

So stirbt das letzte Stück "CUORE SPORTIVO"endgültig aus, nachdem Fiat mit den Retro-Design wieder super ankommen im gesamt markt, und wieder stark an Käufer zugenommen haben............meines Erachtens sollte diese Wandlung auch für Alfa umzusetzen sein....Potenzial wäre mehr wie vorhanden...

Reine Publicity diese ganze Aktion in meinen Augen..........so kann man die "herzlosen" Kunden die sich nichts aus Tradition und Myten machen, auch dazu bewegen die neuen "Alfa`s,Fiat und co`s." zu Kaufen.

Schade schade:(

Bärlin   
Bärlin
Geschrieben

Man muss wohl ohnehin mit immer mehr "Mischmasch", also Kooperationen leben. Auch Zetzsche redet dauernd davon, mit Renault-Nissan mehr zu bewerkstelligen.

Es wird dann auch nicht mehr auf Klein- und Kompaktwagen sowie Nutzfahrzeuge beschränkt sein. Der Kunde gewöhnt sich bestimmt an vieles.

crazyblack CO   
crazyblack
Geschrieben

Also ich kann diesen Aufschrei auch nicht ganz nachvollziehen. Der rechtliche und steuerliche Sitz einer Holding (!) hat doch überhaupt nichts mit den Produkten zu tun. Die eigentlichen Firmen Alfa Romeo, Fiat oder auch Maserati und Ferrari bleiben mit ihrem Firmensitz doch in Italien.

Nach diesen ganzen Posts und den darin aufgeführten Maßstäben dürfte in Deutschland kein BMW aus Spartanburg oder Mercedes aus Tuscaloosa verkauft werden.

Auch sollte mal jeder nachlesen, wie viele Gesellschaften von deutschen Firmen (VW, Mercedes, BMW, Telekom etc) in Holland sitzen um die Gewinne dorthin zu verlagern.

Hat das in irgend einer weise Auswirkungen auf die Produkte? Nein! Oder macht sich irgendein Porsche Fahrer Gedanken wo die Porsche Automobile Holding SE (sie sitzt in D) oder deren Aktionärsgesellschaften Ihren Sitz haben?

gynny.m CO   
gynny.m
Geschrieben

Einen großen Minuspunkt darf man bei der Sache auch nicht vergessen!

Ausstattungsvarianten mit "Wegfall Anhängerkupplung" kosten dann wohl Aufpreis :lol2:

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Erstelle ein neues kostenloses Benutzerkonto.

Jetzt registrieren

Anmelden

Bereits Mitglied? Melde dich hier an.

Bereits registriert?



×